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COVID-19: Prävention und Umgang in Primärversorgungspraxen

Impfen

Vorbemerkungen

Wie im Verlauf dieser gesamten Pandemie, ist auch die Entwicklung und der Wissensgewinn zu den Covid-19 Impfungen extrem schnell - wir bemühen uns, Sie auf dieser Seite zum Thema Impfungen immer am bestmöglichen Stand der Wissenschaft zu halten. 

Innerhalb kürzester Zeit wurden weltweit zig Millionen Menschen mit Covid-Impfstoffen geimpft. Die österreichischen Zahlen sind am Dashboard des Bundesministeriums, weltweite Daten z.B. unter Our World in Data Covid Vaccine zu finden. 

Damit entstehen zu dieser Impfung in nie dagewesener Geschwindigkeit Erfahrungen, die uns allen zugute kommen. Was sich rasch gezeigt hat, ist, dass die Impfreaktionen etwas ausgeprägter sein können, als bei vielen anderen bekannten Impfstoffen. Relevante Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen, s. dazu Punkt “Nebenwirkungen und Komplikationen, Allergien” sowie in Zusammenhang mit den Vektorimpfstoffen der Firmen AstraZeneca und Janssen (J&L) die Vakzine-induzierte immunogene thrombotische Thrombozytopenie (VITT). Ende Mai 2021 begann auch die Untersuchung von Myokarditis-Fällen in zeitlicher Assoziation zu mRNA-Impfstoffen (männliche Jugendliche v.a. nach 2. Dosis - lt. CDC jedoch nicht über der zu erwartbaren Hintergrundinzidenz). Die Myokarditis und Perikarditis wurde auch von der EMA  als sehr seltene Komplikation in den Beipack der mRNA-Impfstoffe Comirnaty (Biontech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) aufgenommen. Der Zusammenhang zwischen Guillain-Barrè-Syndrom und Vektorimpfstoffen wird derzeit geprüft, das Vorkommen per se ist aber selten - dennoch wurde GBS auch im Beipack als sehr seltene Komplikation ergänzt..

Zusätzlich erfolgte von der EMA die Sicherheitsmeldung, dass bei vorbekannten CLS (Capillary leak syndrome) die Gabe von Vaxzevria kontraindiziert ist - es wurde auch als mögliche, sehr seltene Impfreaktion in den Beipack aufgenommen.

Wichtig erscheint uns die sorgsame Information der Impfwilligen darüber, was an Reaktion möglicherweise zu erwarten ist.

Inhalt:

  • Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen
  • Nebenwirkungen, Allergien und Komplikationen
    • Impfreaktionen 
    • Allergische Reaktionen
    • Langzeitfolgen: was ist bekannt
  • Besondere Situationen:
    • Schwangerschaft
    • Akuterkrankung
    • Rezente bzw. interkurrente Infektion mit SARSCoV-2
    • Chronische Krankheit/Onkologie/Immunsuppression
  • Durchführung
  • Praktische Hinweise zusammengefasst
  • Meldung (potentieller) Langzeitfolgen bzw. Nebenwirkungen
  • Patienteninformation und Impfentscheidung
  • Grundsätzliches zu Impfstoffen
  • Grundsätzliches zu Zulassung und Sicherheit
  • Impfberatung im Allgemeinen
  • weiterführende Literatur und Quellen

Die Beipackzettel aller in Österreich zugelassener Impfstoffe finden Sie in der aktualisierten Fassung auf der Seite des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen - Covid-19 Impfstoffe  - sollten Sicherheitswarnungen bestehen, findet man diese ebenda.

Die Fachinformationen und Anwendungsempfehlungen zu den Impfungen werden durch das Nationale Impfgremium ebenfalls regelmäßig aktualisiert und liefern wichtige Informationen zu den Impfungen.

Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen

Kontraindikationen:

  • Vaxzevira: Capillary leak syndrome in der Vorgeschichte
  • Schwere allergische Reaktion auf die Verabreichung einer Dosis COVID-19 Vakzine oder eine ihrer Komponenten
  • Sofortreaktion jedes Schweregrades (innerhalb der ersten zwei Stunden) auf die Verabreichung einer Dosis COVID-19 Vakzine oder eine ihrer Komponenten
  • mRNA: nachgewiesene Sofortreaktion jedes Schweregrades auf PEG und Polysorbate (wegen deren Kreuzreaktivität mit PEG)
    • jeder der Punkte erfordert die Evaluierung durch die Allergolog_in

Anm.: AstraZeneca  und Covid-19 Vaccine Janssen enthalten  Ethanol und Polysorbat 80 (E433) - bei tatsächlich bekannter PEG-Allergie bzw. V.a.allergische Reaktionen auf PEG oder Polysorbat  oder andere Inhaltsstoffe ist auch hier eine allergologische Stellungnahme ggf. notwendig, die Observanz auch hier auf 30 min auszudehnen.

Zulassungsbeschränkung:

  • Schwangerschaft: off label - bei mRNA-Impfungen sind bei Schwangeren derzeit vorzuziehen, nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Evaluierung im 2. oder 3. Trimenon möglich (Corona-Schutzimpfung - Fachinformationen des NIG)   
  • Nach entsprechender Prüfung erfolgte durch die EMA am 29.05.2021 die Freigabe von Comirnaty (Biontech/Pfizer) ab dem vollendeten 12 Lebensjahr, die von Covid-19 Vakzine Spikevax (Moderna) am 23.07.2021, Janssen und auch Vaxzevira (Astra/Zeneca) sind derzeit nicht unter 18 Jahren zugelassen.

Nebenwirkungen und Komplikationen, Allergien - Überblick

Wichtig: Zu unterscheiden ist zwischen zufälligem Zusammentreffen von Impfung und unerwünschtem Ereignis und einem kausalen Zusammenhang [1,2].   

Impfreaktionen
Die Impfreaktionen sind bei mRNA-Impfstoffen vor allem nach der 2. Dosis und bei jüngeren Menschen etwas deutlicher und häufiger. Dabei handelt es sich aber bekanntlich nicht um “Nebenwirkungen”, sondern um den Ausdruck der (erwünschten) Reaktion des Organismus auf den Impfstoff.

Eine gute Übersicht zu den Impfeffekten der bisher zugelassenen oder in Zulassung befindlichen Impfungen findet sich hier in den Newslettern der Tiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin:  Newsletter der TGAM vom 23.12.2020 . Ergänzend dazu auch der TGAM-Newsletter vom 31.01.2021 über den Impfstoff der Firma AstraZeneca - sowie im Lancet-Infectious Diseases  - Weitere Details zu spezifischen Fragen bez. der einzelnen Impfungen werden ggf. gesondert abgehandelt (siehe unten). 

