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Praktisches Jahr

Das praktische Jahr (PJ) im Masterstudium Humanmedizin an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL)

Diese Rahmenbedingungen basieren auf den Definitionen und Bestimmungen des akkreditierten Curriculums MA Humanmedizin vom 27. November 2013, den Rahmenbedingungen des Klinisch-Praktischen Jahres (KPJ) an den drei öffentlich-rechtlichen Medizinuniversitäten in Österreich, sowie Abstimmungsgesprächen mit der NÖ LK-Holding und Vertreter_innen der drei Universitätskliniken Krems, St.Pölten und Tulln.
 
Der Anforderungslevel erfolgt in Abstimmung mit dem Österreichischen Kompetenzlevelkatalog, dem Schweizer Lernzielkatalog, sowie unter Berücksichtigung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs (NKLM) des Deutschen Medizinischen Fakultätentages.
 
Das Ziel des praktischen Jahres ist, dass Studierende des Masterstudiums Humanmedizin im letzten Jahr ihres Studiums die in den vorangegangen Studienjahren (Bachelorstudium Medical Science* sowie den ersten beiden Jahren des Masterstudiums Humanmedizin) erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie professionelle Handlungsweisen im praktischen Umfeld weiter vertiefen, um die Befähigung zur postgraduellen Aus- und Weiterbildung zu erlangen.

Allgemeine Informationen zum PJ

Voraussetzungen, um das PJ beginnen zu können

  • Positive Absolvierung des zweiten Studienjahres MA Humanmedizin
  • Positive Absolvierung des OSCE „PJ-Reife" (2. Studienjahr MA Humanmedizin)
  • Anerkennung der 16 Wochen Pflichtfamulatur (4 Wochen Innere Medizin, 4 Wochen Allgemeinmedizin, 8 Wochen Wahlfamulatur)

Eckpfeiler des PJ

  • 3. Jahr des Masterstudiums Humanmedizin
  • Dauer von insgesamt 48 Wochen (60 ECTS-Punkte), Beginn jeweils im August
  • Grundsätzliche Unterteilung des PJ in drei Elemente („Tertiale")
    • Innere Medizin
    • Perioperative Medizin
    • Wahlpflichtfach
  • Diese Elemente sind wahlweise an einer klinischen Abteilung bzw. einem klinischen Institut, in einer Ambulanz bzw. in einer Lehrpraxis zu absolvieren. Den Studierenden steht jeweils ein/e Mentor_innen (bzw. eine Vertretung bei Abwesenheit des/r Mentor_in) aus der Ausbildungsstelle zur Seite.
  • Die Ausbildung im PJ besteht aus:
    • Praktisch-klinischer Tätigkeit
    • Strukturierten An- bzw. Unterweisungen
    • Selbststudium
    • Führen eines Logbuchs/Portfolios („self-assessment")
    • Dokumentierte Überprüfungen („workplaced assessment")
  • Das Hauptaugenmerk liegt auf der Betreuung von Patient_innen bzw. der Tätigkeit mit/an Patient_innen. Diese finden unter Supervision statt. Im Vordergrund steht die aktive Tätigkeit im Sinne des reflektierten Übens und Durchführens von realen Aufgabenstellungen, die das klinische Denken und Handeln vertiefen und das Erlernen von professionellem Verhalten im Team, gegenüber Patient_innen sowie deren Angehörigen.
  • Die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen ist ebenso essentieller Bestandteil.
  • Zwischen den Tertialen bzw. nach Beendigung des dritten Tertials finden Lehrveranstaltungen und schriftliche und mündliche Prüfungselemente an der KL statt.
  • An der Ausbildungsstelle erfolgt kein Anstellungsverhältnis im arbeitsrechtlichen Sinn, sondern während des gesamten PJ bleibt die arbeitsrechtliche Stellung die von Studierenden.
  • Um die Ausbildungsqualität sicherzustellen bedarf es vor bzw. zur laufenden Anerkennung als Ausbildungsstelle eines formalen Akkreditierungs- bzw. Re-Akkreditierungsprozesses.
  • Als Ausbildungsstellen werden jeweils einzelne Abteilungen/Institute/Ambulanzen/Lehrpraxen akkreditiert.
  • Eine weitere Evaluation des PJ erfolgt durch die KL durch anonyme Evaluation der Studierenden bzw. Mentor_innen sowie durch Analyse der Prüfungsleistungen.

