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Förderprojekte

  • Konsequenzen der Isolation für Schüler*innen

    Psychisches Wohlbefinden nach Isolation und Fernlehre: Hindernisse und Ressourcen für soziale Verbundenheit bei nicht erreichbaren Schulkindern im Corona Lockdown

    • Projektleitung: Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / D.O.T. - Die offene Tür, Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln)
    • Projektpartner: Institut für Höhere Studien, Teach For Austria, Bildungsdirektion für Wien
    • Projektlaufzeit: 7 Monate ab 01.08.2020
  • COVID19-CARE

    Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Langzeitpflege

    • Projektleitung: Franz Kolland, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Kompetenzzentrum Gerontologie
    • Projektlaufzeit: 5 Monate ab 15.07.2020
  • Wege durch Corona

    Wege durch die Corona-Krise von psychosozialen Unterstützungsangeboten für Kinder und Familien

    • Projektleitung: Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / D.O.T. - Die offene Tür, Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln)
    • Projektpartner: Ludwig Boltzmann Gesellschaft / Forschungsgruppe DOT, Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
    • Projektlaufzeit: 6 Monate ab 01.07.2020
  • Covid-19 und Social Distancing im Alter

    Covid-19 und Social Distancing im Alter: Eine Befragung der Bevölkerungsgruppe 60+ in NÖ

    • Projektleitung: Franz Kolland, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
    • Projektlaufzeit: 4 Monate ab 01.04.2020

    Hintergrund

    Ältere Menschen gelten als Risikogruppe der Covid-19-Pandemie und viele der aktuell getroffenen Maß-nahmen wie Social Distancing werden zum Schutz dieser Bevölkerungsgruppe getroffen. Gesellschaftspoli-tisch und wissenschaftlich höchst relevant ist die Frage, welche Auswirkungen Covid-19 auf die psychische Vulnerabilität, die sozialen Beziehungen und den Alltag der älteren Menschen hat. Wie verändern sich die familialen Generationenbeziehungen? Steigt bspw. das Gefühl der Einsamkeit bzw. durch welche (Schutz-) Faktoren (u.a. IKT) lässt sich dieses hintanhalten? Wie verändern sich das Einkaufsverhalten und die Frei-zeitgestaltung und gibt es Unterschiede nach sozialer Lage? Wie wird die Selbstwirksamkeit, dh. das Ge-fühl „Gebraucht-zu-Werden“ beeinflusst? Reagieren ältere Frauen anders als ältere Männer? In Beantwor-tung dieser Fragen kann durch die geplante Studie nicht nur der aktuelle Ist-Zustand älterer Menschen nachgezeichnet, sondern können in der Identifikation von Problembereichen und Risikogruppen Maßnah-men für zukünftige Ereignisse entwickelt werden.

  • COVY

    Probleme und Lösungsansätze des gemeindenahen Betreuungsnetzes für Personen mit einer psychischen Erkrankung unter COVID-19

    • Projektleitung: Project Partner, IMEHPS.research
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / D.O.T. - Die offene Tür, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln)
    • Projektlaufzeit: 4 Monate ab 01.04.2020
  • RIVAR

    Ein quantitatives Konzept zur Untersuchung human-assoziierter Antibiotikaresistenzen in Flüssen entlang des humanen Abwasserpfades

    • Projektnummer: LSC18_007
    • Projektleitung: Alexander Kirschner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: Universität für Bodenkultur, Wien / Department of Agrobiotechnology, IFA-Tulln, Medizinische Universität Graz, Amt der NÖ Landesregierung / Abteilung für Wasser
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.03.2020

    Hintergrund

    Der Anstieg von Antibiotikaresistenzen (AMR) ist eine globale Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Neben Krankenhäusern, in denen multiresistente Bakterien ein akutes Problem darstellen, gewinnt die Ausbreitung von mansch-assoziierten antibiotikaresistenten Bakterien (ARB) und Resistenzgenen (ARG) aus Kläranlagen in Flüssen zunehmend an Bedeutung, da Flusswasser für eine Vielzahl von Zwecken (Trinkwassergewinnung, Erholung, Bewässerung) genutzt wird. Obwohl in den letzten Jahren viele Studien veröffentlicht wurden, die das Vorhandensein von mensch-assoziierten ARB
    und ARG in Flüssen belegen, existiert kein umfassendes quantitatives Konzept, das die Verteilungsmuster und Einflussfaktoren von human-assoziierten ARB und ARG beschreibt und erklärt. Für dieses Projekt wurde ein neues quantitatives Konzept entwickelt, um die Verteilungsmuster, Ausbreitungswege und Einflussfaktoren von mensch-assoziierten ARB und ARG entlang von vier Flüssen in Niederösterreich zu untersuchen, die Gradienten in Flussgröße, Landnutzung, Fäkalienbelastung, Krankenhausabwasser und möglichen Ko-Selektionsfaktoren wie Schwermetalle aufweisen. Zwei Hypothesen sollen getestet werden: (1) Im Wasser sind mensch -assoziierte ARB- und ARG-Abundanzen an das Ausmaß der Fäkalbelastung und an den Abwassereintrag aus Krankenhäusern gekoppelt. (2) In Biofilmen können die mensch-assoziierten ARB- und ARG-Abundanzen vom Ausmaß der Fäkalbelastung und Krankenhausabwässer entkoppelt sein. Unter dem Einfluss spezifischer ökologischer Selektionsfaktoren (Schwermetalle) tritt eine Amplifikation von ARB und ARG auf. Das neue Konzept basiert auf der Quantifizierung von human-assoziierten ARB und ARG in spezifischen Bakterien, die in Wasser und Biofilmen durch einen kombinierten kultur- und DNA-basierten Ansatz bestimmt werden. Diese Informationen werden mit quantitativen Daten über das Ausmaß und die Quellen der Fäkalbelastung sowie mit einer umfassenden Erfassung der Umweltbedingungen verknüpft. Diese Studie wird neue Ideen zum Verständnis und Management der mikrobiellen Wasserqualität und AMR in Flüssen stimulieren. Auf globaler Ebene adressiert das Projekt direkt die grundlegenden Anforderungen der Forschungsagenda, die im WHO-Aktionsplan für Wasser, Abwasser und AMR festgelegt ist. Auf europäischer Ebene adressiert es direkt den konkreten Maßnahmenplan zur Schließung von Wissenslücken über AMR im Rahmen des neuen EU AMR-Aktionsplans. Auf lokaler Ebene leistet sie einen direkten Beitrag zum priorisierten Forschungsbereich "Organische Spurenstoffe" im Rahmen des Themas "Wasser" der aktuellen FTI-Strategie für Niederösterreich. Nachhaltige Kooperationen zwischen den Projektpartnern am Interuniversitären Kooperationszentrum Water & Health an der KL Krems, am IFA Tulln der Universität für Bodenkultur, Wien und an der Medizinischen Universität Graz werden gefördert. Damit leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zum Wohle Niederösterreichs und darüber hinaus.

  • RIBUST

    Effizienz von Gewässerrandstreifen zum Schutz der Wasserqualität gegenüber Belastungen durch Landnutzung und Klimawandel

    • Projektleitung: Gabriele Weigelhofer, WasserCluster Lunz
    • Projektpartner: Bundesamt für Wasserwirtschaft / Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit, Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Bodenforschung, Tulln
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.03.2020

    Hintergrund

    Knapp die Hälfte der Landesfläche in Niederösterreich weist landwirtschaftliche Nutzung auf. Das führt
    zu einem verstärkten flächigen Eintrag von Phosphor und Stickstoff in Bäche, die sich in den
    Sedimenten ablagern und zur chronischen Eutrophierung und Sauerstoffzehrung führen können. Zudem
    können Bachsedimente als Nährböden für eingetragene fäkalbürtige Krankheitserreger fungieren. Die
    Probleme werden durch erhöhte Wassertemperaturen und niedrige Wasserstände, wie sie in Zukunft
    durch den Klimawandel in Niederösterreich gehäuft zu erwarten sind, weiter verstärkt.
    Gewässerrandstreifen und Ufergehölze stellen Maßnahmen dar, die Fließgewässer vor dem Eintrag von
    Nähr- und Schadstoffen aus diffusen Quellen schützen, die Selbstreinigungskraft verbessern und den
    Temperatur- und Sauerstoffhaushalt kontrollieren können. Um deren effizienten und nachhaltigen
    Einsatz zu gewährleisten und niederösterreichische Bäche auch unter zukünftigen klimatischen
    Bedingungen und landwirtschaftlicher Nutzung schützen zu können, sind detaillierte und
    fachübergreifende Untersuchungen über die Wirkungen dieser Maßnahmen bei unterschiedlichen
    Eintragssituationen notwendig.
    Das 4-jährige Leitprojekt setzt sich mit dem Potential von Gewässerrandstreifen und Ufergehölzen
    auseinander, Belastungen von Fließgewässern durch Nährstoffe und mikrobiologische Fäkaleinträge
    unter derzeitigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen nachhaltig zu reduzieren. Im Uferbereich
    untersuchen wir mit Hilfe von Feldversuchen, Bodenanalysen und einem Modell, unter welchen
    Bedingungen Gewässerrandstreifen einen effizienten Phosphor- und Stickstoffrückhalt aus flächenhaft
    wirkenden Quellen gewährleisten. Anhand von Wasser- und Sedimentproben aus niederösterreichischen
    Bächen entlang eines Landnutzungsgradienten analysieren wir, wie die An- oder Abwesenheit von
    Gewässerrandstreifen und Ufergehölzen die Nährstoffspeicherung und –freisetzung, den
    Sauerstoffverbrauch und das Vorkommen fäkalbürtiger Mikroorganismen in Bachsedimenten
    beeinflussen. Die Ergebnisse bilden auch die Grundlage für eine Risikoabschätzung einer zukünftigen
    Verschlechterung der Wasserqualität im Zuge des Klimawandels. Zuletzt gehen wir in kontrollierten
    Laborversuchen mit Hilfe von Stabilisotopenanalysen der Frage nach, ob bzw. wie organisches Material
    aus der Ufervegetation die langfristige Bindung von Phosphor und Stickstoff aus der Wassersäule
    positiv beeinflussen kann.
    Die Anwendung von state-of-the-art Methoden, die interdisziplinäre Kombination von
    Freilanduntersuchungen mit Feld- und Laborversuchen und die Expertise der involvierten
    WissenschafterInnen sichern den Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse auf hohem Niveau. Das
    Leitprojekt liefert wichtige Informationen über den Einsatz von Gewässerrandstreifen und Ufergehölzen
    zum Management und Schutz von Gewässern in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten unter derzeitigen
    und zukünftigen klimatischen Bedingungen, die sowohl für Niederösterreich als auch international
    relevant sind. Die Ergebnisse sollen u.a. helfen, notwendige Anpassungen an den globalen Klimawandel
    optimal und pro-aktiv vornehmen zu können. Das Leitprojekt vernetzt die in Niederösterreich
    vorhandenen Expertisen auf den Gebieten Gewässerökologie (WasserCluster Lunz),
    Bodenwasserhaushalt (BAW Petzenkirchen), Bodenforschung und Stabilisotopentechnik (BOKU
    Tulln) und Gewässerhygiene (KL Krems) und stellt eine erste Formation einer Plattform für eine
    gesamtheitliche wissenschaftliche Expertise am Sektor Wasser und Gewässer Nö mit
    Leuchtturmfunktion im Donauraum dar. Das Projekt ist in den Themenfeldern „Wasser“, „Ökosysteme
    und Ökosystemdienstleistungen“ und „Nachhaltige Landbewirtschaftung“ verankert und umfasst im
    Themenfeld „Wasser“ die Schwerpunkte „Transport von Nähr- und Schadstoffen“, „Klimawandel“ und
    „Intelligente Indikationssysteme und Diagnostik“.

  • STAT3 Isoformen in akuter myeloischer Leukämie

    Entschlüsselung der Rolle der STAT3-Isoformen bei akuter myeloischer Leukämie

    • Projektnummer: P 32693-B
    • Projektleitung: Dagmar Stoiber-Sakaguchi, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Pharmakologie
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.02.2020

    Hintergrund

    Das Krebsrisiko steigt mit zunehmendem Alter. Leukämie, als eine Krebsart, die aus Blutstammzellen hervorgeht, zeigt eine besonders starke Korrelation mit dem Alter. Akute myeloische Leukämie (AML) repräsentiert die zweithäufigste Leukämieform bei Kindern und die häufigste Leukämie bei Erwachsenen, älter als 50 Jahre. Mit zunehmendem Alter sinkt auch die Überlebenschance der Patienten.
    Ein zentraler Signalweg in der Krebsentstehung ist der JAK/STAT Signalweg. Innerhalb dieser geplanten Studie fokussieren wir daher auf zwei Varianten einer Komponente dieses Signalweges, nämlich STAT3, und deren Rolle während der Entstehung von AML. Die Expression dieser STAT3-Isoformen hat Einfluss auf die Prognose und könnte den Erkrankungsverlauf beeinflussen. Das Ziel dieser Studie ist es daher herauszufinden, wie die STAT3-Isoformen sich auf die Leukämie-Entstehung auswirken, wobei die Untersuchung der zugrundeliegenden molekularen Mechanismen im Fokus liegt. Unterschiedliche experimentelle Modelle für human-relevante Tumorentstehung sowie in vitro Experimente auf dem neuesten Stand der Technik werden dafür herangezogen.
    Es ist zu erwarten, dass die Resultate der geplanten Studie dazu beitragen, unser Verständnis der molekularen Mechanismen der STAT3-Isoformen zu vertiefen und dadurch in weiterer Folge auch das klinische Management von Patienten mit AML zu verbessern sowie den Weg zur Findung von modernen individualisierten Behandlungsstrategien für AML-Patienten zu ebnen.

  • ELSA

    Gang-basierte Evaluierung der frühen Rehabilitation nach Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes

    • Projektnummer: LSC18_018
    • Projektleitung: Andrea Zauner-Dungl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation (UK Krems)
    • Projektpartner: FH St. Pölten / Institut für Gesundheitswissenschaften, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 15.01.2020

    Hintergrund

    Eine Behandlung nach vorderer Kreuzband(VKB)-rekonstruktion ist notwendig, um früh wieder mit Sport beginnen zu können, sowie Langzeitschäden vorzubeugen. Die empfohlene Anzahl postoperativer Physiotherapieeinheiten ist unklar, vor allem weil Studien gute klinische Ergebnisse trotz geringerer physiotherapeutischer Betreuung (Heimübungsprogramme) zeigten. Das Gangbild spielt eine wesentliche Rolle im Rehabilitationsprozess. Aus diesem Grund und weil eine 3D-Ganganalyse teuer ist, werden für den klinischen Einsatz leistbare und leicht anwendbare Geräte benötigt. Tragbare Systeme wie die IMUs (Inertial Measurement Unit) werden bereits für klinische Untersuchungen verwendet. Dennoch gibt es nur wenige angemessene Methoden und Scores für ganganalytische Untersuchungen nach VKB-Rekonstruktion. Die aktuelle Studie konzentriert sich auf ganganalytische Betrachtungen der frühen Rehabilitation nach vorderer Kreuzbandrekonstruktion. Für diesen Zweck wird ein spezifischer VKB-Rehabilitationsscore entwickelt, welcher mehrere Gangaspekte sowie klinische Parameter berücksichtigt. Die Qualität des auf IMU-Daten-basierenden Scores wird mittels einem 3D Ganganalysesystem evaluiert. Basierend auf diesem entwickelten Score wird das Ergebnis von unterschiedlichen Rehabilitationsprogrammen (Heimübungen versus standardisierte Therapie) geprüft. Zu diesem Zweck wird eine klinische Studie durchgeführt. Zwei Patientengruppen mit unterschiedlichem
    postoperativem Behandlungsansatz nach VKB-Rekonstruktion werden gebildet. Die Ganganalysen sind in den postoperativen Wochen 6-7, 8-10 und 12-13 angesetzt, wobei hierfür einerseits ein einfaches IMU-basiertes System (G-Walk) und andererseits ein 3D-Ganganalysesystem für Validierungszwecke verwendet wird. Ein neuer VKB-Rehabilitationsscore wird entwickelt, welcher klinische Parameter (u.a. Bewegungsausmaß, IKDC, Lysholm), Standardparameter der Ganganalyse (Kinematik, Kinetik, räumlich-zeitliche Parameter), sowie auch komplexere Parameter wie Komplexität, Regelmäßigkeit oder lokale Stabilität berücksichtigt. Statistische Analysen werden durchgeführt, um den Einfluss der Rehabilitationsprogramme sowie die Eignung des IMU-basierten Scores gegenüber der 3D Ganganalysedaten zu überprüfen.