Eine mittlerweile auch immer wieder beschriebene ausgeprägte Lokalreaktion ist der „COVID-ARM“  - eine irritierende, aber harmlose verzögerte Lokalreaktion nach mRNA-Impfstoffen eine Woche nach Impfung

Allergische Reaktionen
Es kann eine Kontraindikation bei vorangegangener allergischer Reaktion auf Impfungen oder andere injizierbare Substanzen bestehen (s. dazu die Übersicht des CDC zu mRNA-Impfstoffen - Appendix B)

  • Nachbeobachtung (jedenfalls 15 min, bis zu 30 min bei Risikopersonen)
  • Bereitschaft zur Intervention bei allergischer Reaktion (ausreichende Notfallmedikamente inkl. Epipen - ggf. wiederholte Adrenalingabe notwendig!) [3]
  • Allergien in der Anamnese sind primär keine Kontraindikation 

Die anaphylaktischen Reaktionen bei mRNA-Impfstoffen werden überwiegend dem beigesetzten Polyethylenglykol (PEG ) zugeschrieben.  Die Häufigkeit wird derzeit mit etwa 1:190.000 angegeben, amerikanische Daten zeigen bei Comirnaty anaphylaktische Reaktionen im Rahmen der Erstimpfung in 1:100.000 Fällen. Auch bei AstraZeneca kommt zu allergischen Reaktionen, ebenso sind welche beim Covid-19 Vaccine Janssen beschrieben.

Eine genaue Anamnese bez. stattgehabter Allergien und Medikamentenreaktionen ist notwendig, das Impfen unter entsprechender Vorbereitung in vielen Fällen jedoch durchaus möglich. Interessant hierzu auch der folgende Artikel: Prevalence of Allergic Reactions After Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccination Among Adults With High Allergy Risk

Langzeitfolgen

Zu den häufig diskutierten Langzeitnebenwirkungen sei an dieser Stelle folgendes gesagt:
Unerwünschte Wirkungen treten bei Impfungen rasch auf: gewöhnlich innerhalb von wenigen Tagen/Wochen bis 2 Monate. Dass in der Vergangenheit immer wieder Impffolgen erst mit Verzögerung  beobachtet wurden, liegt daran, dass diese Ereignisse sehr selten sind, und sie daher erst nach Verimpfung einer großen Zahl von Dosen auffallen, bzw. handelt es sich um Residuen frühzeitig auftretender Impffolgen (z.B. nach Enzephalitis). Diese hohen Impf-Zahlen werden normalerweise erst nach vielen Monaten erreicht - bei der Covid Impfung jedoch sehr schnell.  Angesichts der drastischen Auswirkungen der Pandemie, sowohl in gesundheitlicher wie sozioökonomischer Hinsicht, wird die Nutzen-Risiko Abwägung insgesamt klar zugunsten der Impfung ausfallen. 

Sollte es zu relevanten Erkenntnissen bezüglich unerwünschter Nebenwirkungen kommen, werden Sie jeweils zeitnah über unsere Seite “Aktuelles”  bzw. via Covid-Newsletter darüber informiert und die entsprechenden Informationen in weiterer Folge hier eingearbeitet. Offizielle Meldungen zur Sicherheit von Impfstoffen sind auf den Seiten des BASG - Covid-19EMA  und für Deutschland über das Paul-Ehrlich-Institut abrufbar.

Nicht-neutralisierende Antikörper  (“ADE”)
Weitere immer wieder geäußerte Bedenken betreffen die Bildung nicht-neutralisierender Antikörper im Zuge der Immunantwort bzw. ADE („antibody dependent enhancement“).  Derzeit werden diesbezüglich zwar immer wieder theoretische Bedenken geäußert, es gibt jedoch bisher keinen einzigen Hinweis aus den laufenden Studien (Nachbeobachtung der Probanden) auf ein solches Geschehen. Das Phänomen wurde bisher bei keinem der Humanen Coronaviren beobachtet, weder in der Praxis, noch experimentell [4,5]. 

Angesichts der Morbidität und Mortalität der Covid Erkrankung, und wegen der dadurch erforderlichen Kontaktbeschränkungen mit allen gesundheitlichen, psychischen und sozioökonomischen“Nebenwirkungen”,  sehen wir wir keinen rationalen Grund, auf die Impfung aus diesen Überlegungen heraus zu verzichten, die derzeit als einzig realistischer Weg in Richtung Normalisierung erscheint [6].  Umsomehr, als die zunehmende Verbreitung einer sehr viel infektiöseren Virusvariante Anlass zur Sorge gibt: die höhere Infektiosität ist bedrohlicher, als es eine weniger infektiöse Mutante mit höherer Mortalität wäre [7]


[1]  COVID – Impfstoffe und (keine) „Langzeitdaten“
https://verdareno.wordpress.com/2021/01/01/covid-impfstoffe-und-keine-langzeitdaten/ (gute, laientaugliche Erklärung, cave: privater Blog, durch Foto authorisiert, aber ohne Namen der Verfasserin), 
[2] Der Falter: Armin Thurnhers Seuchenkolumne - Teil 3: Die Covid-19-Impfung. Sicherheit. Nebenwirkungen. Wie lange hält der Schutz? (Robert Zangerle von der MedUni Innsbruck): https://cms.falter.at/blogs/athurnher/2020/12/30/die-covid-19-impfung-sicherheit-nebenwirkungen-wie-lange-haelt-der-schutz-teil-3-der-vierteiligen-serie/?ref=homepage  
[3] Interim Considerations: Preparing for the Potential Management of Anaphylaxis After COVID-19 Vaccination- https://www.cdc.gov/vaccines/covid-19/clinical-considerations/managing-anaphylaxis.html 
[4] Covid-19 Vaccines: Should we fear ADE?  https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32785649/; 
[5] The claim that COVID-19 vaccines will cause more severe disease through antibody-dependent enhancement is not yet supported, Fact Check By: Craig Jones, Newswise: https://www.newswise.com/factcheck/the-claim-that-covid-19-vaccines-will-cause-more-severe-disease-through-antibody-dependent-enhancement-is-not-yet-supported/?article_id=742569&fc=politics_channel
[6] Opinion- The Risks of the Covid Vaccine, in Context By Aaron E. Carroll - NY Times
https://www.nytimes.com/2020/12/30/opinion/covid-vaccine-allergic-reactions.html?action=click&module=Opinion&pgtype=Homepage
[7] MMK-Benefits von Prof. Kochen (Link), em.Prof. für Allgemeinmedizin, ehem. Präsident der Degam, und allgemeinmedizinischer Wissenschaftler von höchstem Renommee vom 06.01.2021: Dort empfehlen wir für Schnellleser vor allem die “Quintessenz” ganz zum Schluss des Briefes. 

Nebenwirkungen und Komplikationen: Vaxzevria von ASTRA ZENECA

Kapillarleck-Syndrom 

  • Sehr seltene Fälle von Kapillarleck-Syndrom (capillary leak syndrome; CLS) wurden in den ersten Tagen nach der Impfung mit Vaxzevria berichtet. In einigen Fällen zeigte sich eine Vorgeschichte von CLS. Es wurde ein tödlicher Ausgang gemeldet - bei bekannter Vorgeschichte mit CLS ist Vaxzevria somit kontraindiziert.
  • CLS ist durch akute Ödemepisoden, die hauptsächlich die Gliedmaßen betreffen, Hypotonie, Hämokonzentration und Hypoalbuminämie gekennzeichnet. Patienten mit einer akuten CLS-Episode nach der Impfung benötigen eine prompte Diagnose und Behandlung. Eine unterstützende Intensivtherapie ist in der Regel erforderlich.

