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Forschungsdatenbank

Eine Forschungsdatenbank soll künftig über alle laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekte an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften informieren.

Diese befindet sich derzeit im Status der Entwicklung.

Projekte

OSTEOSIM

Computersimulationsmodelle zur Osteoporose-Früherkennung

  • Fördergeberin: FFG, Basisprogramme BRIDGE 1
  • Projektnummer: FFG 850746
  • Projektleitung: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
  • Projektpartner_innen: Technische Universität Wien, Donau-Universität Krems, Braincon GmbH
  • Projektlaufzeit: 1.12.2015 – 31.5.2018

Hintergrund

Knochenschwund, auch bekannt als Osteoporose, betrifft vorwiegend ältere Menschen und führt zu erhöhtem Frakturrisiko. Die Früherkennung ist schwierig, weil die Krankheit schmerzfrei verläuft. Eine frühzeitige Diagnose wird aber aus  gesundheits-ökonomischer Sicht immer wichtiger.

OSTEOSIM (191.76 KB, PDF)

METABOLIC PROFILING

Metabolische Charakterisierung des Blutplasmas in chronisch entzündlichen Krankheitszuständen wie dem Metabolischen Syndrom und der Tumorkachexie

  • Fördergeberin: NÖ Forschung- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2014
  • Projektnummer: LS14-021
  • Projektleitung: Primar Univ.-Prof. Dr. Martin Pecherstorfer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Universitätsklinikum Krems
  • Projektpartner_innen: IMC Fachhochschule Krems, Universität Wien, Rudolfstiftung Wien, Medizinische Universität Graz
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Das Krankheitsbild des Metabolischen Syndroms (MeS) ist gekennzeichnet durch Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Insulin Resistenz und  pathologische Blutfettwerte. Des Weiteren kommt es durch das Bestehen eines chronischen Entzündungszustandes im Fettgewebe zu Veränderungen im Lipidmetabolismus der Fettzellen.

METABOLIC PROFILING (223.72 KB, PDF)

PHAGE

Die Bedeutung einer über Phagen induzierten Transduktion für den Erwerb und die Persistenz von Antibiotikaresistenzen im medizinischen Bereich.

  • Fördergeberin: NÖ Forschung- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2014
  • Projektnummer: LS14-006
  • Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Friederike Hilbert, Veterinärmedizinische Universität Wien
  • Projektpartner_innen: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Universitätsklinikum St.Pölten, Institute for Science and Technology / ISTA, Klosterneuburg
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Nosokomiale Infektionen verursacht durch antibiotikaresistente Bakterien stellen ein globales Gesundheitsproblem dar. Die Verbreitung von multiresistenten Mikroorganismen multipliziert diese Problematik, trotz zahlreicher Gegenmaßnahmen und modernster Spitalshygiene. Dies zählt weltweit zu den größten Herausforderungen im öffentlichen Gesundheitssektor und wurde auch kürzlich durch die Veröffentlichung eines Strategiepapiers des Weißen Hauses "National Strategy for Combating Antibiotic Resistant Bacteria (CARB)" thematisiert. Die horizontale Ausbreitung der Antibiotikaresistenz zwischen verschiedenen Bakterien ist für eine Resistenzentwicklung während einer Therapie, aber auch für den Resistenzerwerb in der Umwelt und für die genetische Evolution von Bakterien von Bedeutung. Um Strategien gegen den horizontalen Austausch von Resistenzgenen zu finden, fehlt es an grundlagenorientierten Forschungsergebnissen. Nach derzeitigem Wissensstand basiert eine Übertragung von Antibiotikaresistenzen hauptsächlich auf konjugativen Plasmiden oder Transposons. Ein möglicher Weg der Transduktion durch Bakteriophagen wird derzeit vernachlässigt.  Wie kürzlich nachgewiesen, könnte der Transduktion spezifischer Resistenzgene mittels Phagen eine bedeutende Rolle beim Erwerb von therapeutisch relevanten Antibiotikaresistenzen zukommen.  Mit Hilfe dieses Transfermechanismus könnten bisher ungeklärte Fragen zum Thema Verbreitung und Erscheinen von antibiotikaresistenten Bakterien beantworten werden. Die Arbeitshypothese dieses Forschungsvorhabens geht davon aus, dass die Phagentransduktion von Antibiotikaresistenzen im medizinischen Umfeld real vorkommt und Implikationen für die menschliche Gesundheit nach sich zieht. Das Projekt untersucht daher im medizinisch-klinischen Umfeld die Bedeutung der Transduktion für die Resistenzbildung von bedeutenden nosokomialen Krankheitserregern wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus.
Antibiotikaresistenz-transferierende Phagen werden isoliert, charakterisiert, der Transfermechanismus und seine Bedeutung für die tatsächliche Resistenzentwicklung werden analysiert. Letztlich werden transduzierte Bakterien auf die Fähigkeit zur Phagen-Transmission und auf ihre Virulenzeigenschaften hin erforscht. Dies soll helfen neue Strategien gegen eine Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu finden.

