Donnerstag, 17. Juli 2025

Das war die Junge Uni 2025

Am 9. Juli 2025 öffnete die KL erneut ihre Türen für interessierte Jugendliche im Rahmen der Jungen Uni. Ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, interaktiven Workshops an der KL sowie am Universitätsklinikum Krems ermöglichte jungen Teilnehmenden einen spannenden Blick in die Welt der Wissenschaft und Medizin.

Wissenschaft hautnah: Spannende Vorträge zu aktuellen Themen
Den Auftakt machte Dr. Mats Leifels vom Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit mit einem Vortrag zum Thema „Wasser und Gesundheit“. Darin sprach er über die Bedeutung von sauberem Trinkwasser für die menschliche Gesundheit und erklärte, wie Wasserverschmutzung unsere Gesellschaft beeinflusst. Besonders faszinierend: Die Frage, wie Wasser gereinigt wird, bis es aus dem Wasserhahn in unser Trinkglas fließen darf – und welche Mikroorganismen an der Reinigung beteiligt sind. Die Jugendlichen erhielten anschauliche Einblicke in die Forschung rund um Wasserqualität, Prävention und öffentliche Gesundheit.

„Wie viel Bewegung brauchen Kinder und Jugendliche täglich im Durchschnitt?“ – dieser und ähnlichen Fragen ging Assoc. Prof. Dr. Manfred Wieser, Vizerektor für Lehre an der KL und Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Humanmedizin, in seinem Vortrag zum Thema „Sportmedizin, Training und Doping” nach. Er sprach darin über die Bedeutung von Training im Jugendalter und die Risiken von Doping – auch abseits des Spitzensports. Der Fokus lag auf der altersgerechten Trainingsgestaltung und Präventionsstrategien, die gezielt auf Jugendliche zugeschnitten sind.

Praxis erleben: Workshops an der KL

Am Nachmittag standen interaktive Workshops an der KL auf dem Programm. In Kleingruppen rotierten die Teilnehmenden zwischen verschiedenen Stationen und konnten sich selbst als Forscher:innen, Mediziner:innen oder Techniker:innen ausprobieren:

Im KL Skills Lab, wo angehende Ärztinnen und Ärzte der KL für die Praxis üben, hatten die jungen Teilnehmenden die Möglichkeit unter Anleitung von Medizinstudierenden (Leitung des Workshops: Melanie Hager) grundlegende ärztliche Fertigkeiten – vom Blutabnehmen bis zum Wundnähen auszuprobieren. Die Praxis an realitätsnahen Modellen vermittelte ein Gefühl für den medizinischen Alltag.

Im Lehrlabor-Workshop machten die Teilnehmenden ihre Gene sichtbar. Unter der Leitung von Sophie Edtmayer und Christoph Schmiedhofer – wissenschaftliche Mitarbeiter:innen im Fachbereich Pharmakologie – isolierten die Kinder und Jugendlichen ihre eigene DNA – ein faszinierender Einblick in die molekulare Grundlage des Lebens, mit Anknüpfungen an Medizin, Kriminalistik und Forschung.

Knochen, Organe, Muskeln: Im von KL Medizinstudierenden geleiteten Anatomie-Workshop, wurde das Innenleben des Menschen greifbar. Wie ist der menschliche Körper aufgebaut? Wie viele Knochen hat das menschliche Skelett? Wo befindet sich welches Organ und welche Funktion erfüllt es? Das und vieles mehr erfuhren die Teilnehmenden im Anatomie-Workshop. Modelle und praktische Übungen ermöglichten das spielerische Erlernen anatomischer Grundlagen.

Biomechanik verstehen: Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen im Fachbereich Biomechanik, Stella Demmel und Stefanie Stelzer, führten durch den Workshop zur menschlichen Bewegung. Wie wirken Kräfte auf den Körper? Wie analysiert man Knochen? Und was können sie alles über Bewegung, Belastung und das Leben vergangener Zeiten verraten? Fragen wie diese wurden anhand praktischer Beispiele beantwortet.

