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Forschungsdatenbank

Eine Forschungsdatenbank soll künftig über alle laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekte an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften informieren.

Diese befindet sich derzeit im Status der Entwicklung.

Projekte

  • Wearables

    Experience sampling mit Wearables: Eine open-source Lösung

    • Fördergeberin / Call: FWF Der Wissenschaftsfonds
    • Projektnummer: P 31800-N38
    • Projektleitung: Stefan Stieger, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychologische Methodenlehre
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.03.2019

    Hintergrund

    Tagebücher sind allseits bekannt. Sie dienen uns um unsere täglichen Erlebnisse in unseren eigenen Worten festzuhalten und beziehen sich üblicherweise auf das am selben Tag erlebte. Tagebücher werden aber auch in der Wissenschaft eingesetzt wo Versuchspersonen ihre Erlebnisse in meist strukturierter Form (geschlossene Fragen) zu einem bestimmten Thema (z.B. Wohlbefinden) systematisch erfassen. Dabei besteht nicht nur die Möglichkeit am Ende des Tages diese Fragen zu beantworten, sondern im Prinzip zu jedem beliebigen Zeitpunkt über den Tag verteilt (sogenanntes Event- bzw. Zeit-basiertes sampling). Früher wurden diese wissenschaftlichen Tagebücher in gedruckter Form verwendet, jedoch durch den technischen Fortschritt gibt es diese mittlerweile auch digital, zum Beispiel in der Form von Persönlichen Digitalen Assistenten (sogenannte PDAs) oder Smartphones. Eine noch neuere Entwicklung scheint dabei durchaus weiteres Potential für den Einsatz in der Tagebuchforschung zu haben – die Wearables. Wearables werden momentan fast ausschließlich im Sportbereich verwendet wo sie Pulsfrequenz und Blutdruck messen, die Anzahl der Schritte zählen, oder die exakte Position via GPS bestimmen. Doch auch in der Wissenschaft wäre das Potential groß, Wearables für Datenerhebungszwecke bei Tagebuchstudien zu verwenden. Diese hätten den großen Vorteil, dass sie unscheinbar sind (wichtig bei der direkten Messung heikler Themen), kaum im Alltag stören (wichtig, wenn mehrmals am Tag gemessen werden soll/muss), und theoretisch autonom agieren können (d.h. unabhängig von Smartphones und Internet). Ziel des vorliegenden Projektes ist es, eine open-source Softwarelösung für wissenschaftliche Erhebungen zu entwickeln, welche leicht adaptierbar ist (um weitere Sensoren, Buttons, usw.), autonom funktioniert, einen geringen Stromverbrauch hat, und Daten lokal speichern kann aufbauend auf einem kostengünstigen, frei erhältlichen Development Board.

  • VIBRIO

    Eine innovative Strategie zur Quantifizierung und Vorhersage toxigener und nicht toxigener Vibrio cholerae Bakterien in natürlichen Gewässern

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2017
    • Projektnummer: LSC17_007
    • Projektleitung: Alexander Kirschner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: Technische Universität Wien / IFA Tulln Working Group Molecular Diagnostics, Amt der NÖ Landesregierung / Abteilung für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien / Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2019

    Hintergrund

    Vibrio cholerae ist ein natürlicher Bewohner von Gewässern und Erreger der Cholera. Die Cholera wird durch toxigene Stämme der Serogruppen O1 und O139 ausgelöst, nicht-toxigene Stämme (NTVC) können eine Vielzahl anderer Infektionen mit möglichem letalem Ausgang auslösen. Verursacht durch den Klimawandel kam es in den letzten 20 Jahren in Europa zu einem Anstieg von NTVC Infektionen. In Niederösterreich traten erstmals 2015 zwei extrem schwere Fälle (einer davon tödlich) auf, die mit Badeaktivitäten während einer extremen sommerlichen Hitzeperiode assoziiert waren. Bis dato sind die entscheidenden Faktoren, die das NTVC Vorkommen in Binnenbadegewässern steuern, nicht ausreichend bekannt. Diese Information und das Vorhandensein verlässlicher NTVC Bestimmungsmethoden sind Voraussetzung für Vorhersagemodelle und Frühwarnsysteme für NTVC. Neben Kultivierungsverfahren wurden molekularbiologische und zellbasierte Methoden entwickelt. Bisher hat sich die Kombination aus spezifischer Fluoreszenzmarkierung und Festphasenzytometrie als beste Methode erwiesen.
    Dennoch kann in diesem Verfahren V.cholerae nicht von nahe verwandten Arten unterschieden werden, es ist äußerst aufwändig und teuer. In diesem Projekt wird deshalb ein Verfahren auf Basis alternativer Erkennungsmoleküle –APTAMERE– entwickelt. Aptamere sind kurze Oligonukleotide die ihre Zielmoleküle mit hoher Selektivität und Affinität binden. Sie wurden in vielen Anwendungen als Antikörpern gleichwertig dargestellt. Sobald ein Aptamer identifiziert ist, können sie zu geringen Kosten in unlimitierter Menge produziert werden. Bis dato aber gibt es keine Aptamere für V.cholerae.
    Zwei Hauptziele sollen erreicht werden. Erstens sollen die V.cholerae Abundanzen in repräsentativen Badegewässern unter Berücksichtigung ökologischer, zeitlicher und räumlicher Gradienten umfassend dokumentiert und zweitens eine neue innovative Aptamer-basierte Methode für die verbesserte Quantifizierung von V.cholerae entwickelt werden.
    Vorhersagemodelle für die Verbreitung von NTVC in Badegewässern sollen als Tool für Risikoabschätzungen entwickelt werden, sowie einfache Protokolle für die kultivierungsunabhängige Quantifizierung von V.cholerae. Dadurch wird das Projekt zu einer besseren Vorbeugung und Volksgesundheit hinsichtlich NTVC in Badegewässern und toxigenen V.cholerae in Wasserressourcen beitragen. Die generierten Aptamerprodukte, Anwendungen und das geistige Eigentum sollen über das Projekt hinaus in translationalen Folgeprojekten, spin-off Firmen oder der Vergabe an lokale Drittfirmen verwertet werden. Das Projekt trägt direkt zum prioritären Forschungsschwerpunkt “Intelligente Indikationssysteme und Diagnostik” innerhalb der jüngsten FTI Strategie für Niederösterreich bei. Nachhaltige Kollaboration zwischen den Projektpartnern innerhalb des Interuniversitären Kooperationszentrums Wasser & Gesundheit wird gestärkt. Das Projekt soll somit nachhaltig dem Land Niederösterreich auf mehreren Ebenen Nutzen bringen.

  • Pseudomonas aeruginosa

    Entwicklung eines elektrochemischen Sensors zur schnellen Erkennung von Pseudomonas aeruginosa in Krankenhäusern

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB)
    • Projektnummer: LSC17_015
    • Projektleitung: Martin Brandl, Donau Universität Krems / Department für Integrierte Sensorsysteme
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2019

    Hintergrund

    Pseudomonas aeruginosa stellt als bakterieller Krankheitserreger ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Daher sind die rasche Erkennung und die weitere Identifizierung wichtige Ziele in der Medizin, Lebensmittelindustrie und Trinkwasserhygiene, um die öffentliche Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten. P. aeruginosa ist ein weitverbreitetes Boden- und Wasserbakterium und gilt als bedeutender Krankenhauskeim. Infektionen mit P. aeruginosa sind weltweit eine häufige Ursache für Morbidität und Mortalität. Derzeitige Verfahren zum Nachweis beruhen oft auf klassischer Kultivierung, mikroskopischen und biochemischen Analysen, sowie vermehrt kommen auch molekulare Methoden zum Einsatz. Jedoch sind alle diese Verfahren oft zeitaufwendig, teuer, erfordern eine spezielle Ausrüstung und geschultes Personal. In dem geplanten NFB-Projekt soll eine elektrochemische Methodik für einen Pseudomonas-Detektor entwickelt werden. Dieser Biosensor kann als „Vortester“ die Erkennung von P. aeruginosa erleichtern und als ein Frühwarnsystem die gesamte Diagnostik dieses bakteriellen Krankheitserregers beschleunigen. Bei der Kultivierung des Bakteriums auf Cetrimid-Agar führt die Freisetzung von Pyocyanin, einem blaugrünen Sekundärmetabolit, der spezifisch von P. aeruginosa produziert wird, zu einer Färbung der Kolonien. Pyocyanin besitzt aber auch redox-aktive Eigenschaften und kann dadurch für einen spezifischen, elektrochemischen Nachweis dieser Bakterien herangezogen werden. Die elektroaktiven Eigenschaften von Pyocyanin können mit unterschiedlichen voltametrischen bzw. amperometrischen Methoden, wie z.B. zyklischer Voltametrie, untersucht werden.

  • Reproduktion von biologischen Geweben

    Reproduktion von biologischen Geweben mittels 3D-Druck im Hinblick auf ihre mechanischen Eigenschaften

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Science Call Dissertation 2017
    • Projektnummer: SC17_016
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2018

    Hintergrund

    Der 3D-Druck, auch bekannt als additive Fertigung (AM) oder Rapid Prototyping, ist zu einem vielseitigen Werkzeug mit einem breiten Anwendungsbereich wie Fertigung, Kunst, Design und Medizin geworden. Im Bereich der biomedizinischen Technik hat sich AM nicht nur im Tissue-Engineering für Druckgerüste und in der Biomechanik für patientenspezifische Prothesen großer Beliebtheit erfreut, sondern es wurde auch als Instrument zur Herstellung realistischer 3D-Modelle vorgeschlagen. Beispielsweise bietet die individuelle Modellierung patientenspezifischer Prothesene über AM eine hervorragende Gelegenheit für Chirurgen, Vorgänge vorher zu üben. Studien haben gezeigt, dass dabei die Operationszeit reduziert und das Vertrauen des Arztes erhöht wird, was zu kürzeren Bestrahlungszeiten und niedrigeren Kosten führt. Obwohl bereits über 3D-Modellierungsansätze für die präoperative Planung berichtet wurde, ist noch ein genauerer Blick auf die mechanischen Eigenschaften der gedruckten Materialien erforderlich. Gegenwärtig fehlt diesen Modellen die genaue Darstellung der Gewebebiomechanik. Dies erfordert ein Verfahren zur Feinabstimmung der mechanischen Eigenschaften der 3D-Druckmaterialien, um den in-vivo-Bedingungen genau zu entsprechen. In diesem Projekt wird der 3D-Druck auf die Aufgabe angewendet, Materialien herzustellen, die biologische Gewebe und organähnliche Strukturen hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften imitieren. Die bedruckten Tücher können patientenspezifisch für die präoperative Planung sein sowie standardisiert für Anwendungen in der Forschung sein, die sich mit der Entwicklung neuartiger Operationstechniken, Implantationstechnologien und anderer medizinischer Geräte befassen. Einer der Anreize besteht darin, den Bedarf an Spenderorganen zu begrenzen und die Variabilität der in der Forschung verwendeten Organe zu reduzieren. Aufgrund der Tatsache, dass die Möglichkeiten des 3D-Drucks derzeit rapide zunehmen, kann diese Forschung auch als Grundlage für noch mehr Anwendungen in Bezug auf gedruckte Orgeln angesehen werden, die möglicherweise mit zukünftiger Technologie möglich sind. Die Hauptziele dieses Projekts sind:
    die Etablierung eines Testprotokolls zur Erfassung charakteristischer biomechanischer Parameter verschiedener Gewebe, die Entwicklung von Softwarewerkzeugen zur Erreichung dieser Parameter in 3D-gedruckten Strukturen (basierend auf geeigneten Materialkombinationen und deren räumlicher Verteilung sowie Nachbearbeitungsverfahren), deren Druck Geweberepliken neben der Validierung ihrer mechanischen Eigenschaften durch Vergleich mit den tatsächlichen Gewebeeigenschaften. Alle Anweisungen zur Herstellung dieser Modelle müssen in einer sogenannten "Toolbox" enthalten sein.

  • Eisenmetabolismus der humanen Plazenta

    Der Eisenmetabolismus der humanen Plazenta: Der Schlüssel zum Verständnis des Eisentransfers von der Mutter zum Fetus

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2017
    • Projektnummer: LSC17_008
    • Projektleitung: Hans Salzer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK Tulln)
    • Projektpartner: Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Genetik, Landesklinikum Mistelbach / Abteilung für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 05.11.2018

    Hintergrund

    Hintergrund:
    Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das von allen Zellen benötigt wird, im Überschuss jedoch toxisch ist. Die Eisendefizienz ist die weltweit häufigste Form einer Mikronährstoffdefizienz. Am häufigsten sind Frühgeborene und schwangere Frauen von dieser betroffen. Während der Schwangerschaft fungiert die Plazenta als Schnittstelle des Nährstoffaustausches zwischen Mutter und Kind. Obwohl der Eisenmetabolismus in Säugetieren generell sehr gut charakterisiert ist, ist erstaunlich wenig über den plazentaren Eisenmetabolismus bekannt.
    Ziele:
    Inspiriert von den zahlreichen Wissenlücken zum humanen plazentaren Eisenmetabolismus und unseren bisherigen Arbeiten an der humanen Plazenta planen wir folgendes zu untersuchen:
    1) Den Eisenmetabolismus- und transport in der humanen Plazenta und in adäquaten Zellmodellen
    2) Den Eisenstatus von gesunden Mutter-Kind-Paaren in Bezug auf die plazentare Expression von Proteinen, welche in den Eisenmetabolismus involviert sind bzw. auf den Eisenstatus der Plazenta.
    Methoden:
    In dieser Studie, die auf 105 gesunden, nicht-anämischen Mutter-Kind-Paaren basiert, wird der Eisenstatus von Frühgeborenen und Reifgeborenen im Vergleich zur plazentaren Protein-Expression, -Funktion und –Lokalisation erforscht. In vitro Experimente werden mit Zellen der humanen Plazenta (primäre Trophoblasten, Hofbauerzellen und plazentare Endothelzellen, als auch den Zelllinien BeWo und HUVEC) durchgeführt um die Beteiligung von TFR1, FPN1, ZIP8 und weiteren (noch auszuwählenden) Kandidatenproteinen am Eisenmetabolismus und –transport in der humanen Plazenta zu erforschen bzw. zu bestätigen.
    Neuheit:
    Die vorgestellte Studie ist die erste, die den Eisenstatus von Mutter-Kind-Paaren mit umfassender Grundlagenforschung (Protein-Expression, -Funktion und –Lokalisation) zur humanen Plazenta kombiniert. Erstmals werden Kandidatenproteine, die maßgeblich in den plazentalen Eisenmetabolismus- und transport involviert sind, zusammen untersucht. Diese Studie basiert auf einer vergleichsweise großen Anzahl an Mutter-Kind-Paaren. Mit der vorgestellten Studie planen wir neue Erkenntnisse zum plazentaren Eisen-Metabolismus und -Transfer zu erhalten. Wir erwarten einen langfristigen Nutzen von diesem innovativen Ansatz, der uns auf lange Sicht ermöglichen wird, die Therapie der Eisendefizienz in schwangeren Frauen sowie in Frühgeborenen zu optimieren.

  • Kniearthrose

    Motorisches Lernen bei Kniearthrose

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2017
    • Projektnummer: LSC17_014
    • Projektleitung: Barbara Wondrasch, FH St. Pölten / Institut für Gesundheitswissenschaften
    • Projektpartner: Orthopädisches Krankenhaus Wien-Speising, Donau Universität Krems / Fakultät für Gesundheit und Medizin, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.11.2018

    Hintergrund

    Hintergrund
    Die Osteoarthrose (OA) ist eine Erkrankung eines Gelenks ausgehend vom Gelenksknorpel, der Gelenkskapsel und dem subchondralen Knochen und stellt weltweit die häufigste Gelenkerkrankung dar. Das Kniegelenk ist am häufigsten betroffen und neben der individuellen Beeinträchtigungen durch Schmerzen, reduzierte Gelenksfunktion und Einschränkungen im täglichen Leben sowie bei sportlichen Aktivitäten, führt OA auch zu sehr hohen sozioökonomischen Belastungen (Schmerzmedikation, Operationen und Rehabilitationsaufenthalte, Krankenstände, Frühpension). Die Literatur zeigt, dass die konservative Therapie, und hier vor allem die Physiotherapie, zunehmend an Bedeutung gewinnt, da sie zu einer kurzfristigen Reduktion der Symptome und einer Verbesserung der Kniegelenksfunktion führt,. Die Schwerpunkte der Physiotherapie umfassen einerseits passive Maßnahmen zur Verbesserung des Knorpelstoffwechsels, andererseits soll ein neuromuskuläres Training zur Verbesserung der Gelenksfunktion beitragen. Neben den lokalen Veränderungen der Gelenksstrukturen im Kniegelenk, kommt es allerdings auch zu Veränderungen im zentralen Nervensystem. Diese haben ein verändertes Bewegungsverhalten zu Folge, das wiederum die intraartikuläre Belastung erhöht. Die bisherige Gestaltung der Physiotherapie hat diese zentralen Veränderungen nicht berücksichtigt, was ein Grund für die nicht zufriedenstellenden Langzeitergebnisse der Kniegelenksfunktion sein könnte. Studien mit PatientInnen, die an einer Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes (VKB) leiden, belegen den positiven Effekt von Physiotherapie, die auf diese zentralen Veränderungen durch spezielle Feedbackformen eingeht.
    Ziel und Inhalt:
    Nachdem die lokalen strukturellen und zentralen neuronalen Veränderungen von VKB-PatientInnen und KniearthrosepatientInnen sehr ähnlich sind, ist es Ziel dieses Projektes den Einfluss von speziellen Feedbackformen auf die Kniegelenksfunktionen bei PatientInnen mit Kniegelenksarthrose zu untersuchen.
    Methode:
    Es wird eine randomisiert klinische Studien mit 2 PatientInnengruppen durchgeführt. Die Kontrollgruppe erhält ein Standardphysiotherapieprogramm, während die Interventionsgruppe ein Physiotherapieprogramm mit speziellen Feedbacktechniken erhält. Das Programm wird in Form von Boostersessions, dh. Aufteilung der Einheiten über 3 Monate, durchgeführt. Zur Evaluierung werden Outcomeparameter herangezogen, die den Ansprüchen der Internation Classfication of Functioning, Disability and Health (ICF) entsprechen.

  • Digitale Rekonstruktion anthropologischer Funde

    Digitale Rekonstruktion anthropologischer Funde - eine Pilotstudie zur 30.000 Jahre alten Doppelbestattung von Neugeborenen am Kremser Wachtberg

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), FTI Call 2017
    • Projektnummer: FTI17-010
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektpartner: Naturhistorisches Museum Wien / Anthropologische Abteilung, Donau Universität Krems / Sammlungsstudien und Management, Österreichische Akademie der Wissenschaften / Institut für Orientalische und Europäische Archäologie
    • Projektlaufzeit: 24 Monate ab 01.11.2018

    Hintergrund

    Als 2005 während archäologischer Ausgrabungen an der Fundstelle Krems Wachtberg eine mehr als 30000 Jahre alte Doppelbestattung zweier Neugeborener entdeckt wurde, erregte dies in der Öffentlichkeit sowie in internationalen Wissenschaftskreisen große Aufmerksamkeit. Weltweit betrachtet sind Funde von Jugendlichen und Kindern früher moderner Menschen äußerst selten. Die rituell angelegte Bestattung wurde nach ihrer Entdeckung und Freilegung als Block geborgen und sorgfältig gelagert, um den hervorragenden Erhaltungszustand des Befundes zu bewahren. 2015 wurde dieser Block dann im Labor schichtweise abgetragen, wobei jeder Arbeitsschritt nach neuestem Stand der Technik dokumentiert wurde.
    Digitalisierung ist nunmehr Methode der Wahl für die Analyse, Rekonstruktion und bildliche Darstellung derartiger Funde. Die hochauflösende Mikro-Computertomographie ist derzeit die einzige Möglichkeit für die Erstellung einer digitale Kopie und Visualisierung der menschlichen Überreste. Damit wird sowohl die 3D Rekonstruktion der Oberfläche als auch der inneren Mikrostruktur ermöglicht, macht also „das Unsichtbare sichtbar“. Eine entsprechende Ausstattung wird 2018 die Abteilung für Biomechanik der KL als Teil der Core Facility am Campus Krems erhalten. Damit werden die derzeitigen Grenzen der Analytik überwunden und eine Digitalisierung der Funde für künftige Untersuchungen ermöglicht. Unter Einbeziehung der Laserscandaten der Ausgrabung kann der gesamte Befund rekonstruiert werden. Abgesehen von dieser dreidimensionalen Rekonstruktion wird es möglich sein, sowohl die „chaîne operatoire“ der Aktivitäten im Zuge des Bestattungsvorganges, als auch der postsedimentären Verlagerungsvorgänge (4D = räumliche Entwicklung in der Zeit) darzustellen. Neben der Rekonstruktion der Bestattung ist die zeitgemäße Dokumentation und Archivierung der Daten äußerst
    wichtig für die zukünftige Forschung. Daher ist eines der Hauptziele dieses Pilotprojekts, einen Kriterienkatalog für ein langfristiges open-source Datenarchiv zu erstellen, das die Daten der Ausgrabung und der Grabungsfunde Wissenschaftlern aller Fachrichtungen nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien zugänglich macht. Die Digitalisierung der Krems-Wachtberg Doppelbestattung ist in all ihren Gesichtspunkten herausfordernd und benötigt daher Experten aus verschiedenen Bereichen, um mit den unterschiedlichen Aspekten umzugehen, die einer solch spektakulären Entdeckung innewohnen. Nunmehr ist es möglich, diesen herausragenden Befund unter der Führung niederösterreichischer Forschungseinrichtungen zu untersuchen. Als eines der Hauptziele wird das Projekt zu einer weiteren Professionalisierung im Sammlungsmanagement und der Museologie – einem der Felder der
    niederösterreichischen FTI Strategie – beitragen. Das Projekt wird die Wahrnehmung des kulturellen Erbes von Niederösterreich deutlich steigern und dazu die neuesten technischen Entwicklungen wissenschaftlicher Forschung auf internationalem Niveau nutzen.

  • HIPStar

    Bestimmung des Hüftgelenkszentrums in der Ganganalyse

    • Fördergeberin / Call: FWF Der Wissenschaftsfonds
    • Projektnummer: P 30923-B30
    • Projektleitung: Brian Horsak, FH St. Pölten / Institut für Gesundheitswissenschaften
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik, Medizinische Universität Wien / Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, Orthopädisches Krankenhaus Wien-Speising
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.10.2018

    Hintergrund

    Evaluierung der Genauigkeit verschiedener nicht-invasiver Methoden zur Bestimmung des Hüftgelenkszentrums für die klinische Ganganalyse bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen

  • AQUASCREEN - Biostabilität von Wasser

    Entwicklung eines zukunftsweisenden Wasseruntersuchungsverfahrens für die Trinkwasserversorgung von morgen

    • Fördergeberin / Call: WST3 (Land Niederösterreich, Abteilung Wirtschaft, Tourismus & Technologie)
    • Projektnummer: WST3-F-5031298/001-2017/K3-W-47/007-2017
    • Projektleitung: Andreas Farnleitner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: EVN Wasser GmbH, Universität für Bodenkultur, Wien / Department of Agrobiotechnology, IFA-Tulln
    • Projektlaufzeit: 24 Monate ab 01.09.2018

    Hintergrund

    Die Biostabilität des Wassers (d.h. die Speicher- und Verteilbarkeit ohne Qualitätsbeeinträchtigung) ist ein zentrales Kriterium in der Trinkwasserversorgung. Sie hat einerseits große Relevanz für die Genusstauglichkeit (z.B. schlechter Geschmack/Geruch durch mikrobielle Stoffwechselprodukte) und spielt andererseits für den Gesundheitsschutz des Konsumenten (Volksgesundheit) eine bedeutende Rolle (z.B. Vermehrung von opportunistischen Krankheitserregern wie etwa Pseudomonas aeruginosa). Die Bestimmung der Biostabilität des Wassers ist bis Dato technisch unzureichend gelöst.
    Aufgrund der ständigen Erwärmung unserer Grundwasserressourcen (im Schnitt 0.05 C° pro Jahr durch Effekte der Klimaerwärmung) und der damit verbundenen erhöhten Neigung des Wachstums opportunistischer Krankheitserreger, kommt der verbesserten Analyse/Vorhersagbarkeit der Biostabilität von Wasser eine zunehmend essentielle Rolle im Qualitätsmanagement der Trinkwasserversorgung zu.
    Im gegenständlichen Projekt soll ein zukunftsweisendes experimentelles Untersuchungsverfahren auf Basis modernster DNA-Sequenzierungsmethoden zum sensitiven Nachweis von Mikroorganismen und ihrer Populationsdynamik im Zuge der Biostabilitätsuntersuchung von Grund- und Trinkwasser entwickelt und evaluiert werden. Darüber hinaus soll die Möglichkeit der Kopplung von hochauflösender DNA-Sequenzierung und chemischer Analytik überprüft werden, um biochemische Schlüsselprozesse in der Wasserversorgung verfolgbar zu machen. Der Fokus dieses Projektes ist dabei auf die Entwicklung neuer Lösungsstrategien für die Untersuchung von Trinkwasserressourcen, welche in Niederösterreich von Bedeutung sind, ausgerichtet (Brunnenwasser, Grundwasser, Quellwasser). Die Untersuchung des Einflusses von Desinfektionsverfahren, Rohrmaterialien oder Biofilmen auf die Biostabilität des Wassers ist nicht unmittelbarer Gegenstand von AQUASCREEN. Das zu entwickelnde Verfahren kann jedoch selbstverständlich zur Untersuchung dieser Fragstellungen zukünftig eingesetzt werden.
    Milestone 1: Etabliertes experimentelles Verfahren zur Bestimmung und Interpretation des Vermehrungs- & Wachstumspotenziales der wassereigenen Bakterienpopulationen in Grund- und Trinkwasser auf Basis innovativer durchflusszytometrischer Analysen und DNA-Sequenzierungsverfahren („Basismodul“).
    Milestone 2: Überprüfung und Darstellung der neuen Möglichkeiten an einem Fallbeispiel der Trinkwassergewinnung und Vergleich mit der traditionellen Vorgangsweise.
    Milestone 3: Identifikation der erforderlichen Entwicklungsschritte zur Kopplung des Basismodules mit hochauflösender chemischen Analytik (Ergänzungsmodul „Biogeochemie“) sowie Erfassung/Differenzierung der Vermehrungs- & Wachstumsneigung von opportunistischen Krankheitserregen (Ergänzungsmodul „fakultative Pathogene“)
    Das Forschungsprojekt soll das bis dato völlig unzureichend gelöste Problem der Bestimmung der Biostabilität von Grundwasser und Trinkwasser zu einem neuen visionären Lösungsansatz und zu einer gesamtheitlichen Bewertbarkeit/Vorhersage führen. Die Ergebnisse dieses Projektes stellen darüber hinaus die unmittelbare wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung neuer Untersuchungssysteme (Prototypen) für die Praxis von morgen dar.

  • REEgain

    Nachhaltiges biologisches Recycling von umweltbedenklichen Stoffen (Rare Earth Elements) aus Elektronikabfall und Abwässern

    • Fördergeberin / Call: INTERREG
    • Projektnummer: Interreg ATCZ172
    • Projektleitung: Dominik Schild, IMC FH Krems / Department of Life Sciences
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit, Mikrobiologický ústav AVČR, Zentrum ALGATECH, Donau Universität Krems / Zentrum für Biomedizinische Technologie, Saubermacher Dienstleistungs AG, Stark GmbH, Městská Vodohospodářská s.r.o.
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.07.2018

    Hintergrund

    Seltene Erden werden in elektronischen Geräten wie Handys, Computern oder Energiesparlampen eingesetzt. Deren Verfügbarkeit ist aber beschränkt und es gibt keine umweltfreundlichen Recyclingmethoden. Die aufwändige und teure Gewinnung, wie auch das knappe Angebot dieser Rohstoffe auf dem Weltmarkt lässt die Preise von seltenen Erden kontinuierlich wachsen. Durch den stetigen technischen Fortschritt ist es heute bereits abzusehen, dass sich die Versorgungslage von Seltenen Erden als kritisch erweisen wird und dadurch der Ausbau von Zukunftstechnologien gefährdet sein kann.

    Dieser Entwicklung wollen die Projektpartner mit einer neuen Technologie begegnen. Hierfür wird eine noch nie eingesetzte Variante verwendet, das Recycling durch Mikroorganismen (Bakterien und Algen). Ziel des internationalen Konsortiums von Projektpartnern ist es gemeinsam mit der regionalen Industrie eine anwendbare Recycling-Technologie zu entwickeln, die Seltene Erden aus Elektronikschrott rückgewinnen kann und diese Technologie anschließend für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Das Konsortium steht in ständigem Austausch mit den strategischen Partnern, wodurch garantiert werden kann, dass der Market-Need und die technologischen Möglichkeiten der Wirtschaft in der Entwicklung berücksichtigt werden.

  • BEST MgAlloy

    Biokompatible Elemente – Simulationen und Tests für Mg-Legierungen

    • Fördergeberin / Call: WST3 (Land Niederösterreich, Abteilung Wirtschaft, Tourismus & Technologie)
    • Projektnummer: KF3-F-639/004-2017
    • Projektpartner: Aerospace & Advanced Composites GmbH, FH Wiener Neustadt, AC2T research GmbH, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.04.2018

    Hintergrund

    Biologisch abbaubare Implantate auf Basis von Magnesium kommen zunehmend in den Fokus für den temporären Einsatz in medizinischen Anwendungen, etwa als Platten, Nägel, Stifte oder Schrauben zur Osteosynthese von gebrochenen Knochen. Der große Vorteil dabei ist der Wegfall einer zweiten Operation zum Explantieren etwaiger permanenter metallischer Fixierungen.

  • Nachbetreuung psychiatrischer Patienten

    Gestufte psychiatrische Versorgung von Patienten mit speziellem Nachbetreuungsbedarf

    • Fördergeberin / Call: NÖGUS
    • Projektleitung: Friedrich Riffer, Psychosomatische Zentrum Waldviertel - Klinik Eggenburg
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Erwachsenenpsychiatrie (UK Tulln), Psychosomatische Zentrum Waldviertel - Klinik Eggenburg
    • Projektlaufzeit: 24 Monate ab 01.04.2018

    Hintergrund

    Patienten, die häufig und in verschiedenen Versorgungseinrichtungen behandelt werden, v.a. auch aufgrund wiederholter Behandlungsabbrüche belasten die Versorgungsstrukturen. Die Ursachen für die wiederholten Behandlungsabbrüche und infolge Wiederaufnahmen, sowie die mangelnde Reintegration sind nicht hinreichend bekannt. Es ist daher von großer Bedeutung zu untersuchen welche Faktoren den Therapieerfolg beeinflussen und insbesondere welche Patientenmerkmale mit potentiellen Wiederaufnahmen assoziiert sind und in der sozialen Reintegration eine Rolle spielen. Dieses Projekt untersucht den Nutzen von gestufter Versorgung von Patienten mit speziellem Nachbetreuungsbedarf. Das Ziel ist die Optimierung der gestuften Versorgung und Reduktion des Drehtürpsychiatrie. Es werden grundlegende Erkenntnisse zum Nutzen der Patienten mit speziellem Nachbetreuungsbedarf gewonnen, die zur Entlassung des Versorgungssystems beitragen.
    Fragestellungen:
    1. Gibt es unter psychiatrischen Patienten mit Sucht/Abhängigkeitserkrankungen (F1) oder Persönlichkeitsstörungen (F6) Subgruppen von Patienten mit vs. ohne fundamentale soziale und kognitive Denkfunktionsstörungen.
    2. Unterscheiden sich die Subgruppen von psychiatrischen Patienten mit vs. ohne fundamentale soziale und kognitive Denkfunktionsstörungen hinsichtlich der Behandlungsergebnisse, Anzahl von Aufnahmen bzw. Wiederaufnahmen und kumulativen Aufenthaltsdauer, und sozialer und beruflicher Reintegration.

  • COMBIS

    Kombinatorische Bioaktivitätsscreens

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2016
    • Projektnummer: LSC16_005
    • Projektleitung: Martin Wagner, FFoQSI
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten), Universität für Bodenkultur, Wien / Institut für Angewandte Genetik und Zellbiologie, Universität für Veterinärmedizin Wien / Institut für Milchhygiene
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Jahrzehntelang wurden sprichwörtlich alle kultivierbaren Mikroorganismen in pharmazeutischen Hochdurchsatz Screens auf Bioaktivität hin untersucht. Diese Programme wurden beendet als sich abzeichnete, dass die Rate der entdeckten aber bereits bekannten Stoffe stetig zunahm. Daraufhin wurden Mikroorganismen als Hauptquelle für bioaktive Stoffe verdrängt. Erst durch die großangelegten Sequenzierprogramme der letzten Jahre konnte gezeigt werden, dass eine größere Diversität mikrobieller Metaboliten exsistiert als bis dato angenommen. Diese Erkenntnis hat das Interesse an „kryptischen“ Metaboliten als Quelle neuer benötigter bioaktiver Stoffe im Kampf gegen zunehmende Resistenz gegen Antibiotika wieder geweckt. Ein vielversprechender Ansatz, die Produktion dieser „kryptischen“ Metabolite zu induzieren, ist co-Kultivierung von kompetierenden Mikroorganismen. Hier eignen sich zum Beispiel Bakterien und Pilze, die bekannt dafür für die Produktion von hoch wirksamen bioaktiven Stoffen sind. In einer voran gegangenen Studie konnten wir zeigen, dass kleine chemische Effektoren geeignet sind, reprimierte Metabolie in Pilzen entweder zu induzieren oder geringe Produktion zu steigern, wodurch die Chance steigt diese Stoffe zu entdecken. Außerdem wurde gezeigt, dass die Produktion von Metabolien in Pilzen stark von biotrophen Einflüssen abhängig ist. Deshalb schlagen wir einen innovativen Hochdurchsatz Ansatz vor, in dem co-Kultivierung von Bakterien und Pilzen mit kleinen chemischen Effektoren kombiniert und diese unter diveresen biotrophen Einflüssen inkubiert werden sollen. Wir werden einen Hochdurchsatzprozessetablieren, in dem 144 Bakterien mit 32 Pilzen co-Kultiviert werden, welche wiederum mit 4 kleinen chemischen Effektoren behandelt wurden und unter 4 biotrophen Bedingungen angezüchtet werden. Die so entstandenen 73728 Kulturextrakte werden auf ihre Fähigkeit hin, antimikrobielle Resistenz zu bekämpfen hin untersucht. Dabei werden wir einen direkten Ansatz durchführen in dem wir nach neuen Antibiotika Stoffen „screenen“, die nicht durch in Niederösterreich verbreitete Resistenzen aus dem Human- und Veterinärsektor beeinflusst werden. Außerdem werden wir in einem indirekten Ansatz Reporter Stämme generieren, die gezielt auf erm und cfr bedingte Antibiotikaresistenz reagieren. Diese Resistenzmechanismen basieren auf Methylierung von 16S und 23S rRNA und führen zur Resistenz gegen mehrere Antibiotika. Bis jetzt wurden noch keine in vivo aktiven Inhibitoren gefunden. In dem hier vorgeschlagenen Projekt werden wir einen Hochdruchsatzprozess, der an mehrere Hochdurchsatzmethoden gekoppelt ist, etablieren. Dieser Prozess wird die Suche nach neuen bioaktiven Stoffen deutlich beschleunigen und hat großes Potential zu neuen bioaktiven Stoffe zu führen.

  • Medi3D Print

    3D Druck von biologischen Geweben

    • Fördergeberin / Call: FFG, COMET
    • Projektleitung: Nikolaus Dellantoni, ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Der 3D Druck hält Einzug in die Medizin und kann auf verschiedene Arten unterstützen. Neben pass-genauen Implantaten und Orthesen kann der 3D Druck in der Operationsvorbereitung eingesetzt werden um ein besseres Verständnis über die geplante Operation zu erlangen. Zunehmend gewinnt dabei das Drucken von Organen an Bedeutung. In diesem Forschungsprojekt sollen mit Hilfe des Polyjet Verfahrens Materialen gedruckt werden welche realen biologischen Geweben von der Haptik aber auch hinsichtlich des biomechanischen Verhaltens möglichst nahe kommen. Die so entwickelte Drucktechnologie ermöglicht die Herstellung von patientenspezifischen Organmodellen basierend auf CT und MRT Daten, die zur präoperativen Planung vor komplizierten Eingriffen herangezogen werden können. Weiters können für die Weiterentwicklung von Operationstechniken und Implantanten mechanisch äquivalente Organe oder Prüfkörper hergestellt werden, die den Einsatz von Körperspenden für diese Belange verzichtbar machen. Die gedruckten Organe sind standardisierbar und weisen keine unerwünschte Variabilität auf, wie es bei Körperspenden der Fall ist.

  • D.O.T.