FUTURE OF HEARING

Gehörswiederherstellung in der Zukunft - Nutzung des efferenten Systems.

  • Fördergeberin: NÖ Forschung- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2014
  • Projektnummer: LS14-027
  • Projektleitung: Primar Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Universitätsklinikum St.Pölten
  • Projektpartner_innen: Medizinische Hochschule Hannover, CEST Wr. Neustadt
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Hochgradige Schwerhörigkeit und Taubheit (1,7 % der Gesamtbevölkerung) führen zu sozialer Abkapselung, Arbeitsunfähigkeit und begünstigen frühe Demenz. Hörgeräte und Cochlea Implantate (CI) bringen hier Hilfe, beseitigen
die sozioökonomischen Effekte aber nur zum Teil. Der Grund liegt im Ausfall der sog. „Cocktailparty-Fähigkeit“, mit der ein gesunder Hörender Umgebungsgeräusche ausblenden bzw. sich in einem Stimmengewirr auf einen Sprecher
konzentrieren kann. Diese Datenverarbeitung findet sich nicht im Cortex, sondern dieser steuert aktiv eine Filterung im Hörorgan (Cochlea) über eine abwärts führende mehrstufige, efferente Regelung. Trotz aller Signalverarbeitung in
Hörgeräten und CI kann diese unbewusste Regelung nur schwer nachgeahmt werden und ihre Bedienung vom Patienten bleibt wegen Umständlichkeit, fast unbenutzt. Was fehlt, ist das technische Schließen des erweiterten
Regelkreises aus Cochlea, Cortex und Hörhilfe/CI.
Mit Brain-Computer-Interfaces (BCI) könnte der Anschluss des Cortex oder darunterliegende Stationen der auditorischen Efferenz an Hörhilfen in Zukunft möglich werden, wenngleich dazu umfassende Kooperationen von
Audiologen, Neurochirurgen, Elektrophysiologen, Elektrodenentwicklern, modellierenden Neuro- und Kognitionswissenschaftlern nötig sind. Das Universitätsklinikum St. Pölten (UKStP) der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
empfiehlt sich als Initiator eines Roadmappings, welches den Kenntnisstand in die Lehre aufnimmt, für den Anwendungsfokus auswertet und einen Konsens an Herausforderungen und Meilensteinen kommuniziert.
Neben diesem langfristig wirkenden Ansatz ist in ersten, kleineren Experimenten zu zeigen, dass eine efferente Regelung funktionieren kann. Versuche im Rahmen laufender Tierexperimente und an frisch versorgten CI Patienten
erlauben es, einfachere Zugänge zum efferenten auditorischen System zu testen (Compound Action Potentials CAP, tonotope Aktionspotentiale im sensing CI Modus und EEG-Ableitungen). Ein Erfolg würde einen versuchsweisen Schluß der efferenten Regelung
mit Patienten an Research CI Umgebungen erlauben, wobei die Patienten die Efferenz nutzen lernen – möglicherweise genauso intuitiv, wie dies mit BCI gesteuerten Gliedmaßen gelungen ist*. (*Collinger JL et al, J. Clin. Trans. Science (2014) 7, 1, 1752-8062)

NRF2 in der MELANOMPROGRESSION

Die Rolle von NRF2 in der Melanomprogression - Einsichten in die Mechanismen der Metastasierung.

