Antrittsvorlesung: Univ.-Prof.in Dr.in Mag.a Silvia Exenberger-Vanham
18. März 2026
POSITIVE UND NEGATIVE AUSWIRKUNGEN VON TRAUMATA: EINE KULTURELLE PERSPEKTIVE
In ihrer Antrittsvorlesung untersucht Professorin Silvia Exenberger-Vanham die Auswirkungen von Traumata auf Menschen aller Altersstufen. Die WHO definiert Traumata als kurz- oder langanhaltende Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung mit katastrophalem Ausmaß, die nahezu bei jedem Menschen tiefgreifende Verzweiflung auslösen würden. Epidemiologische Studien zeigen jedoch, dass ein Großteil der Betroffenen resilient ist und sich nach solchen Erfahrungen erholt, ohne das klinische Bild einer posttraumatischen Belastungsstörung zu entwickeln. Mehr noch: Viele Menschen berichten nach traumatischen Ereignissen von positiven psychologischen Veränderungen im Sinne eines posttraumatischen Wachstums.
Vor dem Hintergrund kultureller Kontexte legt die Vorlesung den Fokus auf mögliche positive Folgen von Traumata über die Lebensspanne. Anhand ausgewählter Beispiele aus eigenen Forschungsarbeiten wird aufgezeigt, wie Menschen unterschiedlicher Kulturen Belastungen unterschiedlich wahrnehmen und bewältigen. Aus diesen Befunden leitet sich auch eine zentrale Grundhaltung für das klinisch-psychologische Handeln ab: die ganzheitliche Erfassung des Menschen mit all seinen Ressourcen, Stärken und Herausforderungen.
Wir ersuchen um Anmeldung bis 11. März 2026 via Online-Formular.