Therapeutische Möglichkeiten evidenzbasierter Phytotherapie - ÖÄK-Diplom
Der Universitätslehrgang hat zum Ziel, vertiefende Kenntnisse über die präventiven und therapeutischen Anwendungen aus dem Bereich der Phytotherapie zu vermitteln. Dabei soll insbesondere auf wissenschaftlicher Ebene die evidenzbasierte Studienlage erarbeitet werden. Der Universitätslehrgang stellt die verschiedenen praktischen Einsatzgebiete der Phytotherapie in allen Aspekten und der Reflexion moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse vertiefend dar.
Der Aufbau
Der Lehrgang umfasst 25 ECTS und wird berufsbegleitend geführt. Der Zertifikatslehrgang enthält auch einen praktischen Teil und wird durch Prüfungen am Modul- bzw. Lehrgangsende abgeschlossen. Nach positiver Absolvierung der Prüfungen erhalten die Teilnehmer:innen ein Zertifikat der KL.
Der Lehrgang
Arzneipflanzen gelten weltweit als Ressource zur Entwicklung neuer Medikamente. Die therapeutischen Wirkungen von Arzneipflanzen beruhen auf einem Vielstoffgemisch mit oft zahlreichen synergistischen Effekten. Studienergebnisse der Epigenetik legen nahe, dass aktive Metaboliten der Arzneipflanzen im Darm durch Interaktion mit unserem Mikrobiom entstehen. Modernste Analysetechniken eröffnen jedoch eine breitere Sichtweise auf potenzielle therapeutische Effekte. Gleichzeitig sind wissenschaftlich fundierte Ausbildungsmöglichkeiten zum Thema der Phytotherapie für medizinische Gesundheitsberufe an Universitäten praktisch nicht existent. Diese Lücke soll durch diesen universitären Lehrgang geschlossen werden.
Die Lehrinhalte
- Grundlagen der Phytotherapie
- Atemwegserkrankungen, Aromatherapie
- Kinderheilkunde inkl. Schwangerschaft, Stillzeit
- Psyche, Schlaf, Angst, Depression, Stress
- Schmerz, Entzündung, Bewegungsapparat
- Gynäkologie, Urologie
- Herz-Kreislaufsystem
- Haut, Wundbehandlung
- Magen-, Darmtrakt, Leberstoffwechsel
- Mikrobiom, Ernährung
- Wissenschaftliches Arbeiten, Exkursionen
Voraussetzung
akademischer Studienabschluss in Humanmedizin, Pharmazie, Zahnmedizin, Veterinärmedizin oder einem gesundheitswissenschaftlichen Beruf (MTD, Pflege) mindestens auf Bachelorniveau.
Folder zum Download
Lehrgangsleitung
- Univ.-Prof.i.R. Dr.med. Kurt Widhalm
- Stellvertretung der Lehrgangsleitung:
- Univ.-Prof.i.R. Mag.pharm. Dr. Dr.h.c. Brigitte Kopp
Vortragende
- Mag.pharm. Arnold Achmüller
- Univ.-Prof. Dr. DDr.h.c. Rudolf Bauer
- Dr.med Gerda Dorfinger
- MMag. Albert Dorninger
- Mag.pharm. Claudia Dungl-Hochleitner, MSc
- Mag.pharm. Dr. Johannes Paul Fladerer-Grollitsch, BSc MSc
- Dr.med Bettina Frühwirth-Pinnisch
- Dr.med Peter Haubenberger
- emer.O.Univ.-Prof. Dr.med. Dr.h.c.mult Siegfried Kasper
- Univ.Doz. Mag.pharm. Dr.med. Dr. Ulrike Kastner
- Univ.-Prof. i.R. Mag.pharm. Dr. Dr.h.c. Brigitte Kopp
- Dr.med Alexander Kottas
- Dr.med Astrid Pinsger, MSc
- Dr. med. Harel Seidenwerg
- Ass.-Prof. Mag.pharm. Dr. Iris Stappen
- Univ.-Prof. Dr.med Vanessa Stadlbauer-Köllner MBA
- Dr. med. Rainer Stange
- Mag.pharm Roland Stumberger
- Univ.-Prof.i.R. Mag.pharm. Dr. Hermann Stuppner
- Mag.rer.nat. Dr. Oliver Vendl
- Univ.-Prof.i.R. Dr.med Kurt Widhalm
- Prim. Assoc.Prof. Dr.med. Andrea Zauner-Dungl
- PD Dr.med Ursula Petra Zieglmayer
Anmeldung
Die Anmeldung für den Zertifikatslehrgang mit Start im November 2026 wird in Kürze hier möglich sein.
Abschluss
Zertifikat der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL);
Fortbildung für Ärzt:innen (106 DFP-Punkte) und Pharmazeut:innen (500 AFP-Punkte) sowie Zahnärzt:innen (109 Fortbildungspunkte).
Fortbildung für Angehörige der MTD-Berufe: 106 CPD-Punkte
Hinweis für Mediziner:innen: Der Zertifikatslehrgang ist für das ÖÄK-Diplom Phytotherapie anerkannt!
Hier erhalten Sie einen Einblick in die Abschlussarbeiten der Absolvent:innen des 1. Durchgangs:
- Achammer: Salvia officinalis - Salbei
- Allen: Melissa officinalis - Melisse
- Bicakci: Sambucus nigra - Holunder
- Busvine: Gentiana lutea - Enzian
- Gregor: Cynara scolymus - Artischocke
- Hainisch: Achillea millefolium - Schafgarbe
- Illing: Zingiber officinalis - Ingwer
- Iser: Valeriana officinalis - Baldrian
- Kaune: Passiflora incarnata - Passionsblume
- Kokot: Solidago virgaurea - Goldrute
- Komarek: Primula veris - Schlüsselblume
- Olah: Silybum marianum - Mariendistel
- Olesko: Plantaga ovata - Flohsamen
- Popescu: Glycyrrhiza glabra - Süßholz
- Prohaska: Eucalyptus globulus Eukalyptus
- Riesenhuber: Allium sativum - Knoblauch
- Rothenbuchner: Humulus lupulus - Hopfen
- Stumberger: Mentha x piperita - Pfefferminze
- Weinhandl: Uncaria tomentosa - Krallendorn
- Zieglmayer: Capsicum annuum - Paprika
Für weitere Fragen wenden Sie sich an:
Antonia Rosenberger MSc
Assistenz
KL Academy