    Die Offene Tür

    • Fördergeberin / Call: Träger LBG GmbH
    • Projektnummer: LBG 01
    • Projektleitung: Beate Schrank, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / D.O.T. - Die offene Tür
    • Projektpartner: Ludwig Boltzmann Gesellschaft
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Die soziale Verbundenheit bei Jugendlichen ist ein wichtiger Schutzfaktor für die Gesundheit. Jugendliche Kinder von Eltern mit einer psychischen Erkrankung (COPMI) sind in Gefahr, insbesondere in Übergangszeiten des Schulwechsels. Bei den ersten Jugendlichen von COPMI und Nicht-COPMI versuchen wir (i) die Mechanismen sozialer Verbundenheit zu verstehen, (ii) die soziale Verbundenheit zu verbessern, indem sie die sozial-emotionalen Fähigkeiten und geeignete Peer-Verbindungen über einen digitalen Hub verbessern und (iii) den Hub auf das Maximum optimieren Gewinnen von Individuen, (iv) Erleichterung der damit verbundenen positiven Ergebnisse, z. B. Verringerung der Stigmatisierung durch die Möglichkeit eines positiven COPMI-Kontakts. Fundierte Literaturrecherchen und laufende Konsultationen von Interessengruppen und Experten werden die Gestaltung einer kombinierten Intervention leiten, die den Online-Hub umfasst, in dem digitale Erfahrungen und Peer-Matching sowie ergänzende schul- / dienstleistungsorientierte Programme zum sozialen Wohlbefinden angeboten werden. In einer Pilotevaluierung werden die Akzeptanz, Durchführbarkeit und Änderungsprozesse von Interventionen getestet. und erkunden Sie die Effizienz in zwei Versionen, d. h. im Standardmodus und im individuell adaptiven Modus.

  • Sepsis GEMMA

    Charakterisierung von Exosomen aus Blutzellen mittels Nano Electrospray Gas-Phase Electrophoretic Mobility Molecular Analysis (nES-GEMMA)

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2016
    • Projektnummer: LSC16_018
    • Projektleitung: Carla Tripisciano, Donau Universität Krems
    • Projektpartner: Technische Universität Wien / Abteilung für Chemische Technologien und Analytik, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin (UK St. Pölten), Donau Universität Krems / Department für Gesundheitswissenschaften und Biomedizin, Technische Universität Wien / Abteilung für Chemische Technologien und Analytik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind membranumschlossene Strukturen, die von Zellen unter Aktivierung oder Stress freigesetzt werden. Sie werden nach ihrer Biogenese und Größe in Exosomen, Mikrovesikel und Apoptotic Bodies klassifiziert und wurden in sämtlichen Körperflüssigkeiten beschrieben. In den vergangenen Jahren wurde zunehmend die zentrale Rolle von EVs bei der Signalübertragung zwischen Zellen sowie ihr Potential als Resevoir für klinische Biomarker erkannt und es besteht daher sowohl aus grundlagen¬wissenschaftlicher Sicht, als auch im diagnostischen und therapeutischen Zusammenhang enormes Interesse an extrazellulären Vesikeln. Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf an standardisierten Verfahren zur Anreicherung von EVs aus biologischen Matrices, insbesondere aus Blut, sowie an Verfahren zur Quantifizierung und Charakterisierung extrazellulärer Vesikel. Die Komplexität biologischer Matrices sowie die Heterogenität extrazellulärer Vesikel stellen große Herausforderungen an ihre die Anreicherung und Analytik. Gängige Verfahren, wie Ultrazentrifugation oder Polymerpräzipitation, sind mit unkontrolliertem Verlust von Vesikeln, einer Veränderung der Vesikelstruktur, sowie einer Mitanreicherung von Zellbruchstücken, Protein-Aggregaten, Lipoproteinen und Nukleinsäuren verbunden. Hinzu kommt, dass Vesikel in einem Größenbereich unter 200 nm, die den Großteil der Vesikelpopulation in biologischen Flüssigkeiten darstellen, nicht mittels Durchflusszytometrie, der derzeit gängigsten Methode für die Charakterisierung von EVs, detektiert werden können. Ziel dieses Projekts ist die Isolierung von extrazellulären Vesikeln, insbesondere von Exosomen, aus humanem Vollblut mit hoher Ausbeute und Reinheit, unter anderen durch Abreicherung von nicht-exosomalem Material, sowie die Charakterisierung dieser Vesikel mittels Nano Electrospray Gas-Phase Electrophoretic Mobility Molecular Analysis (nES-GEMMA). Diese bislang nicht etablierte Methode erlaubt die rasche Charakterisierung von Vesikeln und liefert Aussagen über Vesikeldurchmesser und -zahl. Wir werden untersuchen, ob sich Exosomen verschiedener Größe hinsichtlich ihrer Protein- und Lipidzusammensetzung unterscheiden und ob sich Unterschiede hinsichtlich der Zusammensetzung von Exosomen aus physiologischen Vesikeln (gesunde Spender) und pathologischen Proben (Blut von Sepsispatienten) nachweisen lassen.

  • Endobone

    Entwicklung eines Tissue Engineering Modells der endochondralen Ossifikation für die Knochenregenerierung

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2016
    • Projektnummer: LSC16_024
    • Projektleitung: Stefan Nehrer, Donau Universität Krems / Department of Regenerative Medicine
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.01.2018

    Hintergrund

    Techniken zum Einfügen eines neuen Knochenstücks um große Knochendefekte zu behandeln beinhalten oft die Implantation eines allogenen Knochentransplantats um das beschädigte Gewebe zu ersetzen. Häufig kommt es aber zu einer schlechten Integration des Transplantats und zu keiner funktionierenden Anastomose, die zur Einwanderung von Blutgefäßen des vorhandenen Gewebes in das Transplantat benötigt werden. Deshalb müssen viele ungeklärte Fragen untersucht werden, um klinische Ergebnisse die Knochenbrüche, Osteonekrose und Osteoporose betreffen, zu verbessern. Vielverspechende Tissue Engineering Strategien wurden bereits entwickelt, die die Knochenregeneration fördern. Die häufigste Methode beinhaltet die Stimulierung der Knochenentwicklung um den Knochen neu zu bilden, jedoch ist diese Strategie bis jetzt noch wirkungslos. Schon am Beginn der Forschung im Bereich Knochen Tissue Engineering hatte man die Vorstellung, natürliche Prozesse der Knochenbildung durch die Entwicklung von Mechanismen zur Bildung der Röhrenknochen (= endochondrale Ossifikation) nachzuahmen. In diesem Projekt möchten wir Strategien zur Knochenregenerierung entwickeln, welche natürliche Biomaterialien mit eingebauter extrazelluläre Matrix des Knorpels beinhalten (= cartilage derived extracellular matrix; CD-ECM). Wir nehmen an, dass eine knorpelähnliche Vorlage auf einem festen Biomaterial ein neues Gewebe bildet, das dem nativen Knochen in Struktur und Funktionalität ähnelt. Um diese Hypothese zu testen, werden wir die Knochenneubildung an Hand unseres vorgeschlagenen Modells mit den in der Klinik verwendeten Knochentransplantaten vergleichen. In die mit CD-ECM versehenen Biomaterialien werden hypertrophe Chondrozyten, d.h. Chondrozyten die auf dem Weg zur Knochenbildung sind, eingebettet und die Bildung einer mineralisierten Matrix wird an Hand von biochemischen Analysen und histologischen Methoden untersucht. Des Weiteren wird durch Mikro-Computertomographie (μCT), eine Methode bei dem das Konstrukt nicht zerstört wird, mehrteilige dreidimensionale Bilder erzeugt, um die Kalzifizierung und die Knochenformung darzustellen. Dies erlaubt eine Computermodulation und –Simulation, wodurch über eine Finite-Elemente-Analyse die Steifigkeit und die Widerstandsfähigkeit dieser gebildeten Konstrukte beschrieben werden kann. Die mit CD-ECM versehenen Biomaterialien werden dann mit oder ohne hypertrophe Chondrozyten subkutan in Ratten implantiert um die de novo Mineralisierung der Matrix zu untersuchen. Des Weiteren wird die Knochenbildung durch μCT sowie mit biochemischen, biomechanischen und rechenbetonten Methoden untersucht. Dieser interdisziplinäre Ansatz würde helfen bioempfängliche Materialien dazu zu bringen den natürlichen Mechanismus nativer Knochenheilung zu rekapitulieren.

  • Candida

    Candida glabrata Stämme in NÖ - Interaktionen mit Lactobazillen

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2016
    • Projektnummer: LSC16_016
    • Projektleitung: Christoph Schüller, Universität für Bodenkultur, Wien
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.11.2017

    Hintergrund

    Candida-Pilze sind normale menschlicher Mitbewohner auf der Haut und im Urogenitaltrakt. Sie verursachen Schleimhautinfekte, die zu systematischen Candidose fortschreiten können. Candida albicans und Candida glabrata Zellen kommen in 90% und 8% aller Fälle von Vaginalkandidose (VVC) vor. Im Vaginaltrakt konkurrieren Candida-Zellen mit den kommensalen Bakterien der Mikroflora. Bei gesunden Menschen koexistieren Bakterien und Pilze im Gleichgewicht. Die Behandlung mit Antimykotika zielt auf die Wiederherstellung des mikrobiellen Gleichgewichts. Hier schlagen wir Arbeiten entlang dreier Linien vor, um das mikrobielle Gleichgewicht bei VVC zu unterstützen und wiederherzustellen: 1) die Wechselwirkungen, zwischen Candida und häufigen Lactobacillus-Arten, zu untersuchen, 2) lokale (Ostösterreich) Candida-Stämme auf ihre genetischen Eigenschaften zu analysieren; und 3) die
    Wirksamkeit der üblichen Probiotika bewerten und 4) neue Substanzen zu finden die Pilze bekämpfen bzw. Bakterien fördern. Die Partner kombinieren klinischen Ressourcen, Molekularbiologie von Candida, Robotic screening und Zellkultur.Lactobacillus spp. beschränken den Fortschritt der Candida in der vaginalen Trakt durch Milch- und Essigsäure sowie durch undefinierte Beeinflussung der Nährstoffverfügbarkeit, Biofilmbildung, Quorum Sensing und Stressresistenz. Die genetischen und Umweltfaktoren, die mikrobielles Ungleichgewicht im vaginalen Trakt verursachen, stellen eine komplexe Interaktion zwischen Wirt und Mikroorganismen dar. Wir analysieren die Candida-Lactobacillus-Wechselwirkung in vitro und in kombinatorischer Co-Kultur auf Epithelzellen als Modellsystem. Wir konzentrieren uns auf C. glabrata, da diese im Vergleich zu C. albicans schwieriger zu behandeln und weniger
    erforscht ist. Wir werden versuchen, genetische und physiologische Eigenschaften zu identifizieren, die an der Besiedlung des vaginalen Trakts durch C. glabrata beteiligt sind. Der physiologische Aspekt umfasst die Veränderung der Genexpression, Adhärenz und Biofilmbildung durch Interaktion von Candida und Lactobacilli. Genetische Analyse wird klinische C. glabrata-Isolate aus dem Bereich Niederösterreich charakterisieren. Wir hoffen auch im Hochdurchsatz neue Verbindungen zu identifizieren, die das Wachstum von Bakterien fördern und jenes von Candida behindern. Wir erwarten uns neue Möglichkeiten für antifungale Strategien gegen Candida um das Gleichgewicht im Bedarfsfall zugunsten harmloser kommensaler Populationen zu verändern. Probiotische Produkte zur Reglung der Microflora werden angeboten jedoch haben sie weithin undokumentierte Wirkungen. Das Forschungsvorhaben wird derartige Produkte Testen und möglicherweise mit Alternativen in der Zukunft zur Verbesserung der Behandlung beitragen können.

  • WeRELaTE

    Förderung wirksamer institutioneller Modelle hin zu zusammenhängendem Lehren, Lernen, Forschen und Schreiben.

    • Fördergeberin / Call: COST | European Cooperation in Science and Technology
    • Projektnummer: COST15221
    • Projektleitung: Alison Farrell, Maynooth Universität
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Stabstelle Forschung
    • Projektlaufzeit: 24 Monate ab 04.09.2017

    Hintergrund

    Diese Aktion befasst sich mit der Herausforderung, Synergien zwischen immer stärker spezialisierten und zentralisierten Unterstützungsmaßnahmen für vier wichtige Tätigkeiten der Hochschulbildung - Forschung, Schreiben, Lehren und Lernen - zu schaffen. In vielen Institutionen wächst die zentrale Unterstützung für diese vier Bereiche immer wieder auf reaktive und nicht auf strategische Weise in Form von sich teilweise überschneidenden Programmen oder Aktivitäten, Zentren, Instituten und anderen Einheiten. Dieses reaktionsschnelle Wachstum, das häufig von externen Kräften beeinflusst wird, kann dazu führen, dass die Ziele, Strukturen und Dienstleistungen dieser zentralen Unterstützungen nicht optimal sind. Was zum Erfolg, zur Produktivität und zur Qualität der Ergebnisse über Forschung, Schreiben, Lehren und Lernen beiträgt, kann ebenfalls stillschweigend, schlecht definiert oder sogar unsichtbar bleiben. Unsere Aktion befasst sich mit dem Mangel an professionellen Gesprächen und Forschungen im gemeinsamen Bereich der Unterstützung und Entwicklung dieser vier Bereiche. Ein solcher Dialog und diese Forschung, über die Einheiten und Institutionen hinweg, wird die Schnittstellen beleuchten und zur institutionellen Transformation beitragen, die auf komplementären, kohärenten und integrierten Angeboten beruht.

