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Psychologiestudium - Forschung auf hohem Niveau bereits während der Studienzeit

Dienstag, 24 August, 2021 - 10:00

Bereits während ihres Studiums haben die Psychologie Studierenden an der Karl Landsteiner Privatuniversität die Möglichkeit, Forschung auf hohem Niveau zu betreiben.

Person mit Mundschutz
Im Masterstudium forscht die Psychologiestudentin Irina Schmid an der sozialen Gesichterwahrnehmung. Dafür wurde ihr sogar ein Forschungsstipendium zuerkannt. 
 

Titel: Soziale Gesichterwahrnehmung: Ethnizitäts-spezifische Unterschiede in der Beurteilung von Vertrauenswürdigkeit von Gesichtern und Gesichtsteilen – (Derzeit im Peer Review)

Jüngste psychologische Forschung hat gezeigt, dass wir beim Betrachten von Gesichtern vor allem beurteilen, wie vertrauenswürdig uns unser Gegenüber erscheint. Woran genau wir aber festmachen, wie vertrauenswürdig uns jemand erscheint und ob es dabei ethnische Effekte (Eigengruppenbevorzugung, ethnische Zusammensetzung der sozialen Umwelt) gibt, ist momentan noch unklar. Diese Forschungsfragen sollen durch eine weltweite Online-Studie mit mehr als 4000 ethnisch diversen Teilnehmenden näher beleuchtet werden.

Bereits im Bachelorstudium forschte Schmid im Rahmen einer internationalen Replikationsstudie zur sozialen Gesichterwahrnehmung.
 
Zwischentitel: Schau in mein Gesicht und sag mir, wer ich bin!  
 
Im prominentesten Modell der sozialen Gesichterwahrnehmung von Oosterhof und Todorov werden die beiden, voneinander unabhängigen Dimensionen Valenz (Vertrauenswürdigkeit) und Dominanz als evolutionär entscheidend postuliert. Die Universalität dieses Modells wurde als internationales Projekt in 11 Weltregionen, 41 Ländern und mit 11,570 Teilnehmenden durch eine Online-Studie, bei der Teilnehmende 120 ethnisch diverse Gesichter hinsichtlich einer von 14 verschiedenen Eigenschaften (z.B. intelligent, attraktiv etc.) einschätzen sollten, untersucht. Es wurde gezeigt, dass sich das Valenz-Dominanz Modell bis auf wenige Ausnahmen im asiatischen Raum gut über alle Weltregionen hinweg generalisieren lässt.
 

Link zur Originalpublikation: https://doi.org/10.1038/s41562-020-01007-2

Philipp Altenburger forschte gemeinsam mit Irina Schmid im Forschungspraktikum zu Cyber-Ostrazismus.

Zwischentitel: Auch online ignoriert zu werden tut weh! 

Mit Hilfe von Wearables wurde in einer zweiwöchigen Längsschnittstudie untersucht, wie sehr und häufig uns Cyber-Ostrazismus (z.B. auf sozialen Medien) kränkt. Ergebnisse haben gezeigt, dass es uns unabhängig von unserer Persönlichkeitsstruktur kränkt, keine Antwort zu erhalten und ignoriert zu werden, in einer Gruppe (z.B. WhatsApp-Gruppe) noch stärker als bei Einzelpersonen.

Link zur Originalpublikation: https://doi.org/10.3389/fpsyt.2020.538122

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