Detailstruktur bzw. Organisation des PJ

Zeitlicher Ablauf

Das PJ ist in drei Teile (Tertiale) unterteilt, wobei jedes Tertial 16 Wochen dauert (inkl. der letzten Woche mit Lehrveranstaltungen und Prüfungen an der KL). 

Konkreter Start des praktischen Jahres ist jeweils am Montag der ersten Woche im August des laufenden Jahres, alle 8 Wochen folgen weitere Einstiegspunkte (in Analogie zu den öffentlich-rechtlichen Medizinuniversitäten in Österreich).

Bei durchgehender Absolvierung der vorgeschriebenen Elemente endet das PJ Ende Juni/Anfang Juli des 3. Jahres des Masterstudiums Humanmedizin.

Ein Tertial kann in maximal zwei Unterelemente geteilt werden (mit der Dauer von 8 Wochen für das erste und 7 Wochen für das zweite Element, sodass in Summe pro Tertial 15 Wochen an den Ausbildungsstellen absolviert werden müssen).
 

Wählbare Fächer bzw. Inhalte

Innere Medizin (15 Wochen bzw. Kombination 8+7 Wochen)

Innere Medizin allgemein, Angiologie, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen,  Gastroenterologie und Hepatologie, Geriatrie/Gerontologie, Hämato-Onkologie, Infektiologie, Internistische Intensivmedizin, Kardiologie, Nephrologie, Notfallmedizin, Onkologie, Pneumologie, Rheumatologie, Internistische Sportheilkunde;


Perioperative Medizin (15 Wochen bzw. Kombination 8+7 Wochen)

Allgemeinchirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin (im maximalen Ausmaß von 8 Wochen, Kombinationspflicht!), Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie, Plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie, Thoraxchirurgie, Unfallchirurgie, Urologie, Visceralchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe


Wahlpflichtfach (15 Wochen bzw. Kombination 8+7 Wochen)

Allgemeinmedizin

Alle sonstigen Fächer- bzw. Zusatzfächer, die zur Facharztausbildung berechtigt sind (nicht-klinische Fächer im maximalen Ausmaß von 8 Wochen, Kombinationspflicht!).
Es dürfen auch Fächer aus der Inneren bzw. perioperativen Medizin als Wahlpflichtfach gewählt werden, soferne sie nicht innerhalb dieser Tertiale ausgewählt werden/wurden.

Es können also zumindest 3, maximal 6 verschiedene Fächer/Inhalte gewählt werden, jedes/r Fach/Inhalt kann nur einmal gewählt werden. Innerhalb eines vorgegebenen  Tertialzeitraumes können ausschließlich Fächer aus dem jeweiligen Tertial ausgewählt werden (zB kann innerhalb des Tertials Innere Medizin keine perioperatives Fach gewählt werden und vice versa).

Rotationen innerhalb einzelner Ausbildungsstellen (z.B. zwischen Station und Ambulanz, Interventionsbereich, OP, …) sind möglich und erwünscht.

In den Universitätskliniken Krems, Tulln, St.Pölten sowie den weiteren Lehrkliniken/Ausbildungsstellen der NÖ-Landeskliniken-Holding ist eine webbasierte zentrale Anmeldung möglich.

Auslandsaufenthalte im Rahmen des PJ

Die KL empfiehlt geplante Aufenthalte im Ausland im Rahmen des Studiums im PJ zu absolvieren, und begrüßt die Studierendenmobilität.

Maximal können 2 der 3 Tertiale oder max. 4 der 6 Unterelemente  (in Summe max. 30 Wochen des PJ) im Ausland an Universitätskliniken bzw. deren Lehrkrankenhäuser absolviert werden. Die Wahl, welche Fächer/Inhalte im Ausland absolviert werden, kann von den Studierenden selbst getroffen werden, wenn die curricularen Lernziele erreicht werden.

Auslandsaufenthalte müssen im Vorfeld an der KL beantragt und von der KL genehmigt werden. Die Akkreditierung der ausländischen Ausbildungsstellen erfolgt nach denselben Richtlinien.

Ausbildung

Im Vordergrund steht die praktisch-klinische Tätigkeit an der Ausbildungsstelle. Auf Ausbildungsziele abgestimmt An- und Unterweisungen sollen in jeder Woche im Umfang von mindestens 3 Stunden erfolgen.

