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MRT-Artefakte: Die Kopfposition entscheidet
Dienstag, 17. Februar 2026

Dunkle, rautenförmige Areale in Magnetresonanztomografien (MRT) des Innenohrs sind nicht zwangsläufig ein Hinweis auf krankhafte Veränderungen – sie können schlicht davon abhängen, wie eine Person im Scanner liegt. Eine Pilotstudie an der Karl Landsteiner Privatuniversität (KL Krems) zeigt, dass charakteristische „Flow-void“-Artefakte im Vestibulum (Gleichgewichtsorgan) deutlich stärker ausfallen, wenn der Kopf nach hinten überstreckt ist, und geringer, wenn das Kinn in Richtung Brust geneigt wird. In ersterer Position berichteten einige Teilnehmende über Schwindel. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass starke Magnetfelder Flüssigkeitsbewegungen im Innenohr antreiben können – und legen nahe, die Kopfposition sowohl bei der Interpretation von Innenohr-MRT-Scans als auch im Hinblick auf den Untersuchungskomfort mit zu berücksichtigen.

Tabletten bei Schluckstörungen: Im Ganzen sicherer als zerkleinert

Bei Schlaganfallpatientinnen und -patienten mit Schluckstörungen werden Tabletten seit Jahrzehnten meist zerkleinert verabreicht, um ein Verschlucken zu vermeiden. Neue klinische Daten stellen diese Praxis nun infrage. Eine Studie an Betroffenen zeigt: Ganze Tabletten, die mit weichen Speisen wie Apfelmus verabreicht werden, konnten oft problemlos geschluckt werden – ohne Hinweise auf Eindringen von Speisebestandteilen in die Atemwege. Zerstoßene Tabletten hingegen hinterließen deutlich mehr Rückstände im Rachen, was die Aufnahme der Wirkstoffe beeinträchtigen und Komplikationen begünstigen könnte. 

Wie Künstliche Intelligenz unser Verständnis von Alter(n) mitprägt

Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine immer größere Rolle, wenn es um das Alter(n) geht. Doch wie genau beeinflusst sie das Leben älterer Menschen – und wie wird diese Beziehung in der Forschung betrachtet? Im Rahmen einer Studie am Kompetenzzentrum für Gerontologie und Gesundheitsforschung an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften wurde herausgearbeitet, wie die Alterssoziologie bislang das Zusammenspiel von KI und Alter(n) theoretisch beschrieben hat. 

Prim. Assoc. Prof. Dr. Thomas Eiwegger - Karl Landsteiner Privatuniversität

Warum ist ein Kind kerngesund und ein anderes allergiegeplagt? Kinderarzt Thomas Eiwegger forscht an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) und der University of Toronto zu neuartigen Behandlungsansätzen bei Nahrungsmittelallergien. art & science krems erzählt er, was man über Allergien im Kindesalter weiß und was noch nicht.

v.l.n.r.: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Julia Mascherbauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Gerald Steiner. Julia Mascherbauer und Gerald Steiner wurden mit den Würdigungspreisen 2025 ausgezeichnet.

Im Rahmen der Wissenschaftsgala des Landes Niederösterreich am 14. Oktober 2025 erhielt Prim. Univ.-Prof. Dr. Julia Mascherbauer, Leiterin der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 3 am Universitätsklinikum St. Pölten, den Würdigungspreis für besondere wissenschaftliche Leistungen. Die wichtigsten Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich wurden heuer erstmals am Campus Krems verliehen.

Sabrin Haddad in Bordeaux

KL Forschende Sabrin Haddad, hat am Cajal Advanced Neuroscience Training Programme in Bordeaux teilgenommen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Immer noch gut geschütztes Wasserreich

Der Text erschien im Onlinemagazin Art & Science Krems, einem Kooperationsprojekt der KL.

Sauberes Wasser aus der Leitung ist in Österreich sehr selbstverständlich. Andreas Farnleitner, Leiter des Fachbereichs Wasserqualität und Gesundheit an der Karl Landsteiner Uni und Co-Leiter des ICC Water & Health, erklärt das Sicherheitsnetz hinter jedem Glas Trinkwasser.

Studie der KL Krems und der MedUni Wien zeigt: Asthma hat meistens allergische Ursachen und ist somit gezielt und kosteneffizient immuntherapeutisch behandelbar.

Studie der KL Krems und der MedUni Wien zeigt: Asthma hat meistens allergische Ursachen und ist somit gezielt und kosteneffizient immuntherapeutisch behandelbar.

Die Novelle der Ärzteausbildungsordnung zur Weiterbehandlung durch Kinder- und Jugendpsychiater:innen über die Volljährigkeit hinaus: Eine qualitative Analyse von Einstellungen und klinischer Realität

Seit 15. Mai 2024 dürfen Kinder- und Jugendpsychiater:innen in Österreich Jugendliche über 18 weiterbehandeln. Eine Studie zeigt breite Zustimmung zur Novelle, warnt jedoch: Ohne ausreichende personelle und strukturelle Ressourcen bleibt das Potenzial im überlasteten System ungenutzt.

Ausschreibung tecnet accent Innovation Award 2025

Sie haben innovative Forschungsergebnisse oder eine Erfindung mit wirtschaftlichem Potenzial entwickelt? Ihre Arbeit leistet einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen – etwa in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Mobilität oder Digitalisierung?

Dann nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich bis 17. November 2025 für den tecnet | accent Innovation Award 2025!

Forschungsimpulse

Die Forschungsimpulse, ein Maßnahmenpaket zur Förderung von Forschung an den Universitätskliniken der Karl Landsteiner Privatuniversität, verfolgen das Ziel, eine universitäre Forschungsinfrastruktur an den Kliniken der KL aufzubauen, Forschungsaktivität zu stimulieren und wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Der Evaluierungsbericht über die erste Phase der Implementierung des Programms 2019-2024 zeigt, dass die gesetzten Ziele erreicht wurden. Darüber hinaus sind die Maßnahmen auf hohe Akzeptanz unter den Forschenden gestoßen. Die Forschungsimpulse liefern damit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheits- und Forschungsstandorts Niederösterreich.

Alzheimer-Forschung mit Potenzial: FWF fördert 1000-Ideen-Projekt von Dr. Manuel Hessenberger, MSc / Fachbereich für Physiologie

Bereits zum zweiten Mal in Folge fördert der österreichische Wissenschaftsfond (FWF) mit dem prestigeträchtigen 1000-Ideen Programm ein eingereichtes Projekt des Fachbereichs für Physiologie (Leitung: Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerald Obermair) an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften. Das 1000-Ideen-Programm des FWF verfolgt das Ziel, besonders kreative, gewagte und potenziell bahnbrechende Forschungsvorhaben zu ermöglichen – Projekte, die bewusst außerhalb des konventionellen wissenschaftlichen Verständnisses angesiedelt sind.