Vakzine-induzierte immunogene thrombotische Thrombozytopenie (VITT) 

Am 07.04.2021 erklärt die EMA, dass die im Zusammenhang mit dem Covid-19 Impfstoff der Firma AstraZeneca (Vaxzevira) aufgetretenen Gerinnungsstörungen inklusive Sinusvenenthrombosen als seltene Nebenwirkung in den Beipack der Impfung aufgenommen werden sollen, die Anwendung jedoch weiterhin empfiehlt, da der Nutzen deutlich höher bewertet wird als das Risiko. 

Das österreichische Nationale Impfgremium hat sich dieser Empfehlung aus den gleichen Gründen angeschlossen. 

Hier die wichtigsten Fakten in Kürze nach derzeitigem Stand:

Die Häufigkeit dieser seltenen, immunvermittelten Thrombosen wird mit 1-2/100.000 angegeben, dies reflektiert aber die berichteten Fälle und macht daher keine sicheren Angaben zur tatsächlichen Inzidenz. 

Das Risiko einer VITT nach 2. Impfung mit Vaxzevria dürfte lt. Daten aus den UK deutlich geringer ausfallen, auch hier ist eine Besserung der Datenlage mit zunehmender Menge an Zweitimpfungen zu erwarten.

  • Als Vergleich wird angeführt (EMA): die Häufigkeit von Exzessthrombosen unter oraler Kontrazeption beträgt 4/10.000 und Einnahmejahr (allerdings: „normal“ Thrombosen!)
  • Pathomechanismus: Nach Impfung mit Vaxzevira (beobachtbar auch mit dem Vakzin der Firma Janssen entsteht über eine inflammatorische Reaktion ein PF4 (Plättchenfakotor 4)-Antikörper, welcher zu einer massiven Thrombozytenakivierung und damit einhergehend Thrombozytopenie und Thrombosen führt - laborchemisch primär hinweisend sind  D-Dimer und Thrombozytenzahl und ggf. ein Blutausstrich (nähere Informationen siehe https://gth-online.org).   
  • Daher haben Personen mit Thromboseanamnese oder Thrombophilie kein erhöhtes Risiko für diese vermutete Nebenwirkung. Daher auch: keine gerinnungsmodulierende Prophylaxe aufgrund der Impfung! Eine vorbestehende Therapie aus anderer Indikation wird jedoch weitergeführt.
  • Zur Behandlung sind derzeit noch keine Leitlinien verfügbar.  Wichtig: bis zum Ausschluss eines echten HIT-Syndroms darf keinesfalls Heparin verabreicht werden. Bestimmte DOAKs gelten als mögliche Behandlungsoption nach Sicherung der Diagnose, ebenso iv-Immunglobulin. 
  • Verdacht einer Vakzine-induzierten immunogenen thrombotischen Thrombozytopenie (VITT) entsteht bei:
    • ab 4. Tag bis 3 Wochen nach Impfung neu auftretenden ungewöhnlichen Symptomen wie Petechien, starken Kopf- oder Bauchschmerzen, neurologischen Symptomen, Dyspnoe, Thoraxschmerz, Beinschwellung – Thrombosen sind auch in anderer als zerebraler Lokalisation möglich. Die sofortige Weiterleitung an die nächstgelegene Abteilung mit unmittelbarer Bildgebungsmöglichkeit ist empfohlen. 
    • Achtung: bei Meldung von Nebenwirkungen bitte um möglichst präzise Angaben, wenn vorhanden incl. Thrombozytenzahl, D-Dimer. Dies erleichert die Beurteilung gemeldeter Fälle erheblich.
    • Kopfschmerzen und Thrombozytopenie nach Impfung sollten somit ernst genommen werden und ein rasches Handeln zur Folge haben - dann können thromboembolische Ereignisse eventuell sogar verhindert werden - Vaccine-Induced Thrombocytopenia with Severe Headache 
  • Weiterführende Informationen: 

Eine laufende Antikoagulation (egal womit) sollte wegen der Impfung nicht unterbrochen werden,  bei VKA sollte der Wirkspiegel jedoch im (eher unteren) individuellen therapeutischen Bereich liegen. Im Arzneimitteltelegramm liegt ein Bericht über doch beträchtliche INR-Schwankungen bei einer mit VKA-antikoagulierten Patientin nach Impfung mit Vaxzevria (Astra) vor: Wir empfehlen daher, bei geimpften Personen unter Marcoumar INR-Kontrollen vor (keine Impfung bei INR > 4,0) und nach einer COVID-Impfung durchzuführen.- s.a. Guidance: COVID-19: the green book, chapter 14a - Coronavirus (COVID-19) vaccination information for public health professionals.

Besondere Situationen

Heterologe Impfung

  • durch das Auftreten der VITT bei AstraZeneca wurde u.a. in Deutschland die Empfehlung durch die STIKO herausgegeben, bei der 2. Impfung bei Personen sowohl unter als auch über 60 Jahren auf mRNA-Impfstoffe zu wechseln. Derzeit gibt es Daten zur guten Immunantwort nach Mischimpfung, jedoch noch nur eine begrenzte wissenschaftliche Datelage über Impfreaktionen und schwere Komplikationen - Mischimpfungen verbleiben daher derzeit ein off label use. In den österreichischen Anwendungsempfehlungen (seit 05.07.2021, dzt. Stand 17.08.2021) wird darauf hingewiesen, dass nach auftreten schwerer Nebenwirkungen oder Kontraindikationen oder auch Schwangerschaft ein heterologes Impfschema eine Option wäre, es wird jedoch explizit noch einmal auf den Off label Use und die Notwendigkeit der ausführlichen Dokumentation der Begründung. Aufklärung und der Zustimmung des Impflings hingewiesen, da hier im Gegensatz zur homologen Impfung mit dem off label Use eine andere haftungsrechtliche Situation vorliegt. (s.auch COVID-19 Infotalk Mischimpfungen mit Dr.Redlberger-Fritz vom 21.07.2021) Da auch in Österreich für die Auffrischungsimpfung allen voran mRNA-Impfstoffe empfohlen werden, erfolgte hier mittlerweile eine  rechtliche Klärung: off label use - Österreichische Ärztekammer und Impfkoordinatoren 

Schwangerschaft

  • Impfung und Schwangerschaft:
    • Bisher liegen für keinen der zugelassenen  Covid- Impfstoffe Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit  in Schwangerschaft und Stillzeit vor. Die Impfung sind daher als Vorsichtsmaßnahme lt. Beipack in der Schwangerschaft entweder nicht empfohlen oder Rücksprache bei bekannter Schwangerschaft empfohlen.
    • Eine unbeabsichtigte Impfung führt jedoch nicht zur Einstufung als Risikoschwangerschaft oder zur Indikation eines Schwangerschaftsabbruchs. In der Anwendungsempfehlung des Nationalen Impfgremiums (Stand 31.05.2021) heißt es weiter: Insbesondere zu mRNA-Impfstoffen sind mittlerweile Daten publiziert, weshalb bei der Impfung von Schwangeren mRNA-Impfstoffe zu bevorzugen sind. Es ist eine off-label Anwendung und ein Verschieben der Impfung in das 2. oder 3. Trimenon als Vorsichtsmaßnahme angezeigt.
    • In der deutschen Gebrauchsinformation ist bei Kinderwunsch eine Wartefrist nach 1. oder 2. Impfung nicht vorgesehen, in der Stellungnahme der ÖGGG wird der Abschluss der Impfserie (2.Impfung) 1 Monat vor einer geplanten Schwangerschaft  empfohlen
  • Kinder und Jugendliche:

