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150. Geburtstag unseres Namenspatrons Karl Landsteiner

Donnerstag, 14 Juni, 2018 - 08:00

Die Entdeckung der Blutgruppen durch Karl Landsteiner war ein wichtiger und sehr bedeutender Meilenstein in der Medizin. Heute, am 14. Juni, feiert der Nobelpreisträger und Namenspatron unserer Universität seinen 150. Geburtstag.

Karl Landsteiner

(c) Wikipedia
 

Karl Landsteiner Biographie

Karl Landsteiner wurde am 14. Juni 1868 in Baden bei Wien geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Landsteiner studierte Medizin in Wien und legte 1891 seine Promotion ab. Durch eine wissenschaftliche Arbeit über den Einfluss von Diäten auf das Blutbild machte er erstmals auf sich aufmerksam. Nach seinem Studium arbeitete Landsteiner in Laboratorien in Zürich, Würzburg und München. 1896 kehrte er nach Wien zurück und wurde dort Assistent am Hygienischen Institut.

In seiner Forschungsarbeit konzentrierte sich Karl Landsteiner auf den Mechanismus der Immunität und das Wesen von Antikörpern. Ab 1898 war Landsteiner Assistent an der Pathologischen Anatomie der Universität Wien und wurde 1908 zum Prosektor des Wilhelminen-Spitals in Wien berufen. In dieser Zeit veröffentlichte er zahlreiche medizinische Arbeiten, unter anderem über die Übertragung der Kinderlähmung. Seine bedeutendsten Entdeckungen machte er im Zusammenhang mit damals unerklärlichem Erfolg und Misserfolg von Bluttransfusionen.

Karl Landsteiner erkannte 1901 innerhalb der Blutbilder unterschiedliche Blutgruppen. Er wies nach, dass ungleiches Blut verklumpte oder sich zersetzte. Nach weiteren Forschungen konnte er 1909 das menschliche Blut in die Hauptgruppen A, B, AB und 0 unterscheiden. Erstmals in der Geschichte der Chirurgie konnten längere Operationen durchgeführt werden ohne dass der Patient verblutete.

Die rasche Umsetzung seiner Forschungsergebnisse rettete insbesondere in Kriegszeiten unzählige Menschenleben.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges übersiedelte Landsteiner mit seiner Frau Leopoldine Helene und dem gemeinsamen Sohn nach Holland. 1922 wurde als Professor an das Rockefeller Institut New York berufen, wo er sich mit dem US-Amerikaner Alexander Solomon Wiener weiter der Blutforschung widmete.

In den 1920er Jahren entdeckten Landsteiner und Wiener im Blut eines Rhesusaffen die Spezifikation des Rhesusfaktors als weiteres Blutmerkmal. Landsteiner erforschte überdies die Antigene und Antikörper in dem Blut und widmete sich später der Onkologie. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Blutforschung wurde Karl Landsteiner im Dezember 1930 der Medizin-Nobelpreis verliehen. Der bis in hohe Alter aktive Forscher fand mit der Bestimmung von Blutgruppen auch den ersten Nachweis für Bestimmungen von Vaterschaften.

Im Jahr 1939 beendete er seine medizinische Karriere am Rockefeller-Institut.

Karl Landsteiner starb am 26. Juni 1943 in New York.

Events

  1. 09 Okt

    Eröffnung der Core Facility Campus Krems

    09. Oktober 2018, 16:00 - 19:00
    Donau-Universität Krems, Seminarraum 2.4
  2. 31 Okt

    KL Symposium

    31. Oktober 2018, 10:00 - 15:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
  3. 10 Nov

    Tag der offenen Tür

    10. November 2018, 10:00 - 14:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften