The tug-of-war between engagement and dysregulation: A comprehensive analysis of cognition and internet gaming disorder in adolescents
Aktuelle Publikation
Eine aktuelle Studie von Dr. David Willinger MSc und Univ.-Prof. PD Mag. Dr. Stefan Steiger aus dem Fachbereich Psychologische Methodenlehre zeigt, dass Online-Gaming bei Jugendlichen differenzierter betrachtet werden muss. Die Forschenden konnten nachweisen, dass nicht die reine Spielzeit entscheidend ist, sondern ob das Spielverhalten kontrolliert oder problematisch ist. Während exzessives und unkontrolliertes Gaming (Internet Gaming Disorder, IGD) mit schlechteren kognitiven Leistungen zusammenhängt, zeigt häufiges, aber reguliertes Spielen sogar positive Effekte, etwa auf räumliches Denken und Problemlösefähigkeiten. Besonders Strategie- und Rollenspiele standen mit besseren kognitiven Fähigkeiten in Verbindung, während bestimmte Shooter-Spiele eher mit problematischem Verhalten korrelierten. Die Ergebnisse machen deutlich, dass nicht Gaming an sich schädlich ist, sondern vor allem der Verlust der Kontrolle darüber.
Willinger, D., Wunderl, S., & Stieger, S. (2026). The tug-of-war between engagement and dysregulation: A comprehensive analysis of cognition and internet gaming disorder in adolescents. Computers in Human Behavior, 182, 109025. Artikel 109025. https://doi.org/10.1016/j.chb.2026.109025