Aus den Anwendungsempfehlungen des NIG: “Einverständnis zur Impfung bei Kindern: Bei unmündigen Minderjährigen (Kinder vor Vollendung des 14. Lebensjahres) ist die Einwilligung eines Elternteiles oder der Person, die mit der Pflege und Erziehung betraut ist, einzuholen. Mündige Minderjährige (Jugendliche ab dem vollendeten 14. Lebensjahr) müssen selbst einwilligen, wenn sie die erforderliche Entscheidungsfähigkeit besitzen. Auch wenn ein Elternteil in dieser Situation eine Impfung ablehnen würde, kann sich die mündige minderjährige Person selbst für eine Impfung entscheiden. Die Begleitung der zu impfenden Person in dieser Altersgruppe ist rechtlich gesehen nicht erforderlich”

  • Akuterkrankungen, Operationen:

Akute Erkrankungen oder akute Erkrankungsschübe chron. Erkrankungen können mitunter eine Wartefrist bis zum Ausheilen bzw. von 4 Wochen notwendig machen. 

Da es sich bei COVID-19-Impfstoffen um neuartige Impfstoffe handelt, soll zur besseren Zuordnung von Nebenwirkungen/Komplikationen vor und nach (planbaren) Operationen ein Mindestabstand von 14 Tagen zur Impfung eingehalten werden. Bei dringender Indikation kann ein operativer Eingriff jederzeit durchgeführt werden. 

  • (Rezente) Infektion mit SARS-CoV-2, Infektion nach 1.Impfdosis

In den Empfehlungen des Impfgremiums heißt es (Version Version 5,  17.08.2021) :  

Nach labordiagnostisch gesicherter SARS-CoV-2-Infektion (Nachweis mittels PCR-Test) ist eine Impfung ab ca. 4 Wochen nach Infektion oder Erkrankung empfohlen (nach Genesung), um auch einen derzeit bestmöglichen Schutz gegen die Delta-Variante zu sichern. 

Bei Personen, bei denen eine Infektion durch PCR oder neutralisierende Antikörper gegen SARS-CoV-2 gesichert wurde (Neutralisationstests/entsprechende NT-Korrelate), ist eine einmalige Impfung ausreichend (off label), auch wenn die Infektion länger als 8 Monate zurückliegt. Dies entspricht immunologisch gesehen einer Boosterung. Entsprechende Studien, zeigen, dass diese Personen nur eine Impfung benötigen, um vergleichbaren Schutz wie nicht-infizierte, regulär geimpfte Personen nach regulärem Impfschema zu erlangen.

Unabhängig von der medizinischen/immunologischen Einschätzung können im internationalen Reiseverkehr formal 2 Dosen notwendig sein, da laut Zulassung der Impfstoffe die Verabreichung von 2 Dosen auch bei Genesenen vorgesehen ist. Bei einer zweimaligen Impfung kann eine erhöhte Rate an Impfreaktionen bei Genesenen nicht ausgeschlossen werden.

Kommt es im Intervall zwischen der 1. Dosis und der 2. Dosis zu einer Labor-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion (PCR-Test), ist die 2. Dosis ab ca. 4 Wochen nach Infektion oder Erkrankung empfohlen (nach Genesung) (off-label).

Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen 

Durchführung

  • Der Beurteilung der Impftauglichkeit sollte im Rahmen von COVID-19-Impfungen besonderes Augenmerk geschenkt werden. Lässt der Allgemeinzustand der zu impfenden Person Zweifel an einem günstigen Nutzen-/Risikoverhältnis der Impfung aufkommen, kann durchaus ein vorübergehendes oder dauerhaftes Zurückstellen von der Impfung erwogen werden. Innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung wird körperliche Schonung empfohlen, Leistungssport sollte vermieden werden. Bei Erschöpfung, Müdigkeit oder Fieber innerhalb von 3 Wochen nach der Impfung soll körperliche Anstrengung und Leistungssport vermieden werden. (gültig seit: NIG Anwendungsempfehlungen V4.2 - 05.07.2021)
  • Die Angaben der Hersteller sind unbedingt zu beachten, für Biontech/Pfizer (Comirnaty) z.B. gilt: 1 Durchstechflasche enthält (zumindest) 6 Impfdosen und bedarf einer Verdünnung mit NaCl 0,9% ( Extra dose from vials of Comirnaty COVID-19 vaccine), die Impfung ist strikt intramuskulär (i.m.) und keinesfalls intradermal, subkutan oder intravaskulär zu verabreichen. 
  • Bei Patient_innen unter Antikoagulation soll die Impfung ebenfalls i.m. mit einer sehr feinen Injektionskanüle und einer anschließenden festen Komprimierung der Einstichstelle über mindestens 2 Minuten erfolgen. Auch Spikevax (Moderna), Vaxzevria (AstraZeneca) und Janssen sind ohne Ausnahme i.m. zu verimpfen.    

NB: Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass das früher übliche Aspirieren beim i.m. und s.c. Impfen generell nicht mehr empfohlen wird [1,2,3].

  • Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der COVID-19-Impfung von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von bis zu 15 –30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, z.B. bei Personen mit Gerinnungshemmung, anaphylaktischen oder stärkeren Reaktionen auf Impfungen in der Anamnese. Maßgeblich für diese Entscheidungen sind die Angaben der Person selbst sowie der ärztliche Eindruck des Gesundheitszustands. 
     
  • Zu beachten ist die Notwendigkeit der exakten Dokumentation - inkl. Aufklärung und Nachbeobachtungszeit. Die Eintragung in der  elektronischen Impfdokumentation ist obligat.

[1] CDC Vaccine Administration: Inject Vaccines rapidly without aspiration https://www.cdc.gov/vaccines/pubs/pinkbook/vac-admin.html 
[2] Aspiration in injections: schould we continue or abandon the practice? Sepaj Y. et al, Version 3. F1000Res. 2014; 3: 157, Published online 2017 Mar 1. doi: 10.12688/f1000research.1113.3, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5333604/ 
[3] Warum hat die STIKO empfohlen, auf eine Aspiration bei der Injektion von Impfstoffen zu verzichten?
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Stichwortliste/A/Aspiration.html