  • AQUASAFE

    Wasserqualitätsmonitoring der Zukunft - Genetische Fäkalmarker zur Detektion und Herkunftsbestimmung fäkaler Spurenbelastungen

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Science Call Wasser 2015
    • Projektnummer: SC15_016
    • Projektleitung: Andreas Farnleitner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
    • Projektpartner: Universität für Bodenkultur, Wien / Department of Agrobiotechnology, IFA-Tulln, Technische Universität Wien / Abteilung für chemische Verfahrenstechnik, EVN Wasser GmbH
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Die Diagnostik genetischer Fäkalmarker besitzt das Potential die Wasseranalytik zu revolutionieren. Richtungsweisende Anwendungen sind bis Dato vor allem im Qualitätsmanagement von Bade- und Freizeitgewässern sowie Aquakulturen durchgeführt worden. Die Möglichkeiten und das Potential solcher Verfahren zur Überwachung von Trinkwasserressourcen im Rahmen von Wassersicherheitsplänen sind kaum untersucht. Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt evaluiert den Status sowie weitere notwendige Entwicklungsschritte zur Anwendung genetischer Fäkalmarker im Rahmen von Wassersicherheitsplänen. Genetische Fäkalmarker besitzen das Potential die gegenwärtige Standardmethode zum Nachweis fäkaler Spureneinträge - basierend auf den Fäkalbakterien E.coli und Enterokokken - signifikant zu erweitern. Genetische Fäkalmarker erlauben die Herkunftsbestimmung potentieller fäkaler Einträge in das Wasser, sowie die Brückenbildung zwischen den Standardmethoden der fäkalen Analytik und der mikrobiellen Risikoabschätzung. Eine ausreichend hohe fäkale Sensitivität als auch Spezifität für die zu detektierenden Fäkalquellen ist dafür wesentliche Voraussetzung. Eine neue Strategie zur Erreichung der notwendigen Leistungscharakteristik, basierend auf einer Kombination bakterieller und mitochondrieller genetischer Marker, wird für dieses Forschungsprojekt vorgeschlagen. Das Konzept wird anhand wichtiger Fäkalquellen, repräsentativer Wasserressourcen in Niederösterreich, sowie bedeutender Desinfektionsmethoden evaluiert. Die Untersuchungen werden mit den derzeitigen Standardmethoden zur Bestimmung fäkaler Einträge sowie zur generellen Charakterisierung der mikrobiologischen Wasserqualität verglichen. Spezifische chemische Parameter werden auf ihre Eignung hin zur Unterstützung der Anwendung genetischer Fäkalmarker einbezogen. Der Bereich „Intelligente Indikationssysteme und Diagnostik“ wurde als einer von drei Schwerpunktthemen, im Zuge der FTI Strategie 2020 des Landes Niederösterreich, für das Themenfeld Wasser ausgewählt. Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt trägt inhaltlich somit direkt zur Umsetzung der Forschungsstrategie des Landes bei. Darüber hinaus stimuliert das Projekt zukunftsträchtige Forschungsaktivitäten zwischen der neu gegründeten Karl Landsteiner Universität in Krems, dem renommierten Analytikzentrum IFA Tulln, sowie dem Interuniversitären Kooperationszentrum Wasser & Gesundheit. Die EVN Wasser GesmbH, der größte Wasserversorger Niederösterreichs, ist ebenfalls in das Projekt eingebunden. Das translationale Forschungsprojekt kann daher als wesentlicher Beitrag international sichtbarer Wasserforschung mit praktischen Problemstellungen eines führenden Wasserversorgers im Bereich der Sicherung, Überwachung und des nachhaltigen Managements der Trinkwasserversorgung verstanden werden. Die gewonnene Expertise wird zu einer weiteren Stärkung der führenden Rolle der Wasserforschung und Wasserwirtschaft Niederösterreichs im Donauraum beitragen.

    AQUASAFE (PDF)
  • Neuartiger biomechanischer Testaufbau

    Entwicklung eines neuartigen biomechanischen Testaufbaus zusammen mit Knochenstärkensimulationsmodellen zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung von Osteoporose

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Science Call Dissertation 2016
    • Projektnummer: SC16_009
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Osteoporose (OP) ist eine stille Knochenerkrankung, die zu einem Verlust der Knochendichte, einer verminderten Knochenstärke und letztendlich zum Bruch führt. Es wird unterschätzt, unterdiagnostiziert und unterbehandelt. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 ist betroffen. OP ist in der EU jährlich für mehr als 4 Millionen Frakturen verantwortlich, wobei Hüftfraktur der häufigste Typ ist. Das bedeutet mehr als 40 Milliarden Euro an Gesundheitsfürsorgekosten, von denen weniger als 5% für die Prävention ausgegeben werden. Neben Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist dies eine der wichtigsten Herausforderungen für die Gesundheitsfürsorge in den nächsten Jahrzehnten. Insbesondere in Niederösterreich belastet dies allein das Gesundheitssystem mit schätzungsweise 200 Millionen Euro pro Jahr. Die frühe Diagnostik des OP ist für die Frakturprävention unerlässlich. Dies wiederum erhöht die Lebensqualität des Patienten und senkt die Gesundheits- und Sozialkosten. Die Knochendichte wird als Prädiktor für das Risiko osteoporotischer Frakturen verwendet. Es wird mit DEXA gemessen und mit einem abgeleiteten T-Score diagnostiziert. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass solche Messungen der Densitometrie ungenau und unzureichend sind. Beispielsweise treten mehr als 50% der OP-Frakturen bei Patienten auf, die nach dieser Methode als "geringes Risiko" betrachtet werden, und 15% der Patienten werden wegen ihres "hohen Risikos" falsch behandelt. Eine Verbesserung dieser Situation erfordert (a) bessere Screening-Techniken, (b) mehr Screening und (c) verbesserte Diagnosewerte. Ziel dieses Projektes ist es, die Diagnose-Tools für Osteoporose zu verbessern. Knochenbrüche treten aufgrund von Überlastung und / oder verringerter Belastungsresistenz aufgrund von Knochenverlust auf. Die Finite-Elemente-Analyse (FEA) -Simulation ist eine nicht-invasive numerische Methode, mit der die individuelle Knochenstärke in vivo basierend auf DEXA- oder Quantitative Computed Tomography-Bildern (QCT) geschätzt werden kann. Geometrische, strukturelle und Materialeigenschaften werden aus Bildern berechnet und mit typischen physiologischen Belastungsbedingungen kombiniert, einschließlich Größe, Richtung und Häufigkeit der Belastung. Die Genauigkeit des Modells ergibt sich aus der guten Kenntnis all dieser Parameter. Die FEM-basierte Knochenstärke kann die Diagnose, Bewertung und Überwachung von Osteoporose effektiv verbessern. Trotz des im letzten Jahrzehnt erzielten erheblichen Fortschritts müssen diese Vorhersagen durch Verbesserungen der Bildgebung, mechanischen Tests und Simulationstechniken noch erheblich verbessert werden, um ihre klinische Verwendung zu rechtfertigen.

  • Personalisierte Diagnostik

    Innovative personalisierte Diagnostik zur Überwindung schwerer Nebenwirkungen von Protein-Therapeutika

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2016
    • Projektnummer: LSC16_008
    • Projektleitung: Peter Allacher, IMC FH Krems / Angewandte Bioanalytik und Wirkstoffentwicklung
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Therapeutische Proteine spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung einer Reihe schwerer Erkrankungen, wie Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Metabolische Erkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen. Der Markt für therapeutische Proteinen betrug fast $174.7 Milliarden im Jahr 2015 und wird etwa $ 248.7 Milliarden im Jahr 2020 erreichen. Die meisten therapeutischen Proteine haben eine geringe intrinsische Toxizität und zeichnen sich durch gute therapeutische Wirksamkeit aus. Ein wesentliches Problem für die Aufrechterhaltung von Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapeutika sind aber ungewollte Immunreaktionen, die einige Patienten, die mit therapeutischen Proteinen behandelt werden, entwickeln. Ungewollte Immunreaktionen, insbesondere spezifische Antikörper, können Therapeutika unwirksam machen oder schwere Nebenwirkungen verursachen, wie beispielsweise anaphylaktische Reaktionen oder Autoimmunpathologien. Gegenwärtig gibt es keine diagnostischen Methoden, um die Entwicklung dieser pathologischen Antikörper in Patienten vorherzusagen. Die frühzeitige Diagnose von Antikörpern, die sich noch im Stadium der Entwicklung befinden, würde eine frühe therapeutische Immunintervention ermöglichen, die die Entwicklung pathologischer Antiköper verhindert. Ein prominentes Beispiel für pathologische Antikörper gegen therapeutische Proteine sind neutralisierende Antikörper gegen den Gerinnungsfaktor VIII (FVIII), die sich im Verlauf der Behandlung von Hämophilie A Patienten mit FVIII Produkten entwickeln. Die Antikörper heben die biologische Aktivität der FVIII Produkte auf und können schwere Blutungskomplikationen verursachen. Im vorliegenden Projektantrag schlagen wir grundlegende Forschungsarbeiten vor, mit denen eine wichtige Wissenslücke im gegenwärtigen Verständnis der Eigenschaften und der Entwicklung pathologischer Antikörper gegen FVIII in Patienten mit schwerer Hämophilie A geschlossen werden könnte. Wir wollen neuartige Daten generieren zum zeitlichen Verlauf der frühen Antikörperentwicklung, insbesondere zum Zusammenhang von Epitopspezifität (Proteinepitope versus Kohlenhydrahtepitope), Affinität, Isotype/IgG Subklasse und funktionaler Aktivität der Antikörper,die sich in Patienten entwickeln, die FVIII Produkte erhalten. Die einmalige Möglichkeit, Grundlagenforschung und Probenanalyse aus einer klinischen Studie miteinander zu verbinden, eröffnet uns die Möglichkeit, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in einer klinischen Anwendung zu testen. Die Ergebnisse dieses Projekts werden die wissenschaftliche Basis für die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren bilden, beispielsweise für die Entwicklung eines FVIII-spezifischen Mikroarrays. Neue Verfahren für die frühe Diagnostik werden Klinikern helfen, die Entwicklung ungewollter Immunreaktionen gegen FVIII patienten-spezifisch zu beurteilen und daraufhin personalisierte Behandlungsmöglichkeiten einzusetzen, die die Wirksamkeit gegenwärtiger Therapien verbessern.

  • Irreduzibilität

    Die Irreduzibilität der subjektiven Erfahrung

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Science Call Dissertation 2016
    • Projektnummer: SC16_025
    • Projektleitung: Patrizia Giampieri-Deutsch, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychodynamik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.09.2017

    Hintergrund

    Das Dissertationsprojekt klärt ontologische Fragen rund um das Leib-Seele, sodass ein solider begrifflicher bzw. wissenschaftsphilosophischer Rahmen, der ein breites Spektrum unterschiedlicher Forschungsergebnisse integriert, zur Verfügung steht. Im Vordergrund steht dabei, das in der kausalen Struktur der physikalischen Welt schwer erklärbare Phänomen der mentalen Prozesse wissenschaftlich zu fassen. Anschließend wird untersucht, wie mentale Prozesse die Bezugnahme auf andere Subjekte, auf intramentale Prozesse und auf nicht-mentale Gegebenheiten und Prozesse realisieren. Im Fokus stehen die Grundlagen von Wahrnehmungsprozessen und die Frage, was eine Erfahrung überhaupt zu einer Erfahrung macht zwar unter besonderer Berücksichtigung ihrer qualitativen und phänomenalen Aspekte. Eine Untersuchung der subjektiven Erfahrung, vor allem mit Blick auf die therapeutische Beziehung, wird damit auf ein gesichertes Fundament gestellt und eröffnet so die Möglichkeit neuer Erkenntnisse zur Grundlagenforschung der Medizin, den Gesundheitswissenschaften und den Humanwissenschaften.

