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Sonia Vallet, Onkologin: Mit Herzblut zwischen Klinik und Labor

Vallet Sonia

(c) KL/Klaus Ranger

Forschende im Porträt

Sie arbeitet engagiert als Ärztin im Krankenhaus und als Forscherin im Labor: Die Hämato-Onkologin Sonia Vallet ist Ärztin und Wissenschaftlerin und beides mit großer Leidenschaft. „Im Labor vermisse ich den Kontakt zu den Patienten, und in der Klinik will ich den Krankheiten auf den Grund gehen, um meinen Patienten so gut wie möglich zu helfen. Aus diesem Grund ist mir die Forschung im Labor ein wichtiges Anliegen“, schildert die unentwegte Optimistin – so bezeichnet sie sich selbst – ihren täglichen Spagat zwischen den beiden Welten ihres Berufs. Aktuell ist Sonia Vallet Oberärztin an der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 2 des Universitätsklinikums Krems und auch als Forschungsleiterin in der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie/Hämatologie der KL tätig. Zudem ist sie in experimenteller Onkologie und Hämatologie habilitiert.

Die gebürtige Italienerin kann auf eine vielfältige internationale Karriere als Klinikärztin, aber auch als Forscherin verweisen. Schon während ihrer Facharztausbildung an der Universität Turin ist ihr Forschergeist erwacht. In ihrer Zeit als Post-Doc am Dana Farber Cancer Institute (DFCI), an der Harvard Medical School in Boston (USA) (bei Kenneth Anderson) und am Massachusetts General Hospital (MGH, bei Noopur Raje) arbeitete sie intensiv am Multiplen Myelom, eine trotz enormer therapeutischer Fortschritte auch heute noch unheilbaren Form des Blutkrebses. In enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Regenerative Medizin (mit David Scadden) befasste sie sich insbesondere mit der pathophysiologischen Rolle der Interaktionen zwischen Tumor- und Knochenzellen.

Bei aller wissenschaftlicher Neugier und Begeisterung für die experimentelle Forschung begann Vallet die Arbeit an Patienten zu vermissen. Deshalb wechselte sie als Hämato-Onkologin an das Nationale Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) im deutschen Heidelberg, wo sie eine Schlüsselrolle im Aufbau einer klinischen Sektion für uro-onkologischen Erkrankungen einnahm. Parallel erforschte sie im Labor Mechanismen, die bei Brustkrebs zur Entstehung von Knochenmetastasen führen. „In Heidelberg wuchsen für mich Klinik und Forschung zusammen“, schildert sie ihre Erfahrung dort. Letztlich fand sie den Weg ans Universitätsklinikum Krems und an die KL.

Heute pendelt Sonia Vallet beruflich zwischen der Kremser Uniklinik und der Arbeitsgruppe für Molekulare Onkologie an der Karl Landsteiner Privatuniversität. In der Klinik freut sie sich über die enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Urologie, in der Forschung fokussieren sich ihre Interessen auf die Entdeckung von Biomarker und neuen therapeutische Angriffspunkte für Knochenmetastasen. „Il sacro fuoco, das heilige Feuer meiner Neugier und meines Optimismus, hat mich weit getragen“, sagt Vallet. Man kommt im Gespräch mit ihr nicht umhin, ihr beizupflichten und der engagierten Wissenschaftlerin zu wünschen, dass dieses Feuer nie erlöschen möge.

Link: Website der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie/Hämatologie

Text: Klaus Wassermann

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    03. Dezember 2021, 15:00 - 16:00
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