Praktische Hinweise zusammengefasst

  • Die derzeit zugelassenen Impfstoffe sind wie Totimpfstoffe einzuordnen, die Empfehlung 2 Wochen Abstand zu weiteren Totimpfstoffen zu halten, findet sich in den Empfehlungen des NIG seit 31.05.2021 nicht mehr.
  • 2 Impfdosen im Abstand von 19-42 (Biontech/Pfizer) bzw. 21-42 Tagen (Moderna) bzw. für AstraZeneca 28 - 84 Tagen (lt. österreichischem Impfgremium) sind notwendig. 
  • Die zwischenzeitliche Ausdehnung der Impfintervalle wurde mit dem Aufkommen der Delta-Variante mit den Anwendungsempfehlungen des NIG am 24.6.2021 wieder aufgehoben.
  • Impfung nach Coviderkrankung
    • Infektion nach Erstimpfung: Zweitimpfung zumindest verschieben, evtl. unterlassen (s.o.)
    • Abgelaufene Erkrankung mit SARS-Cov2: Eine Antikörperbestimmung zur Verifizierung des Serostatus soll nicht als Entscheidungsgrundlage für eine COVID-19-Impfung durchgeführt werden. 
  • Beachten der empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen:
  • Beachten der oben genannten Kontraindikationen und Hinweise bzgl. besondere Situationen
  • Sorgfältige Aufklärung, Dokumentation und Nachbeobachtung 
    • Anmerkung zur ärztlichen Haftung: wir Ärzte mit Berechtigung zur selbständigen Berufsausübungen haften für die lege artis Durchführung der Impfung.
    • Ein Abweichen von der Produktvorgabe sollte prinzipiell nur mit Dokumentation entsprechend vorhandener Empfehlungen (z.B. eine heterologe Impfung aus medizinischer Indikation) bzw. des off label-Use unter ausführlicher Aufklärung und Dokumentation - ggf. auch des Patientenwunsches erfolgen.
    • Impfschäden bei Verabreichung entsprechend der offiziellen Empfehlungen sind durch das Impfschadensgesetz bzw. die Produkthaftung abgedeckt. Weiter Informationen siehe unten.

  • Die wichtigsten Informationen zur Impfstrategie Österreich sowie die praxisnahen Anwendungsempfehlungen des nationalen Impfgremiums finden Sie immer unter den Fachinformationen zur Coronaschutzimpfung des BMSGPK 

Meldung (potentieller) Langzeitfolgen bzw. Nebenwirkungen

  • wichtig ist die Aufklärung der Patient_innen über unmittelbare Impfeffekte
  • die sorgfältige Dokumentation jeglicher Krankheitsbilder in Assoziation mit den Impfungen
  • eine Weiterleitung dieser Krankheitsbilder an entsprechende Meldestellen
  • eine ausreichende Menge an durchgeführten Impfungen, um tatsächlich eine Assoziation zwischen Impfung und sehr seltene Impffolgen erkennen zu können

“Die kommende Impfung gegen Covid-19 wurde in die Verordnung über empfohlene Impfungen aufgenommen. Das ist die Voraussetzung, um infolge eines allfälligen Impfschadens Leistungen nach dem Impfschadengesetz beziehen zu können. Für Gesundheitsschädigungen, die mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden, besteht das Impfschadengesetz, nach dem der Bund für Schäden Entschädigung zu leisten hat, die u.a. durch eine Impfung verursacht worden sind, die nach der Verordnung über empfohlene Impfungen zur "Abwehr einer Gefahr für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung im Interesse der Volksgesundheit" empfohlen ist. Das betrifft beispielsweise Impfungen im kostenfreien Kinderimpfprogramm (u.a. Röteln, Mump , Masern, Influenza u.a.),  nun aber auch die Impfung gegen COVID-19.” Corona-Schutzimpfung - Fachinformation: Coronaschutzimpfung in Verordnung über empfohlene Impfungen aufgenommen.

COVID-19-Impfstoffe: Meldung von Nebenwirkungen bzw. Ausbleiben einer Wirkung - in Österreich kann die Meldung über folgenden Link erfolgen: https://www.basg.gv.at/marktbeobachtung/meldewesen/nebenwirkungen#c22950

relevant ist hier die Meldung Formular: Nebenwirkung Pandemie Human (F_I431)  

Zur Meldung von Nebenwirkungen nach einer COVID-19-Impfung nutzen Sie bitte eine der folgenden Möglichkeiten:

Patienteninformationen und Impfentscheidung

ÖGAM- Covid-19 Infotalk: Impfung gegen Covid-19: Information in Kooperation mit der Allgemeinmedizin, der Pflege und MTD-Berufen (23. Dezember 2020)

FAQ zur Covid-19 Impfung des Bundesministeriums 

Fachinformationen zur Covid-19-Impfung des Bundesministeriums 


praktische Seiten zur Patienteninformation und Impfentscheidung

Grundsätzliches zu Impfstoffen

ÖGAM Covid-Infotalk: Charakteristika der aktuellen COVID-19 Impfstoffe - Bedeutung der Mutationen in Varianten mit Prof.Dr. Franz X.Heinz 

mRNA-Impfstoffe

  • Der Gedanke der mRNA-Impfstoffe (Pfizer/Biontech, Moderna) ist nicht ganz neu, sie sind bereits seit mehreren Jahren in Entwicklung und haben den Vorteil, dass es möglich ist, die zu verimpfende mRNA-Information “relativ einfach” zu entwerfen und “rasch produzierbar” ist - als solches erhofft man sich hier auch einen Vorteil, sollte es bei Covid-19 zu relevanten Mutationen kommen.  
  • mRNA-Impfstoffe z.B. Biontech/Pfizer: BNT162b2 enthält RNA-Abschnitte, die das SARS-Cov2-Spikeprotein kodieren, mit dem das Virus an die Wirtszelle andockt, zur verbesserten Verträglichkeit werden Nukleoside modifiziert (nukleosidmodifizierte mRNA). Die Stabilität wird durch das “Verpacken” in Lipidnanopartikel erreicht. Diese Nanopartikel gelangen zum Ribosom und dort wird das Virusprotein synthetisiert, der Immunabwehr dann präsentiert und eine Immunabwehr (neutralisierende AK) erzeugt, die mRNA selbst wird abgebaut. Die Integration der mRNA in die menschliche DNA ist lt. Experten aufgrund der fehlenden notwendigen Enzyme nicht notwendig, selbst bei HIV-Infizierten, die damit die Möglichkeit der reversen Transkription besitzen, wird es als “extrem unwahrscheinlich” erachtet. 
  • Alle bisher zugelassenen mRNA- Impfungen haben wie andere Impfungen auch eine Reaktogenität mit typischen Impfeffekten (Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung, Krankheitsgefühl etc.), lösen z.T. aber auch starke Immunantworten aus (Fatigue, Kopfschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellungen) - diese Erscheinungen sind bisher nach kurzer Zeit wieder vergangen - die Patient_innen müssen aber wissen, was auf sie zukommen kann. Bei den mRNA-Impfstoffen wurde Fieber  v.a. gehäuft nach der zweiten Gabe beobachtet. In der Zulassungsstudie von Biontech/Pfizer fanden sich in der Impfgruppe 4 Fälle einer reversiblen Fazialisparese, weshalb diese in die Liste der potentielle Impfnebenwirkungen aufgenommen wurde (Assoziation unbekannt).

Vektorimpfstoffe: 
 
Von der EMA zur bedingten Zulassung empfohlen ist nun seit 29.01.2021 auch der Impfstoff der Firma AstraZeneca, ein Vektorimpfstoff - hierbei handelt es sich um einen Impfstoff mit ungefährlichen Trägerviren und integrierter Impfantigen-DNA (Spikeprotein). Am 11.03.2021 folgte der Impfstoff der Firma Johnson&Johnson (Covid-19 Vaccine Janssen), ), ebenfalls ein  vektorbasierter Impfstoff, bei dem es nur 1 Impfdosis benötigt, als Vektorvirus wird ein inaktiviertes Adenovirus (AD 26) verwendet - dieses AD26 wird auch in der ersten Dosis Sputnik V verwendet. Vektorimpfstoff mit Spike-Protein. Ein Konzept wie wir es von anderen Impfungen schon kennen. Wichtig ist bei Vektorimpfstoffen, ob diese vermehrungsfähige oder nicht vermehrungsfähige Viren als Vektor verwenden, letzteres ist bei AstraZeneca der Fall  (nicht replikationsfähiges Adenovirus vom Schimpansen)  . 

