2. Phase erfolgreich gestartet: Fit4Reanimation - Kinder und Jugendliche lernen „Leben retten“
Das Projekt „Fit4Reanimation“ unter der Leitung der Karl Landsteiner Privatuniversität ist erfolgreich in die 2. Phase gestartet: Seit September 2025 werden in Niederösterreich neben Volksschülerinnen und -schüler nun auch Jugendliche der 6. Schulstufe im Schulunterricht in Erste Hilfe und Reanimation unterrichtet. Ziel der Initiative ist es Kindern und Jugendlichen bereits früh Wissen zum Thema Reanimation und Erste Hilfe näher zu bringen, damit Hemmschwellen abgebaut werden. Sie lernen im Notfall schnell und richtig zu reagieren, damit die Laienreanimationsrate langfristig gesteigert wird.
Der plötzliche Herztod ist weltweit die häufigste Todesursache – in Österreich sterben jährlich über 10.000 Menschen daran. Dabei kann schnelles Handeln Leben retten: Wird innerhalb der ersten Minuten mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, steigt die Überlebenschance um ein Vielfaches. Doch Viele zögern im Ernstfall – aus Angst, etwas falsch zu machen. Um Hemmschwellen abzubauen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und dadurch die Reanimationsrate durch Lai:innen zu erhöhen, haben sich besonders frühe Kontakte mit dem Thema bewährt, beispielsweise im Rahmen eines Reanimationsunterrichts in der Schule.
Erfolgreicher Start und neue Ziele
Die erste Phase des Projekts wurde bereits erfolgreich umgesetzt: Seit dem Schuljahr 2024/25 lernen Schüler:innen ab der 3. Schulstufe in Niederösterreich, wie man richtig reagiert, wenn ein Mensch regungslos am Boden liegt. Das positive Feedback und das große Engagement der Schulen bestätigen: Reanimationsunterricht funktioniert – auch mit jungen Kindern.
Jetzt geht das Projekt in die nächste Runde: Ab dem Schuljahr 2025/26 wird „Fit4Reanimation“ auf die Sekundarstufe I ausgeweitet. Auch Schüler:innen ab der 6. Schulstufe sollen lernen, Leben zu retten – altersgerecht, praxisnah und nachhaltig.
„Die erfolgreiche Ausweitung von Fit4Reanimation auf die 6. Schulstufe markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf unserem Weg, Erste Hilfe und Reanimation als festen Bestandteil des schulischen Alltags zu verankern. Internationale Erfahrungen zeigen klar, wie wirkungsvoll frühe und regelmäßige Trainings sind – und dass Kinder und Jugendliche entscheidend dazu beitragen können, die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu verbessern“, betont Manfred Wieser, Vizerektor für Lehre an der KL Krems und maßgeblich an der Umsetzung des Programms beteiligt. „Dass wir nun in Niederösterreich bereits Schülerinnen und Schüler ab der Volksschule und der Sekundarstufe I erreichen, ist ein starkes Signal: Dank der engagierten Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen schaffen wir ein umfassendes Modell, das junge Menschen befähigt, im Notfall beherzt und richtig zu handeln. Damit legen wir den Grundstein dafür, die Reanimationsrate durch Laien langfristig und nachhaltig zu erhöhen – und Leben zu retten.“
Projekt „Fit4Reanimation“als Vorreiter
Das Projekt „Fit4Reanimation“ der Karl Landsteiner Privatuniversität mit der Studierendeninitiative emerKREMSy, des Universitätsklinikums Krems, des Jugendrotkreuzes Niederösterreich, der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich und der Bildungsdirektion Niederösterreich verfolgt ein klares Ziel: Schon Kinder sollen lernen, im Notfall richtig zu reagieren, um langfristig bessere Ergebnisse zu erzielen.
Reanimation gehört in die Schule
Früh übt sich – denn wer in jungen Jahren lernt, zu helfen, tut es auch als Erwachsener. Der Reanimationsunterricht umfasst zwei Schulstunden, in denen Grundwissen vermittelt und praktische Übungen durchgeführt werden. Unterrichtet wird von Pädagog:innen, die ihrerseits von Lehrenden und Medizinstudierenden der KL Krems und des Universitätsklinikums Krems geschult werden.
Spielerisch Wissen testen – mit dem Reanimationsquiz
Ein besonderer Baustein des Projekts ist die „Fit4Reanimation“-Quiz-Challenge, die auf der Website der KL Krems kostenlos zur Verfügung steht. Es richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, vermittelt spielerisch Wissen rund um Reanimation und hilft dabei, Hemmschwellen abzubauen.
Ihre Spende hilft, Leben zu retten
Damit möglichst viele Kinder und Jugendliche an „Fit4Reanimation“ teilnehmen können, ist das Projekt auf Spenden angewiesen. Mit Ihrer Unterstützung werden Reanimationspuppen, Schulungsmaterialien und Trainingsgeräte finanziert. Jeder Beitrag zählt – für eine sichere Zukunft und mutige Helfer:innen von morgen.
Alle Informationen zum Projekt: www.kl.ac.at/fit4reanimation