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COVID-19: Prävention und Umgang in Primärversorgungspraxen

Quarantäne


Für Angehörige systemrelevanter Berufe, darunter fällt auch das Gesundheitspersonal, gelten besondere Regelungen:

Informationen des Bundesministeriums für medizinisches Fachpersonal finden sie unter dem Punkt: Coronavirus - Fachinformation 

Der Kernsatz lautet:

“Für versorgungskritisches Gesundheitspersonal mit beruflich engem Kontakt zu kranken und/oder pflegebedürftigen Menschen gilt zusätzlich nachfolgende Vorgangsweise. Handelt es sich um selbstständig tätige Personen wie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder Personal bei dem die Vorgesetzten nicht unmittelbar vor Ort sind, so darf eigenverantwortliches Handeln vorausgesetzt werden, gegebenenfalls in Rücksprache mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde."

  1. Betroffene Personen sind bei Bekanntwerden der Klassifizierung als Kategorie I-Kontaktperson auf SARS-CoV-2 zu testen.
  2. Der begonnene Arbeitstag kann, wenn die Exposition am selben Tag stattgefunden hat, noch beendet werden. Liegt der Expositionszeitpunkt weiter in der Vergangenheit, ist, bis das Testergebnis vorliegt, häusliche Quarantäne einzuhalten.
  • Bei positivem Testergebnis erfolgt behördliche Absonderung.
  • Bei negativem Testergebnis Aufklärung, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens freiwillig unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen weiterarbeiten können (s. Coronavirus - Fachinformation - Empfehlungen zum Umgang mit SARS-Cov-2 Kl Kontaktpersonen bei versorgungskritischem Gesundheits- und Schlüsselpersonal - jeweils aktuelle Fassung). 

Quarantänekriterien für die  Allgemeinbevölkerung (Stand. 19.04.2021): *siehe Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV2- Kontaktpersonen

 

1.    Kategorie I-Kontaktpersonen sind Kontaktpersonen mit Hoch-Risiko Exposition

  • Personen*, die kumulativ für 15 Minuten oder länger in einer Entfernung ≤2 Meter
  • Kontakt von Angesicht zu Angesicht mit einem bestätigten Fall hatten (insbes. Haushaltskontakte).
  • Personen*, die sich im selben Raum (z.B. Klassenzimmer, Besprechungsraum, Räume. einer Gesundheitseinrichtung) mit einem bestätigten Fall in einer Entfernung ≤ 2 Meter für 15 Minuten oder länger aufgehalten haben.
  • Personen* mit folgenden Kontaktarten im Flugzeug oder anderen Langstreckentransportmitteln wie Reisebus oder Zug:
    • Passagiere, die direkter Sitznachbar des bestätigten Falls waren, unabhängig von der Reisezeit. Saß der bestätigte Fall auf einem Gangplatz, so zählt der Passagier in derselben Reihe jenseits des Ganges nicht als Kontaktperson der Kategorie I, sondern als Kontaktperson der Kategorie II.
    • Besatzungsmitglieder oder andere Passagiere, sofern auf Hinweis des bestätigten Falls eines der anderen Kriterien zutrifft (z.B. längeres Gespräch; o.ä.).

*Bestanden im Hinblick auf den Kontakt zum bestätigten Fall geeignete und nachvollziehbar korrekt umgesetzte Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos (z.B. Trennwand, beidseitiges Tragen von Mund-Nasen-Schutz - GILT NICHT FÜR GESICHTSVISIERE! ) können Personen abweichend als Kontaktpersonen der Kategorie II klassifiziert werden. Davon unabhängig ist bei diesen Fällen bzgl. der Testung, wie bei Kontaktpersonen Kategorie I vorzugehen (siehe unten).

  • Personen die unabhängig von der Entfernung mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen) oder ungeschützten, direkten Kontakt mit infektiösen Sekreten eines bestätigten Falles hatten.
    • Personen mit Nachweis über neutralisierende Antikörper:
    • Falls die Kontaktperson innerhalb der letzten 3 Monate einen Nachweis über neutralisierende Antikörper hatte, können die Person entsprechend einer Kontaktperson der Kategorie II einzustufen.
  • Vorgehen bei geimpften bzw. genesenen Personen:
    • Falls die Kontaktperson innerhalb der letzten 6 Monate als bestätigter Fall klassifiziert wurde, kann die Person entsprechend einer Kontaktperson der Kategorie II einzustuft werden.
    • Geimpfte Kontaktpersonen können in folgendem Zeitfenster als Kontaktperson entsprechend der Kategorie II eingestuft werden: Ab dem 22. Tag nach der 1. Dosis bis 6 Monate nach der 2. Dosis (diese entfällt bei Einzeldosis-Impfstoffen). Die 2. Dosis muss dabei erforderlichenfalls in Abhängigkeit von Impfstoff und Fachinformation erfolgen, um eine dauerhafte Schutzwirkung zu gewährleisten.
    • Kontaktpersonen, die geimpft bzw. genesen sind, sollen angewiesen werden Infektions-Schutzmaßnahmen (siehe Dokument „Information für Kontaktpersonen“) strikt einzuhalten, und zusätzlich eine FFP2-Maske außerhalb des privaten Wohnbereichs zu tragen.
  • Personen, die direkten physischen Kontakt (z.B. Hände schütteln) mit einem bestätigten Fall hatten.
  • Vorgehen für Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen gemäß Dokument „Empfehlungen für die Gesundheitsbehörden im Umgang mit SARS-CoV-2-Infektionen im Kindes- und Jugendalter“: auf der Seite des Bundesministeriums - Coronavirus - Fachinformationen inklusive Algorithmus für Kinder und Jugendliche 

 

Pragmatischer Umgang bei Verdachtsfall mit tatsächlich positivem Testergebnis in der Ordination: 

  • Reduktion der Kontakte mit anderen Patient_innen zu jeder Zeit bedenken
  • Absonderung in der Ordination unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen
  • klinische Untersuchung, kurz gehaltene Aufklärung über Krankheitsverlauf, (Selbst)Monitoring und Quarantäne
  • Telefongespräch vereinbaren
  • getestete Person ohne Umwege und so gut wie möglich isoliert nach Hause in Quarantäne schicken
  • behördliche Meldung
  • telefonisch weitere Aufklärung über Schutzmaßnahmen (Kontaktpersonenschutz), Krankheitsverlauf und Risikoeinschätzung, (Selbst)Monitoring und Alarmzeichen
  • Kontaktpersonenliste → genaue Anamnese zum tatsächlichen Symptombeginn, Aufforderung auch möglichst banale Kontakte zu bedenken (Treffen von Bekannten beim Einkaufen) inklusive ausreichender Vorlaufzeit (zumindest 3 Tage vor erstem Symptombeginn, besondere Ereignisse der Woche davor)

Seitens der Behörden erfolgt die Ausstellung des Quarantäne-Bescheids und weitere Festlegung des Prozederes sowie die Definition der K1 und deren Quarantäne. Für K1-Personen in Quarantäne ist keine Krankenstandsmeldung notwendig. Bei Covid-19 hängt die Krankmeldung über den Quarantänezeitraum hinaus vom körperlichen Befinden der Betroffenen ab (z.B. Belastbarkeit bei Long-Covid).

 

Empfehlung zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung 

 

 

Events

  1. 13 Nov

    study INFO DAY

    13. November 2021, 10:00 - 15:00
    Online Event
  2. 22 Sep

    Hearing Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Person-Centred Care Research

    22. September 2021, 13:00 - 15:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Trakt Y, EG, Auditorium