Weitere Entwicklungen:

klassische Totimpfstoffe mit inaktivierten Coronaviren sowie weitere Impfstoff-Arten - eine Übersicht bietet hier der Artikel von Florian Krammer - Nature: SARS-CoV-2 vaccines in development sowie der “Vaccine Tracker” 

Prinzipielles zur Impfstoffentwicklung von Florian Krammer: SARS-CoV-2 vaccines in development Nature 586, 516–527 (2020) https://doi.org/10.1038/s41586-020-2798-3 und auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=G6u8_r3uKB4

Grundsätzliches zu Zulassung und Sicherheit

Auf der Seite der AGES findet sich eine anschauliche Darstellung “herkömmlicher” Zulassungsverfahren und der “beschleunigten” (bedingten) Zulassung der Covid-19-Impfung. Einer der wichtigsten Punkte ist hierbei das “Rolling Review” - d.h. der Begutachtungsprozess ist begleitend und jeder erreichte Meilenstein in der Impfentwicklung wird zur Begutachtung eingereicht, nicht erst sämtliche Ergebnisse und Dokumente zum Antrag der Zulassung: Prinzipielles zum Zulassungsverfahren

Übersicht über Impfstudien und Zulassungen: “Vaccine Tracker” des Vaccine Centre at the London School of Hygiene & Tropical Medicine

Die Zulassungsdaten haben die notwendigen Kriterien der Sicherheit (erfüllt) und Effektivität zur Verhinderung von Erkrankung (Effizienzdaten der mRNA-Impfstoffe bei ~95% angegeben) erfüllt, bei AstraZeneca wird vorläufig die Wirksamkeit mit 70% angegeben. Die Daten (auch bei Janssen) werden mit zunehmend besserer Datenlage durch die rasch Steigenden Impfzahlen immer wieder korrigiert, bisher gibt es keine Hinweise, dass einer der zugelassenen Impfstoffe hinter den initialen Erwartungen liegt, positiver Einfluss auf Transmission (Comirnaty von Biontech/Pfizer) bzw. abgemilderte Verläufe der Erkrankung (alle drei erstzugelassenen) sind mittlerweile zu dokumentieren. Fehlendes Wissen bzw. Kritikpunkte sind, dass noch nicht klar ist,

  • wie lange die Immunität durch die Impfung anhält (derzeit gibt es keinen immunologischen Test, der den Impferfolg sicher nachweist)
  • ob die Geimpften durch den Impfstoff eine reduzierte Viruslast haben und somit weniger infektiös sind - erste Hinweise davon finden sich zumindest bei Comirnaty
  • oder aber ob eine “sterile Immunität” (also eine komplette Verhinderung der Transmission) besteht (derzeit kein Hinweis, dass eine solche erreicht würde)
  • und dass als primärer Endpunkt die Verhinderung jeglicher Erkrankung an SARS-Cov2 genommen wurde, primär also nicht der Einfluss auf schwere Verläufe (Krankenhauseinweisung, Intensivbehandlung, Tod) geprüft wurde, es sind dies sekundäre Endpunkte, somit sind hier auch noch keine endgültigen Aussagen möglich.

Wichtig für die ersten zugelassenen mRNA-Impfstoffe ist, dass die Studien der Phase I/II bereits mit relativ großen Personengruppen stattfanden. Negative Impfeffekte/Nebenwirkungen treten mehrheitlich in einem kurzen Zeitraum nach einer Impfung auf (Tage bis Wochen) - dieser Zeitraum wurde in der Beobachtung erfüllt. Seltene und sehr seltene Nebenwirkungen (1/100.000 oder noch seltenere) hingegen treten nicht später auf, sondern bedürfen einer größeren Menge an durchgeführten Impfungen, um eine klare Assoziation zwischen Impfung und Nebenwirkung feststellen zu können, eine rasche Entwicklung der Datenlage und entsprechend möglichst rasche Sicherheitsüberprüfungen sind hier jederzeit zu erwarten (Beispiel AstraZeneca März 2021).  Primär wird jedoch das notwendige Sicherheitsprofil  erfüllt, sonst wäre auch eine bedingte Zulassung der Impfungen nicht möglich gewesen, aus o.g. Gründen sollte und wird aber gerade im Hinblick auf die jetzigen Zulassungen großer Wert auf eine sorgfältige Nachverfolgung und Dokumentation von Impffolgen gelegt.

Wenn notwendig, wurden die Studien bis zum Untersuchungsergebnis unterbrochen. Eine der größten Befürchtungen als Impfreaktion ist das VAED (Vaccine associated enhanced disease), dass dazu führt, dass die Impfung nicht zu einer Immunität sondern zu einer verstärkten Krankheitsentwicklung führt (bekanntestes Beispiel: Zweitinfektion Dengue-Fieber). So wurde z.B. die Studie zum Impfstoff der Firma AstraZeneca/Oxford aufgrund eines Verdachts einer solchen Reaktion zwischenzeitlich pausiert, da einer der Freiwilligen eine Transverse Myelitis entwickelte. Laut Paul Ehrlich Institut Deutschland ist jedoch bis jetzt keine solche VADE bei Covid-19-Impfstoffen nachweisbar gewesen - PEI - Sicherheit und Wirksamkeit (Stand 23.07.2021)

Ziel bleibt jedoch: durch die Impfung sollten schwere Verläufe verhindert werden. Eine Covid-19-Infektion nach Impfung ist weiterhin möglich. Von Durchbruchsinfektionen trotz Impfung wird immer wieder berichtet - wichtig ist hier aber v.a. ANWENDUNGSFEHLER zu vermeiden! Die Effektivität der Impfungen ist je nach Virusmutation unterschiedlich und muss mit jeweiligem Neuauftreten überprüft werden.

Unabhängig davon, wieviele Menschen sich freiwillig impfen lassen (im Gegensatz zu einer berufsbezogenen Impfpflicht ist eine allgemeine Impfpflicht ist aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Datenlage v.a. zur Dauer der Immunität und Transmissionsschutz schwer umsetzbar und vllt.sogar kontraproduktiv - Stellungnahme der Bioethikkomission) wird es eine Zeit lang dauern, bis ein Gutteil der Bevölkerung geimpft ist und Impfskeptiker wird es immer geben, eine “normale Normalität” wie vor 2020 ist somit nicht zu erwarten, trotz der Impfung wird die “neue Normalität” auch im Jahr 2021 und weiter aus Masken tragen, Abstandhalten, Hygienemaßnahmen und Testen bestehen.

