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Karin Pieber, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation: Breites Fach mit vielen Spezialisierungsmöglichkeiten

Porträt Prim. Dr. Karin Pieber, PhD

Prim. Dr. Karin Pieber, PhD, Leiterin des Klinischen Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Universitätsklinikum St. Pölten

Forschende im Porträt

„Die Physikalische Medizin und Rehabilitation ist so breit gefächert, dass man sich kaum um alles im vollen Ausmaß kümmern kann“, schwärmt Prim. Dr. Karin Pieber, PhD über die vielfältigen Betätigungsfelder in ihrem Fachgebiet. Sie leitet das Klinische Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Universitätsklinikum St. Pölten und brennt für neue Ideen und Entwicklungen. Vieles konnte sie bereits mit ihrem multiprofessionellen Team umsetzen, wobei sie betont, wie wichtig hier die enge Zusammenarbeit zwischen Ärzt_innen, Therapeut_innen und Administration sei: „Das Arbeiten wird natürlich durch die moderne, hochwertige Ausstattung und die großzügigen Räumlichkeiten des Institutes perfekt unterstützt.“

Neben einer Hauptambulanz fördert sie unter anderem die Spezialambulanzen Elektroneurophysiologie, diagnostischer Ultraschall, Stoßwellentherapie sowie die Medizinische Trainingstherapie. Einen großen Stellenwert nimmt auch die onkologische Rehabilitation ein. Das Institut ist Teil des Brustgesundheitszentrums am Klinikum. Ein weiterer Schwerpunkt ist mit der Betreuung von Patient_innen und Mitarbeiter_innen, die an Long Covid leiden, dazugekommen.

Karin Pieber promoviert an der Medizinischen Universität Wien und arbeitet nach Abschluss ihres Studiums am Universitätsklinikum für Physikalische Medizin und Rehabilitation (MUW, AKH Wien) in der Klinik Pirawarth und am Rehabilitationszentrum Weißer Hof. 2007 schließt sie ihre Facharztausbildung ab und ist bis 2016 als Oberärztin an der Medizinischen Universität Wien tätig. „Die Zeit am AKH hat mich stark geprägt. Hier entstanden auch viele meiner Publikationen.“ 2014 bis 2015 absolviert sie den Universitätslehrgang „Krankenhausleitung“ an der Universität für Weiterbildung Krems. Anfang 2017 habilitiert Dr. Pieber und übernimmt 2020 die Leitung des Klinischen Instituts in St. Pölten. „Hier am Universitätsklinikum stoße ich mit neuen Ideen immer auf ein offenes Ohr. Die Forschung fehlt mir derzeit noch etwas, bisher blieb dafür einfach zu wenig Zeit“, erklärt Prim. Pieber. Langfristig möchte sie auch die Forschung am Institut stärken und ausbauen: „Während meiner eigenen Ausbildung konnte man noch mit einem Wahlfach abschließen und so das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit umgehen. Heute ist es anders und alle jungen Ärztinnen und Ärzte sind bereits während ihres Studiums mit Forschung konfrontiert worden – eine gute Entwicklung.“ Das Thema „Ausbildung und Lehre“ nimmt im Alltag von Prim. Pieber einen großen Stellenwert ein: „Viel Aufwand und Zeit fließt in die Betreuung von Masterarbeiten und PhDs. Solange ich engagierte Studierende habe, mache ich das wirklich gerne. Aus der letzten Arbeit entstand sogar eine direkte praktische Implikation. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Intensivstation hat sich weiter vertieft, was mich persönlich besonders freut.“

Die Ärztin schätzt nicht nur das Arbeitsklima am Universitätsklinikum St. Pölten, sondern lobt auch die Angebote der Karl Landsteiner Privatuniversität: „Der Statistik-Support und die Förderinstrumente der Forschungsimpulse unterstützen uns in unseren Forschungstätigkeiten. Ich selbst bekomme außerdem viel Input aus dem Mentor_innenprogramm der KLPU und aus dem Leadership-Programm der Landesgesundheitsagentur NÖ.“ Quer über die vielen Spezialbereiche der Physikalischen Medizin und Rehabilitation wird ein großes gemeinsames Ziel angestrebt, sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschung: „Wir wollen Spitalsaufenthalte, Pflegebedürftigkeit und chronische Beschwerden vermeiden und Patientinnen und Patienten helfen, die Eigenaktivität zu erhalten oder wiederzuerlangen. Dazu arbeiten wir eng mit anderen Abteilungen zusammen und beteiligen uns an Projekten mit der LGA.“

Link: Klinisches Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Universitätsklinikum St. Pölten
Text: Sabine Brandstetter

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