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Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

Mission Statement

Die Psychologie von Entscheidungen in Arbeit, Organisation und Wirtschaft
Im Fachbereich Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie wird die Psychologie des Urteilens und Entscheidens im Kontext wirtschaftlichen Handelns untersucht. Die Themen des Forschungsschwerpunkts lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

1. Entscheidungspsychologie
2. Verhaltensregulation und Steuermoral

Entscheidungspsychologie

Untersucht wird, wie wirtschaftliches Urteilen und Entscheiden durch die Wahrnehmung und kognitive Verarbeitung von Gewinnen, Verlusten, Wahrscheinlichkeiten und Risiken beeinflusst werden. Von Interesse sind dabei sowohl individuelle Entscheidungen (z.B. Konsum, Geldmanagement), als auch das Entstehen von Kooperation in sozialen Gruppen (z.B. Schwarzfahren, Sozialleistungsbetrug, Energieverbrauch und nachhaltiger Konsum). Die Ergebnisse lassen sich zur Entwicklung von psychologischen Techniken einsetzen, die in der Literatur als Nudging (Thaler & Sunstein, 2008) bezeichnet werden. Unter einem Nudge wird ein Stimulus verstanden, der eine Person bei ihrer Entscheidung in eine erwünschte (z.B. von Expert_innen empfohlene) Richtung „schubst“, ohne der Person die Freiheit zu nehmen, sich auch entgegen der Empfehlung zu entscheiden. Das Nudging-Prinzip lässt sich in zahlreichen Kontexten der Wirtschaft und Arbeitswelt (z.B. Pensionsvorsorge, Konsum, Organizational Citizenship Behavior) anwenden.

Verhaltensregulation und Steuermoral

Der zweite Schwerpunkt des Fachbereichs bezieht sich auf die Regulation von Verhalten in Organisationen und im Speziellen auf die Psychologie der Steuermoral. Untersucht werden psychologische Determinanten der Regelbefolgung (auch als „Compliance“ bezeichnet) in Organisationen, sowie Strategien zur Regulation und Beeinflussung von Verhalten. Beispielsweise stehen den Finanzbehörden zwei komplementäre Möglichkeiten zur Verfügung, um Steuerehrlichkeit zu fördern: Entweder indem die Kooperation der Steuerzahler durch Ausübung von Macht (z.B. Kontrollen, Bestrafung) erzwungen wird, oder indem vertrauensbildenden Maßnahmen (z.B. transparente und faire Entscheidungsprozesse, Möglichkeiten zur Mitbestimmung, Expertise und Fachkenntnisse der Autoritäten) gesetzt werden, die eine freiwillige Kooperation bewirken (Kirchler, Hoelzl, & Wahl, 2008).

Events

  1. 05 Nov

    Ringvorlesung: Neurologische Rehabilitation

    05. November 2020, 18:00 - 22:00
    Auditorium der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
  2. 19 Nov

    Ringvorlesung: Orthopädische Rehabilitation

    19. November 2020, 18:00 - 22:00
    Auditorium der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
  3. 25 Nov

    12. MAIMONIDES LECTURES – 3. Reihe in Niederösterreich

    25. November 2020, 17:00 - 26. November 2020, 18:30
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Trakt Y, Festsaal