Impfberatung im Allgemeinen

Impfberatung

eine Kernkompetenz der hausärztlichen Primärversorgung: decision Support

Das Impfen und die Impfberatung gehören zum hausärztlichen Alltag, selbst  wenn wir mit Impfskeptikern – Menschen mit einer eher negativen Einstellung bzw. ausgeprägten Zweifeln gegenüber Impfungen – oder gar mit „Impfverweigerern“ oder „Impfgegnern“ zusammentreffen. Letztere sind rationalen Argumenten und einer sorgfältigen Aufklärung und Argumentationslinie oftmals schwer zugänglich – selbst wenn es sich um die Impfung ihrer Kinder oder um den Schutz von vulnerablen Angehörigen handelt. Erstere – also Impfskeptiker – benötigen oftmals einfach Zeit und Unterstützung, Daten und Fakten oder aber mehr Vertrauen, um selbst zu einer Entscheidung für oder gegen eine Impfung zu kommen. Diese Entscheidungsfindung können Hausärzt_innen begleiten. Bei dieser Entscheidungsfindung spielen Hausärzt_innen eine wichtige Rolle.

Einflussfaktoren auf die Impfentscheidung [1]

  • Information und Wissen
    • Bildung
  • Risiko-Wahrnehmung
    • kognitiv: Erkrankungswahrscheinlichkeit und- Schwere, Komplikationswahrscheinlichkeit und-Schwere
    • affektiv: beeinflusst durch Emotion/Gefühl und Empfindungen
  • Andere Einflussfaktoren
    • Haltung
    • Persönlichkeit
    • gesellschaftliche Normen
    • deskriptive Normen (was machen andere?), soziales Umfeld
    • Gewohnheiten
    • Barrieren (Kosten, Zeit, Aufwand)

Weiterer wichtiger Faktor ist das Vertrauen:

Die Akzeptanz von Impfungen ist von dem in der Öffentlichkeit transportierten Vertrauen bzw. Zuversicht in die Effektivität und Sicherheit von Impfungen, Vertrauen auf das Gesundheitssystem, Gesundheitsexperten und- berufe sowie auch in die wissenschaftliche Gemeinschaft [2] abhängig.

Eine Mehrheit der Patient_innen kommt schon mit Vorinformationen aus dem Internet/den Medien in die Ordinationen. Im Internet sind mehr Argumente von Impfgegnern zu finden als wissenschaftliche, für Laien verständliche Information über die Vorteile von Impfungen. Negative – selbst wenn falsche - Meldungen beherrschen rascher und nachhaltiger die Medien als positive.

Auf der einen Seite ist es somit wichtig, dass „die Öffentlichkeit“ – also im Gesundheitssystem verantwortliche Institutionen und Entscheidungsträger eine positive Kommunikation und Kampagnen unterstützen, die der breiten Bevölkerung zugänglich sind und beim Verständnis von Nutzen und Risiken helfen.  Impfen sollte  im Interesse der Gesellschaft sein.

“Vaccines are some of the most efficient public health tools for promoting health and reducing the burden of infectious diseases. They also translate into significant socioeconomic returns not only in child health and lower child mortality but also in poverty reduction, equity, production, education and strengthening health systems as a whole. “  WHO – Vaccination and Trust - Introduction

Wichtig ist hier wie erwähnt auch das Vertrauen in die Empfehlungen wissenschaftlicher Gesellschaften – die allgemeine Bevölkerung beschäftigt sich nicht oder kaum mit der zugrundeliegenden Evidenz über unterschiedliche Impfungen und deren Effektivität oder nachweisbaren Nebenwirkungen. Obwohl Impfungen permanent am gesellschaftlichen Prüfstand sind, kann mühsam aufgebautes Vertrauen  durch mediale Berichte oder auch zweifelnde/zweifelhafte wissenschaftliche Veröffentlichungen – die dann medial auch noch aufgegriffen werden - rasch wieder zerstört werden.

Manchen in Erinnerung ist in diesem Zusammenhang z.B. noch die Debatte über die MMR-Impfung als Auslöser von „Autismus“ Ende der 90er Jahre, welche zum Einbruch der Impfraten in Europa führte. Weiteres Beispiel sind geführte Debatten über die Wirksamkeit der Influenzaimpfung (bzw. Durchbruchserkrankungen trotz Impfung) und Erfahrungen mit vorhandenen oder empfundenen Nebenwirkungen – wer von uns hat nicht schon mehrfach den Satz gehört: „Nach der Grippeimpfung war ich dauerkrank“ – oder: „seit ich nicht mehr Grippe impfe bin ich im Winter infektfrei“?

Zusätzlicher Einflussfaktor ist im Zusammenhang mit der Risiko-Wahrnehmung selbstverständlich auch die Wahrnehmung der Krankheitsschwere und möglicher Komplikationen sowohl durch die Erkrankung als auch die Impfung.  Impfungen haben dazu geführt, dass die Durchseuchung/Krankheitshäufigkeit der  Erkrankungen gegen die geimpft wurde, in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat –die Angst vor der Erkrankung wurde durch die Angst vor der Impfung bei manchen Menschen ersetzt. Gerade Impfungen gegen Erkrankungen wie Influenza und vielleicht auch einmal Covid-19 sind von einer   ausgewogenen Risikowahrnehmung abhängig – solange Influenza subjektiv nicht als potentiell schwere Erkrankung wahrgenommen wird, werden Barrieren wie Kosten, Zeit und Aufwand relevante Einflussfaktoren bleiben.

Und welche Rolle spielen in all dem die Gesundheitsberufe – insbesondere die Allgemein-und Familienmedizin?

Auch in den Gesundheitsberufen gibt es Impfskeptiker oder sogar Impfgegner – so auch in Österreich [3]. Es ist wohl davon auszugehen, dass die eigene, subjektive Haltung gegenüber Impfungen, auch die Beratung und Weiterempfehlungen von Impfungen an andere Personen  (negativ) beeinflusst [4].  Angehörige der Gesundheitsberufe sind zu Zeiten der allgemein zunehmenden Verunsicherung gegenüber Impfungen sehr wichtig für Vertrauensbildung und Decision Support. Auch hier muss man bedenken: Vertrauen ist schwer zu bekommen und braucht Zeit aufgebaut zu werden – Vertrauen kann auch rasch wieder verloren gehen.

Gerade in diesem Bereich ist es im Interesse der Stakeholder und Verantwortlichen, Fehlinformationen effektiv entgegen zu steuern und zu korrigieren – allein schon die Erwähnung möglicher Mythen oder Fehlinformationen kann negative Auswirkung auf ein größeres Umfeld haben.

Die Rolle der kontinuierlichen Versorgung

Gerade im Zweifelsfall, bei Skepsis oder Unsicherheit sind das Verstehen von Ängsten und Bedenken  das Wissen über den Hintergrund bzw. Ursache dieser Skepsis  relevant – welche Einflussfaktoren gibt es? Vielleicht kennen wir die Familie schon länger, wissen, dass die Eltern bereits skeptisch waren oder betreuen auch das soziale Umfeld und kennen dort vorhandenen Skeptizismus.

Wie in so vielen Dingen gilt es auch bei „der Impfdiskussion“, die individuelle Persönlichkeit  zu verstehen und die Personen auf ihrem Wissensstand zu Impfungen „abzuholen“. Dies funktioniert nicht zwischen „Tür und Angel“, es braucht Vertrauen und Zeit. Gerade die hausärztliche Betreuung in ihrer Kontinuität und mit ihren vielen chronologisch aufeinanderfolgenden kürzeren und längeren Kontakten „sammelt“ Kontaktzeit, und das bietet Möglichkeiten  für Verständnis und Vertrauensbildung.

