Donnerstag, 20. Juni 2024

Innovation Corner NÖ 2024 im TM Wien: KL Krems mit Projekt „VReeze“ vertreten

Am 10. Juni 2024 wurde im Technischen Museum Wien die 3. Ausstellung im Innovation Corner NÖ im Bereich Medizintechnik und Life Sciences eröffnet. Die Karl Landsteiner Privatuniversität ist mit einem spannenden Thema vertreten: Mittels Virtual Reality will ein Forschungsteam des Uniklinikum St. Pölten, der FH St. Pölten und der KL Krems einem bestimmtes Phänomen im Verlauf einer Parkinson-Erkrankung auf den Grund gehen, um hier eine verbesserte Diagnostik und Therapie zu ermöglichen. 

(v.l.n.r. oben): Michael Moll, Geschäftsführer accent Inkubator; Robert Wagner, Geschäftsführer DPU; Peter Aufreiter, Generaldirektor Technisches Museum Wien; Klaus Kotek, Professor IMC FH Krems
(v.l.n.r. unten): Sabine Siegl-Amerer, Prorektorin Karl Landsteiner Privatuniversität; Viktoria Weber, Vizerektorin Universität für Weiterbildung Krems; Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner; Doris Agneter, Geschäftsführerin tecnet equity; Barbara Diehl, Agentur SPRIND

Am Montag, den 10. Juni 2024, wurde im Technischen Museum Wien unter Beisein von LH Johanna Mikl-Leitner die dritte Auflage des „Innovation Corner Niederösterreich“ eröffnet. Nach Agritec und Weltraumtechnik geht es bei der diesjährigen Schau um Medizintechnik und Life Science aus Niederösterreich. Vorgestellt werden zehn zukunftsweisende Projekte aus Niederösterreich. Sie reichen von bahnbrechenden Lösungen in der Augenheilkunde über medizinische Technologien für die Raumfahrt bis hin zu diagnostischen Innovationen, die das Potenzial haben, die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern, bis zur Entwicklung von Tools zur besseren Einschätzung von Pandemierisiken. 

Die Karl Landsteiner Privatuniversität ist heuer mit einem innovativen Kooperationsprojekt vertreten: Hinter dem Projekt mit dem Titel „VReeze“ steht ein Forschungsteam des Universitätsklinikums St. Pölten (Klinische Abteilung für Neurologie), der FH St. Pölten sowie der KL Krems. Die Forschenden haben sich der Erforschung der Parkinson-Erkrankung gewidmet: Die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung wird oft von einem Zustand begleitet, in dem erkrankte Personen vorübergehend unfähig sind, einen Schritt vor den anderen zu setzen. Das sogenannte „Freezing of Gait“ (FOG), übersetzt das „Einfrieren des Gangs“, schränkt die Mobilität ein und erhöht das Risiko für Stürze und Verletzungen. Die vielfältigen Auslöser dafür sind zwar bekannt, aber lassen sich im Labor nicht zuverlässig hervorrufen. 

KL Krems: Mittels VR zur verbesserten Diagnostik und Therapie bei Parkinson

Das Projekt, das von Seiten der KL Krems durch die Neurologin Stephanie Hirschbichler, Oberärztin an der Klinischen Abteilung für Neurologie am Universitätsklinikum St. Pölte, stellt sich mittels Virtual Reality (VR) dieser Herausforderung: In einer virtuellen Umgebung sollen verschiedene Auslöser simuliert und Versuchsteilnehmende mit diesen konfrontiert werden. Das Ziel ist die Entwicklung eines Open-Source-Werkzeugkastens, der am Ende für Wissenschaft und Therapie(-evaluierung) frei zur Verfügung stehen wird, um das Phänomen FOG gezielt auslösen und somit in Zukunft besser untersuchen und therapieren zu können.

Im Rahmen einer Gesprächsrunde diskutierten Sabine Siegl-Amerer, Prorektorin der Karl Landsteiner Privatuniversität, Viktoria Weber, Vizerektorin Universität für Weiterbildung Krems,  sowie Robert Wagner, Direktor der Danube Private University, über die Bedeutung von Innovation, die Chancen im Bereich der Medizintechnik und Life Sciences hinsichtlich der „3rd Mission“ sowie den Möglichkeiten, junge Forschende für das Thema Innovation und akademische Ausgründungen zu begeistern. 

Barbara Diehl von der Bundesagentur für Sprung-Innovation sprach zudem über „Carrots & Sticks – was braucht´s für einen Kulturwandel in der Wissenschaft hin zu mehr Translation?“

Mehr zum Projekt der KL Krems unter research.fhstp.ac.at/projekte/vreeze

Mehr zur Stephanie Hirschbichler, Neurologin | Karl Landsteiner Privatuniversität (kl.ac.at)