  • MFSD1 Transporter

    Die Funktion von MFSD1 während der Metastasierung von Tumoren

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2016
    • Projektnummer: LSC16_021
    • Projektleitung: Daria Siekhaus, IST Austria
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin I (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.08.2017

    Hintergrund

    Für 90% der Todesfälle unter Tumorpatienten ist Metastasierung verantwortlich, die damit eine große Hürde darstellt das Überleben von Krebspatienten sicherzustellen. Um zu metastasieren, müssen Tumorzellen aktiv migrieren und Blutgefäße durchqueren, doch wie diese Prozesse reguliert werden, ist bisher großteils ungeklärt. Im Labor von Dr. Daria Siekhaus wurde ein neuer Transporter, CG8602, entdeckt, der in der invasiven Migration von Drosophila Makrophagen in das embryonale Keimblatt eine wichtige Rolle spielt. Bisher gesammelte Daten deuten darauf hin, dass CG8602 für die Glykosylierung und Stabilität der Proteine, die die Invasion ins Gewebe limitieren, eine entscheidende Rolle spielt. So scheint CG8602 für die Anreicherung von T-Antigen an der Oberfläche von ins Keimblatt migrierenden Makrophagen verantwortlich zu sein. Tatsächlich findet sich auch in Vertebraten ein Zusammenhang
    zwischen erhöhtem T-Antigen Level auf Tumorzellen und verstärkter Metastasierung, während T-Antigen neutralisierende Antikörper Metastasenbildung reduzieren konnten. Dies weckte unser Interesse T-Antigen Regulation durch CG8602 auf Metastasenbildung in Vertebraten zu übertragen. Für diesen Zweck hat Dr. Siekhaus Dr. Marko Roblek, der umfassende Erfahrung im Feld der Metastasenbildung in Mäusen vorweisen kann, als Post-Doc angestellt. Dieses Forschungsstipendium soll sein Gehalt, sowie Materialkosten decken und ihm erlauben Experimente durchzuführen, die die Grundlage für den Aufbau seiner eigenen unabhängigen Arbeitsgruppe bilden sollen. Das Ortholog von CG8602 in Mäusen, MFSD1, ist hoch konserviert und Teil der solute carrier superfamily (SLC). Da die Funktion dieses Protein noch gänzlich unbekannt ist, wollen wir die Rolle von MFSD1 während Metastasierung analysieren. Wir wollen Interaktionspartner von MFSD1 identifizieren und den Einfluss von MFSD1 auf Glykosylierung und Stabilität von Proteinen, sowie deren Auswirkungen auf Tumorzell-Invasion untersuchen. Um die Bedeutung von Glykosylierung von Tumorzellen während Metastasierung zu entschlüsseln, werden wir eine umfangreiche Untersuchung von Zelloberflächenproteinen, Signaltransduktionswegen und transkriptioneller Kontrolle von Zellmigration durchführen. Durch die Zusammenarbeit mit Dr. Wiesholzer und Dr. Kitzwögerer von der Abteilung für Innere Medizin, KLU Universität St. Pölten, ist es uns möglich unsere Resultate auf klinische Relevanz zu überprüfen. Wir werden Tumorzellen von Krebspatienten auf die Menge und Lokalisation von MFSD1 untersuchen und die Ergebnisse mit dem Krankheitsverlauf in Korrelation bringen. Da unsere Daten suggerieren, dass wir einen evolutionär hoch konservierten Mechanismus untersuchen, freuen wir uns schon darauf, die Ergebnisse aus Drosophila auf Metastasenforschung in Vertebraten zu übertragen. Mit der vorgeschlagenen Arbeit wollen wir das Fundament für das Verständnis eines neuen Gens, das in Vertebraten invasive Migration und Metastasierung reguliert, schaffen.

  • Psychologische und psychodynamische Aspekte der religiösen Erfahrung im Bezugsrahmen der Abrahamitischen Religionen

    Psychologische und psychodynamische Aspekte der religiösen Erfahrung im Bezugsrahmen der Abrahamitischen Religionen

    • Fördergeberin / Call: Land NÖ
    • Projektnummer: K3-F-730/001-2017
    • Projektleitung: Patrizia Giampieri-Deutsch, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychodynamik
    • Projektlaufzeit: 60 Monate ab 01.06.2017

    Hintergrund

    Die psychologischen und psychodynamischen Untersuchungen der religiösen Erfahrung stellen eine Wissenschaft des menschlichen Verhaltens und der menschlichen Erfahrung dar, sodass die religiöse Erfahrung als spezifisch menschliches Erlebnis von den Methodologien der psychodynamischen Psychotherapieforschung adressiert werden kann. Die daraus forschungsgenerierten Maimonides Lectures stellen mit Symposien und Keynote Lectures eine mutuelle Befruchtung zwischen Abrahamitischen Religionen und Wissenschaften vor. Im Geist des Arztes, Philosophen und Gelehrten Mosche ben Maimon begegnen die Maimonides Lectures den jüdischen, christlichen und islamischen Traditionen. Damit wird ein substanzieller Beitrag zur Kultur der Inklusion der KL, welche der Aufwertung der Diversität verpflichtet ist, geleistet. Die Maimonides Lectures in Niederösterreich werden gemeinsam von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften in Österreich und der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) unter der Schirmherrschaft des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung veranstaltet und etablieren somit kooperative, nachhaltige Forschung auf Exzellenzniveau.

  • M3dRES

    Additive Herstellung für die medizinische Forschung

    • Fördergeberin / Call: FFG
    • Projektnummer: FFG858060
    • Projektleitung: Francesco Moscato, Medizinische Universität Wien / Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik
    • Projektpartner: ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.05.2017

    Hintergrund

    Das M3dRES-Projekt zielt darauf ab, eine einzigartige Infrastruktur für den 3D-Druck für die medizinische Forschung in einem stark interdisziplinären Umfeld zu schaffen.
    M3dRES bietet wichtige Instrumente für die personalisierte Patientenbehandlung, für die Verbesserung der Bildgebung in der Medizin, für die Beschleunigung des Tissue Engineering und der regenerativen Medizin sowie für die Modernisierung der aktuellen medizinischen Ausbildung.

  • Biomarker für Melanomfrüherkennung

    Kompartment-spezifische Analyse zirkulierender Nukleinsäuren zur optimierten Detektion von Tumoren in Melanompatienten

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2015
    • Projektnummer: LSC15_020
    • Projektleitung: Jörg Burgstaller, Universität für Veterinärmedizin Wien / IFA Tulln (VetMed)
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.05.2017

    Hintergrund

    Biomarker als Indikatoren für die Art und den Beginn einer Behandlung sowie deren Verlauf gewinnen im Rahmen des klinischen Tumormanagements derzeit stark an Bedeutung. Tumorbiomarker sind Krebs- oder Patienten-stämmige Faktoren, die das biologische Verhalten eines Tumors, das heißt, den Verlauf einer Krebserkrankung widerspiegeln und deshalb auch als prognostische Marker zum Einsatz kommen. Kutane maligne Melanome sind hochgradig aggressive, metastasierende Tumoren die aus den Pigmentzellen der Haut, so genannten Melanozyten, hervorgehen. Obwohl die Häufigkeit von Melanomerkrankungen und die damit verbundene Mortalität stetig ansteigen, ist es nach wie vor unmöglich, das metastatische Verhalten von Melanomen in Patienten vorherzusagen. In den letzten fünf Jahren finden so genannte "Flüssigbiopsien" zunehmende Beachtung. Man versteht darunter den Gewinn wertvoller Informationen zum Tumorgeschehen durch eine Nukleinsäure(NA)-basierende Analyse von Blutproben. Man weiß heute, dass im Blut tumorstämmige NAs in drei verschiedenen Kompartimenten anzutreffen sind, und zwar intrazelluläre NAs in disseminierten Tumorzellen, NAs in extrazellulären Vesikeln und frei im Plasma zirkulierende, eiweiß-gebunde NAs (cfNA), wobei die beiden letzten Formen in weit größeren Mengen vorhanden und darum zugänglicher sind. Derzeit ist die klinische Anwendung blut-basierender Tumortests und –Überwachungsmethoden noch auf Patienten mit progressiver (metastatischer) Tumorerkrankung beschränkt. Basierend auf der Hypothese, dass eine Kompartiment-spezifische NA-Analyse wesentlich zur Verbesserung blut-basierender Tumortests im Vergleich zu holistischen Ansätzen beitragen kann, wird in der vorgeschlagenen Studie darauf abgezielt, die Kompartimentierung tumorstämmiger, im Blut vorhandener NAs auszuschöpfen, um eine neuartige Strategie zum hochsensitiven, blut-basierenden Nachweis und zur Überwachung von Melanomerkrankungen und früher Metastasen zu etablieren.

  • Toxikokinetik von Quecksilber in der Plazenta

    Die Toxikokinetik von Quecksilber in der humanen Plazenta: Zusammenhang zwischen Genotyp und Phaenotyp in gesunden und kranken Plazenten

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2015
    • Projektnummer: LSC15_014
    • Projektleitung: Hans Salzer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK Tulln)
    • Projektpartner: Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Genetik, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2016

    Hintergrund

    Eine normale Funktion der Plazenta ist entscheidend für die optimale Entwicklung des Fetus. Die Ätiologie der Plazenta-Dysfunktion ist multifaktoriell und beruht auf Gen-Umwelt-Interaktionen. Plazenta-Dysfunktionen sind die Ursache zahlreicher Schwangerschaftskomplikationen, darunter Gestationsdiabetes (GDM), Prä-Eklampsie (PE) und Intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR). Wir beabsichtigen einen spezifischen Aspekt der Reproduktionstoxikologie zu untersuchen, die Toxikokinetik von Quecksilber in gesunden und kranken (GDM, PE, IUGR) Plazenten. Ausgehend von Vordaten zu den hierbei involvierten Kandidatenproteinen/-genen, möchten wir nun die Rolle und Funktion der Proteine in gesunden und kranken Plazenten vergleichen. Wir vermuten, dass sich die Quecksilber-Toxikokinetik in der dysfunktionalen Plazenta deutlich von jener in der gesunden Plazenta unterscheidet. In unseren Voruntersuchungen haben wir festgestellt, dass Proteine, die in die Quecksilber-Toxikokinetik involviert sind, in der Plazenta unterschiedlich stark exprimiert sind. Unsere Hypothesen sind: 1) Sequenzvariationen in den entsprechenden Genen beeinflussen die Proteinlevel und damit auch die Toxikokinetik von Quecksilber in der humanen Plazenta, 2) der genetische Hintergrund zur Quecksilber-Toxikokinetik unterscheidet sich signifikant in gesunden und dysfunktionalen Plazenten. Die Plazenta eignet sich hervorragend für die Untersuchung von Genotyp-Phänotyp-Assoziationen, da sie einfach verfügbar ist, Proteinexpression und -funktion gut messbar sind und sich auch primäre Zellen daraus gewinnen lassen. Methyl-Quecksilber (MeHg) betrachten wir als Modellsubstrat, da auch Aminosäuren oder Krebsmedikamente zumindest teilweise dieselben Wege der Aufnahme, Metabolisierung und Ausscheidung gehen. Die neu gewonnenen Erkenntnisse werden also nicht nur für das Gebiet der Reproduktionstoxikologie relevant sein. Drei Gruppen von Proteinen, die in die Quecksilber-Toxikokinetik involviert sind, spielen auch in Plazentadysfunktionen eine Rolle. Zu ihnen zählen die System L Aminosäuretransporter (beeinflussen vermutlich direkt das intrauterine Wachstum), Enzyme des antioxidativen Glutathion(GSH)-Systems (PE ist mit oxidativem Stress assoziiert) und Efflux-Transporter aus der Familie der ABC-Transporter (sind vermutlich in GDM, PE und IUGR involviert). Wir schlagen sechs Proteine (LAT1, b0,+, GGT1, GSTA1, MRP1, MRP3) für die Untersuchung vor. Wir möchten in der vorliegenden Studie untersuchen, ob 1) der Einfluss, den diese Proteine auf die Quecksilber-Toxikokinetik haben, ein direkter Einfluss ist. Nachdem dies experimentell bestätigt ist, werden wir 2) jene genetischen Varianten bestimmen, die einen signifikanten Zusammenhang auf Proteinexpression und Quecksilbergehalte in gesunden und dysfunktionalen Plazenten haben.