Im Rahmen dieser kontinuierlichen Versorgung findet auch die Dokumentation vergangener Impfungen statt, die hausärztliche Routine kann die Impfroutine (Einhaltung bestehender Empfehlungen zu Auffrischungsimpfungen lt. Österr. Impfplan) unterstützen. Die Rekonstruktion verlorener Impfpässe, Recallsysteme oder Erinnerungssysteme in der Ordination oder mit dem Impfpass (und wenn es nur das Eintragen des nächsten Impfzeitraums mit Bleistift im Impfpass oder eine Erinnerungsfunktion in der Ordinationssoftware ist) können unterstützen – noch. Wie dies mit einem elektronischen Impfpass zukünftig sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Rolle der lokalen Versorgung

Bildung, gesellschaftliches Umfeld, deskriptive Normen – Hausärzt_innen haben oft Einblick in diese Faktoren, da sie selbst in die lokalen Strukturen bzw. in die Gemeinschaft eingebettet sind. Allgemeinmediziner_innen sind auch Arbeitsmediziner_innen oder Schulärzt_innen. Sie sind vor Ort und niederschwellig erreichbar. Kosten, Zeit und Aufwand der Impfung bleiben überschaubar – vor allem in ländlichen Regionen bzw. bei wohnortnaher Versorgung und auch in Zusammenhang mit den vulnerablen Gruppen – die hausärztliche Versorgung kann Barrieren vermindern – Hausärzt_innen impfen auch bei Hausbesuchen.

Die Rolle der Kommunikation – Decision Support

Eine der wesentlichen hausärztlichen Funktionen in der Patientenkommunikation ist auch das Übersetzen von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und  von Evidenz  in die Sprache, die den Patient_innen vertraut ist, die sie auch verstehen. Es ist das Erklären von Erkrankungen, Diagnosen und Folgen, das Erklären von Medikamenten, Wirkungen und Nebenwirkungen. Wir können unsere Patient_innen dazu anregen ihren Lebensstil zu ändern, Maßnahmen zu setzen und Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention unterstützen. Wir helfen ihnen, Möglichkeiten zu verstehen und Entscheidungen zu treffen. Auf Impfungen trifft das auch zu. Was in der hausärztlichen Primärversorgung manchmal fehlt sind vielleicht Zeit und rasch verfügbare, unterstützende Tools, die uns die Kommunikation erleichtern.

In Bezug auf die Risikokommunikation von Erkrankungen oder auch Impfungen ist es wichtig, in verständlichen und vorstellbaren Kenngrößen zu bleiben, gleichzeitig aber folgendes zu vermitteln:

  • Kompetenz – unsere Beratung muss kompetent sein, wir müssen Wissen und Expertise vermitteln
  • Objektivität – die zu Verfügung gestellte Information und Beratung muss objektiv und ohne Interessenskonflikte sein
  • Fairness – Gegenargumente bzw. Zweifel müssen wahrgenommen und aufgegriffen werden
  • Konsistenz – Botschaften und Handlungen müssen nachvollziehbar und auch vorhersagbar sein
  • Empathie – Emotionen/Gefühle müssen wahrgenommen werden, eine transparente, offene und ehrliche Kommunikation darüber ist notwendig – Empathie und Transparenz sind relevante Co-Faktoren
  • Akzeptanz – die Betroffenen müssen das Gefühl haben, dass ihnen zugehört wird, dass ihre Sorge verstanden wird und die Beratung zu ihrem Besten ist.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass die überlieferte Information klar und einfach ist, keine nicht erklärten „technischen“/medizinischen Begriffe beinhaltet, Bedenken und Unsicherheiten beantwortet werden und, selbst wenn es nichts Neues zu sagen gibt, die notwendige Information rasch verfügbar, konsistent und wiederholt zu Verfügung gestellt wird. Visualisierungen können hierbei zusätzlich unterstützen. Allein schon die Verwendung klarer Kenngrößen kann das Verständnis verbessern. Die Verwendung von % oder auch Angaben wie selten, häufig etc. erzeugt hingegen keine klare Vorstellung und bleibt abstrak

Vergleich Erkrankung     -

 

x/100 entwickelt Symptom a (z.B.Fieber)

x/1000 entwickelt eine schwere Erkrankung b

 

x/10.000 stirbt

 

Impfung:

 

x/100 reagiert auf die Impfung mit Symptom a (z.B. Fieber)

 

x/1000 (oder 10.0000) entwickelt schwere Komplikation d

 

(nicht x/1000, x/2000, x/5000 usw)

 

Impffolgen

1 von 100 Personen kann nach einer MMR-Impfung Fieber entwickeln (nicht 1% entwickelt Fieber nach MMR-Impfung).

 

Im Vergleich zueinander:

z.B.

1 von 100.000 Menschen kann nach MMR-Impfung eine Meningitis entwickeln, 1000 von 100.000 etwas Fieber (nicht 1 von 100).

 

WHO-Tipp: Auf Seiten wie z.B. www.iconarray.com lassen sich rasche Visualisierungen solcher Zahlen ggf. auch darstellen und für den täglichen Gebrauch herunterladen/speichern.

Ärztliche Kommunikation mit ImpfgegnerInnen im Kontext der COVID-19-Pandemie: ein Video des RKI 

RKI - Das Impfbuch für alle mit Eckart von Hirschhausen

Weiterführende Literatur und Quellen

Anwendungsempfehlungen des nationalen Impfgremiums Version 1_12.01.2021 sowie Folgeversionen und Empfehlungen des nationalen Impfgremiums zu AstraZeneca (ebenda) zum jeweils aktuellen Stand

Mitteilung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung 1. Version sowie Updates

CDC - Interim Clinical Considerations for Use of mRNA COVID-19 Vaccines Currently Authorized in the United States 

CDC: Interim Considerations: Preparing for the Potential Management of Anaphylaxis at COVID-19 Vaccination Sites  

Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer - arznei-telegramm® 2020; 51: 90-102  und IMPFSTOFFE GEGEN COVID-19... Anlass zur Hoffnung oder unkalkulierbares Risiko?, arznei-telegramm® 2020; 51: 89-92

COVID-ARM“ EINE WOCHE NACH IMPFUNG ... irritierende, aber harmlose verzögerte Lokalreaktion nach mRNA-Impfstoffen  © 2021 blitz-at, arznei-telegramm, publiziert am 9. März 2021 

van Riel, D., de Wit, E. Next-generation vaccine platforms for COVID-19 . Nat. Mater. 19, 810–812 (2020). https://doi.org/10.1038/s41563-020-0746-0 

Vaccine Tracker  Vaccine Centre at the London School of Hygiene & Tropical Medicine.

Newsletter der TGAM vom 23.12.2020 

Newsletter der TGAM vom 31.01.2021

Single-dose administration and the influence of the timing of the booster dose on immunogenicity and efficacy of ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) vaccine: a pooled analysis of four randomised trials

Metadaten:
AutorInnen: Susanne Rabady, Maria Wendler
letztes Update: 22.09.2021

Events

  1. 13 Nov

    study INFO DAY

    13. November 2021, 10:00 - 15:00
    Online Event
  2. 22 Sep

    Hearing Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Person-Centred Care Research

    22. September 2021, 13:00 - 15:00
    Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Trakt Y, EG, Auditorium