  • High Content Imaging

    Optische Mikroskopie mit hohem molekularen Informationsgehalt für die Decodierung von humanen Immunzellinteraktionen bei Gesunden und bei allergischen Erkrankungen

    • Projektnummer: LSC18_022
    • Projektleitung: Johann Danzl, IST Austria
    • Projektpartner: Universität Stanford / Abteilung für Pathologie, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin II (UK St. Pölten), Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2019

    Hintergrund

    Allergische Erkrankungen stellen eine große klinische Belastung in Niederösterreich und weltweit dar. Lebensmittelallergien im Besonderen sind eine steigende Ursache von Morbidität und können bis hin zu lebensbedrohlichem anaphylaktischen Schock führen. 4-8% der Kinder unter 4 Jahren machen derartige IgE-vermittelte Überempfindlichkeitsreaktionen durch, wobei Erdnuss-Allergene die häufigsten Auslöser sind.
    Im Zuge dieses Projekts planen wir, die zelluläre Organisation des humanen Immunsystems zu beleuchten. In unserem interdisziplinären Konsortium stellt die Gruppe von Dr. Danzl am IST Austria modernste Mikroskopieverfahren und Dr. Boyd (Stanford) immunologische Expertise zur Verfügung, während unsere klinischen Partner Dr. Maieron und Dr.
    Sprinzl (St. Pölten) optimal präservierte Patientenproben zur Verfügung stellen und die Verbindung zur klinischen Anwendung herstellen.
    Wir werden moderne optische Mikroskopieverfahren adaptieren, um das Transkriptionsprofil auf Einzelzellebene im nativen Gewebekontext zu analysieren. Hierdurch werden wir unterschiedliche Zelltypen, ihre Aktivierungszustände und im Besonderen ihre Lagebeziehungen und Interaktionen darstellen können. Dies erlaubt die Charakterisierung zellulärer Mikroumgebungen und spezifischer „Gewebenischen“, basierend auf der gleichzeitigen Analyse von hunderten bis tausenden verschiedener mRNAs durch multiplex RNA Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung. Weiters werden wir eine Methodik etablieren, um Dutzende verschiedener Proteine gleichzeitig abzubilden, um ebenfalls die räumlichen Lagebeziehungen von Immun- und sonstigen Gewebszellen zu erschließen.
    Anfangs werden bekannte Organisationsprinzipien von lymphatischem Gewebe in Tonsillen und Peyer-Plaques rekapituliert, um in weiterer Folge durch multiplex Bildgebung neue Information zu noch unbekannten,
    Zelltyp-spezifischen „Interaktomen“ und Gewebenischen zu gewinnen.
    Analyse der Mikroumgebung von Lymphozyten und Effektorzellen des Mukosa-assoziierten Immunsystems im Gastrointestinal (GI)-Trakt wird es erlauben, spezifische Unterschiede in der Mikroumgebung von IgE-produzierenden B-zellen und jenen, die andere, potentiell protektive Isotypen wie z.B. IgA oder IgG4 exprimieren, zu charakterisieren. Wir werden unsere Analysemethoden in einer Stanford-basierten klinischen Studie zu Erdnussallergie anwenden. Wir gehen davon aus, dass neben der Zahl und Lage von spezifischen Isotyp-produzierenden B-Zellen in allergischen Patienten auch deren Mikroumgebung als wesentlicher Treiber des Krankheitsgeschehens wirkt. Durch multiplex Einzelzellanalysen von GI-Biopsien, die vor und nach oraler Immunotherapie am selben Patienten entnommen wurden, werden wir die spezifischen Veränderungen der Gewebsmikroarchitektur evaluieren. Durch Auswertung des Therapieansprechens planen wir, multi-Parameter Biopsie-Biomarker als Grundlage für personalisierte Immuntherapie zu definieren.

  • Biomarker-basierte therapeutische Prävention

    Biomarker-basierte therapeutische Prävention von Knochenmetastasen beim Mammakarzinom: Die pathophysiologische Rolle der endostalen Nische

    • Projektnummer: LSC18_010
    • Projektleitung: Sonia Vallet, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Molekulare Hämatologie / Onkologie, Sonia Vallet, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin 2 (UK Krems)
    • Projektpartner: IMC FH Krems / Department of Life Sciences
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2019

    Hintergrund

    Breast cancer (BC) is the most common malignancy in women. Most of the tumors are detected at early stages and treated with curative intent. However, up to one third of patients relapse, of which 70% develop bone metastases with survival rates dropping under 10% at 5 years. Efforts to find markers of bone metastases development have so far failed, mainly due to the poor understanding of early pathogenetic steps. Therefore, there remains a need for biomarkers that identify patients at high risk for bone metastases. In addition, despite the frequency of skeletal involvement and the associated morbidity and mortality, effective strategies to prevent bone metastases are lacking. Previous studies identified the endosteum as site of entry for bone metastatic BC cells, where OBs regulate tumor cell migration and survival. Specifically, our own data suggest a key role for pre-OBs in BC bone colonization. Here, I propose to unravel the pathophysiologic role of the endosteal niche, OB lineage cells in particular, during early phases of BM in BC by generating innovative in vitro models of OB differentiation.

  • SIWAWI

    Zukünftige stoffliche und mikrobiologische Herausforderungen für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft

    • Projektnummer: GZ B900384
    • Projektleitung: Philipp Hohenblum, Umweltbundesamt GmbH
    • Projektpartner: Technische Universität Wien / Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement, Technische Universität Graz / Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau, Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektlaufzeit: 16 Monate ab 01.10.2019
  • Palisadenendigungen

    Propriozeption in den äußeren Augenmuskeln der Säugetiere: entwicklungsmäßige, molekulare, und funktionelle Merkmale von Palisadenendigungen

    • Projektnummer: P 32463
    • Projektleitung: Roland Blumer, Medizinische Universität Wien / Zentrum für Anatomie und Zellbiologie
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Anatomie und Entwicklungsbiologie, University of Seville / Institut für Physiologie
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.09.2019

    Hintergrund

    Die Augen gehören zu den komplexesten Organen des menschlichen Körpers und erlauben uns Objekte in Farbe, Form und Detail wahrzunehmen. Zusätzlich wissen wir wo sich Objekte im Raum befinden. Das ist die Voraussetzung um zielgerichtet nach ihnen zu greifen oder Hindernissen auszuweichen. Für die räumliche Lokalisation von Objekten benötigt das Gehirn sowohl visuelle Information als auch Information in welche Richtung die Augen schauen.
    Die Augen werden von drei Augenmuskelpaaren bewegt. Es wird angenommen, dass Rückmeldung über die aktuelle Augenposition von speziellen Sensoren (Propriozeptoren) in den Augenmuskeln kommt. Überraschenderweise fehlen klassische Propriozeptoren in den Augenmuskeln der meisten Säugetiere und stattdessen findet man sogenannte Palisadenendigungen. Palisadenendigungen sind spezialisierte Nervenendigungen, die mit Ausnahme der Nagetiere in allen anderen Säugetieren inklusive des Menschen vorkommen.
    Jahrelang herrschte Einigkeit darüber, dass die Palisadenendigungen Sensoren sind und das Gehirn über die Augenposition informieren. Die sensible Funktion der Palisadenendigungen wurde in Frage gestellt nachdem unsere Untersuchungen zeigten, dass Palisadenendigungen molekulare Merkmale motorischer Nervenendigungen besitzen und ihr Ursprung in einem motorischen Areal des Hirnstamms liegt. Diese Befunde haben die Diskussion über Palisadenendigungen neu entfacht und bis heute ist ihre Funktion nicht geklärt.
    Das beantragte Projekt setzt unsere Untersuchungen an Palisadenendigungen fort. Ein Teil des Projektes soll prüfen ob die Entwicklung Palisadenendigungen genetisch determiniert oder von äußeren (epigenetischen) Faktoren beeinflusst wird. Der Schwerpunkt des Projektes befasst sich mit der Funktion der Palisadenendigungen. Ausgehend von zwei Hypothesen sollen geklärt werden ob Palisadenendigungen eine sensible oder motorische Funktion haben. Für unsere Analysen werden wir Techniken verwenden, die gegenwärtig „state oft the art“ sind. Das beinhaltet Tierexperimente, molekulare und elektrophysiologische Experimente. Das Projekt beinhaltet eine internationale Kooperation mit den Professoren Angel Pastor und Rosa de la Cruz von der Universität Sevilla.
    Die Ergebnisse in diesem Projekt werden dazu beitragen die lang anhaltende Debatte über die Funktion der Palisadenendigungen zu beenden. Palisadenendigungen kommen auch in den Augenmuskeln des Menschen vor und werden oftmals bei Schieloperationen verletzt. Deshalb ist das Wissen über die Funktion der Palisadenendigungen auch für Schielchirurgen von Bedeutung.

  • Aktives Altern

    Gesundheitsbarometer: Aktives Altern in Niederösterreich

    • Projektleitung: Franz Kolland, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Kompetenzzentrum Gerontologie
    • Projektlaufzeit: 10 Monate ab 14.06.2019

    Hintergrund

    Eine moderne Gesundheitsplanung bedarf aufgrund des demographischen Wandels dringend der Information über Lebenspraktiken und Einstellungen zur Gesundheit älterer Menschen, um ausreichende Versorgungsstrukturen für Betagte und Hochbetagte bereitstellen zu können. Es wird dabei nicht nur von der Anzahl älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Gesellschaft, sondern auch entscheidend von deren Einstellungen und der faktischen Lebensgestaltung abhängen, welche Gesundheitsausgaben für die Population 60+ nötig sind und sein werden. Denn Gesundheit ist sowohl durch gesellschaftliche Verhältnisse und Strukturen, wie die Verteilung von Wohlstand und von Steuerungsfähigkeit, als auch durch individuelle Lebensführung beeinflussbar. Sie ist also ein gesellschaftliches wie auch ein individuelles Produkt. Um über die Veränderung der Gesundheit im Alternsprozess valide und verlässliche Daten zu erhalten und damit sowohl Gefährdungszonen als auch Ansatzbereiche für soziale und medizinische Eingriffe mit Besserungschancen aufzeigen zu können, werden im „Gesundheitsbarometer Alter NÖ“ Lebensgewohnheiten, Einstellungen und Motivationen mit besonderer Relevanz für Gesundheit ins Zentrum der Untersuchung gerückt.
    Die Daten werden aus einer standardisierten, sich über die Jahre wiederholenden Erhebung gewonnen, welche auf die Zielpopulation von Personen 60 Jahre und älter fokussiert. Auf Basis eines umfangreichen Samples sind niederösterreichweite Repräsentativ-Aussagen auch auf regionaler Ebene möglich.
    Körperliche Bewegung und soziale Teilhabe sind wichtige Bestandteile einer hohen Lebensqualität im Alter, wirken sich positiv auf die Gesundheit und die Lebenszufriedenheit aus. Beide Bereiche sind damit Faktoren aktiven Alterns und stehen zueinander in einer Wechselwirkung. Soziale Beziehungen stimulieren körperliche Bewegung und körperliche Bewegung wird sehr häufig in einem sozialen Setting ausgeübt. In dem Forschungsprojekt „Aktives Altern in Niederösterreich“ wird auf Basis eines Sondermoduls des „Gesundheitsbarometers Alter NÖ“ das Aktivitätsniveau, die Einstellung zu körperlicher Aktivität und das wahrgenommene Bewegungsangebot der Befragten vor Ort beschrieben und analysiert. Hiermit soll beantwortet werden: • Welche Formen und Ausprägung zeigen sich im Bewegungsverhalten und in den sozialen Beziehungen der älteren Bevölkerung in Niederösterreich? • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen die Älteren im dritten und vierten Lebensalter bezüglich des Bewegungsverhaltens und den sozialen Beziehungen auf? • Welche Gründe verhindern körperliche Aktivität oder motivieren dazu? • In welchem Zusammenhang stehen Bewegungsverhalten und soziale Beziehungen? • Gibt es einen Zusammenhang zwischen sozialer Teilhabe und Gesundheitszustand in der niederösterreichischen Bevölkerung höheren Alters?

  • Wohnbedürfnisse im Alter

    Wohnbedürfnisse im Alter

    • Projektleitung: Franz Kolland, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Kompetenzzentrum Gerontologie
    • Projektlaufzeit: 18 Monate ab 14.06.2019
  • Whole-Danube-River AMR

    Fäkalverschmutzungswege der Antibiotikaresistenz in Flüssen

    • Projektnummer: P32464-B
    • Projektleitung: Alexander Kirschner, Medizinische Universität Wien / Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie
    • Projektpartner: Medizinische Universität Graz, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 11.06.2019
  • OsteoScrew

    Versagenskriterium für Knochenschrauben

    • Projektnummer: LSC17_004
    • Projektleitung: Andreas Reisinger, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektpartner: AIT Austrian Institute of Technology / Center for Health & Bioresources
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.06.2019

    Hintergrund

    Komplexe Knochenbrüche müssen oft unfallchirurgisch versorgt werden. Die einzelnen Knochenfragmente werden dabei mittels Implantaten (Platten oder Stäbe) fixiert, um den Bruch zu stabilisieren. Die Verankerung der Implantate erfolgt unter anderem mit Knochenschrauben. Leider können sich diese Schrauben lösen oder ausbrechen, wenn der Patient den verletzten Knochen zu stark belastet oder seine Knochenqualität – und dadurch die Verankerung - unzureichend ist. Das Implantat muss dann in einer neuerlichen Operation ausgetauscht werden. Dies stellt für den Patienten aber auch für das Gesundheitssystem eine erhebliche und vor allem zusätzliche Belastung dar. In diesem Projekt soll ein computer-basierendes Schrauben-Versagenskriterium entwickelt werden, mit Hilfe dessen man vorhersagen kann, ob eine bestimmte Schraube in einem bestimmten Patienten den Belastungen standhalten wird oder nicht. Zur Entwicklung dieses Versagenskriteriums, werden eine große Anzahl an Knochenproben mit implantierten Knochenschrauben untersucht. Diese Knochen-Schrauben-Einheiten werden mittels CT gescannt und der Schraubenkopf wird in einer mechanischen Prüfmaschine in unterschiedlichste Richtungen belastet. Die Versagenslasten aller Proben werden dann in Beziehung zur jeweiligen Knochenmorphologie (Dichte, Architektur) in der Umgebung der Schraube gesetzt, die man aus den CT Bildern erhält. Als Resultat bekommt man einen mathematischen Zusammenhang, welcher für eine bestimmte Knochenstruktur und Lastrichtung die Versagenslast dieser Schraube angibt. Als Schraubenmaterial wird Standardtitan sowie ein neuartiges biodegradierbares Magnesium verwendet, das sich im menschlichen Körper auflösen kann. Damit wäre der normalerweise durchgeführte operative Eingriff nach erfolgter Knochenheilung zur Entfernung des Implantats obsolet. Um dieses vielversprechende Material einem klinischen Einsatz näherzubringen und um Know-How zu gewinnen, werden die Magnesiumschrauben kontrolliert degradiert und ihre Versagenslasten jenen von normalen Titanschrauben gegenübergestellt.

  • FAM-3D

    Funktionale Anatomische 3D-Modelle

    • Projektnummer: FTI18
    • Projektleitung: Nikolaus Dellantoni, ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik, NÖ Landeskliniken Holding / Zentralröntgeninstitut für Diagnostik, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.04.2019

    Hintergrund

    Bei der Entwicklung neuer Medizinprodukte und in der medizinischen Ausbildung sowie zur Vorbereitung komplexer Eingriffe sind Leichentests unumgänglich. Damit verbunden sind ethische Bedenken, rechtliche Einschränkungen und hohe organisatorische Aufwände, Testergebnisse sind nicht reproduzierbar und es sind nicht alle Pathologien verfügbar. Ähnliche Einschränkungen sind auch bei der Durchführung von Tierversuchen gegeben.
    Künstliche anatomische Modelle könnten Leichentests weitgehend ersetzen, wenn sie im anatomischen Aufbau, in den mechanischen Eigenschaften und in weiteren anwendungs- spezifischen Funktionalitäten möglichst gleichwertig zu "echten" Humanpräparaten sind. Außerdem könnten solche Modelle direkt aus medizinischen Bilddaten (z.B. CT, MRT) abgeleitet und jede patientenindividuelle Pathologie als künstliches anatomisches Modell hergestellt werden. Um dies zu erreichen sind Kompetenzen zu Materialtechnologie, Anato- mie, Medizintechnik und Herstellverfahren – insbesondere additive Fertigungsverfahren (3D-Druck) - zu bündeln und die technologischen Grundlagen anhand der Entwicklung erster Muster zu erforschen.
    Die erforderlichen Kompetenzen sind in den NÖ Technopolen Wiener Neustadt und Krems vorhanden und werden durch die medizinische Forschung in den NÖ Universitätskliniken ergänzt. Durch Zusammenschluss der damit befassten NÖ Forschungsinstitutionen ist diese herausfordernde aber lohnende Vision erreichbar.
    Im Gegensatz zu aktuell am Markt verfügbaren anatomischen Modellen werden die in diesem Forschungsprojekt entwickelten anatomischen Modelle funktional, haptisch, mecha- nisch sowie in Textur und Aussehen deutlich näher an der Realität sein, in der Herstellung kostengünstiger und für bestimmte Anwendungen einen tatsächlichen Ersatz von "Körper- spenden" ermöglichen.
    Im Zuge dieses Forschungsprojektes werden 6 hochwertige Forschungsarbeits- bzw. Aus- bildungsplätze für Dissertanten und Diplomanden in NÖ neu geschaffen. Die Zukunftsvision beinhaltet auch die spätere Gründung eines NÖ Unternehmens zur Entwicklung, Produktion und weltweiten Vermarktung realitätskonformer, künstlicher anatomischer Modelle. Damit wird der Entwicklungsprozess in der Medizintechnik vereinfacht, die medizinische Ausbil- dung verbessert und das Risiko komplexer Eingriffe deutlich reduziert.

  • Fäkale Eintragssituation Donau

    Erhebung der fäkalen Eintragssituation für die niederösterreichische Donau anhand von E. coli

    • Projektnummer: WA2-A-226/050-2019
    • Projektleitung: Alexander Kirschner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: Medizinische Universität Wien / Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie, Technische Universität Wien
    • Projektlaufzeit: 18 Monate ab 29.03.2019

    Hintergrund

    Erhebung der fäkalen Eintragssituation für die niederösterreichische Donau:
    In den vergangenen Monaten wurden in diversen Medien und in der Bevölkerung mehrmals Vermutungen geäußert, dass die Donauschifffahrt zu einer signifikanten fäkalen Belastung der Donau führen würde. Zur fäkalen Belastung liegen derzeit jedoch keine aktuellen und gesicherten Datenserien über einen repräsentativen Zeitraum vor. Das Untersuchungskonzept beruht auf der räumlich-zeitlich hochaufgelösten Analyse von Fäkalindikatorbakterien (FIB) für den NÖ Abschnitt der Donau, sowie einer ersten Abschätzung der FIB Emissionspotenziale für die Donauschifffahrt mit einem Vergleich zu kommunalen Eintragsquellen. Darüber hinausgehend wird eine chemo-physikalische Grundcharakterisierung der Wasserqualität und eine genetische Analyse zur Herkunftsbestimmung fäkaler Einträge an ausgewählten Punkten vorgenommen. Entlang der niederösterreichischen Donau werden dabei 11 ausgewählte Transekte (Querprofile) im Jahresverlauf charakterisiert und engmaschige Zeitserien an neuralgischen Donaustellen mittels automatisierter Probennahmen erhoben. Um eine Abschätzung des Verschmutzungspotenzials von Donauschiffen zu unterstützen, werden Schiffsabwässer auch mikrobiologisch und chemisch näher untersucht. Dabei finden alle gängigen Schiffs- bzw. Abwassertypen Berücksichtigung. Die Untersuchung wird in enger Kooperation zwischen dem Land NÖ, Gruppe Wasser und der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit, mit Unterstützung der ICC Water & Health als Partnerin, durchgeführt.