  • Fördergeberin: NÖ Forschung- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2014
  • Projektnummer: LS14-007
  • Projektleitung: Ass.-Prof. Dr. Mario Mikula, Medizinische Universität Wien
  • Projektpartner_innen: IMC Fachhochschule Krems, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Universitätsklinikum St.Pölten
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Das Melanom verursacht nur 4% aller Hautkrebsarten und ist jedoch für eine Sterblichkeit von 79% der Betroffenen verantwortlich. Ausserdem ist das Melanom die häufigste Krebserkrankung unter jungen Menschen. Obwohl bereits große Erfolge durch z.B. B-raf Inhibitoren errungen wurden, kann oft nur lebensverlängernd eingegriffen werden und Erkrankte versterben aufgrund einer Resistenzentwicklung. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass metastasierende Melanomzellen einen stark erhöhten Stoffwechselumsatz haben, welcher für Zellwachstum notwendig ist. Dadurch besteht auch ein erhöhter Bedarf an Reduktionsäquivalenten, um die Homöostase der Zellen aufrecht zu erhalten. Der hohe Metabolismus, und die daraus resultierende erhöhte Bildung von Sauerstoffradikalen kann deshalb als die „Achillesferse“ von Melanomzellen betrachtet werden. Ein Hauptregulator für die zelluläre Stressantwort ist der Transkriptionsfaktor NRF2. Dieser Faktor spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Zellen gegen Sauerstoffradikale und gegen xenobiotischen Stress. Deshalb könnte die Blockade von NRF2 die Sensitivität gegen Sauerstoffradikale wiederherstellen und damit die Zellen in Apoptose treiben. Dieser Mechanismus könnte auch die Resistenzentwicklung in metastasierendem Melanom unterdrücken, oder auch Signalmechanismen blockieren, welche tumorassoziierte Endothelzellen aktivieren. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass Standardchemotherapeutika gemeinsam mit Stoffen, welche die Detoxifizierung von Sauerstoffradikalen inhibieren, die Effektivität der Behandlung gegen das metastasierende Melanom potenzieren.

TIFOS

Vollständig implantierbares faser-optisches Schallwellen-Sensorsystem für Cochlea- und Mittelohrhörhilfen.

  • Fördergeberin: NÖ Forschung- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2014
  • Projektnummer: LS14-026
  • Projektleitung: DI Nikolaus Dellantoni, ACMIT / PI Primar Univ.-Prof. Dr. Georg Sprinzl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften / Universitätsklinikum St.Pölten
  • Projektpartner: Dr. Rudolf Pavelka, HNO
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Implantierbare Hörgeräte sind seit mehr als 25 Jahren im klinischen Einsatz, wie z.B. Cochlea-Implantate (CI), Hirnstamm-Implantate (ABI), knochenverankerte Hörgeräte (BAHA) und implantierbare Mittelohrimplantate (MEI). Die größte Herausforderung für alle diese implantierbaren Systeme liegt in der mangelnder Zuverlässigkeit der implantierbaren Mikrofone, verursacht durch eine konstante Abnahme der Anfangsempfindlichkeit. Ziel des gegenständlichen Projekts ist die Entwicklung einer kontaktlosen Glasfasermesstechnik basierend auf Nieder-Kohärenz-Interferometrie zur Amplitudenmessung der Bewegung der Gehörknöchelchen, zB. Hammer oder Amboss. Der gewählte Ansatz ist physiologisch völlig gerechtfertigt, da die Schallübertragung an das Innenohr ohne Behinderung und unter Nutzung der natürlichen Verstärkungseigenschaften des Außenohrs und des Trommelfells realisiert wird. Ebenfalls werden Rückkopplungsrauschen und Signalverzerrung aufgrund der Entkopplung des Mikrofons vom Aktuator verhindert. Durch die berührungslose Methode werden die ursprünglichen Eigenschaften des akustischen Signals nicht verändert und die Gehörknöchelchenkette bleibt intakt. Der Abstand von ca. 5 mm zwischen der Sensorfaser und den Gehörknöchelchen ist auch groß genug, um eine allfällige Narbenbildung zu verhindern. Auch kann damit das System sowohl bei kleinen quasi-statischen langfristigen Bewegungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr (z.B. während der Wachstumsphase bei Kindern) als auch bei großen quasi-statischen kurzfristigen Bewegungen (z.B. bei Kaubewegungen oder bei Druckwechsel) verwendet werden. Der aktuelle Prototyp der Vorrichtung erzielt eine Empfindlichkeit von etwa 40 dB SPL und etwa 70 dB SPL im Audiofrequenzbereich, welche im Projekt nun durch Erhöhung des Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) auf etwa 30 dB SPL verbessert werden soll. Diese Verbesserung soll z.B. durch die Rauschunterdrückung von einigen Teilkomponenten, wie Lichtquelle, Glasfaser-Verbindung, Foto-Receiver, oder Gesamtsensorkonfiguration, erzielt werden. Zusätzlich wird ein neuer Algorithmus entwickelt und in einer Niedrigverbrauch-DSP eingebettet. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer prä-klinischen ex-vivo-Untersuchung validiert.