  • Chondroitinsulfat

    Die Rolle des Chondroitinsulfat Proteoglycan bei der Entstehung von Multidrug-Toleranz in Melanomzellen

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2015
    • Projektnummer: LSC15_007
    • Projektleitung: Christine Hafner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten (UK St. Pölten)
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Pathologie (UK St. Pölten), Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Pathologie (UK Krems), Medizinische Universität Wien / Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, University of Queensland / Dermatology Research Centre
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.11.2016

    Hintergrund

    Das maligne Melanom ist die häufigste Ursache von Hautkrebs-assoziierten Todesfällen. Trotz der Fortschritte im Verständnis um die Biologie dieser Erkrankung bleibt es ein signifikantes klinisches Problem. Das Melanom ist häufig mit einer aktivierenden Mutation im BRAF Gen an der Aminosäureposition 600 assoziiert, was zu einer unkontrollierten Aktivierung des MAP-Kinase Signalwegs führt und in der Folge in einer Zunahme der Zellproliferation und Migration resultiert. Obwohl BRAF und MEK Inhibitoren gezeigt haben, dass sie sehr effektiv das Wachstum von BRAFV600 mutierte Melanomen hemmen können, kommt es häufig zum Auftreten von Resistenz-assoziierten, sekundären Mutationen, welche in der Folge alternative Signalwege aktivieren. Wir haben vor kurzem über den Einfluss von Chondroitin Sulfate Proteoglycan 4 (CSPG4)-spezifischen Antikörpern auf den antiproliferativen Effekt von Vemurafenib berichtet. Diese Daten implizieren, dass dem Tumor-Mikroenvironment eine wesentliche Rolle zukommt, wenn es darum geht den Einfluss von CSPG4-spezifischen Antikörpern auf die Migration und Invasion zu untersuchen.Hierbei ergaben sich erstmalig Hinweise dafür, dass CSPG4 bei der phenotypischen Plastizität und bei der Entstehung eines transienten, drug-resistenten Zustands von Melanomzellen von Bedeutung sein könnte. Zentral für das Modell der stress-induzierten Drug-Toleranz sind sogenannte induced-drug tolerant cells (IDTCs), welche sich zu multi-drug resistenten Zellen weiterentwickeln. Diese können Zellkolonien formen, bei denen die Zelladhäsion eine wesentliche Rolle spielt. Auf diesen Erkenntnissen, basiert nun unsere Hypothese, dass anti-CSPG4 spezifische Antikörper die Formation von IDTCs verhindern oder verzögern können, wenn sie mit Therapiestandards wie BRAF- und MEK-Inhibitoren kombiniert werden. In diesem Projektantrag wollen wir diese Hypothese in in-vivo und in in-vitro Melanom-Modellen untersuchen, die Veränderungen auf Ebene der Protein- und Genexpression beschreiben sowie diese experimentellen Daten an Tumorproben von humanen Melanometastasen bestätigen. Die Entstehung von IDTCs mit anti-CSPG4 spezifischen Antikörpern zu unterbinden oder zu verlangsamen könnte ein wesentlicher Schritt bei der Verhinderung einer Resistenzentstehung sein.

  • NRF2 Melanom

    Die Rolle von NRF2 in der Melanomprogression - Einsichten in die Mechanismen der Metastasierung

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2014
    • Projektnummer: LSC14_007
    • Projektleitung: Harald Hundsberger, IMC FH Krems
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten (UK St. Pölten), Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Genetik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.03.2016

    Hintergrund

    Das Melanom verursacht nur 4% aller Hautkrebsarten und ist jedoch für eine Sterblichkeit von 79% der Betroffenen verantwortlich. Außerdem ist das Melanom die häufigste Krebserkrankung unter jungen Menschen. Obwohl bereits große Erfolge durch z.B. B-raf Inhibitoren errungen wurden, kann oft nur lebensverlängernd eingegriffen werden und Erkrankte versterben aufgrund einer Resistenzentwicklung. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass metastasierende Melanomzellen einen stark erhöhten Stoffwechselumsatz haben, welcher für Zellwachstum notwendig ist. Dadurch besteht auch ein erhöhter Bedarf an Reduktionsäquivalenten, um die Homöostase der Zellen aufrecht zu erhalten. Der hohe Metabolismus, und die daraus resultierende erhöhte Bildung von Sauerstoffradikalen kann deshalb als die „Achillesferse“ von Melanomzellen betrachtet werden. Ein Hauptregulator für die zelluläre Stressantwort ist der Transkriptionsfaktor NRF2. Dieser Faktor spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Zellen gegen Sauerstoffradikale und gegen xenobiotischen Stress. Deshalb könnte die Blockade von NRF2 die Sensitivität gegen Sauerstoffradikale wiederherstellen und damit die Zellen in Apoptose treiben. Dieser Mechanismus könnte auch die Resistenzentwicklung in metastasierendem Melanom unterdrücken, oder auch Signalmechanismen blockieren, welche tumorassoziierte Endothelzellen aktivieren. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass Standardchemotherapeutika gemeinsam mit Stoffen, welche die Detoxifizierung von Sauerstoffradikalen inhibieren, die Effektivität der Behandlung gegen das metastasierende Melanom potenzieren. Wir werden modernste CRISP Technologie nutzen, gemeinsam mit pharmakologischen Inhibitoren, um die NRF2 induzierten Mechanismen im Melanom und in melanomassoziierten Endothelzellen aufzuklären. Außerdem werden wir die neu gewonnen Erkenntnisse in die Klinik transferieren, indem wir mit Ärzten kooperieren, welche ständig Melanompatienten behandeln. Wir glauben daher, dass die Inhibierung der Anti-oxidativen Antwort ein effektiver Beitrag zur Bekämpfung des metastasierenden Melanoms sein wird.

  • Phagen in der Antibiotikaresistenz

    Die Bedeutung einer über Phagen induzierten Transduktion für den Erwerb und die Persistenz von Antibiotikaresistenzen

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2014
    • Projektnummer: LSC14_006
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie (UK St. Pölten)
    • Projektlaufzeit: 42 Monate ab 01.03.2016

    Hintergrund

    Nosokomiale Infektionen verursacht durch antibiotikaresistente Bakterien stellen ein globales Gesundheitsproblem dar. Die Verbreitung von multiresistenten Mikroorganismen multipliziert diese Problematik, trotz zahlreicher Gegenmaßnahmen und modernster Spitalshygiene. Dies zählt weltweit zu den größten Herausforderungen im öffentlichen Gesundheitssektor und wurde auch kürzlich durch die Veröffentlichung eines Strategiepapiers des Weißen Hauses "National Strategy for Combating Antibiotic Resistant Bacteria (CARB)" thematisiert. Die horizontale Ausbreitung der Antibiotikaresistenz zwischen verschiedenen Bakterien ist für eine Resistenzentwicklung während einer Therapie, aber auch für den Resistenzerwerb in der Umwelt und für die genetische Evolution von Bakterien von Bedeutung. Um Strategien gegen den horizontalen Austausch von Resistenzgenen zu finden, fehlt es an grundlagenorientierten Forschungsergebnissen. Nach derzeitigem Wissensstand basiert eine Übertragung von Antibiotikaresistenzen hauptsächlich auf konjugativen Plasmiden oder Transposons. Ein möglicher Weg der Transduktion durch Bakteriophagen wird derzeit vernachlässigt. Wie kürzlich nachgewiesen, könnte der Transduktion spezifischer Resistenzgene mittels Phagen eine bedeutende Rolle beim Erwerb von therapeutisch relevanten Antibiotikaresistenzen zukommen. Mit Hilfe dieses Transfermechanismus könnten bisher ungeklärte Fragen zum Thema Verbreitung und Erscheinen von antibiotikaresistenten Bakterien beantworten werden. Die Arbeitshypothese dieses Forschungsvorhabens geht davon aus, dass die Phagentransduktion von Antibiotikaresistenzen im medizinischen Umfeld real vorkommt und Implikationen für die menschliche Gesundheit nach sich zieht. Das Projekt untersucht daher im medizinisch-klinischen Umfeld die Bedeutung der Transduktion für die Resistenzbildung von bedeutenden nosokomialen Krankheitserregern wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus. Antibiotikaresistenz-transferierende Phagen werden isoliert, charakterisiert, der Transfermechanismus und seine Bedeutung für die tatsächliche Resistenzentwicklung werden analysiert. Letztlich werden transduzierte Bakterien auf die Fähigkeit zur Phagen-Transmission und auf ihre Virulenzeigenschaften hin erforscht. Dies soll helfen neue Strategien gegen eine Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu finden.

  • Tumorkachexie

    Metabolische Charakterisierung chronischer Entzündungszustände wie metabolisches Syndrom und Tumorkachexie

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2014
    • Projektnummer: LSC14_021
    • Projektleitung: Martin Pecherstorfer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Innere Medizin II (UK St. Pölten)
    • Projektpartner: IMC FH Krems / Angewandte Bioanalytik und Wirkstoffentwicklung, Universität Wien / Institut für Analytische Chemie, Medizinische Universität Graz / Core Facility Mass Spectrometry, Medizinische Universität Wien / Institut für Medizinische Statistik, Krankenhaus Rudolfstiftung / Karl Landsteiner Institut für Adipositas und Stoffwechselerkrankungen
    • Projektlaufzeit: 42 Monate ab 01.02.2016

    Hintergrund

    Das Krankheitsbild des Metabolischen Syndroms (MeS) ist gekennzeichnet durch Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Insulin Resistenz und pathologische Blutfettwerte. Des Weiteren kommt es durch das Bestehen eines chronischen Entzündungszustandes im Fettgewebe zu Veränderungen im Lipidmetabolismus der Fettzellen. In der Folge führt dies zu einer gestörten Aufnahme, Ablagerung und Freisetzung von Lipiden und freien Fettsäuren. Interessanterweise sind im Blutplasma von Patienten mit Tumor-Kachexie (CaC) Lipid-und Entzündungsmarker ähnlich wie beim Metabolischen Syndrom erhöht. Tumorkachexie (CaC) ist die Bezeichnung für eine Stoffwechselstörung, die als Folge einer Krebserkrankung auftritt. Diese Störung führt bei den Patient_innen zu einer Auszehrung – Kachexie – und Abmagerung.
    Für die Forschung resultieren daraus zwei wichtige Fragen: Was sind die pathophysiologischen Prozesse beim Metabolischen Syndrom und der Tumor-Kachexie? Gibt es einen gemeinsamen biologischen Marker für die pathophysiologischen Prozesse beim Metabolischen Syndrom und der Tumor-Kachexie?

  • Gehörswiederherstellung

    Gehörswiederherstellung in der Zukunft - Nutzung des efferenten Systems

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2014
    • Projektnummer: LSC14_027
    • Projektleitung: Georg Mathias Sprinzl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (UK St. Pölten)
    • Projektpartner: Medizinische Hochschule Hannover / Biomaterial Engineering, CEST
    • Projektlaufzeit: 37 Monate ab 01.02.2016

    Hintergrund

    Hochgradige Schwerhörigkeit und Taubheit (1,7 % der Gesamtbevölkerung) führen zu sozialer Abkapselung, Arbeitsunfähigkeit und begünstigen frühe Demenz. Hörgeräte und Cochlea Implantate (CI) bringen hier Hilfe, beseitigen die sozioökonomischen Effekte aber nur zum Teil. Der Grund liegt im Ausfall der sog. „Cocktailparty-Fähigkeit“, mit der ein gesunder Hörender Umgebungsgeräusche ausblenden bzw. sich in einem Stimmengewirr auf einen Sprecher konzentrieren kann. Diese Datenverarbeitung findet sich nicht im Cortex, sondern dieser steuert aktiv eine Filterung im Hörorgan (Cochlea) über eine abwärts führende mehrstufige, efferente Regelung. Trotz aller Signalverarbeitung in Hörgeräten und CI kann diese unbewusste Regelung nur schwer nachgeahmt werden und ihre Bedienung vom Patienten bleibt wegen Umständlichkeit, fast unbenutzt. Was fehlt, ist das technische Schließen des erweiterten Regelkreises aus Cochlea, Cortex und Hörhilfe/CI.Mit Brain-Computer-Interfaces (BCI) könnte der Anschluss des Cortex oder darunterliegende Stationen der auditorischen Efferenz an Hörhilfen in Zukunft möglich werden, wenngleich dazu umfassende Kooperationen von Audiologen, Neurochirurgen, Elektrophysiologen, Elektrodenentwicklern, modellierenden Neuro- und Kognitionswissenschaftlern nötig sind. Das Universitätsklinikum St. Pölten (UKStP) der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften empfiehlt sich als Initiator eines Roadmappings, welches den Kenntnisstand in die Lehre aufnimmt, für den Anwendungsfokus auswertet und einen Konsens an Herausforderungen und Meilensteinen kommuniziert.
    Neben diesem langfristig wirkenden Ansatz ist in ersten, kleineren Experimenten zu zeigen, dass eine efferente Regelung funktionieren kann. Versuche im Rahmen laufender Tierexperimente und an frisch versorgten CI Patienten erlauben es, einfachere Zugänge zum efferenten auditorischen System zu testen (Compound Action Potentials CAP, tonotope Aktionspotentiale im sensing CI Modus und EEG-Ableitungen). Ein Erfolg würde einen versuchsweisen Schluß der efferenten Regelung mit Patienten an Research CI Umgebungen erlauben, wobei die Patienten die Efferenz nutzen lernen – möglicherweise genauso intuitiv, wie dies mit BCI gesteuerten Gliedmaßen gelungen ist*. (*Collinger JL et al, J. Clin. Trans. Science (2014) 7, 1, 1752-8062)