  • Virtual Skills Lab

    Virtual Reality als Trainingsumgebung für die Stärkung sozialer Kompetenzen zur Förderung von Teamfähigkeit im Unternehmen

    • Projektnummer: FFG872573
    • Projektleitung: Klaus Neundlinger, Institute for Cultural Excellence
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / D.O.T. - Die offene Tür, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln), Ludwig Boltzmann Gesellschaft / Forschungsgruppe DOT, Institut für Höhere Studien, Polycular OG, AIT Austrian Institute of Technology
    • Projektlaufzeit: 30 Monate ab 01.03.2019

    Hintergrund

    Ausgangssituation:
    Einfühlungsvermögen, Reflexions- und Konfliktfähigkeit sind Schlüsselkompetenzen in einer Arbeitswelt, die durch komplexe lnteraktionsformen gekennzeichnet ist. Daraus erwächst die Motivation, in einem interdisziplinären Forschungsprozess Lern­und Übungsformen zu untersuchen, die das emotionale Erleben einschließen und dadurch eine nachhaltige Steigerung sozialer Kompetenzen und damit in weiterer Folge der Teamfähigkeit bewirken sollen. Schwächen existierender Methoden zur Förderung sozialer Kompetenz, wie etwa die Beschränkung auf kognitive Stimuli, werden mithilfe des Einsatzes virtueller Realität (VR) gezielt adressiert.
    Ziele:
    Dieses Projekt untersucht, wie soziale Kompetenzen (zum Beispiel aktives Zuhören, empathischer Perspektivenwechsel etc.) mit Hilfe von VR-Szenarien trainiert werden können. Zielgruppe sind Personen des mittleren Managements mit hohen Koordinationsanforderungen, deren soziale Kompetenzen die Qualität der Arbeitsbedingungen des ganzen Teams beeinflussen. Für die Untersuchung wird ein Forschungsprototyp entwickelt, der auf dem Trainingsansatz der 4dimensions GmbH aufbaut. Bei diesem geht es um die Optimierung der Teamzusammenarbeit.

  • Wearables

    Experience sampling mit Wearables: Eine open-source Lösung

    • Projektnummer: P 31800-N38
    • Projektleitung: Stefan Stieger, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychologische Methodenlehre
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.03.2019

    Hintergrund

    Tagebücher sind allseits bekannt. Sie dienen uns um unsere täglichen Erlebnisse in unseren eigenen Worten festzuhalten und beziehen sich üblicherweise auf das am selben Tag erlebte. Tagebücher werden aber auch in der Wissenschaft eingesetzt wo Versuchspersonen ihre Erlebnisse in meist strukturierter Form (geschlossene Fragen) zu einem bestimmten Thema (z.B. Wohlbefinden) systematisch erfassen. Dabei besteht nicht nur die Möglichkeit am Ende des Tages diese Fragen zu beantworten, sondern im Prinzip zu jedem beliebigen Zeitpunkt über den Tag verteilt (sogenanntes Event- bzw. Zeit-basiertes sampling). Früher wurden diese wissenschaftlichen Tagebücher in gedruckter Form verwendet, jedoch durch den technischen Fortschritt gibt es diese mittlerweile auch digital, zum Beispiel in der Form von Persönlichen Digitalen Assistenten (sogenannte PDAs) oder Smartphones. Eine noch neuere Entwicklung scheint dabei durchaus weiteres Potential für den Einsatz in der Tagebuchforschung zu haben – die Wearables. Wearables werden momentan fast ausschließlich im Sportbereich verwendet wo sie Pulsfrequenz und Blutdruck messen, die Anzahl der Schritte zählen, oder die exakte Position via GPS bestimmen. Doch auch in der Wissenschaft wäre das Potential groß, Wearables für Datenerhebungszwecke bei Tagebuchstudien zu verwenden. Diese hätten den großen Vorteil, dass sie unscheinbar sind (wichtig bei der direkten Messung heikler Themen), kaum im Alltag stören (wichtig, wenn mehrmals am Tag gemessen werden soll/muss), und theoretisch autonom agieren können (d.h. unabhängig von Smartphones und Internet). Ziel des vorliegenden Projektes ist es, eine open-source Softwarelösung für wissenschaftliche Erhebungen zu entwickeln, welche leicht adaptierbar ist (um weitere Sensoren, Buttons, usw.), autonom funktioniert, einen geringen Stromverbrauch hat, und Daten lokal speichern kann aufbauend auf einem kostengünstigen, frei erhältlichen Development Board.

  • Colon-Plug

    Colon-Plug

    • Projektnummer: 874254
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektpartner: Lehrordination / Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof
    • Projektlaufzeit: 12 Monate ab 01.03.2019
  • Healthy Ageing

    Gesundheitsbarometer: Healthy Ageing in Niederösterreich

    • Projektnummer: -
    • Projektleitung: Franz Kolland, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Kompetenzzentrum Gerontologie
    • Projektlaufzeit: 9 Monate ab 01.03.2019

    Hintergrund

    In Österreich sind in den letzten Jahren eine Reihe von lokalen und überregionalen Berichten im Sinne von Überblicken über gesundheitsbezogene Daten vorgelegt worden. Die Mehrzahl dieser Berichte und Studien beruhen auf der Auswertung von bereits vorliegenden Daten, die entweder von der amtlichen Statistik oder von Einrichtungen stammen, die direkt oder indirekt am medizinischen Geschehen beteiligt sind.
    Was jedoch bislang nahezu vollständig fehlt, sind differenzierte Daten und Forschungsergebnisse zur gesundheitlichen Situation älterer Menschen aus gerontologischer Perspektive, die regionale Gegebenheiten berücksichtigen. Das Forschungsprojekt „Healthy Ageing in Niederösterreich“ betritt dieses Neuland mit dem Anspruch, empirische Daten zur gesundheitlichen Situation der über 60-jährigen Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher mit gerontologischen Erkenntnissen zu verknüpfen. Unter anderem werden Lebensgewohnheiten mit besonderer Relevanz für die Gesundheit, Einstellungen und Motivationen hinsichtlich Erhaltung bzw. Wiedererlangung von Gesundheit oder die Nutzung von Gesundheitseinrichtungen und unterstützende Maßnahmen behandelt.

  • Pseudomonas aeruginosa

    Entwicklung eines elektrochemischen Sensors zur schnellen Erkennung von Pseudomonas aeruginosa in Krankenhäusern

    • Projektnummer: LSC17_015
    • Projektleitung: Martin Brandl, Donau Universität Krems / Department für Integrierte Sensorsysteme
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2019

    Hintergrund

    Pseudomonas aeruginosa stellt als bakterieller Krankheitserreger ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Daher sind die rasche Erkennung und die weitere Identifizierung wichtige Ziele in der Medizin, Lebensmittelindustrie und Trinkwasserhygiene, um die öffentliche Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten. P. aeruginosa ist ein weitverbreitetes Boden- und Wasserbakterium und gilt als bedeutender Krankenhauskeim. Infektionen mit P. aeruginosa sind weltweit eine häufige Ursache für Morbidität und Mortalität. Derzeitige Verfahren zum Nachweis beruhen oft auf klassischer Kultivierung, mikroskopischen und biochemischen Analysen, sowie vermehrt kommen auch molekulare Methoden zum Einsatz. Jedoch sind alle diese Verfahren oft zeitaufwendig, teuer, erfordern eine spezielle Ausrüstung und geschultes Personal. In dem geplanten NFB-Projekt soll eine elektrochemische Methodik für einen Pseudomonas-Detektor entwickelt werden. Dieser Biosensor kann als „Vortester“ die Erkennung von P. aeruginosa erleichtern und als ein Frühwarnsystem die gesamte Diagnostik dieses bakteriellen Krankheitserregers beschleunigen. Bei der Kultivierung des Bakteriums auf Cetrimid-Agar führt die Freisetzung von Pyocyanin, einem blaugrünen Sekundärmetabolit, der spezifisch von P. aeruginosa produziert wird, zu einer Färbung der Kolonien. Pyocyanin besitzt aber auch redox-aktive Eigenschaften und kann dadurch für einen spezifischen, elektrochemischen Nachweis dieser Bakterien herangezogen werden. Die elektroaktiven Eigenschaften von Pyocyanin können mit unterschiedlichen voltametrischen bzw. amperometrischen Methoden, wie z.B. zyklischer Voltametrie, untersucht werden.

  • VIBRIO

    Eine innovative Strategie zur Quantifizierung und Vorhersage toxigener und nicht toxigener Vibrio cholerae Bakterien in natürlichen Gewässern

    • Projektnummer: LSC17-007
    • Projektleitung: Alexander Kirschner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: Technische Universität Wien / IFA Tulln Working Group Molecular Diagnostics, Amt der NÖ Landesregierung / Abteilung für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien / Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2019

    Hintergrund

    Vibrio cholerae ist ein natürlicher Bewohner von Gewässern und Erreger der Cholera. Die Cholera wird durch toxigene Stämme der Serogruppen O1 und O139 ausgelöst, nicht-toxigene Stämme (NTVC) können eine Vielzahl anderer Infektionen mit möglichem letalem Ausgang auslösen. Verursacht durch den Klimawandel kam es in den letzten 20 Jahren in Europa zu einem Anstieg von NTVC Infektionen. In Niederösterreich traten erstmals 2015 zwei extrem schwere Fälle (einer davon tödlich) auf, die mit Badeaktivitäten während einer extremen sommerlichen Hitzeperiode assoziiert waren. Bis dato sind die entscheidenden Faktoren, die das NTVC Vorkommen in Binnenbadegewässern steuern, nicht ausreichend bekannt. Diese Information und das Vorhandensein verlässlicher NTVC Bestimmungsmethoden sind Voraussetzung für Vorhersagemodelle und Frühwarnsysteme für NTVC. Neben Kultivierungsverfahren wurden molekularbiologische und zellbasierte Methoden entwickelt. Bisher hat sich die Kombination aus spezifischer Fluoreszenzmarkierung und Festphasenzytometrie als beste Methode erwiesen.
    Dennoch kann in diesem Verfahren V.cholerae nicht von nahe verwandten Arten unterschieden werden, es ist äußerst aufwändig und teuer. In diesem Projekt wird deshalb ein Verfahren auf Basis alternativer Erkennungsmoleküle –APTAMERE– entwickelt. Aptamere sind kurze Oligonukleotide die ihre Zielmoleküle mit hoher Selektivität und Affinität binden. Sie wurden in vielen Anwendungen als Antikörpern gleichwertig dargestellt. Sobald ein Aptamer identifiziert ist, können sie zu geringen Kosten in unlimitierter Menge produziert werden. Bis dato aber gibt es keine Aptamere für V.cholerae.
    Zwei Hauptziele sollen erreicht werden. Erstens sollen die V.cholerae Abundanzen in repräsentativen Badegewässern unter Berücksichtigung ökologischer, zeitlicher und räumlicher Gradienten umfassend dokumentiert und zweitens eine neue innovative Aptamer-basierte Methode für die verbesserte Quantifizierung von V.cholerae entwickelt werden.
    Vorhersagemodelle für die Verbreitung von NTVC in Badegewässern sollen als Tool für Risikoabschätzungen entwickelt werden, sowie einfache Protokolle für die kultivierungsunabhängige Quantifizierung von V.cholerae. Dadurch wird das Projekt zu einer besseren Vorbeugung und Volksgesundheit hinsichtlich NTVC in Badegewässern und toxigenen V.cholerae in Wasserressourcen beitragen. Die generierten Aptamerprodukte, Anwendungen und das geistige Eigentum sollen über das Projekt hinaus in translationalen Folgeprojekten, spin-off Firmen oder der Vergabe an lokale Drittfirmen verwertet werden. Das Projekt trägt direkt zum prioritären Forschungsschwerpunkt “Intelligente Indikationssysteme und Diagnostik” innerhalb der jüngsten FTI Strategie für Niederösterreich bei. Nachhaltige Kollaboration zwischen den Projektpartnern innerhalb des Interuniversitären Kooperationszentrums Wasser & Gesundheit wird gestärkt. Das Projekt soll somit nachhaltig dem Land Niederösterreich auf mehreren Ebenen Nutzen bringen.

  • Reproduktion von biologischen Geweben

    Reproduktion von biologischen Geweben mittels 3D-Druck im Hinblick auf ihre mechanischen Eigenschaften

    • Projektnummer: SC17_016
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2018

    Hintergrund

    Der 3D-Druck, auch bekannt als additive Fertigung (AM) oder Rapid Prototyping, ist zu einem vielseitigen Werkzeug mit einem breiten Anwendungsbereich wie Fertigung, Kunst, Design und Medizin geworden. Im Bereich der biomedizinischen Technik hat sich AM nicht nur im Tissue-Engineering für Druckgerüste und in der Biomechanik für patientenspezifische Prothesen großer Beliebtheit erfreut, sondern es wurde auch als Instrument zur Herstellung realistischer 3D-Modelle vorgeschlagen. Beispielsweise bietet die individuelle Modellierung patientenspezifischer Prothesene über AM eine hervorragende Gelegenheit für Chirurgen, Vorgänge vorher zu üben. Studien haben gezeigt, dass dabei die Operationszeit reduziert und das Vertrauen des Arztes erhöht wird, was zu kürzeren Bestrahlungszeiten und niedrigeren Kosten führt. Obwohl bereits über 3D-Modellierungsansätze für die präoperative Planung berichtet wurde, ist noch ein genauerer Blick auf die mechanischen Eigenschaften der gedruckten Materialien erforderlich. Gegenwärtig fehlt diesen Modellen die genaue Darstellung der Gewebebiomechanik. Dies erfordert ein Verfahren zur Feinabstimmung der mechanischen Eigenschaften der 3D-Druckmaterialien, um den in-vivo-Bedingungen genau zu entsprechen. In diesem Projekt wird der 3D-Druck auf die Aufgabe angewendet, Materialien herzustellen, die biologische Gewebe und organähnliche Strukturen hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften imitieren. Die bedruckten Tücher können patientenspezifisch für die präoperative Planung sein sowie standardisiert für Anwendungen in der Forschung sein, die sich mit der Entwicklung neuartiger Operationstechniken, Implantationstechnologien und anderer medizinischer Geräte befassen. Einer der Anreize besteht darin, den Bedarf an Spenderorganen zu begrenzen und die Variabilität der in der Forschung verwendeten Organe zu reduzieren. Aufgrund der Tatsache, dass die Möglichkeiten des 3D-Drucks derzeit rapide zunehmen, kann diese Forschung auch als Grundlage für noch mehr Anwendungen in Bezug auf gedruckte Orgeln angesehen werden, die möglicherweise mit zukünftiger Technologie möglich sind. Die Hauptziele dieses Projekts sind:
    die Etablierung eines Testprotokolls zur Erfassung charakteristischer biomechanischer Parameter verschiedener Gewebe, die Entwicklung von Softwarewerkzeugen zur Erreichung dieser Parameter in 3D-gedruckten Strukturen (basierend auf geeigneten Materialkombinationen und deren räumlicher Verteilung sowie Nachbearbeitungsverfahren), deren Druck Geweberepliken neben der Validierung ihrer mechanischen Eigenschaften durch Vergleich mit den tatsächlichen Gewebeeigenschaften. Alle Anweisungen zur Herstellung dieser Modelle müssen in einer sogenannten "Toolbox" enthalten sein.

  • Eisenmetabolismus der humanen Plazenta

    Der Eisenmetabolismus der humanen Plazenta: Der Schlüssel zum Verständnis des Eisentransfers von der Mutter zum Fetus

    • Projektnummer: LSC17_008
    • Projektleitung: Hans Salzer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK Tulln)
    • Projektpartner: Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Genetik, Landesklinikum Mistelbach / Abteilung für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 05.11.2018

    Hintergrund

    Hintergrund:
    Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das von allen Zellen benötigt wird, im Überschuss jedoch toxisch ist. Die Eisendefizienz ist die weltweit häufigste Form einer Mikronährstoffdefizienz. Am häufigsten sind Frühgeborene und schwangere Frauen von dieser betroffen. Während der Schwangerschaft fungiert die Plazenta als Schnittstelle des Nährstoffaustausches zwischen Mutter und Kind. Obwohl der Eisenmetabolismus in Säugetieren generell sehr gut charakterisiert ist, ist erstaunlich wenig über den plazentaren Eisenmetabolismus bekannt.
    Ziele:
    Inspiriert von den zahlreichen Wissenlücken zum humanen plazentaren Eisenmetabolismus und unseren bisherigen Arbeiten an der humanen Plazenta planen wir folgendes zu untersuchen:
    1) Den Eisenmetabolismus- und transport in der humanen Plazenta und in adäquaten Zellmodellen
    2) Den Eisenstatus von gesunden Mutter-Kind-Paaren in Bezug auf die plazentare Expression von Proteinen, welche in den Eisenmetabolismus involviert sind bzw. auf den Eisenstatus der Plazenta.
    Methoden:
    In dieser Studie, die auf 105 gesunden, nicht-anämischen Mutter-Kind-Paaren basiert, wird der Eisenstatus von Frühgeborenen und Reifgeborenen im Vergleich zur plazentaren Protein-Expression, -Funktion und –Lokalisation erforscht. In vitro Experimente werden mit Zellen der humanen Plazenta (primäre Trophoblasten, Hofbauerzellen und plazentare Endothelzellen, als auch den Zelllinien BeWo und HUVEC) durchgeführt um die Beteiligung von TFR1, FPN1, ZIP8 und weiteren (noch auszuwählenden) Kandidatenproteinen am Eisenmetabolismus und –transport in der humanen Plazenta zu erforschen bzw. zu bestätigen.
    Neuheit:
    Die vorgestellte Studie ist die erste, die den Eisenstatus von Mutter-Kind-Paaren mit umfassender Grundlagenforschung (Protein-Expression, -Funktion und –Lokalisation) zur humanen Plazenta kombiniert. Erstmals werden Kandidatenproteine, die maßgeblich in den plazentalen Eisenmetabolismus- und transport involviert sind, zusammen untersucht. Diese Studie basiert auf einer vergleichsweise großen Anzahl an Mutter-Kind-Paaren. Mit der vorgestellten Studie planen wir neue Erkenntnisse zum plazentaren Eisen-Metabolismus und -Transfer zu erhalten. Wir erwarten einen langfristigen Nutzen von diesem innovativen Ansatz, der uns auf lange Sicht ermöglichen wird, die Therapie der Eisendefizienz in schwangeren Frauen sowie in Frühgeborenen zu optimieren.