Im Selbststudium (Richtwert 1h/Ausbildungstag) sollen Faktenwissen ergänzt, sowie Vor- und Nachbereitungszeit der praktisch-klinischen Tätigkeit gewährleistet sein. Ferner können in dieser Zeit Patientenvorstellungen erarbeitet werden können.

Weiters sollen Studierende regelmäßig gezielte vordefinierte Aufgabenstellungen erfüllen, sowie an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen. All diese Aktivitäten sowie Überprüfungen werden in einem Logbuch/Portfolio dokumentiert. Auch die Diskussion des befüllten Logbuches selbst mit den Mentor_innen wird festgehalten.

Aufgaben der Studierenden

Studierende sind Auszubildende an den Ausbildungsstellen!

  • Aktive praktisch-klinische Tätigkeit unter Supervision (siehe jeweilige Tertial-Ausbildungsinhalte), Mitarbeit an den Ausbildungsstellen, begleitendes Führen von Patient_innen
  • Führen eines Logbuches zur Dokumentation der erreichten Lernziele

Dokumentation des begleitenden Reflexionsprozesses in einem Portfolio 

Anwesenheit/Fehlzeiten

Die Basisanwesenheitszeit im PJ beträgt 35h/Woche. Diese Zeit ist in der Regel auf 5 Tage (Mo-Fr mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage) zu je 7 Stunden verteilt und soll weder über- noch unterschritten werden. Im Falle von Überstunden sollen diese in Freizeit (1:1) ausgeglichen werden. Beginn der Anwesenheit ist der jeweilige Beginn der Tagespräsenz an der Ausbildungsstelle.

Abweichend von der grundsätzlichen Tagespräsenz sollen (an Ausbildungsstellen an denen dies strukturell möglich ist), mindestens 2 und max. 8 Journaldienste (wie z.B. Spät- oder Langdienste als auch Nachtdienste mit maximal 25h Dauer) absolviert werden. Dadurch anfallende Mehrstunden sollen in Freizeit (1:1) ausgeglichen werden. Die Anzahl an Journaldiensten ist so zu wählen, dass die grundsätzliche Tagespräsenz deutlich ausgeprägter ist als die Journaldienstzeiten.

In einem Unterelement (á 8 bzw. 7 Wochen) sind maximal 4 Fehltage jedweder Art, in einem Tertial (15 Wochen) sind maximal 8 Fehltage jedweder Art, im gesamten PJ maximal 20 Fehltage jedweder Art möglich. Darüber hinausgehende Fehlzeiten sind nachzuholen.

In besonderen Fällen (langwierige Erkrankung, Pflege, Schwangerschaft o.ä.) können gesonderte Regelungen mit der Studiengangsleitung vereinbart werden.

Betreuung

Seitens der KL erfolgt die Betreuung durch die Studiengangsleitung, das wissenschaftliche Personal des Masterstudiums Humanmedizin sowie durch die Serviceeinrichtungen (Study Services, IT,…).
In den Lehrkrankenhäusern sind Koordinator_innen für die fachliche und organisatorische Abwicklung verantwortlich, an den einzelnen Abteilungen/Instituten/Ambulanzen betreuen sogenannte Mentor_innen die Studierenden (als primäre Ansprechpersonen, für Feedback, Unterstützung zum Erreichen der Lernziele sowie Bestätigung der erreichten Ausbildungsziele).  Obligat zu dokumentieren sind Gespräche zwischen Studierenden und Mentor_innen zu Beginn, zur Halbzeit und vor Beendigung des (Unterelements eines) Tertials inklusive einer Kurzstellungnahme zu Erreichtem bzw. Verbesserungsmöglichkeiten der Studierenden.  

In den Lehrpraxen übernimmt der/die Praxisinhaber_in Koordinations- und Mentoring-Funktion.

Den Studierenden muss der Zugang zum Krankenhausinformationssystem bzw. der Patientendokumentation und -verwaltung ermöglicht werden. Eine entsprechende Verschwiegenheitserklärung der Studierenden ist bereits im Ausbildungsvertrag an der KL enthalten und kann durch eine zusätzliche Erklärung an den Ausbildungsstellen ergänzt werden.