  • OsteoSim

    Computersimulationsmodelle zur Osteoporose Früherkennung

    • Fördergeberin / Call: FFG, Basisprogramm BRIDGE 1
    • Projektnummer: FFG850746
    • Projektleitung: Dieter Pahr, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Biomechanik
    • Projektpartner: Donau Universität Krems / Department of Regenerative Medicine, Braincon GmbH&CoKG, Technische Universität Wien / Institut für Leichtbau und Struktur-Biomechanik
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.12.2015

    Hintergrund

    Osteoporose ist eine weit verbreitete Alterserkrankung des Knochens. Die Ursache für eine Osteoporose Erkrankung liegt meist in einer hormonellen Veränderung. Vorwiegend betroffen sind ältere Frauen, aber auch Männer leiden zunehmend an dieser Krankheit. Die Volkskrankheit Osteoporose wird allmählich zu einem gesundheitsökonomischen Problem. Durch die Osteoporose wird nach und nach die Knochendichte verringert. Dadurch wird das gesamte Skelett biomechanisch geschwächt und es kommt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu Knochenbrüchen. Im klinischen Alltag erfolgt die Diagnose von Osteoporose bzw. generell die Abschätzung eines Frakturrisikos auf Basis von Knochendichtemessung (BMD-Messung). Laut WHO gilt ein T < –2,5 Standardabweichung als kritischer Schwellenwert für die Diagnose einer Osteoporose. Leider zeigen Ergebnisse von Studien (zB. Rotterdam-Studie3), dass bei einer Gruppe mit nichtvertebralen Frakturen lediglich 44 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer einen TWert kleiner –2,5 aufwiesen. Das finale Ziel ist es, beide Befundungen – Osteoporose und Osteoarthrose - zu kombinieren und mit neuen, validierten Bewertungsmodellen primär eine Osteoporose Differenzierung vorzunehmen, welche bessere Ergebnisse als der T-Score gibt. Als Sekundärziel werden Zusammenhänge und allfällige Wechselwirkungen beider Krankheiten aufgezeigt. Dies soll durch vier Kernforschungsaufgaben erreicht werden:
    neue Osteoporose-Bewertungsmodelle, Standardisierung von Röntgenaufnahmen, kombinierte Befundung - Zusammenhänge Osteoporose und Osteoarthrose, Validierung der neuen Osteoporose Bewertungsmodelle

    OsteoSim (PDF)
  • TIFOS

    Vollständig implantierbares faser-optisches Schallwellen-Sensorsystem für Cochlea- und Mittelohrhörhilfen

    • Fördergeberin / Call: NÖ Forschung & Bildung (NFB), Life Science Call 2014
    • Projektnummer: LSC14_026
    • Projektleitung: Nikolaus Dellantoni, ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology
    • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Klinische Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (UK St. Pölten), Niedergelassener Facharzt
    • Projektlaufzeit: 36 Monate ab 01.11.2015

    Hintergrund

    Implantierbare Hörgeräte sind seit mehr als 25 Jahren im klinischen Einsatz, wie z.B. Cochlea-Implantate (CI), Hirnstamm-Implantate (ABI), knochenverankerte Hörgeräte (BAHA) und implantierbare Mittelohrimplantate (MEI). Die größte Herausforderung für alle diese implantierbaren Systeme liegt in der mangelnder Zuverlässigkeit der implantierbaren Mikrofone, verursacht durch eine konstante Abnahme der Anfangsempfindlichkeit. Ziel des gegenständlichen Projekts ist die Entwicklung einer kontaktlosen Glasfasermesstechnik basierend auf Nieder-Kohärenz-Interferometrie zur Amplitudenmessung der Bewegung der Gehörknöchelchen, zB. Hammer oder Amboss. Der gewählte Ansatz ist physiologisch völlig gerechtfertigt, da die Schallübertragung an das Innenohr ohne Behinderung und unter Nutzung der natürlichen Verstärkungseigenschaften des Außenohrs und des Trommelfells realisiert wird. Ebenfalls werden Rückkopplungsrauschen und Signalverzerrung aufgrund der Entkopplung des Mikrofons vom Aktuator verhindert. Durch die berührungslose Methode werden die ursprünglichen Eigenschaften des akustischen Signals nicht verändert und die Gehörknöchelchenkette bleibt intakt. Der Abstand von ca. 5 mm zwischen der Sensorfaser und den Gehörknöchelchen ist auch groß genug, um eine allfällige Narbenbildung zu verhindern. Auch kann damit das System sowohl bei kleinen quasi-statischen langfristigen Bewegungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr (z.B. während der Wachstumsphase bei Kindern) als auch bei großen quasi-statischen kurzfristigen Bewegungen (z.B. bei Kaubewegungen oder bei Druckwechsel) verwendet werden. Der aktuelle Prototyp der Vorrichtung erzielt eine Empfindlichkeit von etwa 40 dB SPL und etwa 70 dB SPL im Audiofrequenzbereich, welche im Projekt nun durch Erhöhung des Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) auf etwa 30 dB SPL verbessert werden soll. Diese Verbesserung soll z.B. durch die Rauschunterdrückung von einigen Teilkomponenten, wie Lichtquelle, Glasfaser-Verbindung, Foto-Receiver, oder Gesamtsensorkonfiguration, erzielt werden. Zusätzlich wird ein neuer Algorithmus entwickelt und in einer Niedrigverbrauch-DSP eingebettet. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer prä-klinischen ex-vivo-Untersuchung validiert.

  • Freud & Lipps

    Freud, Lipps und das Problem der Empathie

    • Fördergeberin / Call: Ministerium für Universität und wissenschaftliche und technologische Forschung
    • Projektnummer: CICLO XXX SSD M-FIL/O3
    • Projektleitung: Patrizia Giampieri-Deutsch, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Psychodynamik
    • Projektlaufzeit: 48 Monate ab 01.10.2015

    Hintergrund

    Das Forschungsprojekt, aus welchem sowohl die Dissertation „Freud, Lipps und das Problem der Empathie“ wie auch eine Reihe Veröffentlichungen hervorgegangen sind, untersucht eine noch wenig ausgearbeitete philosophische Quelle von Sigmund Freud. Der durch neue Ergebnisse im neurowissenschaftlichen und kognitiven Feld (u.a. die Entdeckung der Spiegelneurone) vieldiskutierte Begriff der Empathie hat zu einer Wiederaufnahmen der Theorien von Theodor Lipps geführt, der unter den bedeutendsten Pionieren der Empathieforschung gesehen wird. Die geschichtswissenschaftliche Untersuchung eröffnet eine neue Lektüre der Texte von Lipps. Fünf Anhänge vervollständigen die Dissertation mit neuen Übersetzungen von Lipps´ Texten. Die Arbeit von Dr. Ivan Rotella systematisiert des weiteren vor dem Hintergrund der aktuellen Forschung den Begriff der Einfühlung bei Lipps und dessen Einfluss auf Sigmund Freud.

  • TrinkWASSER@Gebäude

    Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu der Trinkwasserqualität in Gebäuden

    • Fördergeberin / Call: FFG
    • Projektnummer: FFG4952809
    • Projektleitung: Thomas Czerny, FH Campus Wien
    • Projektpartner: AIT Austrian Institute of Technology, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit, OFI - Österreichisches Forschungsinstitut, Ecoplus. Die Wirtschaftsagentur Niederösterreichs
    • Projektlaufzeit: 6 Monate ab 13.10.2014

    Hintergrund

    Im Projekt „Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu Trinkwasserqualität in Gebäuden“ werden konkrete Problemstellungen entlang der Wertschöpfungskette „Trinkwasser im Gebäude“ in einem sorgfältig zusammengestellten Unternehmenskonsortium mit WissenschaftspartnerInnen analysiert und diskutiert. Es handelt sich dabei um die vier Themenbereichen „Leitung“, „Wasseraufbereitung im Haus“, „Trinkwassererwärmung“ und „Armaturen“, wobei der Hauptaugenmerk auf der Qualitätserhaltung des Trinkwassers liegt. In moderierten Workshops werden TeilnehmerInnen aus der Wirtschaft den aktuellen Technologie-Status Quo erfahren, den wissenschaftlichen Partner sollen die Interessen und die Problemstellungen der Unternehmen nahegebracht werden. Durch Austausch ihrer langjährigen Erfahrungen werden neue Technologie- und Forschungsschwerpunkte sowie Dienstleistungen erkannt, die am Markt benötigt werden, und ein Kooperationsnetzwerk zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen langfristig aufgebaut. Wesentlich für den Erfolg dieses Qualifizierungsprojektes ist ein maßgeschneidertes, inhaltlich wie zeitlich kompaktes Curriculum, um den TeilnehmerInnen gerade in dieser Branche einen sparsamen Umgang mit ihren personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen zu ermöglichen.

Publikationen

Das wissenschaftliche Personal der Karl Landsteiner Privatuniverstät für Gesundheitswissenschaften sowie der Universitätskliniken Krems, St. Pölten und Tulln publizieren laufend in international anerkannten Fachzeitschriften.

 

Eine Auswahl kürzlich veröffentlichter wissenschaftlicher Artikel:

Lymphocyte-to-monocyte ratio and neutrophil-to-lymphocyte ratio as biomarkers for predicting lymph node metastasis and survival in patients treated with radical cystectomy.D`Andrea, D et.al.J Surg Oncol, 2017
Cold Thermal Irrigation Decreases the Ipsilateral Gain of the Vestibulo-Ocular Reflex.Tamás, LT et al.Ear Hear, 2016
Chronic Paracoccidioidomycosis with adrenal involvement mimicking tuberculosis - A case report from Austria.Wagner, G et al.Med Mycol Case Rep, 2016
Canine olfaction as an alternative to analytical instruments for disease diagnosis: understanding 'dog personality' to achieve reproducible resultsHackner K; Pleil J;Journal of Breath Research, 2017
Randomized Trial of Bilateral versus Single
Internal-Thoracic-Artery Grafts
Taggart, D;NEJM, 2016
Normalised time-to-peak-distribution curves correlate with cerebral white matter hyperintensities - Could this improve early diagnosis?Nasel, C et al.J Cereb Blood Flow Metab, 2017
Vaccine hesitancy in AustriaSandhofer, M et al.Wr. Klinische Wochenschrift, 2017
Intraoperative MR imaging of cerebral oxygen metabolism during resection of brain lesionsStadlbauer, A. et alWorld Neurosurgery, 2017
Magnetic resonance imaging biomarkers for clinical routine assessment of microvascular architecture in gliomaStadlbauer, A. et alJ cerebral blood flow and metabolism, 2016
Short-term clinical outcomes for intermittent cold versus intermittent warm blood cardioplegia in 2200 adult cardiac surgery patientsTrescher, K et alJ Cardiovasc Surg (Torino), 2017
Compatibility of Meropenem with Different Commercial Peritoneal Dialysis SolutionsWiesholzer, M. et al.Perit Dial Int, 2016
A single-center retrospective analysis of first-line therapy of multiple myeloma with bendamustine-bortezomib-dexamethasoneZwickl, H. et al.Leuk Lymphoma, 2016

Events

  1. 21 Mär

    „Gelingendes Altern in der Gemeinde – aber wie?“

    21. März 2019, 19:00 - 21:00
    2073 Obermarkersdorf Nr. 36, Rathaussaal 4.0
  2. 01 Apr

    Antrittsvorlesung von Andreas Farnleitner, Professor für Mikrobiologische Diagnostik

    01. April 2019, 18:00 - 20:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems Trakt Y, Festsaal
  3. 10 Mai

    Infoabend Psychotherapie- und Beratungswissenschaften

    10. Mai 2019, 18:30 - 20:00
    Karl Landsteiner Privatuniverisität für Gesundheitswissenschaften