Donnerstag, 31. Juli 2025

Forschungsimpulse zeigen Wirkung: Erfolgreiches Förderprogramm stärkt Forschung an den Universitätskliniken der KL

Die Forschungsimpulse, ein Maßnahmenpaket zur Förderung von Forschung an den Universitätskliniken der Karl Landsteiner Privatuniversität, verfolgen das Ziel, eine universitäre Forschungsinfrastruktur an den Kliniken der KL aufzubauen, Forschungsaktivität zu stimulieren und wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Der Evaluierungsbericht über die erste Phase der Implementierung des Programms 2019-2024 zeigt, dass die gesetzten Ziele erreicht wurden. Darüber hinaus sind die Maßnahmen auf hohe Akzeptanz unter den Forschenden gestoßen. Die Forschungsimpulse liefern damit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheits- und Forschungsstandorts Niederösterreich.

Die Universitätskliniken in St. Pölten, Krems und Tulln sind wichtige Lehr- und Forschungsstätten der Karl Landsteiner Privatuniversität (KL). Um universitäre Forschung an diesen Standorten zu etablieren, wurde im Jahr 2019 – aufbauend auf einer Bedarfsanalyse unter den Kliniker:innen – das Programm Forschungsimpulse ins Leben gerufen. Finanziert wird das Maßnahmenpaket durch das Land Niederösterreich, die Implementierung erfolgt durch die Stabsstelle Forschung der KL. 

Umfassendes Maßnahmenpaket 

Wichtige Errungenschaften der Forschungsimpulse sind die bibliothekarischen Services und das Forschungsservice. Die bibliothekarischen Services bieten über das eigens geschaffene Online-Portal „KLever Zugang zu mehr als 9000 Fachzeitschriften und 5000 e-Books im Fernzugriff. Das Forschungsservice berät und unterstützt die Forschenden bei allen Fragen zur Forschungsförderung. Seit dem Start der Forschungsimpulse wurden vom Forschungsservice mehr als 250 Kliniker:innen beraten und insgesamt 72 Einreichungen bei nationalen und internationalen Förderstellen betreut. 

Weitere wichtige Komponenten des Maßnahmenpakets sind das Zentrum für Biostatistik, das die Forschenden in statistischen Fragen berät und eine IT-Infrastruktur für die Erhebung und Auswertung von Forschungsdaten bietet, und das Zentrum für klinische Studien, das am Universitätsklinikum St. Pölten mit Studienkoordinatoren und Study Nurses bei der administrativen Abwicklung von Forschungsprojekten unterstützt. 

Von besonderer Bedeutung für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist das Kursangebot der Forschungsimpulse (Science Skills Services), in dem zentrale Kompetenzen für die Forschungsarbeit vermittelt werden.  Für die Verbreitung von Forschungsergebnissen wurde ein eigener Bereich Forschungskommunikation etabliert, der sich über Blog und Newsbeiträge an die breitere Öffentlichkeit richtet, und das Forschungsinformationssystem KRIS geschaffen, das einen umfassenden Überblick über die Forschungsaktivitäten an den Kliniken bietet. Insgesamt ergänzen sich die einzelnen Komponenten des Maßnahmenpakets zu einem Programm, das den Forschungsbetrieb an den Kliniken eng mit den universitären Strukturen der KL verknüpft.

Gezielte Forschungsförderung mit Fokus auf dem wissenschaftlichen Nachwuchs 

Neben dem Aufbau universitärer Strukturen für die Forschenden an den Universitätskliniken umfassen die Forschungsimpulse auch gezielte finanzielle Fördermaßnahmen. Über das Instrument „Forschungsfreiraum“ wird es Kliniker:innen ermöglicht einen Teil ihrer Arbeitszeit ausschließlich der Forschung zu widmen, über „Seed Funding“ wird die Umsetzung kleinerer explorativer Forschungsprojekte unterstützt, die über herkömmliche Drittmittelförderung nicht gefördert werden. Seit dem Start der Forschungsimpulse wurde der Forschungsfreiraum von 24 vorwiegend jüngeren Kliniker:innen genutzt und es wurden 63 Projekte über das Seed Funding ermöglicht. Beide Maßnahmen haben sich damit als wichtige Instrumente zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erwiesen.

Zufriedenheit unter den Kliniker:innen

Die Forschungsimpulse werden vom wissenschaftlich tätigen Personal an den Universitätskliniken sehr positiv aufgenommen. In der im Rahmen des Evaluierungsberichts vorgenommenen Fragebogenerhebung wird das Programm mit einer Gesamtnote von 1.5 bewertet. Die Befragten sehen das Programm als wichtigen, vielfach sogar unverzichtbaren, Beitrag zum Aufbau einer universitären Forschungsinfrastruktur an den drei Standorten.

Stärkung des Gesundheits- und Forschungsstandorts Niederösterreich

Die erfolgreiche Implementierung der Forschungsimpulse ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, einen universitären Forschungsbetrieb nach internationalen Standards an den Kliniken in St. Pölten, Krems und Tulln zu etablieren. Dadurch wird nicht nur ein wesentlicher Beitrag zum Ausbau der Forschungsaktivitäten der KL geleistet, sondern auch die Qualität der Gesundheitsversorgung gesteigert und somit der Forschungs- und Gesundheitsstandort Niederösterreich insgesamt gestärkt.

Evaluierungsbericht Forschungsimpulse 2019-2024 zum Nachlesen