Sozialleistungen

Obligat:

  • Dienstkleidung gemäß Hygienevorschriften
  • Zugang Garderobe bzw. Garderobenspint
  • Infrastruktur für Selbststudium (Räumlichkeiten, Bibliothek, Internetzugang)

Optional:

  • Unterkunft
  • Verpflegung
  • Sonstige Leistungen (Betriebskindergarten, …)

Monetäre Entschädigungen (Fahrtenkosten- bzw. Aufwandsentschädigung)
 

Assessment

Im Rahmen des PJ erfolgt die Überprüfung der Lernziele auf drei verschiedenen Ebenen.

A) Self-Assessment durch die Studierenden
Gemäß Anforderungslevel (= Lernziel bzw. Kompetenzlevelkatalog für ärztliche Fähigkeiten/Fertigkeiten) erfolgt eine Dokumentation des Erreichens der Lernziele in einem Logbuch bzw. Portfolio.
Weiters sind die spezifischen Ausbildungsinhalte der einzelnen Fächer festzuhalten. Das Logbuch und Portfolio dienen hier der Dokumentation und Selbstkontrolle des Lernfortschritts.
Das Self-Assessment der Studierenden wird durch gezielte Lehrveranstaltungen am Ende eines jeweiligen Tertials ergänzt.

B) Workplaced Assessment
Hierzu zählen die Durchführung und Dokumentation von Gesprächen Studierende mit Mentor_innen (Beginn, Feedback zu Mitte bzw. vor Beendigung des Tertials bzw. Unterelements), Bestätigung von erreichten Lernzielen bzw. Kompetenzen beziehungsweise weiteren Möglichkeiten zur Verbesserung, sowie Überprüfungen von vorgegebenen Lernzielen mittels eigener Assessmentverfahren (z.B. MiniCEX (Mini Clinical EXaminations) und DOPS (Direct Observation of Procedural Skills) lt. Vorgaben im Logbuch.

C) Integrated Examination von Tertialen
Jeweils in der 16. Woche eines Tertials erfolgt an der KL ein zweiteiliges Assessment.

  1. Schriftliche Überprüfung der zum jeweils gerade absolvierten Tertials vorgegebenen Lernziele laut Lernzielkatalog in den aus den vorangegangen Jahren bekannten MC-Fragenformaten
  2. Mündliche, ggf. Stationsüberprüfung der im jeweiligen Tertial erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen

Wichtige Zusatzinformationen

Einstiegstermine PJ Tertiale bzw. Unterelemente im Studienjahr 2018/19

  • 6. August 2018
  • 1. Oktober 2018 KL Woche 1: 19.-23.11.2018
  • 26. November 2018
  • 21. Jänner 2019 KL Woche 2: 11.3.-15.3.2019
  • 18. März 2019
  • 13. Mai 2019 KL Woche 3: 01.07.-05.07.2019

Einstiegstermine PJ Tertiale bzw. Unterelemente im Studienjahr 2019/20

  • 5. August 2019
  • 30. September 2019 KL Woche 1: 18.-22.11.2019
  • 25. November 2019
  • 20. Jänner 2020 KL Woche 2: 9.-13.3.2020
  • 16. März 2020
  • 11. Mai 2020 KL Woche 3: 29.06.-03.07.2020

Einstiegstermine PJ Tertiale bzw. Unterelemente im Studienjahr 2020/21

  • 3. August 2020
  • 28. September 2020 KL Woche 1: 16.-20.11.2020
  • 23. November 2020
  • 18. Jänner 2021 KL Woche 2: 08.-12.03.2021
  • 15. März 2021
  • 10. Mai 2021 KL Woche 3: 28.06.-02.07.2021

Anmeldung

Die Anmeldungen für das PJ in den Universitätskliniken Krems, St.Pölten, Tulln erfolgt über die Datenbank der NÖ-LK-Holding. Anmeldungen über die Datenbank sind immer ab dem ersten Montag im August, frühestens 1 Jahr vor Beginn des eigenen PJ, möglich.

Datenbank der NÖ-LK-Holding

Nähere Informationen zum Praktischen Jahr bzw. Ihre Anfragen richten Sie bitte an

Events

  1. 25 Nov

    Meet the Expert Psychologie

    25. November 2020, 18:00 - 19:00
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  2. 30 Nov

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    30. November 2020, 18:00 - 19:00
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  3. 02 Dez

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    02. Dezember 2020, 18:00
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