Home / COVID-19: Prävention und Umgang in Primärversorgungspraxen / Verdachtsfall in der Ordination
COVID-19: Prävention und Umgang in Primärversorgungspraxen

Verdachtsfall in der Ordination

Triagierte Patient_innen in der Ordination

Trennen Sie alle (!!) Patient_innen mit Infektionskrankheiten von allen anderen Patient_innen - v.a: vulnerablen Gruppen: alte, vor allem gebrechliche Patient_innen, chronisch Kranke, Multimorbide, Menschen unter Immunsuppression.

 
  • Eine sichere klinische Differenzierung zwischen Patient_innen mit V.a.Covid-19 Erkrankung und anderen Infekten ist nicht möglich, auch das Praxislabor bietet keine sicheren Unterscheidungsmöglichkeiten (Verweis Diagnosestellung, Verlauf, Behandlung).
  • Soweit möglich wird die telemedizinische Triage und Beurteilung (Telefon oder Video) empfohlen, ob ein persönlicher Kontakt sinnvoll bzw. erforderlich ist, oder ob die telemedizinische Beratung ausreicht (bei Indikation incl. elektronischer Krankschreibung und Rezeptausstellung).
  • Bei ungeplantem Verdachtsfall in der Ordination mit akutem Handlungsbedarf sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
  • Patient_innen mit Infektionen sollten sich in jedem Fall freiwillig streng selbstisolieren, bis eine Abklärung über den/die Hausärzt_in erfolgt ist (Covid-19 ja/nein) und bei plausiblem, negativen Covid-19 AG-Schnelltest bis zur Genesung zu Hause bleiben. Bei positivem Testergebnis gelten die behördlichen Vorgaben. 
  • Antigentests als Point-of-Care-Tests sind mittlerweile verfügbar. Nähere Informationen s. Testung 

Bitte sorgen Sie für eine optimale räumliche Struktur für alle Infektpatient_innen zur Verhinderung einer Ansteckung von Personal, anderen Patient_innen und einer Kontamination der Räumlichkeiten.
Das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung ist bei Kontakt mit Infektpatient_innen jedenfalls erforderlich (FFP 2 Maske, Handschuhe), zusätzlich Gesichtsschutz und Schürze bei zu erwartendem Aerosolkontakt (Spateln, Abstrichentnahme):

  • Schonen Sie Ressourcen, wo es möglich ist

Eine möglichst geringe Zahl von Mitarbeiter_innen tritt in Kontakt mit den Infektionspatient_innen. Unterschiedliche Verrichtungen werden von der gleichen Mitarbeiter_in/der gleichen Ärzt_in vorgenommen.

Bei Ordinationen mit mehreren angestellten und Ärzt_innen bzw. freien Personalressourcen empfiehlt sich eine Einteilung von Teams:
Bei mehreren Ärzt_innen in einer Ordination sollte möglichst nur eine Kolleg_in in Kontakt mit Infektpatien_innen kommen. Bei mehreren Teams sollte ebenso eine Trennung zwischen "Infekt Team” und “Standard Team” stattfinden.

Bei Knappheit an Schutzausrüstung finden Sie hier Hinweise zur Wiederverwendung von Ressourcen wie Masken.

Beugen Sie Schmierinfektionen vor: O-Card stecken, Bankomat statt Bargeld. Wiederbestellung zu Kontrollen kritisch ansetzen, Telemonitoring soweit möglich und sinnvoll (siehe auch Telemedizin, Monitoringbogen

Alle diese Maßnahmen schützen die vulnerablen Gruppen in unseren Ordinationen genauso wie uns selbst. 

 
 
 

Sie möchten gerne Tipps zur Umsetzung in Ihrer Ordination? Oder Sie haben Erfahrungen, die Sie mit Kolleg_innen teilen möchten? Nützen Sie gerne unsere email

Die ÖGAM versucht mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Gute Ideen und häufige Fragen werden in eine FAQ-Liste aufgenommen und einer breiteren Kolleg_innenschaft zu Verfügung gestellt.

 

 

Metadaten
Autorin: Susanne Rabady
Review: Wendler, Eichner, Powondra, Hofbaur
letztes Update: 23.02.2021
letzte Überprüfung: 23.07.2021

Events

  1. 09 Jul

    PSYCHOLOGIE Meet & Greet

    09. Juli 2021, 16:00 - 18:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität, Trakt Y
  2. 16 Jun

    KL Lunchtime Seminar: Virus-host interactions in adenovirus infections

    16. Juni 2021, 12:00 - 13:00
    Online via MS Teams
  3. 10 Jun

    Europa-Forum Wachau 2021

    10. Juni 2021, 08:00 - 12. Juni 2021, 14:00
    Hybrid-Veranstaltung / siehe Programm