„Leben retten – so geht’s“: Unter diesem Motto lernten die Kinder und Jugendlichen im Workshop der KL Studierendeninitiative emerKREMSy, wie Reanimation funktioniert – und dass Erste Hilfe kein Hexenwerk ist. „Jede Hilfe ist besser als keine“ war die zentrale Botschaft dieses lebensnahen Workshops. 

Die Initiative Sono4You ermöglichte praxisnahe Einblicke in die Ultraschalldiagnostik. Die Teilnehmenden durften selbst Hand anlegen und so die medizinische Bildgebung hautnah kennenlernen. Dabei erfuhren sie, welche medizinischen Untersuchungen mit diesem Verfahren gemacht werden können, und wo die Sonografie an ihre Grenzen stößt. 

Klinische Realität: Workshops am Universitätsklinikum Krems

Parallel zu den Workshops an der KL fanden auch heuer wieder exklusive Workshops direkt im Universitätsklinikum Krems statt:

Notfallmedizin & Anästhesie
Unter der Leitung von Prim. Dr. Herbert Koinig tauchten die Jugendlichen in die Welt der Notfallmedizin ein. Sie lernten Ausstattung und Ablauf in Notaufnahme, Rettungswagen und Schockraum kennen. Ein Sanitärer:innenteam stand den wissbegierigen Teilnehmenden Rede und Antwort. 

Pneumologie interaktiv
„Hol das Gummibärchen aus der Lunge!“ – war nicht nur der Titel, sondern auch eine praktische Übung im Workshop der Klinischen Abteilung für Pneumologie (Leitung: Prim. Dr. Peter Errhalt). Im interaktiven Workshop stellte OÄ Dr.in Waltraud Riegler das Bronchoskopieverfahren vor und leitete die Kinder und Jugendlichen, die ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnten, beim Entfernen des Gummibärchens aus dem Lungendummie an. Zur Belohnung gab es Gummibärchen 😊 

Wie fit bin ich?“ – Sportmedizin zum Mitmachen

Am Institut für Präventiv- und Angewandte Sportmedizin fand ein interaktiver Workshop unter der Leitung von Prim. Dr.in Andrea Podolsky statt, der sich ganz der Frage widmete: Wie fit bin ich eigentlich? Warum ist Bewegung so wichtig und wieso geht sie mit Ernährung Hand in Hand? Kinder und Jugendliche erhielten spannende Einblicke in die Grundlagen der Sportmedizin. Mit anschaulichen Übungen wurde der Zusammenhang zwischen Kalorienverbrauch und körperlicher Aktivität verdeutlicht: So durften die Teilnehmenden selbst erleben, wie viel Bewegung nötig ist, um beispielsweise die Kalorien einer Portion Pringles zu verbrennen – ein Test, der nicht nur ins Schwitzen brachte, sondern auch zum Nachdenken anregte.

Fazit: Begeisterung für Wissenschaft und Medizin entfacht

Am Freitag, 11. Juli 2025, fand abschließend die Sponsion der Jungen Uni an der IMC FH statt. Die KL wurde dabei von Dr. Manfred Wieser vertreten, der dem jungen Publikum die Frage beantwortete, warum es so wichtig ist, sich schon frühzeitig mit Wissenschaft und Forschung auseinandersetzen. 

Das KL Programm im Rahmen der Jungen Uni war auch 2025 ein voller Erfolg. Die Teilnehmenden zeigten große Begeisterung, stellten zahlreiche Fragen und waren mit Neugier und Engagement bei allen Programmpunkten dabei. Die praxisnahen Angebote, das persönliche Kennenlernen von Medizinstudierenden und Expert:innen sowie der Blick hinter die Kulissen von Forschung und Klinik machen diesen Tag jedes Jahr zu einem Highlight – und wecken bei vielen das Interesse an einer zukünftigen Laufbahn in der Gesundheitswissenschaft. Wir freuen uns schon auf die nächste Junge Uni!