Osterkerze als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit
Am Universitätsklinikum St. Pölten wurde auch heuer wieder eine besondere Tradition in Kooperation mit der Karl Landsteiner Privatuniversität fortgeführt: Die feierliche Übergabe der Osterkerze an die Krankenhausseelsorge des Universitätsklinikums St. Pölten.
Die kunstvoll gestaltete Osterkerze wurde von Dr.in Gerlinde Maria Gruber, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Anatomie und Entwicklungsbiologie der Karl Landsteiner Privatuniversität (KL), in aufwendiger Handarbeit gefertigt. Bereits seit mehreren Jahren gestaltet sie die Kerze als Zeichen des Dankes – heuer zum dritten Mal für die Kapelle des Universitätsklinikums St. Pölten.
Jede Kerze ist ein Unikat
Inspiriert von den Ornamenten der Klinik-Kapelle entwickelt Dr.in Gruber jährlich ein neues Design, das sich harmonisch in den sakralen Raum einfügt. Symbole wie Kreuz, Alpha und Omega, die Jahreszahl sowie die fünf Wundmale Christi wurden kunstvoll in den klassischen Farben Rot und Gold verarbeitet. Die detailreichen Verzierungen entstehen in mehreren Stunden präziser Handarbeit, wobei sämtliche Ornamente aus Wachs geformt und aufgebracht werden.
„Für mich ist jede Osterkerze etwas sehr Persönliches. Ich versuche, die besondere Atmosphäre der Kapelle aufzunehmen und in Wachs sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist sie ein Zeichen des Dankes und der Wertschätzung gegenüber den Körperspenderinnen und -spendern, die einen so wichtigen Beitrag für Ausbildung und Forschung leisten“, so Mag.a Dr.in Gerlinde Maria Gruber.
Eine besondere Geschichte verbindet die Kerze zudem mit dem Körperspendewesen der KL: Die Rohlinge stammen aus einer traditionellen Kerzenmanufaktur im Waldviertel (Gföhl), zu der der Kontakt über einen Körperspender entstand, der dort jahrzehntelang tätig war. Seither werden die Kerzenrohlinge bewusst von diesem Familienbetrieb bezogen – ein Zeichen gelebter Wertschätzung und Verbundenheit.
Kooperation zwischen Krankenhausseelsorge und KL
Die Übergabe der Osterkerze steht im Kontext einer gewachsenen Zusammenarbeit zwischen der Krankenhausseelsorge des Universitätsklinikums St. Pölten und der Karl Landsteiner Privatuniversität. „In den vergangenen Jahren hat sich aus einer initialen Kooperation eine harmonische Tradition entwickelt“, betont Univ.-Prof. Dr. Johannes Streicher, Leiter des Fachbereichs Anatomie und Entwicklungsbiologie. So zählen eine ökumenische Andacht am Ehrengrab der Körperspenderinnen und -spender im November sowie eine Seelenmesse nach Ostern zu den festen Bestandteilen des Jahreskreises. Diese Veranstaltungen bringen Spenderinnen und Spender, Angehörige, Studierende und Mitarbeitende zusammen und schaffen Raum für Begegnung, Dank und Gedenken.
Die Osterkerze wurde im Rahmen dieser Tradition an Domkapitular Mag. Martin Hochedlinger, Leiter der Krankenhausseelsorge, überreicht und wird in der Osternacht feierlich entzündet. Für ihn ist diese Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung: „Die enge Verbundenheit mit der Karl Landsteiner Privatuniversität ist mir ein großes Anliegen und ich begleite die gemeinsamen Momente - von persönlichen Gesprächen bis hin zu Gedenkfeiern und Seelenmessen – mit großer Wertschätzung.“
Die Osterkerze wurde im Rahmen dieser Tradition an Domkapitular Mag. Martin Hochedlinger, Leiter der Krankenhausseelsorge, überreicht und wird in der Osternacht feierlich entzündet. Für ihn ist diese Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung: „Die enge Verbundenheit mit der Karl Landsteiner Privatuniversität ist mir ein großes Anliegen und ich begleite die gemeinsamen Momente - von persönlichen Gesprächen bis hin zu Gedenkfeiern und Seelenmessen – mit großer Wertschätzung.“
Die jährliche Übergabe der Osterkerze ist damit weit mehr als ein symbolischer Akt: Sie steht für Dankbarkeit, Erinnerung und eine lebendige Gemeinschaft, die weit über den Klinikalltag hinausreicht.