Increasing self- and desired psychiatric diagnoses among emerging adults: Mixed-methods insights from clinical psychologists
Aktuelle Publikation
Junge Erwachsene stellen sich vermehrt selbst Diagnosen bei psychischen Erkrankungen wie ADHS oder Autismus und suchen Bestätigung bei Therapeut:innen – das ergab eine Umfrage unter 93 österreichischen Psycholog:innen. Der Trend nimmt spürbar zu, trifft vor allem gebildete Frauen mit hohem Online-Konsum und wird durch Motive wie Schuldabbau oder Identitätsstärkung angetrieben. Fachkräfte berichten von komplizierteren Sitzungen: Betroffene sind weniger offen, reagieren verstimmt auf Abweichungen und verlängern so den Diagnoseprozess erheblich. Diese Dynamik entsteht teils durch Online-Communities, die Neurovielfalt als Symbol für Anerkennung pushen. Dieser Artikel entstand in Kooperation zwischen dem Forschungszentrum Transitionspsychatrie und der klinischen Abteilung für Psychatrie und psychotherapeutische Medizin (UK Tulln) und ist dank der Open Access Förderung der KL frei zugänglich.
Neumann, M., Steiner-Hofbauer, V., Aigner, M., Höflich, A., Holzinger, A., & Mittmann, G. (2026). Increasing self- and desired psychiatric diagnoses among emerging adults: Mixed-methods insights from clinical psychologists. International Journal of Clinical and Health Psychology, 26(1), 100661. Artikel 100661. https://doi.org/10.1016/j.ijchp.2025.100661
Prim. Univ.-Prof. PD Dr. Martin Aigner
Klinische Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin (Universitätsklinikum Tulln)
OÄ PD DDr. Anna Höflich
Klinische Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin (Universitätsklinikum Tulln)