QUECKSILBER TOXIKOKINETIK

Die Toxikokinetik von Quecksilber in der humanen Plazenta:
Zusammenhang zwischen Genotyp und Phänotyp in gesunden und kranken Plazenten.

  • Fördergeberin: Niederösterreichische Forschungs- und Bildungsgesellschaft
  • Projektnummer:  LS15-014
  • Projektleitung: Univ. Prof. Dr. Hans Salzer, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Universitätsklinikum Tulln
  • Projektpartner_innen: UK St. Pölten, MedUni Wien
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Expression und Aktivität von Transportmechanismen in gesunden und dysfunktionalen Plazenten werden unter Verwendung von MeHg als Modell-Substrat untersucht. Durch die Erforschung der plazentaren Quecksilber-Toxikokinetik lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die nicht nur für die Reproduktionstoxikologie relevant sind, sondern auch zu einem besseren Verständnis der individuell sehr unterschiedlichen Plazenta-(Patho)-Physiologie beitragen.

Quecksilber Toxikokinetik (168.86 KB, PDF)

CSPG4 Multi-Drug Toleranz im Melanom

Die Rolle des Chondroitin Sulfat Proteoglycan 4 (CSPG4) bei der Entstehung von Multidrug- Toleranz in Melanomzellen.

  • Fördergeberin: NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2015
  • Projektnummer: LSC15-007
  • Projektleitung: Priv.Doz. Dr. Christine Hafner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Universitätsklinik für Dermatologie St. Pölten
  • Projektpartner_innen: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Abteilung für Pathologie, Universitätsklinikum St.Pölten; Abteilung für Pathologie, Universitätsklinikum Krems; Institut für Pathophysiolgie und Allergieforschung, Medizinische Universität Wien; Dermatology Research Centre, Translational Research Institute, The University of Queensland
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Das maligne Melanom ist die häufigste Ursache von Hautkrebs-assoziierten Todesfällen. Trotz der Fortschritte im Verständnis um die Biologie dieser Erkrankung bleibt es ein signifikantes klinisches Problem.

TUMORBIOMARKER

Kompartment-spezifische Analyse zirkulierender Nukleinsäuren zur optimierten Detektion von Tumoren in Melanompatienten.

  • Fördergeberin: NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Life Science Call 2015
  • Projektnummer: LSC15-020
  • Projektleitung: Dr. Jörg Burgstaller, Institut für Biotechnologie in der Tierproduktion, Veterinärmedizinische Universität Wien.
  • Projektpartner: Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Universitätsklinik für Dermatologie St. Pölten; Forschungsgruppe Onkologie, Pferdeklinik Vetmed Vienna
  • Projektlaufzeit: 3 Jahre

Hintergrund

Biomarker als Indikatoren für die Art und den Beginn einer Behandlung sowie deren Verlauf gewinnen im Rahmen des klinischen Tumormanagements derzeit stark an Bedeutung. Tumorbiomarker sind Krebs- oder Patienten-stämmige Faktoren, die das biologische Verhalten eines Tumors, das heißt, den Verlauf einer Krebserkrankung widerspiegeln und deshalb auch als prognostische Marker zum Einsatz kommen.
Kutane maligne Melanome sind hochgradig aggressive, metastasierende Tumoren die aus den Pigmentzellen der Haut, so genannten Melanozyten, hervorgehen. Obwohl die Häufigkeit von Melanomerkrankungen und die damit verbundene Mortalität stetig ansteigen, ist es nach wie vor unmöglich, das metastatische Verhalten von Melanomen in Patienten vorherzusagen.
In den letzten fünf Jahren finden so genannte "Flüssigbiopsien" zunehmende Beachtung. Man versteht darunter den Gewinn wertvoller Informationen zum Tumorgeschehen durch eine Nukleinsäure(NA)-basierende Analyse von Blutproben. Man weiß heute, dass im Blut tumorstämmige NAs in drei verschiedenen Kompartimenten anzutreffen sind, und zwar intrazelluläre NAs in disseminierten Tumorzellen, NAs in extrazellulären Vesikeln und frei im Plasma zirkulierende, eiweiß-gebunde NAs (cfNA), wobei die beiden letzten Formen in weit größeren Mengen vorhanden und darum zugänglicher sind.
Derzeit ist die klinische Anwendung blut-basierender Tumortests und –Überwachungsmethoden noch auf Patienten mit progressiver (metastatischer) Tumorerkrankung beschränkt. Basierend auf der Hypothese, dass eine Kompartiment-spezifische NA-Analyse wesentlich zur Verbesserung blut-basierender Tumortests im Vergleich zu holistischen Ansätzen beitragen kann, wird in der  vorgeschlagenen Studie darauf abgezielt, die Kompartimentierung tumorstämmiger, im Blut vorhandener NAs auszuschöpfen, um eine neuartige Strategie zum hochsensitiven, blut-basierenden Nachweis und zur Überwachung von Melanomerkrankungen und früher Metastasen zu etablieren.

