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COVID-19: Prävention und Umgang in Primärversorgungspraxen

Monitoring

COVID-19 (VERDACHT): MONITORING

Schwere Verläufe sind derzeit selten. Aufgrund der guten Immunitätslage der Bevölkerung durch Impfung und vorangegangene Infektionen mit SARS-CoV-2 kommt es nicht mehr häufig zu Verläufen mit O2-Bedarf bzw. Intensivpflichtigkeit aufgrund von COVID-Komplikationen.

Dennoch kommen solche Verläufe immer wieder vor, zudem ist weiterhin und unverändert vor allem bei Risikopersonen auf eine mögliche Aggravierung von Grundkrankheiten zu achten.

Wir empfehlen daher weiterhin ein Monitoring, wobei Art und Umfang individuell entschieden werden sollten.

Bei Risikopatient_innen ist die Indikation für eine frühe antivirale Therapie zu prüfen, s. dazu: Behandlung | Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (kl.ac.at)

Meist ist  ein telemedizinisches Monitoring ausreichend. Unter Beobachtung zu halten sind auch Personen, die ein antivirales Medikament erhalten haben (Nebenwirkungen, korrekte Einnahme der ev. veränderten Basismedikation!)

Cave: die subjektive Wahrnehmung kann von der objektiven Situation erheblich abweichen: die Atemnot wird unter Umständen erst spät als solche wahrgenommen ("Happy Hypoxia"-Folge der Hyperkapnie).

Die respiratorische Situation lässt sich im Telemonitoring über folgende Kennzeichen einschätzen:

  • Ein Pulsoxymeter kann die Objektivierung unterstützen (ev. leihweise aus der Ordination oder durch Patienten besorgen lassen, Werte durchgeben lassen)
  • Subjektives Empfinden des Patienten – Veränderungen? (v.a. bei kurzen Belastungen - z.B. 1-2 min flottes Gehen oder Stiegensteigen)
  • Sprechpausen? Zählen bis 30 möglich?

Als Cut-off für die Hospitalisierung gilt aufgrund der veränderten Situation derzeit ein auf < 95% sinkendes pO2!

Weitere Aspekte:

  • Hinweise auf Dehydratation/Fehl- oder Mangelernährung,
  • Betreuungssituation
  • Medikationsmanagement/Sicherstellung der korrekten Einnahme einer Dauermedikation.
  • Psychische Situation

Ein Bogen zum Heim-Monitoring kann kompetenten Patient_innen auch zur Selbstbeobachtung mitgegeben oder in der telemed. Konsultation ausgefüllt werden.

Kriterien für die Hospitalisierung:

„red flags“ - Hospitalisierung

Zeichen für respiratorische, kardiale oder renale Insuffizienz:

  • Verschlechterung der respiratorischen Situation
  • Leistungsknick
  • Sinkender RR ohne korrigierbare Ursache (Medikation, Flüssigkeitsaufnahme)
  • Abnehmende Vigilanz bis Verwirrtheit
  • Retentionszeichen (Harnmenge ↓, Gewicht ↑, zunehmend Ödeme)

 „orange flags“: Hospitalisierung erwägen:

  • Betreungssituation zu Hause kritisch - Hospitalisierung erwägen!
  • Medikation / Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme nicht gesichert
  • Betreuungssituation entgleisend

 

Aktualisiert am 13.7.22

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