  • Kniearthrose

    Motorisches Lernen bei Kniearthrose

    • Projektnummer: LSC17_014
    • Projektleitung: Barbara Wondrasch, FH St. Pölten / Institut für Gesundheitswissenschaften
    • Projektpartner: Orthopädisches Krankenhaus Wien-Speising, Donau Universität Krems / Fakultät für Gesundheit und Medizin, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.11.2018

    Hintergrund

    Hintergrund
    Die Osteoarthrose (OA) ist eine Erkrankung eines Gelenks ausgehend vom Gelenksknorpel, der Gelenkskapsel und dem subchondralen Knochen und stellt weltweit die häufigste Gelenkerkrankung dar. Das Kniegelenk ist am häufigsten betroffen und neben der individuellen Beeinträchtigungen durch Schmerzen, reduzierte Gelenksfunktion und Einschränkungen im täglichen Leben sowie bei sportlichen Aktivitäten, führt OA auch zu sehr hohen sozioökonomischen Belastungen (Schmerzmedikation, Operationen und Rehabilitationsaufenthalte, Krankenstände, Frühpension). Die Literatur zeigt, dass die konservative Therapie, und hier vor allem die Physiotherapie, zunehmend an Bedeutung gewinnt, da sie zu einer kurzfristigen Reduktion der Symptome und einer Verbesserung der Kniegelenksfunktion führt,. Die Schwerpunkte der Physiotherapie umfassen einerseits passive Maßnahmen zur Verbesserung des Knorpelstoffwechsels, andererseits soll ein neuromuskuläres Training zur Verbesserung der Gelenksfunktion beitragen. Neben den lokalen Veränderungen der Gelenksstrukturen im Kniegelenk, kommt es allerdings auch zu Veränderungen im zentralen Nervensystem. Diese haben ein verändertes Bewegungsverhalten zu Folge, das wiederum die intraartikuläre Belastung erhöht. Die bisherige Gestaltung der Physiotherapie hat diese zentralen Veränderungen nicht berücksichtigt, was ein Grund für die nicht zufriedenstellenden Langzeitergebnisse der Kniegelenksfunktion sein könnte. Studien mit PatientInnen, die an einer Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes (VKB) leiden, belegen den positiven Effekt von Physiotherapie, die auf diese zentralen Veränderungen durch spezielle Feedbackformen eingeht.
    Ziel und Inhalt:
    Nachdem die lokalen strukturellen und zentralen neuronalen Veränderungen von VKB-PatientInnen und KniearthrosepatientInnen sehr ähnlich sind, ist es Ziel dieses Projektes den Einfluss von speziellen Feedbackformen auf die Kniegelenksfunktionen bei PatientInnen mit Kniegelenksarthrose zu untersuchen.
    Methode:
    Es wird eine randomisiert klinische Studien mit 2 PatientInnengruppen durchgeführt. Die Kontrollgruppe erhält ein Standardphysiotherapieprogramm, während die Interventionsgruppe ein Physiotherapieprogramm mit speziellen Feedbacktechniken erhält. Das Programm wird in Form von Boostersessions, dh. Aufteilung der Einheiten über 3 Monate, durchgeführt. Zur Evaluierung werden Outcomeparameter herangezogen, die den Ansprüchen der Internation Classfication of Functioning, Disability and Health (ICF) entsprechen.

  • Digitale Rekonstruktion anthropologischer Funde

    Digitale Rekonstruktion anthropologischer Funde - eine Pilotstudie zur 30.000 Jahre alten Doppelbestattung von Neugeborenen am Kremser Wachtberg

    • Projektnummer: FTI17-010
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektpartner: Naturhistorisches Museum Wien / Anthropologische Abteilung, Donau Universität Krems / Sammlungsstudien und Management, Österreichische Akademie der Wissenschaften / Institut für Orientalische und Europäische Archäologie
    • Projektlaufzeit: 40 Monate ab 01.11.2018

    Hintergrund

    Als 2005 während archäologischer Ausgrabungen an der Fundstelle Krems Wachtberg eine mehr als 30000 Jahre alte Doppelbestattung zweier Neugeborener entdeckt wurde, erregte dies in der Öffentlichkeit sowie in internationalen Wissenschaftskreisen große Aufmerksamkeit. Weltweit betrachtet sind Funde von Jugendlichen und Kindern früher moderner Menschen äußerst selten. Die rituell angelegte Bestattung wurde nach ihrer Entdeckung und Freilegung als Block geborgen und sorgfältig gelagert, um den hervorragenden Erhaltungszustand des Befundes zu bewahren. 2015 wurde dieser Block dann im Labor schichtweise abgetragen, wobei jeder Arbeitsschritt nach neuestem Stand der Technik dokumentiert wurde.
    Digitalisierung ist nunmehr Methode der Wahl für die Analyse, Rekonstruktion und bildliche Darstellung derartiger Funde. Die hochauflösende Mikro-Computertomographie ist derzeit die einzige Möglichkeit für die Erstellung einer digitale Kopie und Visualisierung der menschlichen Überreste. Damit wird sowohl die 3D Rekonstruktion der Oberfläche als auch der inneren Mikrostruktur ermöglicht, macht also „das Unsichtbare sichtbar“. Eine entsprechende Ausstattung wird 2018 die Abteilung für Biomechanik der KL als Teil der Core Facility am Campus Krems erhalten. Damit werden die derzeitigen Grenzen der Analytik überwunden und eine Digitalisierung der Funde für künftige Untersuchungen ermöglicht. Unter Einbeziehung der Laserscandaten der Ausgrabung kann der gesamte Befund rekonstruiert werden. Abgesehen von dieser dreidimensionalen Rekonstruktion wird es möglich sein, sowohl die „chaîne operatoire“ der Aktivitäten im Zuge des Bestattungsvorganges, als auch der postsedimentären Verlagerungsvorgänge (4D = räumliche Entwicklung in der Zeit) darzustellen. Neben der Rekonstruktion der Bestattung ist die zeitgemäße Dokumentation und Archivierung der Daten äußerst
    wichtig für die zukünftige Forschung. Daher ist eines der Hauptziele dieses Pilotprojekts, einen Kriterienkatalog für ein langfristiges open-source Datenarchiv zu erstellen, das die Daten der Ausgrabung und der Grabungsfunde Wissenschaftlern aller Fachrichtungen nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien zugänglich macht. Die Digitalisierung der Krems-Wachtberg Doppelbestattung ist in all ihren Gesichtspunkten herausfordernd und benötigt daher Experten aus verschiedenen Bereichen, um mit den unterschiedlichen Aspekten umzugehen, die einer solch spektakulären Entdeckung innewohnen. Nunmehr ist es möglich, diesen herausragenden Befund unter der Führung niederösterreichischer Forschungseinrichtungen zu untersuchen. Als eines der Hauptziele wird das Projekt zu einer weiteren Professionalisierung im Sammlungsmanagement und der Museologie – einem der Felder der
    niederösterreichischen FTI Strategie – beitragen. Das Projekt wird die Wahrnehmung des kulturellen Erbes von Niederösterreich deutlich steigern und dazu die neuesten technischen Entwicklungen wissenschaftlicher Forschung auf internationalem Niveau nutzen.

  • JunB im Multiplen Myelom

    Pathophysiologische Rolle von JunB im Multiplen Myelom

    • Projektnummer: WST3-F-5031298/002-2018
    • Projektleitung: Klaus Podar, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Molekulare Hämatologie / Onkologie, Klaus Podar, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin 2 (UK Krems)
    • Projektpartner: The Antibody Lab GmbH, IMC FH Krems, Universität für Veterinärmedizin Wien / Institut für Pharmakologie und Toxikologie
    • Projektlaufzeit: 24 Monate ab 01.10.2018

    Hintergrund

    Microenvironment-induced signaling pathways regulate the activity of numerous transcription factors (TFs). Approaches to target TFs are among the most promising novel anticancer strategies with a potentially high therapeutic index. Our recent data indicated a key role for the AP-1 family member JunB in MM pathogenesis (Fan et al., Leukemia 2017). In continuation of these findings, the proposed project aims to further define JunB as a novel therapeutic target in MM, and to thereby set the pace for the development of direct or indirect JunB inhibitors in order to further improve patient outcome.
    Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at

  • HIPStar

    Bestimmung des Hüftgelenkszentrums in der Ganganalyse

    • Projektnummer: P 30923-B30
    • Projektleitung: Brian Horsak, FH St. Pölten / Institut für Gesundheitswissenschaften
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik, Medizinische Universität Wien / Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, Orthopädisches Krankenhaus Wien-Speising
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.10.2018

    Hintergrund

    Evaluierung der Genauigkeit verschiedener nicht-invasiver Methoden zur Bestimmung des Hüftgelenkszentrums für die klinische Ganganalyse bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen

  • AQUASCREEN - Biostabilität von Wasser

    Entwicklung eines zukunftsweisenden Wasseruntersuchungsverfahrens für die Trinkwasserversorgung von morgen

    • Projektnummer: WST3-F-5031298/001-2017/K3-W-47/007-2017
    • Projektleitung: Andreas Farnleitner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: EVN Wasser GmbH, Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Bioanalytik und Agro-Metabolomics
    • Projektlaufzeit: 32 Monate ab 01.09.2018

    Hintergrund

    Die Biostabilität des Wassers (d.h. die Speicher- und Verteilbarkeit ohne Qualitätsbeeinträchtigung) ist ein zentrales Kriterium in der Trinkwasserversorgung. Sie hat einerseits große Relevanz für die Genusstauglichkeit (z.B. schlechter Geschmack/Geruch durch mikrobielle Stoffwechselprodukte) und spielt andererseits für den Gesundheitsschutz des Konsumenten (Volksgesundheit) eine bedeutende Rolle (z.B. Vermehrung von opportunistischen Krankheitserregern wie etwa Pseudomonas aeruginosa). Die Bestimmung der Biostabilität des Wassers ist bis Dato technisch unzureichend gelöst.
    Aufgrund der ständigen Erwärmung unserer Grundwasserressourcen (im Schnitt 0.05 C° pro Jahr durch Effekte der Klimaerwärmung) und der damit verbundenen erhöhten Neigung des Wachstums opportunistischer Krankheitserreger, kommt der verbesserten Analyse/Vorhersagbarkeit der Biostabilität von Wasser eine zunehmend essentielle Rolle im Qualitätsmanagement der Trinkwasserversorgung zu.
    Im gegenständlichen Projekt soll ein zukunftsweisendes experimentelles Untersuchungsverfahren auf Basis modernster DNA-Sequenzierungsmethoden zum sensitiven Nachweis von Mikroorganismen und ihrer Populationsdynamik im Zuge der Biostabilitätsuntersuchung von Grund- und Trinkwasser entwickelt und evaluiert werden. Darüber hinaus soll die Möglichkeit der Kopplung von hochauflösender DNA-Sequenzierung und chemischer Analytik überprüft werden, um biochemische Schlüsselprozesse in der Wasserversorgung verfolgbar zu machen. Der Fokus dieses Projektes ist dabei auf die Entwicklung neuer Lösungsstrategien für die Untersuchung von Trinkwasserressourcen, welche in Niederösterreich von Bedeutung sind, ausgerichtet (Brunnenwasser, Grundwasser, Quellwasser). Die Untersuchung des Einflusses von Desinfektionsverfahren, Rohrmaterialien oder Biofilmen auf die Biostabilität des Wassers ist nicht unmittelbarer Gegenstand von AQUASCREEN. Das zu entwickelnde Verfahren kann jedoch selbstverständlich zur Untersuchung dieser Fragstellungen zukünftig eingesetzt werden.
    Milestone 1: Etabliertes experimentelles Verfahren zur Bestimmung und Interpretation des Vermehrungs- & Wachstumspotenziales der wassereigenen Bakterienpopulationen in Grund- und Trinkwasser auf Basis innovativer durchflusszytometrischer Analysen und DNA-Sequenzierungsverfahren („Basismodul“).
    Milestone 2: Überprüfung und Darstellung der neuen Möglichkeiten an einem Fallbeispiel der Trinkwassergewinnung und Vergleich mit der traditionellen Vorgangsweise.
    Milestone 3: Identifikation der erforderlichen Entwicklungsschritte zur Kopplung des Basismodules mit hochauflösender chemischen Analytik (Ergänzungsmodul „Biogeochemie“) sowie Erfassung/Differenzierung der Vermehrungs- & Wachstumsneigung von opportunistischen Krankheitserregen (Ergänzungsmodul „fakultative Pathogene“)
    Das Forschungsprojekt soll das bis dato völlig unzureichend gelöste Problem der Bestimmung der Biostabilität von Grundwasser und Trinkwasser zu einem neuen visionären Lösungsansatz und zu einer gesamtheitlichen Bewertbarkeit/Vorhersage führen. Die Ergebnisse dieses Projektes stellen darüber hinaus die unmittelbare wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung neuer Untersuchungssysteme (Prototypen) für die Praxis von morgen dar.

  • REEgain

    Nachhaltiges biologisches Recycling von umweltbedenklichen Stoffen (Rare Earth Elements) aus Elektronikabfall und Abwässern

    • Projektnummer: Interreg ATCZ172
    • Projektleitung: Dominik Schild, IMC FH Krems / Department of Life Sciences
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit, Mikrobiologický ústav AVČR, Zentrum ALGATECH, Donau Universität Krems / Zentrum für Biomedizinische Technologie, Saubermacher Dienstleistungs AG, Stark GmbH, Městská Vodohospodářská s.r.o.
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.07.2018

    Hintergrund

    Seltene Erden werden in elektronischen Geräten wie Handys, Computern oder Energiesparlampen eingesetzt. Deren Verfügbarkeit ist aber beschränkt und es gibt keine umweltfreundlichen Recyclingmethoden. Die aufwändige und teure Gewinnung, wie auch das knappe Angebot dieser Rohstoffe auf dem Weltmarkt lässt die Preise von seltenen Erden kontinuierlich wachsen. Durch den stetigen technischen Fortschritt ist es heute bereits abzusehen, dass sich die Versorgungslage von Seltenen Erden als kritisch erweisen wird und dadurch der Ausbau von Zukunftstechnologien gefährdet sein kann.

    Dieser Entwicklung wollen die Projektpartner mit einer neuen Technologie begegnen. Hierfür wird eine noch nie eingesetzte Variante verwendet, das Recycling durch Mikroorganismen (Bakterien und Algen). Ziel des internationalen Konsortiums von Projektpartnern ist es gemeinsam mit der regionalen Industrie eine anwendbare Recycling-Technologie zu entwickeln, die Seltene Erden aus Elektronikschrott rückgewinnen kann und diese Technologie anschließend für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Das Konsortium steht in ständigem Austausch mit den strategischen Partnern, wodurch garantiert werden kann, dass der Market-Need und die technologischen Möglichkeiten der Wirtschaft in der Entwicklung berücksichtigt werden.

  • Messung mechanischer Belastungen

    Messung mechanischer Belastungen an der Oberfläche biologischer Gewebe

    • Projektnummer: SC18_006
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.07.2018

    Hintergrund

    Knochen ist ein faszinierendes, lebendiges und intelligentes tragendes Gewebe. Es unterstützt den Körper, erleichtert die Fortbewegung und schützt die inneren Organe. Das Verständnis der mechanischen Eigenschaften des Knochens hilft bei der Entwicklung von Behandlungen und klinischen Anwendungen, die sich für komplexere und personalisierte Lösungen eignen.
    Biologische Gewebe sind im Allgemeinen inhomogen und anisotrop. Um das mechanische Verhalten biologischer Gewebe zu verstehen, ist eine vollständige Beschreibung dieses Verhaltens über die gesamte Geometrie und Form der Probe erforderlich. Die mechanischen Eigenschaften von Knochen und Weichteilen wurden mit verschiedenen Ansätzen, wie In-vitro-Experimenten und numerischen Modellen, umfassend untersucht. Dehnungsmessstreifen (DMS) gelten aufgrund ihrer hohen Genauigkeit als Goldstandard für Dehnungsmessungen an der Knochenoberfläche. Messungen mit den SGs erlauben jedoch nur die Bewertung diskreter Punkte und liefern keine Verteilung der Vollfeldspannung auf der Oberfläche der Probe. Darüber hinaus erfordern SGs eine detaillierte Oberflächenvorbereitung. Eine schlechte Vorbereitung kann zu äußerst ungenauen Ergebnissen führen. Transducer und Extensometer wurden ebenfalls verwendet, um die globale Dehnung im Knochen zu messen. Alle drei früheren Dehnungsmessverfahren bewirken eine Störung der Ergebnisse aufgrund ihres Beitrags zur Tragfähigkeit und führen zu einer systematischen Unterschätzung der tatsächlichen Dehnungsverteilung.
    In den letzten Jahren ermöglichten optische Messverfahren, die auf digitaler Bildkorrelation (DIC) und Rechenleistung basieren, die berührungslose Messung ganzer Oberflächen. Damit überwinden sie die Begrenzung der Kontaktierung der Oberfläche und die Verfügbarkeit einzelner Messpunkte.
    Die DIC hängt von der Verfolgung der Verschiebung der erkannten Merkmale (Flecken) auf der Probenoberfläche ab. DIC verfolgt die Verschiebung zwischen verformten und unverformten digitalen Bildern der Oberfläche. Basierend auf den digitalen Bildern wird eine Vollfeld-Verschiebungskarte berechnet, aus der eine Vollfeld-Belastungskarte abgeleitet wird. Die Genauigkeit der DIC hängt von der Qualität der Flecken, den Messbedingungen (Größe und Verteilung von Licht und Flecken) sowie von verschiedener Software (Facetten- und Rastergröße) ab und Hardware-Parameter (Optik und Kameraauflösung), die optimiert werden müssen. Trotz der vielseitigen Vorteile des DIC-Ansatzes bei der Ermittlung von Vollfeld-Dehnungsmessungen an der interessierenden Oberfläche wurde die DIC für Messungen an biologischen Proben und insbesondere an Knochen noch nicht vollständig ausgenutzt.
    Die Ziele dieser Studie sind: (i) eingehende Untersuchung der Genauigkeit und Präzision des DIC-Verfahrens auf der Grundlage standardisierter metallischer und polymerer Proben unter Nulllast durch Auswertung der Größe und Verteilung des Fleckenmusters, (ii) Validierung der Genauigkeit und Präzision von DIC DIC-Messsystem gegen einen präzisen Extensometer; (iii) die Verteilung der 3D-Vollfeldspannung auf der Oberfläche von biologischem Gewebe wie Knochen- und Sehnenproben bewerten; (iv) praktische Leitlinien zur Verfügung stellen, wie die Vorteile der DIC-Anwendung zur Messung von Belastungsfeldern an biologischem Hart- und Weichgewebe genutzt werden können.

