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Sicherheitsprofil von Blutkrebsmedikament bestätigt

Dienstag, 19 Juli, 2022 - 15:00

Um bestimmte Blutkrebsarten zu behandeln, erhalten Betroffene eine Chemotherapie. Kann keine Chemotherapie erfolgen, gibt es alternative Medikamente mit bekannten Nebenwirkungen. Ärzte und Ärztinnen aus ganz Österreich haben diese auf Basis der eigenen Patient_innendaten überprüft. Ein Team der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Onkologie/Hämatologie der Karl Landsteiner Privatuniversität hat an dieser Registerstudie mitgewirkt.

Spritze mit Ampullen

Das Medikament Azacitidin wird bei Formen des Blutkrebses eingesetzt
Myelodysplastische Syndrome, akute myeloische Leukämie und chronische myelomonozytäre Leukämie sind Blutkrebserkrankungen, die durch einen Rückgang gesunder Blutzellen und die Vermehrung unreifer Blutzellen im Knochenmark gekennzeichnet sind. Kann keine intensive Chemotherapie erfolgen, werden die Wirkstoffe Azacitidin oder Decitabin, allein oder in Kombination, eingesetzt.
 
Österreichweite Datenbank erfasst Nebenwirkungen von Medikamenten
Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft medikamentöser Tumortherapie (AGMT) sammelt in einem landesweiten Register Daten von Patient_innen, die an den Blutkrebsformen Myelodysplastische Syndrome, akute myeloische Leukämie oder chronische myelomonozytäre Leukämie erkrankt sind und die Wirkstoffe Azacitidin oder Decitabin verabreicht bekommen. PD Dr. Sonia Vallet, Oberärztin der klinischen Abteilung für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Krems und Teil der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie/Hämatologie, ist Mitglied der AGMT und hat an dieser Registerstudie mitgewirkt. Sonia Vallet wird von der Karl Landsteiner Privatuniversität im Rahmen der Forschungsimpulse bei ihrer Forschung unterstützt.
 
Bestätigt: Azacitidin auch in „real-world“ als sicher eingestuft
Bei 1406 Patient_innen traten in 13.780 Azacitidin-Zyklen großteils keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. Müdigkeit, Schmerz und Reaktionen an der Injektionsstellen sind aus klinischen Studien bekannte Nebeneffekte. Schwere bis lebensbedrohliche Nebenwirkungen wurden bei 16 Patienten beobachtet.  Zusammenfassend konnte das Sicherheitsprofil von Azacitidin in einem realen Umfeld bestätigt werden. Die Arbeit unterstreicht die enorme Bedeutung von real-world-Daten aus großen multizentrischen Registern für die Überwachung und Erforschung therapeutischer Strategien.

Originalpublikation:

 

 

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