AQUASAFE

Wasserqualitätsmonitoring der Zukunft – Genetische Fäkalmarker zur Detektion und
Herkunftsbestimmung fäkaler Spurenbelastungen

  • Fördergeberin: NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), Science Call 2015
  • Projektnummer: SC15-016
  • Projektleitung: Assoc. Prof. DI Dr. Andreas Farnleitner, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Department Water & Health.
  • Projektpartner_innen: IFA Tulln, EVN
  • Projektlaufzeit: 2 Jahre

Hintergrund

Die Diagnostik genetischer Fäkalmarker besitzt das Potential die Wasseranalytik zu revolutionieren.
Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt evaluiert den Status sowie erforderliche Entwicklungsschritte zur Anwendung genetischer Fäkalmarker im Rahmen von Wassersicherheitsplänen.

Aquasafe (207.66 KB, PDF)

 

 

Publikationen

Das wissenschaftliche Personal der Karl Landsteiner Privatuniverstät für Gesundheitswissenschaften sowie der Universitätskliniken Krems, St. Pölten und Tulln publizieren laufend in international anerkannten Fachzeitschriften.

 

Eine Auswahl kürzlich veröffentlichter wissenschaftlicher Artikel:

Lymphocyte-to-monocyte ratio and neutrophil-to-lymphocyte ratio as biomarkers for predicting lymph node metastasis and survival in patients treated with radical cystectomy.D`Andrea, D et.al.J Surg Oncol, 2017
Cold Thermal Irrigation Decreases the Ipsilateral Gain of the Vestibulo-Ocular Reflex.Tamás, LT et al.Ear Hear, 2016
Chronic Paracoccidioidomycosis with adrenal involvement mimicking tuberculosis - A case report from Austria.Wagner, G et al.Med Mycol Case Rep, 2016
Canine olfaction as an alternative to analytical instruments for disease diagnosis: understanding 'dog personality' to achieve reproducible resultsHackner K; Pleil J;Journal of Breath Research, 2017
Randomized Trial of Bilateral versus Single
Internal-Thoracic-Artery Grafts
Taggart, D;NEJM, 2016
Normalised time-to-peak-distribution curves correlate with cerebral white matter hyperintensities - Could this improve early diagnosis?Nasel, C et al.J Cereb Blood Flow Metab, 2017
Vaccine hesitancy in AustriaSandhofer, M et al.Wr. Klinische Wochenschrift, 2017
Intraoperative MR imaging of cerebral oxygen metabolism during resection of brain lesionsStadlbauer, A. et alWorld Neurosurgery, 2017
Magnetic resonance imaging biomarkers for clinical routine assessment of microvascular architecture in gliomaStadlbauer, A. et alJ cerebral blood flow and metabolism, 2016
Short-term clinical outcomes for intermittent cold versus intermittent warm blood cardioplegia in 2200 adult cardiac surgery patientsTrescher, K et alJ Cardiovasc Surg (Torino), 2017
Compatibility of Meropenem with Different Commercial Peritoneal Dialysis SolutionsWiesholzer, M. et al.Perit Dial Int, 2016
A single-center retrospective analysis of first-line therapy of multiple myeloma with bendamustine-bortezomib-dexamethasoneZwickl, H. et al.Leuk Lymphoma, 2016

Events

  1. 24 Apr

    CityRun Krems 2018

    24. April 2018, 15:00 - 22:00
    Campus Krems
  2. 18 Mai

    INFOTAG Bachelorstudium Psychotherapie- und Beratungswissenschaften

    18. Mai 2018, 18:30 - 19:30
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
  3. 16 Jun

    Campus Ball Krems

    16. Juni 2018, 19:00 - 17. Juni 2018, 04:00
    Campus Krems