  • Nachbetreuung psychiatrischer Patient_innen

    Gestufte psychiatrische Versorgung von Patient_innen mit speziellem Nachbetreuungsbedarf

    • Projektleitung: Friedrich Riffer, Psychosomatisches Zentrum Waldviertel - Klinik Eggenburg
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln), Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Klinische Psychologie, Psychosomatisches Zentrum Waldviertel - Klinik Eggenburg
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.04.2018

    Hintergrund

    Patient_innen, die häufig und in verschiedenen Versorgungseinrichtungen behandelt werden, v.a. auch aufgrund wiederholter Behandlungsabbrüche belasten die Versorgungsstrukturen. Die Ursachen für die wiederholten Behandlungsabbrüche und infolge Wiederaufnahmen, sowie die mangelnde Reintegration sind nicht hinreichend bekannt. Es ist daher von großer Bedeutung zu untersuchen welche Faktoren den Therapieerfolg beeinflussen und insbesondere welche Patient_innenmerkmale mit potentiellen Wiederaufnahmen assoziiert sind und in der sozialen Reintegration eine Rolle spielen. Dieses Projekt untersucht den Nutzen von gestufter Versorgung von Patient_innen mit speziellem Nachbetreuungsbedarf. Das Ziel ist die Optimierung der gestuften Versorgung und Reduktion der Drehtürpsychiatrie. Es werden grundlegende Erkenntnisse zum Nutzen der Patient_innen mit speziellem Nachbetreuungsbedarf gewonnen, die zur Entlassung des Versorgungssystems beitragen.
    Fragestellungen:
    1. Gibt es unter psychiatrischen Patient_innen mit Sucht/Abhängigkeitserkrankungen (F1) oder Persönlichkeitsstörungen (F6) Subgruppen von Patient_innen mit vs. ohne fundamentale soziale und kognitive Denkfunktionsstörungen.
    2. Unterscheiden sich die Subgruppen von psychiatrischen Patient_innen mit vs. ohne fundamentale soziale und kognitive Denkfunktionsstörungen hinsichtlich der Behandlungsergebnisse, Anzahl von Aufnahmen bzw. Wiederaufnahmen und kumulativen Aufenthaltsdauer, und sozialer und beruflicher Reintegration.

  • BEST MgAlloy

    Biokompatible Elemente – Simulationen und Tests für Mg-Legierungen

    • Projektnummer: KF3-F-639/004-2017
    • Projektleitung: Jelena Horky, AIT Austrian Institute of Technology / Center for Health & Bioresources
    • Projektpartner: Aerospace & Advanced Composites GmbH, FH Wiener Neustadt, AC2T research GmbH, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.04.2018

    Hintergrund

    Biologisch abbaubare Implantate auf Basis von Magnesium kommen zunehmend in den Fokus für den temporären Einsatz in medizinischen Anwendungen, etwa als Platten, Nägel, Stifte oder Schrauben zur Osteosynthese von gebrochenen Knochen. Der große Vorteil dabei ist der Wegfall einer zweiten Operation zum Explantieren etwaiger permanenter metallischer Fixierungen.

  • Altersalmanach 2018

    Altwerden in Niederösterreich

    • Projektnummer: GS5-A-188/080-2018
    • Projektleitung: Franz Kolland, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Kompetenzzentrum Gerontologie
    • Projektlaufzeit: 16 Monate ab 01.02.2018

    Hintergrund

    Das Land Niederösterreich hat vor mehr als 20 Jahren entschieden, in regelmäßigen Abständen wissenschaftlich fundierte Bedarfs- und Entwicklungsprognosen für das Älterwerden in Niederösterreich in Auftrag zu geben. Diese Prognosen werden unter dem Titel Altersalmanach publiziert und stehen den Akteur_innen im Pflege-, Betreuungs- und Sozialbereich zur Verfügung.
    Am 29.06.2017 stimmte der österreichische Nationalrat für die Abschaffung des Pflegeregresses, demnach den Bundesländern ab 1. Jänner 2018 untersagt wurde, Ersatzansprüche gegenüber Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen bzw. deren Angehörigen geltend zu machen (§330a und §707a ASVG). Der letzte Altersalmanach wurde 2016 fertiggestellt und diese Entwicklungen wurden noch nicht berücksichtigt. Der Altersalmanach 2018 soll eine eine Neuauflage des Altersalmanachs und die Evaluierung des Altersalmanachs 2016 vor dem Hintergrund des Entfalls des Vermögensregresses bei stationärer Pflege beinhalten.
    Die Evaluierung des Entfalls des Vermögensregresses ist deshalb unerlässlich, weil es sich bei der angeführten Maßnahme um eine tiefgreifende Veränderung handelt, die als folgenreich sowohl für die stationäre Pflege als auch andere Pflegeformen eingestuft wird. Der Wegfall des Vermögensregresses führt zu einem weitgehenden Entfall der Selbstzahler_innen in der Langzeitpflege. Es gilt zu prüfen, ob und welche Auswirkungen der Entfall des Vermögensregresses auf die Nachfrage nach Plätzen in der stationären Langzeitpflege, die Informelle Pflege, die 24 –Stunden-Betreuung und die mobilen Dienste hat.
    Die Herausforderung für diese Prognosen besteht darin,– trotz der kurzen Wirkungsphase der Abschaffung des Vermögensregresses – fundierte Daten zu erheben und zu prognostizieren.

  • Sepsis GEMMA

    Charakterisierung von Exosomen aus Blutzellen mittels Nano Electrospray Gas-Phase Electrophoretic Mobility Molecular Analysis (nES-GEMMA)

    • Projektnummer: LSC16_018
    • Projektleitung: Carla Tripisciano, Donau Universität Krems
    • Projektpartner: Technische Universität Wien / Abteilung für Chemische Technologien und Analytik, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin (UK St. Pölten), Donau Universität Krems / Department für Gesundheitswissenschaften und Biomedizin, Technische Universität Wien / Abteilung für Chemische Technologien und Analytik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind membranumschlossene Strukturen, die von Zellen unter Aktivierung oder Stress freigesetzt werden. Sie werden nach ihrer Biogenese und Größe in Exosomen, Mikrovesikel und Apoptotic Bodies klassifiziert und wurden in sämtlichen Körperflüssigkeiten beschrieben. In den vergangenen Jahren wurde zunehmend die zentrale Rolle von EVs bei der Signalübertragung zwischen Zellen sowie ihr Potential als Resevoir für klinische Biomarker erkannt und es besteht daher sowohl aus grundlagen¬wissenschaftlicher Sicht, als auch im diagnostischen und therapeutischen Zusammenhang enormes Interesse an extrazellulären Vesikeln. Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf an standardisierten Verfahren zur Anreicherung von EVs aus biologischen Matrices, insbesondere aus Blut, sowie an Verfahren zur Quantifizierung und Charakterisierung extrazellulärer Vesikel. Die Komplexität biologischer Matrices sowie die Heterogenität extrazellulärer Vesikel stellen große Herausforderungen an ihre die Anreicherung und Analytik. Gängige Verfahren, wie Ultrazentrifugation oder Polymerpräzipitation, sind mit unkontrolliertem Verlust von Vesikeln, einer Veränderung der Vesikelstruktur, sowie einer Mitanreicherung von Zellbruchstücken, Protein-Aggregaten, Lipoproteinen und Nukleinsäuren verbunden. Hinzu kommt, dass Vesikel in einem Größenbereich unter 200 nm, die den Großteil der Vesikelpopulation in biologischen Flüssigkeiten darstellen, nicht mittels Durchflusszytometrie, der derzeit gängigsten Methode für die Charakterisierung von EVs, detektiert werden können. Ziel dieses Projekts ist die Isolierung von extrazellulären Vesikeln, insbesondere von Exosomen, aus humanem Vollblut mit hoher Ausbeute und Reinheit, unter anderen durch Abreicherung von nicht-exosomalem Material, sowie die Charakterisierung dieser Vesikel mittels Nano Electrospray Gas-Phase Electrophoretic Mobility Molecular Analysis (nES-GEMMA). Diese bislang nicht etablierte Methode erlaubt die rasche Charakterisierung von Vesikeln und liefert Aussagen über Vesikeldurchmesser und -zahl. Wir werden untersuchen, ob sich Exosomen verschiedener Größe hinsichtlich ihrer Protein- und Lipidzusammensetzung unterscheiden und ob sich Unterschiede hinsichtlich der Zusammensetzung von Exosomen aus physiologischen Vesikeln (gesunde Spender) und pathologischen Proben (Blut von Sepsispatienten) nachweisen lassen.

  • Medi3D Print

    3D Druck von biologischen Geweben

    • Projektleitung: Gernot Kronreif, ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Der 3D Druck hält Einzug in die Medizin und kann auf verschiedene Arten unterstützen. Neben pass-genauen Implantaten und Orthesen kann der 3D Druck in der Operationsvorbereitung eingesetzt werden um ein besseres Verständnis über die geplante Operation zu erlangen. Zunehmend gewinnt dabei das Drucken von Organen an Bedeutung. In diesem Forschungsprojekt sollen mit Hilfe des Polyjet Verfahrens Materialen gedruckt werden welche realen biologischen Geweben von der Haptik aber auch hinsichtlich des biomechanischen Verhaltens möglichst nahe kommen. Die so entwickelte Drucktechnologie ermöglicht die Herstellung von patientenspezifischen Organmodellen basierend auf CT und MRT Daten, die zur präoperativen Planung vor komplizierten Eingriffen herangezogen werden können. Weiters können für die Weiterentwicklung von Operationstechniken und Implantanten mechanisch äquivalente Organe oder Prüfkörper hergestellt werden, die den Einsatz von Körperspenden für diese Belange verzichtbar machen. Die gedruckten Organe sind standardisierbar und weisen keine unerwünschte Variabilität auf, wie es bei Körperspenden der Fall ist.

  • Endobone

    Entwicklung eines Tissue Engineering Modells der endochondralen Ossifikation für die Knochenregenerierung

    • Projektnummer: LSC16_024
    • Projektleitung: Stefan Nehrer, Donau Universität Krems / Department of Regenerative Medicine
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 42 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Techniken zum Einfügen eines neuen Knochenstücks um große Knochendefekte zu behandeln beinhalten oft die Implantation eines allogenen Knochentransplantats um das beschädigte Gewebe zu ersetzen. Häufig kommt es aber zu einer schlechten Integration des Transplantats und zu keiner funktionierenden Anastomose, die zur Einwanderung von Blutgefäßen des vorhandenen Gewebes in das Transplantat benötigt werden. Deshalb müssen viele ungeklärte Fragen untersucht werden, um klinische Ergebnisse die Knochenbrüche, Osteonekrose und Osteoporose betreffen, zu verbessern. Vielverspechende Tissue Engineering Strategien wurden bereits entwickelt, die die Knochenregeneration fördern. Die häufigste Methode beinhaltet die Stimulierung der Knochenentwicklung um den Knochen neu zu bilden, jedoch ist diese Strategie bis jetzt noch wirkungslos. Schon am Beginn der Forschung im Bereich Knochen Tissue Engineering hatte man die Vorstellung, natürliche Prozesse der Knochenbildung durch die Entwicklung von Mechanismen zur Bildung der Röhrenknochen (= endochondrale Ossifikation) nachzuahmen. In diesem Projekt möchten wir Strategien zur Knochenregenerierung entwickeln, welche natürliche Biomaterialien mit eingebauter extrazelluläre Matrix des Knorpels beinhalten (= cartilage derived extracellular matrix; CD-ECM). Wir nehmen an, dass eine knorpelähnliche Vorlage auf einem festen Biomaterial ein neues Gewebe bildet, das dem nativen Knochen in Struktur und Funktionalität ähnelt. Um diese Hypothese zu testen, werden wir die Knochenneubildung an Hand unseres vorgeschlagenen Modells mit den in der Klinik verwendeten Knochentransplantaten vergleichen. In die mit CD-ECM versehenen Biomaterialien werden hypertrophe Chondrozyten, d.h. Chondrozyten die auf dem Weg zur Knochenbildung sind, eingebettet und die Bildung einer mineralisierten Matrix wird an Hand von biochemischen Analysen und histologischen Methoden untersucht. Des Weiteren wird durch Mikro-Computertomographie (μCT), eine Methode bei dem das Konstrukt nicht zerstört wird, mehrteilige dreidimensionale Bilder erzeugt, um die Kalzifizierung und die Knochenformung darzustellen. Dies erlaubt eine Computermodulation und –Simulation, wodurch über eine Finite-Elemente-Analyse die Steifigkeit und die Widerstandsfähigkeit dieser gebildeten Konstrukte beschrieben werden kann. Die mit CD-ECM versehenen Biomaterialien werden dann mit oder ohne hypertrophe Chondrozyten subkutan in Ratten implantiert um die de novo Mineralisierung der Matrix zu untersuchen. Des Weiteren wird die Knochenbildung durch μCT sowie mit biochemischen, biomechanischen und rechenbetonten Methoden untersucht. Dieser interdisziplinäre Ansatz würde helfen bioempfängliche Materialien dazu zu bringen den natürlichen Mechanismus nativer Knochenheilung zu rekapitulieren.

  • COMBIS

    Kombinatorische Bioaktivitätsscreens

    • Projektnummer: LSC16_005
    • Projektleitung: Martin Wagner, FFoQSI
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten), Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Angewandte Genetik und Zellbiologie, Universität für Veterinärmedizin Wien / Institut für Milchhygiene
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Jahrzehntelang wurden sprichwörtlich alle kultivierbaren Mikroorganismen in pharmazeutischen Hochdurchsatz Screens auf Bioaktivität hin untersucht. Diese Programme wurden beendet als sich abzeichnete, dass die Rate der entdeckten aber bereits bekannten Stoffe stetig zunahm. Daraufhin wurden Mikroorganismen als Hauptquelle für bioaktive Stoffe verdrängt. Erst durch die großangelegten Sequenzierprogramme der letzten Jahre konnte gezeigt werden, dass eine größere Diversität mikrobieller Metaboliten exsistiert als bis dato angenommen. Diese Erkenntnis hat das Interesse an „kryptischen“ Metaboliten als Quelle neuer benötigter bioaktiver Stoffe im Kampf gegen zunehmende Resistenz gegen Antibiotika wieder geweckt. Ein vielversprechender Ansatz, die Produktion dieser „kryptischen“ Metabolite zu induzieren, ist co-Kultivierung von kompetierenden Mikroorganismen. Hier eignen sich zum Beispiel Bakterien und Pilze, die bekannt dafür für die Produktion von hoch wirksamen bioaktiven Stoffen sind. In einer voran gegangenen Studie konnten wir zeigen, dass kleine chemische Effektoren geeignet sind, reprimierte Metabolie in Pilzen entweder zu induzieren oder geringe Produktion zu steigern, wodurch die Chance steigt diese Stoffe zu entdecken. Außerdem wurde gezeigt, dass die Produktion von Metabolien in Pilzen stark von biotrophen Einflüssen abhängig ist. Deshalb schlagen wir einen innovativen Hochdurchsatz Ansatz vor, in dem co-Kultivierung von Bakterien und Pilzen mit kleinen chemischen Effektoren kombiniert und diese unter diveresen biotrophen Einflüssen inkubiert werden sollen. Wir werden einen Hochdurchsatzprozessetablieren, in dem 144 Bakterien mit 32 Pilzen co-Kultiviert werden, welche wiederum mit 4 kleinen chemischen Effektoren behandelt wurden und unter 4 biotrophen Bedingungen angezüchtet werden. Die so entstandenen 73728 Kulturextrakte werden auf ihre Fähigkeit hin, antimikrobielle Resistenz zu bekämpfen hin untersucht. Dabei werden wir einen direkten Ansatz durchführen in dem wir nach neuen Antibiotika Stoffen „screenen“, die nicht durch in Niederösterreich verbreitete Resistenzen aus dem Human- und Veterinärsektor beeinflusst werden. Außerdem werden wir in einem indirekten Ansatz Reporter Stämme generieren, die gezielt auf erm und cfr bedingte Antibiotikaresistenz reagieren. Diese Resistenzmechanismen basieren auf Methylierung von 16S und 23S rRNA und führen zur Resistenz gegen mehrere Antibiotika. Bis jetzt wurden noch keine in vivo aktiven Inhibitoren gefunden. In dem hier vorgeschlagenen Projekt werden wir einen Hochdruchsatzprozess, der an mehrere Hochdurchsatzmethoden gekoppelt ist, etablieren. Dieser Prozess wird die Suche nach neuen bioaktiven Stoffen deutlich beschleunigen und hat großes Potential zu neuen bioaktiven Stoffe zu führen.

  • D.O.T.

    Die Offene Tür

    • Projektnummer: LBG 01
    • Projektleitung: Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / D.O.T. - Die offene Tür, Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln)
    • Projektpartner: Ludwig Boltzmann Gesellschaft
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Die soziale Verbundenheit bei Jugendlichen ist ein wichtiger Schutzfaktor für die Gesundheit. Jugendliche Kinder von Eltern mit einer psychischen Erkrankung (COPMI) sind in Gefahr, insbesondere in Übergangszeiten des Schulwechsels. Bei den ersten Jugendlichen von COPMI und Nicht-COPMI versuchen wir (i) die Mechanismen sozialer Verbundenheit zu verstehen, (ii) die soziale Verbundenheit zu verbessern, indem sie die sozial-emotionalen Fähigkeiten und geeignete Peer-Verbindungen über einen digitalen Hub verbessern und (iii) den Hub auf das Maximum optimieren Gewinnen von Individuen, (iv) Erleichterung der damit verbundenen positiven Ergebnisse, z. B. Verringerung der Stigmatisierung durch die Möglichkeit eines positiven COPMI-Kontakts. Fundierte Literaturrecherchen und laufende Konsultationen von Interessengruppen und Experten werden die Gestaltung einer kombinierten Intervention leiten, die den Online-Hub umfasst, in dem digitale Erfahrungen und Peer-Matching sowie ergänzende schul- / dienstleistungsorientierte Programme zum sozialen Wohlbefinden angeboten werden. In einer Pilotevaluierung werden die Akzeptanz, Durchführbarkeit und Änderungsprozesse von Interventionen getestet. und erkunden Sie die Effizienz in zwei Versionen, d. h. im Standardmodus und im individuell adaptiven Modus.

  • Candida

    Candida glabrata Stämme in NÖ - Interaktionen mit Lactobazillen

    • Projektnummer: LSC16_016
    • Projektleitung: Christoph Schüller, Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Angewandte Genetik und Zellbiologie
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.11.2017

    Hintergrund

    Candida-Pilze sind normale menschlicher Mitbewohner auf der Haut und im Urogenitaltrakt. Sie verursachen Schleimhautinfekte, die zu systematischen Candidose fortschreiten können. Candida albicans und Candida glabrata Zellen kommen in 90% und 8% aller Fälle von Vaginalkandidose (VVC) vor. Im Vaginaltrakt konkurrieren Candida-Zellen mit den kommensalen Bakterien der Mikroflora. Bei gesunden Menschen koexistieren Bakterien und Pilze im Gleichgewicht. Die Behandlung mit Antimykotika zielt auf die Wiederherstellung des mikrobiellen Gleichgewichts. Hier schlagen wir Arbeiten entlang dreier Linien vor, um das mikrobielle Gleichgewicht bei VVC zu unterstützen und wiederherzustellen: 1) die Wechselwirkungen, zwischen Candida und häufigen Lactobacillus-Arten, zu untersuchen, 2) lokale (Ostösterreich) Candida-Stämme auf ihre genetischen Eigenschaften zu analysieren; und 3) die
    Wirksamkeit der üblichen Probiotika bewerten und 4) neue Substanzen zu finden die Pilze bekämpfen bzw. Bakterien fördern. Die Partner kombinieren klinischen Ressourcen, Molekularbiologie von Candida, Robotic screening und Zellkultur.Lactobacillus spp. beschränken den Fortschritt der Candida in der vaginalen Trakt durch Milch- und Essigsäure sowie durch undefinierte Beeinflussung der Nährstoffverfügbarkeit, Biofilmbildung, Quorum Sensing und Stressresistenz. Die genetischen und Umweltfaktoren, die mikrobielles Ungleichgewicht im vaginalen Trakt verursachen, stellen eine komplexe Interaktion zwischen Wirt und Mikroorganismen dar. Wir analysieren die Candida-Lactobacillus-Wechselwirkung in vitro und in kombinatorischer Co-Kultur auf Epithelzellen als Modellsystem. Wir konzentrieren uns auf C. glabrata, da diese im Vergleich zu C. albicans schwieriger zu behandeln und weniger
    erforscht ist. Wir werden versuchen, genetische und physiologische Eigenschaften zu identifizieren, die an der Besiedlung des vaginalen Trakts durch C. glabrata beteiligt sind. Der physiologische Aspekt umfasst die Veränderung der Genexpression, Adhärenz und Biofilmbildung durch Interaktion von Candida und Lactobacilli. Genetische Analyse wird klinische C. glabrata-Isolate aus dem Bereich Niederösterreich charakterisieren. Wir hoffen auch im Hochdurchsatz neue Verbindungen zu identifizieren, die das Wachstum von Bakterien fördern und jenes von Candida behindern. Wir erwarten uns neue Möglichkeiten für antifungale Strategien gegen Candida um das Gleichgewicht im Bedarfsfall zugunsten harmloser kommensaler Populationen zu verändern. Probiotische Produkte zur Reglung der Microflora werden angeboten jedoch haben sie weithin undokumentierte Wirkungen. Das Forschungsvorhaben wird derartige Produkte Testen und möglicherweise mit Alternativen in der Zukunft zur Verbesserung der Behandlung beitragen können.

  • Neuartiger biomechanischer Testaufbau

    Entwicklung eines neuartigen biomechanischen Testaufbaus zusammen mit Knochenstärkensimulationsmodellen zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung von Osteoporose

    • Projektnummer: SC16_009
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 37 Monate ab 01.10.2017

    Hintergrund

    Osteoporose (OP) ist eine stille Knochenerkrankung, die zu einem Verlust der Knochendichte, einer verminderten Knochenstärke und letztendlich zum Bruch führt. Es wird unterschätzt, unterdiagnostiziert und unterbehandelt. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 ist betroffen. OP ist in der EU jährlich für mehr als 4 Millionen Frakturen verantwortlich, wobei Hüftfraktur der häufigste Typ ist. Das bedeutet mehr als 40 Milliarden Euro an Gesundheitsfürsorgekosten, von denen weniger als 5% für die Prävention ausgegeben werden. Neben Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist dies eine der wichtigsten Herausforderungen für die Gesundheitsfürsorge in den nächsten Jahrzehnten. Insbesondere in Niederösterreich belastet dies allein das Gesundheitssystem mit schätzungsweise 200 Millionen Euro pro Jahr. Die frühe Diagnostik des OP ist für die Frakturprävention unerlässlich. Dies wiederum erhöht die Lebensqualität des Patienten und senkt die Gesundheits- und Sozialkosten. Die Knochendichte wird als Prädiktor für das Risiko osteoporotischer Frakturen verwendet. Es wird mit DEXA gemessen und mit einem abgeleiteten T-Score diagnostiziert. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass solche Messungen der Densitometrie ungenau und unzureichend sind. Beispielsweise treten mehr als 50% der OP-Frakturen bei Patienten auf, die nach dieser Methode als "geringes Risiko" betrachtet werden, und 15% der Patienten werden wegen ihres "hohen Risikos" falsch behandelt. Eine Verbesserung dieser Situation erfordert (a) bessere Screening-Techniken, (b) mehr Screening und (c) verbesserte Diagnosewerte. Ziel dieses Projektes ist es, die Diagnose-Tools für Osteoporose zu verbessern. Knochenbrüche treten aufgrund von Überlastung und / oder verringerter Belastungsresistenz aufgrund von Knochenverlust auf. Die Finite-Elemente-Analyse (FEA) -Simulation ist eine nicht-invasive numerische Methode, mit der die individuelle Knochenstärke in vivo basierend auf DEXA- oder Quantitative Computed Tomography-Bildern (QCT) geschätzt werden kann. Geometrische, strukturelle und Materialeigenschaften werden aus Bildern berechnet und mit typischen physiologischen Belastungsbedingungen kombiniert, einschließlich Größe, Richtung und Häufigkeit der Belastung. Die Genauigkeit des Modells ergibt sich aus der guten Kenntnis all dieser Parameter. Die FEM-basierte Knochenstärke kann die Diagnose, Bewertung und Überwachung von Osteoporose effektiv verbessern. Trotz des im letzten Jahrzehnt erzielten erheblichen Fortschritts müssen diese Vorhersagen durch Verbesserungen der Bildgebung, mechanischen Tests und Simulationstechniken noch erheblich verbessert werden, um ihre klinische Verwendung zu rechtfertigen.

  • AQUASAFE

    Wasserqualitätsmonitoring der Zukunft - Genetische Fäkalmarker zur Detektion und Herkunftsbestimmung fäkaler Spurenbelastungen

    • Projektnummer: SC15-016
    • Projektleitung: Andreas Farnleitner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Bioanalytik und Agro-Metabolomics, Technische Universität Wien / Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften, EVN Wasser GmbH
    • Projektlaufzeit: 40 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Die Diagnostik genetischer Fäkalmarker besitzt das Potential die Wasseranalytik zu revolutionieren. Richtungsweisende Anwendungen sind bis Dato vor allem im Qualitätsmanagement von Bade- und Freizeitgewässern sowie Aquakulturen durchgeführt worden. Die Möglichkeiten und das Potential solcher Verfahren zur Überwachung von Trinkwasserressourcen im Rahmen von Wassersicherheitsplänen sind kaum untersucht. Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt evaluiert den Status sowie weitere notwendige Entwicklungsschritte zur Anwendung genetischer Fäkalmarker im Rahmen von Wassersicherheitsplänen. Genetische Fäkalmarker besitzen das Potential die gegenwärtige Standardmethode zum Nachweis fäkaler Spureneinträge - basierend auf den Fäkalbakterien E.coli und Enterokokken - signifikant zu erweitern. Genetische Fäkalmarker erlauben die Herkunftsbestimmung potentieller fäkaler Einträge in das Wasser, sowie die Brückenbildung zwischen den Standardmethoden der fäkalen Analytik und der mikrobiellen Risikoabschätzung. Eine ausreichend hohe fäkale Sensitivität als auch Spezifität für die zu detektierenden Fäkalquellen ist dafür wesentliche Voraussetzung. Eine neue Strategie zur Erreichung der notwendigen Leistungscharakteristik, basierend auf einer Kombination bakterieller und mitochondrieller genetischer Marker, wird für dieses Forschungsprojekt vorgeschlagen. Das Konzept wird anhand wichtiger Fäkalquellen, repräsentativer Wasserressourcen in Niederösterreich, sowie bedeutender Desinfektionsmethoden evaluiert. Die Untersuchungen werden mit den derzeitigen Standardmethoden zur Bestimmung fäkaler Einträge sowie zur generellen Charakterisierung der mikrobiologischen Wasserqualität verglichen. Spezifische chemische Parameter werden auf ihre Eignung hin zur Unterstützung der Anwendung genetischer Fäkalmarker einbezogen. Der Bereich „Intelligente Indikationssysteme und Diagnostik“ wurde als einer von drei Schwerpunktthemen, im Zuge der FTI Strategie 2020 des Landes Niederösterreich, für das Themenfeld Wasser ausgewählt. Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt trägt inhaltlich somit direkt zur Umsetzung der Forschungsstrategie des Landes bei. Darüber hinaus stimuliert das Projekt zukunftsträchtige Forschungsaktivitäten zwischen der neu gegründeten Karl Landsteiner Universität in Krems, dem renommierten Analytikzentrum IFA Tulln, sowie dem Interuniversitären Kooperationszentrum Wasser & Gesundheit. Die EVN Wasser GesmbH, der größte Wasserversorger Niederösterreichs, ist ebenfalls in das Projekt eingebunden. Das translationale Forschungsprojekt kann daher als wesentlicher Beitrag international sichtbarer Wasserforschung mit praktischen Problemstellungen eines führenden Wasserversorgers im Bereich der Sicherung, Überwachung und des nachhaltigen Managements der Trinkwasserversorgung verstanden werden. Die gewonnene Expertise wird zu einer weiteren Stärkung der führenden Rolle der Wasserforschung und Wasserwirtschaft Niederösterreichs im Donauraum beitragen.

    AQUASAFE (PDF)
  • Psychologische und psychodynamische Aspekte der religiösen Erfahrung im Bezugsrahmen der Abrahamitischen Religionen

    Psychologische und psychodynamische Aspekte der religiösen Erfahrung im Bezugsrahmen der Abrahamitischen Religionen

    • Projektnummer: K3-F-730/001-2017
    • Projektleitung: Patrizia Giampieri-Deutsch, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychodynamik
    • Projektlaufzeit: 60 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Die psychologischen und psychodynamischen Untersuchungen der religiösen Erfahrung stellen eine Wissenschaft des menschlichen Verhaltens und der menschlichen Erfahrung dar, sodass die religiöse Erfahrung als spezifisch menschliches Erlebnis von den Methodologien der psychodynamischen Psychotherapieforschung adressiert werden kann. Die daraus forschungsgenerierten Maimonides Lectures stellen mit Symposien und Keynote Lectures eine mutuelle Befruchtung zwischen Abrahamitischen Religionen und Wissenschaften vor. Im Geist des Arztes, Philosophen und Gelehrten Mosche ben Maimon begegnen die Maimonides Lectures den jüdischen, christlichen und islamischen Traditionen. Damit wird ein substanzieller Beitrag zur Kultur der Inklusion der KL, welche der Aufwertung der Diversität verpflichtet ist, geleistet. Die Maimonides Lectures in Niederösterreich werden gemeinsam von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften in Österreich und der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) unter der Schirmherrschaft des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung veranstaltet und etablieren somit kooperative, nachhaltige Forschung auf Exzellenzniveau.

  • WeRELaTE

    Förderung wirksamer institutioneller Modelle hin zu zusammenhängendem Lehren, Lernen, Forschen und Schreiben.

    • Projektnummer: COST15221
    • Projektleitung: Alison Farrell, Maynooth Universität
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Stabstelle Forschung
    • Projektlaufzeit: 38 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Diese Aktion befasst sich mit der Herausforderung, Synergien zwischen immer stärker spezialisierten und zentralisierten Unterstützungsmaßnahmen für vier wichtige Tätigkeiten der Hochschulbildung - Forschung, Schreiben, Lehren und Lernen - zu schaffen. In vielen Institutionen wächst die zentrale Unterstützung für diese vier Bereiche immer wieder auf reaktive und nicht auf strategische Weise in Form von sich teilweise überschneidenden Programmen oder Aktivitäten, Zentren, Instituten und anderen Einheiten. Dieses reaktionsschnelle Wachstum, das häufig von externen Kräften beeinflusst wird, kann dazu führen, dass die Ziele, Strukturen und Dienstleistungen dieser zentralen Unterstützungen nicht optimal sind. Was zum Erfolg, zur Produktivität und zur Qualität der Ergebnisse über Forschung, Schreiben, Lehren und Lernen beiträgt, kann ebenfalls stillschweigend, schlecht definiert oder sogar unsichtbar bleiben. Unsere Aktion befasst sich mit dem Mangel an professionellen Gesprächen und Forschungen im gemeinsamen Bereich der Unterstützung und Entwicklung dieser vier Bereiche. Ein solcher Dialog und diese Forschung, über die Einheiten und Institutionen hinweg, wird die Schnittstellen beleuchten und zur institutionellen Transformation beitragen, die auf komplementären, kohärenten und integrierten Angeboten beruht.

  • Personalisierte Diagnostik

    Innovative personalisierte Diagnostik zur Überwindung schwerer Nebenwirkungen von Protein-Therapeutika

    • Projektnummer: LSC16_008
    • Projektleitung: Peter Allacher, IMC FH Krems / Angewandte Bioanalytik und Wirkstoffentwicklung
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Therapeutische Proteine spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung einer Reihe schwerer Erkrankungen, wie Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Metabolische Erkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen. Der Markt für therapeutische Proteinen betrug fast $174.7 Milliarden im Jahr 2015 und wird etwa $ 248.7 Milliarden im Jahr 2020 erreichen. Die meisten therapeutischen Proteine haben eine geringe intrinsische Toxizität und zeichnen sich durch gute therapeutische Wirksamkeit aus. Ein wesentliches Problem für die Aufrechterhaltung von Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapeutika sind aber ungewollte Immunreaktionen, die einige Patienten, die mit therapeutischen Proteinen behandelt werden, entwickeln. Ungewollte Immunreaktionen, insbesondere spezifische Antikörper, können Therapeutika unwirksam machen oder schwere Nebenwirkungen verursachen, wie beispielsweise anaphylaktische Reaktionen oder Autoimmunpathologien. Gegenwärtig gibt es keine diagnostischen Methoden, um die Entwicklung dieser pathologischen Antikörper in Patienten vorherzusagen. Die frühzeitige Diagnose von Antikörpern, die sich noch im Stadium der Entwicklung befinden, würde eine frühe therapeutische Immunintervention ermöglichen, die die Entwicklung pathologischer Antiköper verhindert. Ein prominentes Beispiel für pathologische Antikörper gegen therapeutische Proteine sind neutralisierende Antikörper gegen den Gerinnungsfaktor VIII (FVIII), die sich im Verlauf der Behandlung von Hämophilie A Patienten mit FVIII Produkten entwickeln. Die Antikörper heben die biologische Aktivität der FVIII Produkte auf und können schwere Blutungskomplikationen verursachen. Im vorliegenden Projektantrag schlagen wir grundlegende Forschungsarbeiten vor, mit denen eine wichtige Wissenslücke im gegenwärtigen Verständnis der Eigenschaften und der Entwicklung pathologischer Antikörper gegen FVIII in Patienten mit schwerer Hämophilie A geschlossen werden könnte. Wir wollen neuartige Daten generieren zum zeitlichen Verlauf der frühen Antikörperentwicklung, insbesondere zum Zusammenhang von Epitopspezifität (Proteinepitope versus Kohlenhydrahtepitope), Affinität, Isotype/IgG Subklasse und funktionaler Aktivität der Antikörper,die sich in Patienten entwickeln, die FVIII Produkte erhalten. Die einmalige Möglichkeit, Grundlagenforschung und Probenanalyse aus einer klinischen Studie miteinander zu verbinden, eröffnet uns die Möglichkeit, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in einer klinischen Anwendung zu testen. Die Ergebnisse dieses Projekts werden die wissenschaftliche Basis für die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren bilden, beispielsweise für die Entwicklung eines FVIII-spezifischen Mikroarrays. Neue Verfahren für die frühe Diagnostik werden Klinikern helfen, die Entwicklung ungewollter Immunreaktionen gegen FVIII patienten-spezifisch zu beurteilen und daraufhin personalisierte Behandlungsmöglichkeiten einzusetzen, die die Wirksamkeit gegenwärtiger Therapien verbessern.

  • Irreduzibilität

    Die Irreduzibilität der subjektiven Erfahrung

    • Projektnummer: SC16_025
    • Projektleitung: Patrizia Giampieri-Deutsch, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychodynamik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Das Dissertationsprojekt klärt ontologische Fragen rund um das Leib-Seele, sodass ein solider begrifflicher bzw. wissenschaftsphilosophischer Rahmen, der ein breites Spektrum unterschiedlicher Forschungsergebnisse integriert, zur Verfügung steht. Im Vordergrund steht dabei, das in der kausalen Struktur der physikalischen Welt schwer erklärbare Phänomen der mentalen Prozesse wissenschaftlich zu fassen. Anschließend wird untersucht, wie mentale Prozesse die Bezugnahme auf andere Subjekte, auf intramentale Prozesse und auf nicht-mentale Gegebenheiten und Prozesse realisieren. Im Fokus stehen die Grundlagen von Wahrnehmungsprozessen und die Frage, was eine Erfahrung überhaupt zu einer Erfahrung macht zwar unter besonderer Berücksichtigung ihrer qualitativen und phänomenalen Aspekte. Eine Untersuchung der subjektiven Erfahrung, vor allem mit Blick auf die therapeutische Beziehung, wird damit auf ein gesichertes Fundament gestellt und eröffnet so die Möglichkeit neuer Erkenntnisse zur Grundlagenforschung der Medizin, den Gesundheitswissenschaften und den Humanwissenschaften.

  • MFSD1 Transporter

    Die Funktion von MFSD1 während der Metastasierung von Tumoren

    • Projektnummer: LSC16_021
    • Projektleitung: Daria Siekhaus, IST Austria
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin I (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.08.2017

    Hintergrund

    Für 90% der Todesfälle unter Tumorpatienten ist Metastasierung verantwortlich, die damit eine große Hürde darstellt das Überleben von Krebspatienten sicherzustellen. Um zu metastasieren, müssen Tumorzellen aktiv migrieren und Blutgefäße durchqueren, doch wie diese Prozesse reguliert werden, ist bisher großteils ungeklärt. Im Labor von Dr. Daria Siekhaus wurde ein neuer Transporter, CG8602, entdeckt, der in der invasiven Migration von Drosophila Makrophagen in das embryonale Keimblatt eine wichtige Rolle spielt. Bisher gesammelte Daten deuten darauf hin, dass CG8602 für die Glykosylierung und Stabilität der Proteine, die die Invasion ins Gewebe limitieren, eine entscheidende Rolle spielt. So scheint CG8602 für die Anreicherung von T-Antigen an der Oberfläche von ins Keimblatt migrierenden Makrophagen verantwortlich zu sein. Tatsächlich findet sich auch in Vertebraten ein Zusammenhang
    zwischen erhöhtem T-Antigen Level auf Tumorzellen und verstärkter Metastasierung, während T-Antigen neutralisierende Antikörper Metastasenbildung reduzieren konnten. Dies weckte unser Interesse T-Antigen Regulation durch CG8602 auf Metastasenbildung in Vertebraten zu übertragen. Für diesen Zweck hat Dr. Siekhaus Dr. Marko Roblek, der umfassende Erfahrung im Feld der Metastasenbildung in Mäusen vorweisen kann, als Post-Doc angestellt. Dieses Forschungsstipendium soll sein Gehalt, sowie Materialkosten decken und ihm erlauben Experimente durchzuführen, die die Grundlage für den Aufbau seiner eigenen unabhängigen Arbeitsgruppe bilden sollen. Das Ortholog von CG8602 in Mäusen, MFSD1, ist hoch konserviert und Teil der solute carrier superfamily (SLC). Da die Funktion dieses Protein noch gänzlich unbekannt ist, wollen wir die Rolle von MFSD1 während Metastasierung analysieren. Wir wollen Interaktionspartner von MFSD1 identifizieren und den Einfluss von MFSD1 auf Glykosylierung und Stabilität von Proteinen, sowie deren Auswirkungen auf Tumorzell-Invasion untersuchen. Um die Bedeutung von Glykosylierung von Tumorzellen während Metastasierung zu entschlüsseln, werden wir eine umfangreiche Untersuchung von Zelloberflächenproteinen, Signaltransduktionswegen und transkriptioneller Kontrolle von Zellmigration durchführen. Durch die Zusammenarbeit mit Dr. Wiesholzer und Dr. Kitzwögerer von der Abteilung für Innere Medizin, KLU Universität St. Pölten, ist es uns möglich unsere Resultate auf klinische Relevanz zu überprüfen. Wir werden Tumorzellen von Krebspatienten auf die Menge und Lokalisation von MFSD1 untersuchen und die Ergebnisse mit dem Krankheitsverlauf in Korrelation bringen. Da unsere Daten suggerieren, dass wir einen evolutionär hoch konservierten Mechanismus untersuchen, freuen wir uns schon darauf, die Ergebnisse aus Drosophila auf Metastasenforschung in Vertebraten zu übertragen. Mit der vorgeschlagenen Arbeit wollen wir das Fundament für das Verständnis eines neuen Gens, das in Vertebraten invasive Migration und Metastasierung reguliert, schaffen.

  • M3dRES

    Additive Herstellung für die medizinische Forschung

    • Projektnummer: FFG858060
    • Projektleitung: Francesco Moscato, Medizinische Universität Wien / Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik
    • Projektpartner: ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.05.2017

    Hintergrund

    Das M3dRES-Projekt zielt darauf ab, eine einzigartige Infrastruktur für den 3D-Druck für die medizinische Forschung in einem stark interdisziplinären Umfeld zu schaffen.
    M3dRES bietet wichtige Instrumente für die personalisierte Patientenbehandlung, für die Verbesserung der Bildgebung in der Medizin, für die Beschleunigung des Tissue Engineering und der regenerativen Medizin sowie für die Modernisierung der aktuellen medizinischen Ausbildung.

  • Biomarker für Melanomfrüherkennung

    Kompartment-spezifische Analyse zirkulierender Nukleinsäuren zur optimierten Detektion von Tumoren in Melanompatienten

    • Projektnummer: LSC15_020
    • Projektleitung: Jörg Burgstaller, Universität für Veterinärmedizin Wien / IFA Tulln (VetMed)
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten (UK St. Pölten), Universität für Veterinärmedizin Wien / Klinische Abteilung für Pferdechirurgie
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.05.2017

    Hintergrund

    Biomarker als Indikatoren für die Art und den Beginn einer Behandlung sowie deren Verlauf gewinnen im Rahmen des klinischen Tumormanagements derzeit stark an Bedeutung. Tumorbiomarker sind Krebs- oder Patienten-stämmige Faktoren, die das biologische Verhalten eines Tumors, das heißt, den Verlauf einer Krebserkrankung widerspiegeln und deshalb auch als prognostische Marker zum Einsatz kommen. Kutane maligne Melanome sind hochgradig aggressive, metastasierende Tumoren die aus den Pigmentzellen der Haut, so genannten Melanozyten, hervorgehen. Obwohl die Häufigkeit von Melanomerkrankungen und die damit verbundene Mortalität stetig ansteigen, ist es nach wie vor unmöglich, das metastatische Verhalten von Melanomen in Patienten vorherzusagen. In den letzten fünf Jahren finden so genannte "Flüssigbiopsien" zunehmende Beachtung. Man versteht darunter den Gewinn wertvoller Informationen zum Tumorgeschehen durch eine Nukleinsäure(NA)-basierende Analyse von Blutproben. Man weiß heute, dass im Blut tumorstämmige NAs in drei verschiedenen Kompartimenten anzutreffen sind, und zwar intrazelluläre NAs in disseminierten Tumorzellen, NAs in extrazellulären Vesikeln und frei im Plasma zirkulierende, eiweiß-gebunde NAs (cfNA), wobei die beiden letzten Formen in weit größeren Mengen vorhanden und darum zugänglicher sind. Derzeit ist die klinische Anwendung blut-basierender Tumortests und –Überwachungsmethoden noch auf Patienten mit progressiver (metastatischer) Tumorerkrankung beschränkt. Basierend auf der Hypothese, dass eine Kompartiment-spezifische NA-Analyse wesentlich zur Verbesserung blut-basierender Tumortests im Vergleich zu holistischen Ansätzen beitragen kann, wird in der vorgeschlagenen Studie darauf abgezielt, die Kompartimentierung tumorstämmiger, im Blut vorhandener NAs auszuschöpfen, um eine neuartige Strategie zum hochsensitiven, blut-basierenden Nachweis und zur Überwachung von Melanomerkrankungen und früher Metastasen zu etablieren.

  • Toxikokinetik von Quecksilber in der Plazenta

    Die Toxikokinetik von Quecksilber in der humanen Plazenta: Zusammenhang zwischen Genotyp und Phaenotyp in gesunden und kranken Plazenten

    • Projektnummer: LSC15_014
    • Projektleitung: Hans Salzer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK Tulln)
    • Projektpartner: Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Genetik, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 45 Monate ab 01.12.2016

    Hintergrund

    Eine normale Funktion der Plazenta ist entscheidend für die optimale Entwicklung des Fetus. Die Ätiologie der Plazenta-Dysfunktion ist multifaktoriell und beruht auf Gen-Umwelt-Interaktionen. Plazenta-Dysfunktionen sind die Ursache zahlreicher Schwangerschaftskomplikationen, darunter Gestationsdiabetes (GDM), Prä-Eklampsie (PE) und Intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR). Wir beabsichtigen einen spezifischen Aspekt der Reproduktionstoxikologie zu untersuchen, die Toxikokinetik von Quecksilber in gesunden und kranken (GDM, PE, IUGR) Plazenten. Ausgehend von Vordaten zu den hierbei involvierten Kandidatenproteinen/-genen, möchten wir nun die Rolle und Funktion der Proteine in gesunden und kranken Plazenten vergleichen. Wir vermuten, dass sich die Quecksilber-Toxikokinetik in der dysfunktionalen Plazenta deutlich von jener in der gesunden Plazenta unterscheidet. In unseren Voruntersuchungen haben wir festgestellt, dass Proteine, die in die Quecksilber-Toxikokinetik involviert sind, in der Plazenta unterschiedlich stark exprimiert sind. Unsere Hypothesen sind: 1) Sequenzvariationen in den entsprechenden Genen beeinflussen die Proteinlevel und damit auch die Toxikokinetik von Quecksilber in der humanen Plazenta, 2) der genetische Hintergrund zur Quecksilber-Toxikokinetik unterscheidet sich signifikant in gesunden und dysfunktionalen Plazenten. Die Plazenta eignet sich hervorragend für die Untersuchung von Genotyp-Phänotyp-Assoziationen, da sie einfach verfügbar ist, Proteinexpression und -funktion gut messbar sind und sich auch primäre Zellen daraus gewinnen lassen. Methyl-Quecksilber (MeHg) betrachten wir als Modellsubstrat, da auch Aminosäuren oder Krebsmedikamente zumindest teilweise dieselben Wege der Aufnahme, Metabolisierung und Ausscheidung gehen. Die neu gewonnenen Erkenntnisse werden also nicht nur für das Gebiet der Reproduktionstoxikologie relevant sein. Drei Gruppen von Proteinen, die in die Quecksilber-Toxikokinetik involviert sind, spielen auch in Plazentadysfunktionen eine Rolle. Zu ihnen zählen die System L Aminosäuretransporter (beeinflussen vermutlich direkt das intrauterine Wachstum), Enzyme des antioxidativen Glutathion(GSH)-Systems (PE ist mit oxidativem Stress assoziiert) und Efflux-Transporter aus der Familie der ABC-Transporter (sind vermutlich in GDM, PE und IUGR involviert). Wir schlagen sechs Proteine (LAT1, b0,+, GGT1, GSTA1, MRP1, MRP3) für die Untersuchung vor. Wir möchten in der vorliegenden Studie untersuchen, ob 1) der Einfluss, den diese Proteine auf die Quecksilber-Toxikokinetik haben, ein direkter Einfluss ist. Nachdem dies experimentell bestätigt ist, werden wir 2) jene genetischen Varianten bestimmen, die einen signifikanten Zusammenhang auf Proteinexpression und Quecksilbergehalte in gesunden und dysfunktionalen Plazenten haben.

  • CSPG4

    Die Rolle des Chondroitinsulfat Proteoglycan 4 bei der Entstehung von Multidrug-Toleranz in Melanomzellen

    • Projektnummer: LSC15_007
    • Projektleitung: Christine Hafner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten (UK St. Pölten)
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Pathologie (UK St. Pölten), Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Pathologie (UK Krems), Medizinische Universität Wien / Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, University of Queensland / Dermatology Research Centre
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.11.2016

    Hintergrund

    Das maligne Melanom ist die häufigste Ursache von Hautkrebs-assoziierten Todesfällen. Trotz der Fortschritte im Verständnis um die Biologie dieser Erkrankung bleibt es ein signifikantes klinisches Problem. Das Melanom ist häufig mit einer aktivierenden Mutation im BRAF Gen an der Aminosäureposition 600 assoziiert, was zu einer unkontrollierten Aktivierung des MAP-Kinase Signalwegs führt und in der Folge in einer Zunahme der Zellproliferation und Migration resultiert. Obwohl BRAF und MEK Inhibitoren gezeigt haben, dass sie sehr effektiv das Wachstum von BRAFV600 mutierte Melanomen hemmen können, kommt es häufig zum Auftreten von Resistenz-assoziierten, sekundären Mutationen, welche in der Folge alternative Signalwege aktivieren. Wir haben vor kurzem über den Einfluss von Chondroitin Sulfate Proteoglycan 4 (CSPG4)-spezifischen Antikörpern auf den antiproliferativen Effekt von Vemurafenib berichtet. Diese Daten implizieren, dass dem Tumor-Mikroenvironment eine wesentliche Rolle zukommt, wenn es darum geht den Einfluss von CSPG4-spezifischen Antikörpern auf die Migration und Invasion zu untersuchen.Hierbei ergaben sich erstmalig Hinweise dafür, dass CSPG4 bei der phenotypischen Plastizität und bei der Entstehung eines transienten, drug-resistenten Zustands von Melanomzellen von Bedeutung sein könnte. Zentral für das Modell der stress-induzierten Drug-Toleranz sind sogenannte induced-drug tolerant cells (IDTCs), welche sich zu multi-drug resistenten Zellen weiterentwickeln. Diese können Zellkolonien formen, bei denen die Zelladhäsion eine wesentliche Rolle spielt. Auf diesen Erkenntnissen, basiert nun unsere Hypothese, dass anti-CSPG4 spezifische Antikörper die Formation von IDTCs verhindern oder verzögern können, wenn sie mit Therapiestandards wie BRAF- und MEK-Inhibitoren kombiniert werden. In diesem Projektantrag wollen wir diese Hypothese in in-vivo und in in-vitro Melanom-Modellen untersuchen, die Veränderungen auf Ebene der Protein- und Genexpression beschreiben sowie diese experimentellen Daten an Tumorproben von humanen Melanometastasen bestätigen. Die Entstehung von IDTCs mit anti-CSPG4 spezifischen Antikörpern zu unterbinden oder zu verlangsamen könnte ein wesentlicher Schritt bei der Verhinderung einer Resistenzentstehung sein.

    CSPG4 (PDF)
  • Phagen in der Antibiotikaresistenz

    Die Bedeutung einer über Phagen induzierten Transduktion für den Erwerb und die Persistenz von Antibiotikaresistenzen

    • Projektnummer: LSC14_006
    • Projektleitung: Friederike Hilbert, Universität für Veterinärmedizin Wien / Institut für Fleischhygiene, Fleischtechnologie und Lebensmittelwissenschafen
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 42 Monate ab 01.03.2016

    Hintergrund

    Nosokomiale Infektionen verursacht durch antibiotikaresistente Bakterien stellen ein globales Gesundheitsproblem dar. Die Verbreitung von multiresistenten Mikroorganismen multipliziert diese Problematik, trotz zahlreicher Gegenmaßnahmen und modernster Spitalshygiene. Dies zählt weltweit zu den größten Herausforderungen im öffentlichen Gesundheitssektor und wurde auch kürzlich durch die Veröffentlichung eines Strategiepapiers des Weißen Hauses "National Strategy for Combating Antibiotic Resistant Bacteria (CARB)" thematisiert. Die horizontale Ausbreitung der Antibiotikaresistenz zwischen verschiedenen Bakterien ist für eine Resistenzentwicklung während einer Therapie, aber auch für den Resistenzerwerb in der Umwelt und für die genetische Evolution von Bakterien von Bedeutung. Um Strategien gegen den horizontalen Austausch von Resistenzgenen zu finden, fehlt es an grundlagenorientierten Forschungsergebnissen. Nach derzeitigem Wissensstand basiert eine Übertragung von Antibiotikaresistenzen hauptsächlich auf konjugativen Plasmiden oder Transposons. Ein möglicher Weg der Transduktion durch Bakteriophagen wird derzeit vernachlässigt. Wie kürzlich nachgewiesen, könnte der Transduktion spezifischer Resistenzgene mittels Phagen eine bedeutende Rolle beim Erwerb von therapeutisch relevanten Antibiotikaresistenzen zukommen. Mit Hilfe dieses Transfermechanismus könnten bisher ungeklärte Fragen zum Thema Verbreitung und Erscheinen von antibiotikaresistenten Bakterien beantworten werden. Die Arbeitshypothese dieses Forschungsvorhabens geht davon aus, dass die Phagentransduktion von Antibiotikaresistenzen im medizinischen Umfeld real vorkommt und Implikationen für die menschliche Gesundheit nach sich zieht. Das Projekt untersucht daher im medizinisch-klinischen Umfeld die Bedeutung der Transduktion für die Resistenzbildung von bedeutenden nosokomialen Krankheitserregern wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus. Antibiotikaresistenz-transferierende Phagen werden isoliert, charakterisiert, der Transfermechanismus und seine Bedeutung für die tatsächliche Resistenzentwicklung werden analysiert. Letztlich werden transduzierte Bakterien auf die Fähigkeit zur Phagen-Transmission und auf ihre Virulenzeigenschaften hin erforscht. Dies soll helfen neue Strategien gegen eine Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu finden.

  • NRF2 Melanom

    Die Rolle von NRF2 in der Melanomprogression - Einsichten in die Mechanismen der Metastasierung

    • Projektnummer: LSC14_007
    • Projektleitung: Harald Hundsberger, IMC FH Krems
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten (UK St. Pölten), Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Genetik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.03.2016

    Hintergrund

    Das Melanom verursacht nur 4% aller Hautkrebsarten und ist jedoch für eine Sterblichkeit von 79% der Betroffenen verantwortlich. Außerdem ist das Melanom die häufigste Krebserkrankung unter jungen Menschen. Obwohl bereits große Erfolge durch z.B. B-raf Inhibitoren errungen wurden, kann oft nur lebensverlängernd eingegriffen werden und Erkrankte versterben aufgrund einer Resistenzentwicklung. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass metastasierende Melanomzellen einen stark erhöhten Stoffwechselumsatz haben, welcher für Zellwachstum notwendig ist. Dadurch besteht auch ein erhöhter Bedarf an Reduktionsäquivalenten, um die Homöostase der Zellen aufrecht zu erhalten. Der hohe Metabolismus, und die daraus resultierende erhöhte Bildung von Sauerstoffradikalen kann deshalb als die „Achillesferse“ von Melanomzellen betrachtet werden. Ein Hauptregulator für die zelluläre Stressantwort ist der Transkriptionsfaktor NRF2. Dieser Faktor spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Zellen gegen Sauerstoffradikale und gegen xenobiotischen Stress. Deshalb könnte die Blockade von NRF2 die Sensitivität gegen Sauerstoffradikale wiederherstellen und damit die Zellen in Apoptose treiben. Dieser Mechanismus könnte auch die Resistenzentwicklung in metastasierendem Melanom unterdrücken, oder auch Signalmechanismen blockieren, welche tumorassoziierte Endothelzellen aktivieren. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass Standardchemotherapeutika gemeinsam mit Stoffen, welche die Detoxifizierung von Sauerstoffradikalen inhibieren, die Effektivität der Behandlung gegen das metastasierende Melanom potenzieren. Wir werden modernste CRISP Technologie nutzen, gemeinsam mit pharmakologischen Inhibitoren, um die NRF2 induzierten Mechanismen im Melanom und in melanomassoziierten Endothelzellen aufzuklären. Außerdem werden wir die neu gewonnen Erkenntnisse in die Klinik transferieren, indem wir mit Ärzten kooperieren, welche ständig Melanompatienten behandeln. Wir glauben daher, dass die Inhibierung der Anti-oxidativen Antwort ein effektiver Beitrag zur Bekämpfung des metastasierenden Melanoms sein wird.

  • Gehörswiederherstellung

    Gehörswiederherstellung in der Zukunft - Nutzung des efferenten Systems

    • Projektnummer: LSC14_027
    • Projektleitung: Georg Mathias Sprinzl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (UK St. Pölten)
    • Projektpartner: Medizinische Hochschule Hannover / Biomaterial Engineering, CEST
    • Projektlaufzeit: 37 Monate ab 01.02.2016

    Hintergrund

    Hochgradige Schwerhörigkeit und Taubheit (1,7 % der Gesamtbevölkerung) führen zu sozialer Abkapselung, Arbeitsunfähigkeit und begünstigen frühe Demenz. Hörgeräte und Cochlea Implantate (CI) bringen hier Hilfe, beseitigen die sozioökonomischen Effekte aber nur zum Teil. Der Grund liegt im Ausfall der sog. „Cocktailparty-Fähigkeit“, mit der ein gesunder Hörender Umgebungsgeräusche ausblenden bzw. sich in einem Stimmengewirr auf einen Sprecher konzentrieren kann. Diese Datenverarbeitung findet sich nicht im Cortex, sondern dieser steuert aktiv eine Filterung im Hörorgan (Cochlea) über eine abwärts führende mehrstufige, efferente Regelung. Trotz aller Signalverarbeitung in Hörgeräten und CI kann diese unbewusste Regelung nur schwer nachgeahmt werden und ihre Bedienung vom Patienten bleibt wegen Umständlichkeit, fast unbenutzt. Was fehlt, ist das technische Schließen des erweiterten Regelkreises aus Cochlea, Cortex und Hörhilfe/CI.Mit Brain-Computer-Interfaces (BCI) könnte der Anschluss des Cortex oder darunterliegende Stationen der auditorischen Efferenz an Hörhilfen in Zukunft möglich werden, wenngleich dazu umfassende Kooperationen von Audiologen, Neurochirurgen, Elektrophysiologen, Elektrodenentwicklern, modellierenden Neuro- und Kognitionswissenschaftlern nötig sind. Das Universitätsklinikum St. Pölten (UKStP) der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften empfiehlt sich als Initiator eines Roadmappings, welches den Kenntnisstand in die Lehre aufnimmt, für den Anwendungsfokus auswertet und einen Konsens an Herausforderungen und Meilensteinen kommuniziert.
    Neben diesem langfristig wirkenden Ansatz ist in ersten, kleineren Experimenten zu zeigen, dass eine efferente Regelung funktionieren kann. Versuche im Rahmen laufender Tierexperimente und an frisch versorgten CI Patienten erlauben es, einfachere Zugänge zum efferenten auditorischen System zu testen (Compound Action Potentials CAP, tonotope Aktionspotentiale im sensing CI Modus und EEG-Ableitungen). Ein Erfolg würde einen versuchsweisen Schluß der efferenten Regelung mit Patienten an Research CI Umgebungen erlauben, wobei die Patienten die Efferenz nutzen lernen – möglicherweise genauso intuitiv, wie dies mit BCI gesteuerten Gliedmaßen gelungen ist*. (*Collinger JL et al, J. Clin. Trans. Science (2014) 7, 1, 1752-8062)

  • Tumorkachexie

    Metabolische Charakterisierung chronischer Entzündungszustände wie metabolisches Syndrom und Tumorkachexie

    • Projektnummer: LSC14_021
    • Projektleitung: Martin Pecherstorfer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin 2 (UK Krems)
    • Projektpartner: IMC FH Krems / Angewandte Bioanalytik und Wirkstoffentwicklung, Universität Wien / Institut für Analytische Chemie, Medizinische Universität Graz / Core Facility Mass Spectrometry, Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Statistik, Krankenhaus Rudolfstiftung / Karl Landsteiner Institut für Adipositas und Stoffwechselerkrankungen
    • Projektlaufzeit: 54 Monate ab 01.02.2016

    Hintergrund

    Das Krankheitsbild des Metabolischen Syndroms (MeS) ist gekennzeichnet durch Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Insulin Resistenz und pathologische Blutfettwerte. Des Weiteren kommt es durch das Bestehen eines chronischen Entzündungszustandes im Fettgewebe zu Veränderungen im Lipidmetabolismus der Fettzellen. In der Folge führt dies zu einer gestörten Aufnahme, Ablagerung und Freisetzung von Lipiden und freien Fettsäuren. Interessanterweise sind im Blutplasma von Patienten mit Tumor-Kachexie (CaC) Lipid-und Entzündungsmarker ähnlich wie beim Metabolischen Syndrom erhöht. Tumorkachexie (CaC) ist die Bezeichnung für eine Stoffwechselstörung, die als Folge einer Krebserkrankung auftritt. Diese Störung führt bei den Patient_innen zu einer Auszehrung – Kachexie – und Abmagerung.
    Für die Forschung resultieren daraus zwei wichtige Fragen: Was sind die pathophysiologischen Prozesse beim Metabolischen Syndrom und der Tumor-Kachexie? Gibt es einen gemeinsamen biologischen Marker für die pathophysiologischen Prozesse beim Metabolischen Syndrom und der Tumor-Kachexie?

  • OsteoSim

    Computersimulationsmodelle zur Osteoporose Früherkennung

    • Projektnummer: FFG850746
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektpartner: Donau Universität Krems / Department of Regenerative Medicine, Braincon GmbH&CoKG, Technische Universität Wien / Institut für Leichtbau und Struktur-Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2015

    Hintergrund

    Osteoporose ist eine weit verbreitete Alterserkrankung des Knochens. Die Ursache für eine Osteoporose Erkrankung liegt meist in einer hormonellen Veränderung. Vorwiegend betroffen sind ältere Frauen, aber auch Männer leiden zunehmend an dieser Krankheit. Die Volkskrankheit Osteoporose wird allmählich zu einem gesundheitsökonomischen Problem. Durch die Osteoporose wird nach und nach die Knochendichte verringert. Dadurch wird das gesamte Skelett biomechanisch geschwächt und es kommt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu Knochenbrüchen. Im klinischen Alltag erfolgt die Diagnose von Osteoporose bzw. generell die Abschätzung eines Frakturrisikos auf Basis von Knochendichtemessung (BMD-Messung). Laut WHO gilt ein T < –2,5 Standardabweichung als kritischer Schwellenwert für die Diagnose einer Osteoporose. Leider zeigen Ergebnisse von Studien (zB. Rotterdam-Studie3), dass bei einer Gruppe mit nichtvertebralen Frakturen lediglich 44 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer einen TWert kleiner –2,5 aufwiesen. Das finale Ziel ist es, beide Befundungen – Osteoporose und Osteoarthrose - zu kombinieren und mit neuen, validierten Bewertungsmodellen primär eine Osteoporose Differenzierung vorzunehmen, welche bessere Ergebnisse als der T-Score gibt. Als Sekundärziel werden Zusammenhänge und allfällige Wechselwirkungen beider Krankheiten aufgezeigt. Dies soll durch vier Kernforschungsaufgaben erreicht werden:
    neue Osteoporose-Bewertungsmodelle, Standardisierung von Röntgenaufnahmen, kombinierte Befundung - Zusammenhänge Osteoporose und Osteoarthrose, Validierung der neuen Osteoporose Bewertungsmodelle

    OsteoSim (PDF)
  • TIFOS

    Vollständig implantierbares faser-optisches Schallwellen-Sensorsystem für Cochlea- und Mittelohrhörhilfen

    • Projektnummer: LSC14_026
    • Projektleitung: Nikolaus Dellantoni, ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (UK St. Pölten), Niedergelassener Facharzt
    • Projektlaufzeit: 42 Monate ab 01.11.2015

    Hintergrund

    Implantierbare Hörgeräte sind seit mehr als 25 Jahren im klinischen Einsatz, wie z.B. Cochlea-Implantate (CI), Hirnstamm-Implantate (ABI), knochenverankerte Hörgeräte (BAHA) und implantierbare Mittelohrimplantate (MEI). Die größte Herausforderung für alle diese implantierbaren Systeme liegt in der mangelnder Zuverlässigkeit der implantierbaren Mikrofone, verursacht durch eine konstante Abnahme der Anfangsempfindlichkeit. Ziel des gegenständlichen Projekts ist die Entwicklung einer kontaktlosen Glasfasermesstechnik basierend auf Nieder-Kohärenz-Interferometrie zur Amplitudenmessung der Bewegung der Gehörknöchelchen, zB. Hammer oder Amboss. Der gewählte Ansatz ist physiologisch völlig gerechtfertigt, da die Schallübertragung an das Innenohr ohne Behinderung und unter Nutzung der natürlichen Verstärkungseigenschaften des Außenohrs und des Trommelfells realisiert wird. Ebenfalls werden Rückkopplungsrauschen und Signalverzerrung aufgrund der Entkopplung des Mikrofons vom Aktuator verhindert. Durch die berührungslose Methode werden die ursprünglichen Eigenschaften des akustischen Signals nicht verändert und die Gehörknöchelchenkette bleibt intakt. Der Abstand von ca. 5 mm zwischen der Sensorfaser und den Gehörknöchelchen ist auch groß genug, um eine allfällige Narbenbildung zu verhindern. Auch kann damit das System sowohl bei kleinen quasi-statischen langfristigen Bewegungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr (z.B. während der Wachstumsphase bei Kindern) als auch bei großen quasi-statischen kurzfristigen Bewegungen (z.B. bei Kaubewegungen oder bei Druckwechsel) verwendet werden. Der aktuelle Prototyp der Vorrichtung erzielt eine Empfindlichkeit von etwa 40 dB SPL und etwa 70 dB SPL im Audiofrequenzbereich, welche im Projekt nun durch Erhöhung des Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) auf etwa 30 dB SPL verbessert werden soll. Diese Verbesserung soll z.B. durch die Rauschunterdrückung von einigen Teilkomponenten, wie Lichtquelle, Glasfaser-Verbindung, Foto-Receiver, oder Gesamtsensorkonfiguration, erzielt werden. Zusätzlich wird ein neuer Algorithmus entwickelt und in einer Niedrigverbrauch-DSP eingebettet. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer prä-klinischen ex-vivo-Untersuchung validiert.

  • Freud & Lipps

    Freud, Lipps und das Problem der Empathie

    • Projektnummer: CICLO XXXI SSD M-FIL/O3
    • Projektleitung: Patrizia Giampieri-Deutsch, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychodynamik
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.10.2015

    Hintergrund

    Das Forschungsprojekt, aus welchem sowohl die Dissertation „Freud, Lipps und das Problem der Empathie“ wie auch eine Reihe Veröffentlichungen hervorgegangen sind, untersucht eine noch wenig ausgearbeitete philosophische Quelle von Sigmund Freud. Der durch neue Ergebnisse im neurowissenschaftlichen und kognitiven Feld (u.a. die Entdeckung der Spiegelneurone) vieldiskutierte Begriff der Empathie hat zu einer Wiederaufnahmen der Theorien von Theodor Lipps geführt, der unter den bedeutendsten Pionieren der Empathieforschung gesehen wird. Die geschichtswissenschaftliche Untersuchung eröffnet eine neue Lektüre der Texte von Lipps. Fünf Anhänge vervollständigen die Dissertation mit neuen Übersetzungen von Lipps´ Texten. Die Arbeit von Dr. Ivan Rotella systematisiert des weiteren vor dem Hintergrund der aktuellen Forschung den Begriff der Einfühlung bei Lipps und dessen Einfluss auf Sigmund Freud.

  • TrinkWASSER@Gebäude

    Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu der Trinkwasserqualität in Gebäuden

    • Projektnummer: FFG4952809
    • Projektleitung: Thomas Czerny, FH Campus Wien
    • Projektpartner: AIT Austrian Institute of Technology, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit, OFI - Österreichisches Forschungsinstitut, Ecoplus. Die Wirtschaftsagentur Niederösterreichs
    • Projektlaufzeit: 6 Monate ab 13.10.2014

    Hintergrund

    Im Projekt „Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu Trinkwasserqualität in Gebäuden“ werden konkrete Problemstellungen entlang der Wertschöpfungskette „Trinkwasser im Gebäude“ in einem sorgfältig zusammengestellten Unternehmenskonsortium mit WissenschaftspartnerInnen analysiert und diskutiert. Es handelt sich dabei um die vier Themenbereichen „Leitung“, „Wasseraufbereitung im Haus“, „Trinkwassererwärmung“ und „Armaturen“, wobei der Hauptaugenmerk auf der Qualitätserhaltung des Trinkwassers liegt. In moderierten Workshops werden TeilnehmerInnen aus der Wirtschaft den aktuellen Technologie-Status Quo erfahren, den wissenschaftlichen Partner sollen die Interessen und die Problemstellungen der Unternehmen nahegebracht werden. Durch Austausch ihrer langjährigen Erfahrungen werden neue Technologie- und Forschungsschwerpunkte sowie Dienstleistungen erkannt, die am Markt benötigt werden, und ein Kooperationsnetzwerk zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen langfristig aufgebaut. Wesentlich für den Erfolg dieses Qualifizierungsprojektes ist ein maßgeschneidertes, inhaltlich wie zeitlich kompaktes Curriculum, um den TeilnehmerInnen gerade in dieser Branche einen sparsamen Umgang mit ihren personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen zu ermöglichen.

  • POPP

    Prozess und Outcome in psychotherapeutischen Praxen

    • Projektleitung: Thomas Probst, Donau Universität Krems / Abteilung für Psychotherapie
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Psychotheraphie- und Beratungswissenschaften

    Hintergrund

    Der Großteil der Studien zur Effektivität von Psychotherapie wurden in Forschungsinstitutionen durchgeführt, hingegen nur vergleichsweise wenige unter klinisch repräsentativen Bedingungen. Um diese Forschungslücke zu schließen, wurden beispielsweise in Deutschland und der Schweiz in den letzten Jahren klinisch repräsentative Psychotherapie-Outcome-Studien durchgeführt. Für Österreich liegen hingegen bisher keine repräsentativen Daten zur Effektivität von Psychotherapie unter Praxisbedingungen vor.
    In der vorliegenden Studie sollen daher Einzel-Psychotherapien unter Praxisbedingungen bei niedergelassenen Psychotherapeut_innen erforscht werden. Neben der Effektivität (Outcome) wird auch der Prozess der Psychotherapie untersucht. Als Prozessvariable steht die therapeutische Beziehung im Fokus. Hier liegt ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung des Einflusses der Gender-Kombination in der therapeutischen Dyade mit den jeweiligen Besonderheiten und Risiken.
    Dazu werden ambulante Einzelpsychotherapien von erwachsenen Patient_innen, durchgeführt von ausgebildeten Psychotherapeut_innen, die in die Psychotherapeut_innen-Liste des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eingetragen sind, untersucht. In einem aufwändigen Design werden quantitative und qualitative Forschungsmethoden kombiniert. Während im quantitativen Teil mittels standardisierter Fragebögen Daten zur Forschungsfrage in ihren Dimensionen und in ihrer Breite erhoben werden, werden im qualitativen Teil insbesondere über den Ansatz der Grounded Theory und entsprechender Inhaltsanalysen der teilstrukturierten Leitfadeninterviews mit offenen Fragen selbst schwer erschließbare Nuancen und Feinschattierungen der Elemente und Dynamiken des Therapieprozesses erfasst. Jede_r der teilnehmenden Psychotherapeut_innen sollte 2-3 Patient_innen in die Studie einschließen. Die konsekutiv nächsten Patient_innen, mit denen eine Psychotherapie gestartet wird, werden von den Psychotherapeut_innen zur Studienteilnahme eingeladen (ohne Selektion nach Symptomatik, Schwere des Leidens o.ä.). Somit kann das Patientengut einer niedergelassenen Praxis in seiner Breite gut abgebildet werden.

    POPP (PDF)

Events

  1. 26 Aug

    INFO TALK Psychologie

    26. August 2020, 17:00 - 17:30
    Online Chatroom
  2. 17 Sep

    Internationales Skills Lab Symposium 2020 - ABGESAGT

    17. September 2020, 09:00 - 19. September 2020, 18:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Skills Lab, Trakt Y
  3. 18 Mär

    Internationales Skills Lab Symposium 2021

    18. März 2021, 09:00 - 20. März 2021, 18:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Skills Lab, Trakt Y